Stadt Dülmen

Name der Stadt/der Gemeinde/des Landkreises: 
Stadt Dülmen
Typ: 
kreisangehörig
Bundesland: 
Nordrhein-Westfalen
Einreichende Dienststelle: 
Stadt Dülmen, Fachbereich 52 -Arbeit, Soziales, Ehrenamt und Senioren
Ansprechpartner/in: 
Herbert Wies
Straße/Postfach: 
Coesfelder Str. 36
PLZ: 
48249
Telefon: 
+49 2594 125-20
Ort: 
Dülmen
Fax: 
+49 2594 125-69

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Titel des Wettbewerbsbeitrags

Flüchtlingsintegration in der Stadt Dülmen

Kurzfassung des Wettbewerbsbeitrags

Seit dem Jahr 2014 hat die ca. 47.000 Einwohner zählende Stadt Dülmen bis Ende des Jahres 2017 insgesamt 1.020 Flüchtlinge aus unterschiedlichsten Nationen aufgenommen. Im Weiteren soll dargestellt werden, wie eine mittlere kreisangehörige Stadt wie Dülmen zusammen mit einer Vielzahl von Unterstützern diese epochale Aufgabe aufgegriffen hat, welche Lösungsansätze für eine gelingende und nachhaltige Integration bisher gefunden wurden, wie Fehlentwicklungen und Risiken vermieden werden sollen und wie parallel zur den Prozessverläufen ein Konzept entstanden ist, auf dessen Grundlage Integration langfristig von Erfolg gekennzeichnet sein kann. Oberste Zielsetzung ist die gesellschaftliche Integration der Flüchtlinge in allen Bereichen und das damit einhergehende friedliche Zusammenleben verschiedener Kulturen auf einer gemeinsamen und von allen akzeptierten Wertebasis. Kernelemente sind dabei Zugang zu Bildung, Beteiligung an Wirtschaft und Arbeitsmarkt, menschenwürdige Wohnbedingungen und ein angemessenes Wohnumfeld.

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Die Ausgangslage

Nach dem Flüchtlingsaufnahmegesetz des Landes Nordrhein-Westfalen ist die Stadt Dülmen zur Aufnahme und Unterbringung von Flüchtlingen verpflichtet. Bis zum Jahr 2013 war dies eine eher unauffällige Aufgabe. Dies vor allem deshalb, weil sich die Anzahl der nach dem Asylbewerberleistungsgesetz zu betreuenden Personen nach der Flüchtlingswelle in den neunziger Jahren kontinuierlich reduziert hatte und im Vergleich zu anderen zu betreuenden Personenkreisen, beispielsweise im örtlichen Jobcenter, in der Sozialhilfe oder bei den Wohngeldberechtigten lediglich noch einen geringen Anteil ausmachte.

Bedingt durch kommunal nicht beeinflussbare weltpolitische Entwicklungen in Gestalt der in der Anzahl und Intensität zunehmenden Kriegsereignisse und der in zuvor in diesem Umfang nie dagewesenen Verfolgung von Volksstämmen und ethnischen Minderheiten gewann die Aufgabe der Aufnahme und Unterbringung von Flüchtlingen in einem Maß an Geschwindigkeit eine Bedeutung, die nicht nur die Stadt Dülmen, sondern wohl unser gesamtes Land auf allen Verantwortungsebenen in Bund, Ländern und Kommunen vor eine in dieser Ausprägung historische Herausforderung gestellt hat.

Die nachstehenden Zahlenvergleiche lassen die Dynamik in der Flüchtlingsbetreuung deutlich werden:

Leistungsdaten 2009 - 2016

  • Anzahl der belegbaren Plätze in städtischen Flüchtlingsunterkünften:
    88 - 840
  • durchschnittliche Personenzahl im Leistungsbezug AsylbLG:
    123 - 747
  • Anzahl der Neuzuweisungen von Flüchtlingen im Sinne des FlüAG:
    8 -   669*
  • Ausgezahlte Hilfeleistungen zum Lebensunterhalt nach dem AsylbLG:
    0,67 Mio. € - 5,6 Mio. €

*plus 200 Aufnahmen für eine temporär auf Weisung des Landes NRW von der Stadt Dülmen eingerichtete externe Landesnotunterkunft für Flüchtlinge

Die Hochgeschwindigkeitsentwicklung der Anzahl zugewiesener Flüchtlinge spätestens im Jahr 2015 sprengte zunächst nahezu sämtliche personellen und sächlichen Ressourcen in der Stadt Dülmen. In kürzester Zeit mussten hunderte zusätzliche Unterbringungsplätze geschaffen werden, es musste Personal für die Flüchtlingsaufnahme und –betreuung gewonnen werden und die zusätzlichen finanziellen Aufwendungen stiegen weit überdurchschnittlich an (siehe vorstehendes Zahlentableau). Parallel zu den vor Ort kaum zu bewältigenden Zusatzaufgaben wurde die Stadt Dülmen im August 2015 durch die Bezirksregierung Münster zur Einrichtung einer zusätzlichen Landesnotunterkunft für 150 Flüchtlinge angewiesen. Diese im Rahmen der Amtshilfe zu erfüllende Pflichtaufgabe war nur durch die zweckentfremdete Belegung der Dreifachturnhalle des größten Schulgebäudes in Dülmen, dem Clemens-Brentano-Gymnasium, zu bewerkstelligen. Über 800 Schülerinnen und Schüler mussten für Monate auf Schulsportunterricht verzichten oder konnten diesen allenfalls durch das improvisierte Ausweichen in andere Turnhallen eingeschränkt wahrnehmen. Ebenso stand die Turnhalle den Sportvereinen in den Abendstunden und an den Wochenenden über Monate nicht zur Verfügung. Die Knappheit an Unterbringungsplätzen für die immer höher werdende Anzahl von Flüchtlingszuweisungen in kürzester Zeit führte schließlich mangels geeigneter Alternativen dazu, dass in der Folgezeit noch zwei weitere Turnhallen von Dülmener Schulen temporär zur Flüchtlingsunterbringung umfunktioniert werden mussten.

Zusammenfassend bestand eine krisenhafte Situation vor Ort, in der Geld, Plätze, Personal und Alternativen fehlten. Dem gegenüber stand ein bis dahin nicht dagewesener Aufgabendruck in Form der Aufnahmeverpflichtung von Flüchtlingen, der an Intensität in einer Weise zunahm, dass Regelungen und Lösungen gefunden werden mussten.

Der Anlass für ein Integrationskonzept

Bereits im Vorfeld zu den vorstehend geschilderten Entwicklungen mehrten sich im Frühjahr 2015 in der Stadt Dülmen die Diskussionen über die Notwendigkeit einer Konzeption zur Betreuung, Versorgung und Integration von Flüchtlingen in Dülmen.

Zum Abstecken eines möglichst breiten Rahmens wurde auf Einladung der Verwaltung am 29.05.2015 ein gemeinsamer Workshop mit allen in der Flüchtlingshilfe beteiligten Institutionen und Personen durchgeführt, in dem Grundlagen für eine gelingende Integration vor Ort erarbeitet und damit für einen in dieser Hinsicht ausgerichteten Konzeptentwurf geschaffen wurden. Es wurden inhaltliche Aspekte zu folgenden Themenschwerpunkten erarbeitet:

  • Förderung des Miteinanders in Dülmen
  • Integration durch Beschäftigung und Freizeitmöglichkeiten
  • Sprache und Bildung
  • Unterbringung und Wohnraumversorgung
  • Soziale Betreuung sowie
  • Kooperation Ehrenamt/Hauptamt
  • Vernetzung.

Übereinstimmend bestand ausgehend von den Ergebnissen dieses Workshops die Zielsetzung, verwaltungsseitig zeitnah ein Integrationskonzept zu entwerfen und dies lokalpolitisch beschließen zu lassen. Die Intensität der Flüchtlingszuweisungen ab Mitte 2015 ließ es dann zunächst allerdings nicht mehr zu, diese Absicht in die Tat umzusetzen. Hier hatte unter Beachtung der begrenzten Ressourcen schlicht die Betreuung und Versorgung der nach Dülmen zugewiesenen geflüchteten Menschen Priorität.

Trotz der umfangreichen Betreuungs- und Versorgungsarbeit wurde der Aspekt der konzeptionellen Erarbeitung eines Handlungsrahmens für eine gelingende Integration zugewiesener Flüchtlinge aber selbstverständlich nicht verworfen. Vielmehr bot sich nun im Rahmen der täglichen Betreuungsarbeit die Chance, die gemachten Erfahrungen in den einzelnen Handlungsfeldern aufzunehmen und für eine künftige Konzepterstellung festzuhalten.

Die Konzeption – Phasen des Vorgehens und der Umsetzung

Für die weitere Vorbereitung eines Konzeptes zur Integration der der Stadt Dülmen zugewiesenen Flüchtlinge musste die Verwaltung nunmehr zweigleisig verfahren. Im August 2015 wurde ein Krisenstab durch die Bürgermeisterin eingerichtet. Dazu gehörten neben ihr selbst die Leitung des Sozialdezernats, der Stadtbaurat, die Leiter der Fachbereiche "Soziales", "Jugend", "Schule" und "Hochbau" sowie temporär weitere Fachabteilungen der Stadtverwaltung. Über Monate hinweg bis weit in das Jahr 2016 hinein tagte dieser Krisenstab mehrfach wöchentlich, um alle anstehenden Probleme und Aufgaben im Rahmen der Möglichkeiten zu planen und zu erledigen. Zudem konnte im Zuge der Rekrutierung von zusätzlichem Personal für die Flüchtlingsaufgaben eine aus der Elternzeit zurückgekehrte Diplomfachkraft, die privat auch ehrenamtlich in der Betreuung einer Flüchtlingsfamilie engagiert ist, mit einem begrenzten Stundenumfang dafür gewonnen werden, die Erkenntnisse, Handlungsansätze und Erfahrungen aufzunehmen und inhaltlich zu einem Integrationskonzept zu verarbeiten.

Diese Mitarbeiterin nahm regelmäßig an den Sitzungen des Krisenstabs teil. Für die Verwaltung bestand neben dem zur Alltäglichkeit gewordenen Umgang mit dem Druck der Versorgung der aufzunehmenden Flüchtlinge die Aufgabe darin, die lokale Politik fortwährend über alle wichtigen Angelegenheiten zu informieren und vielfach Beschlüsse vorzubereiten und umzusetzen. Gleichzeitig sah die Verwaltung ihre Aufgabe darin, die Vernetzung mit den vor Ort agierenden ehrenamtlich helfenden und unterstützenden Initiativen und Organisationen voranzubringen und die Vielfältigkeit der Aufgaben und Unterstützungsangebote sinnvoll zu koordinieren. Auf lokalpolitischer Ebene wurde zusätzlich zu den bestehenden Fachgremien ein Integrationsbeirat eingerichtet. Für die Koordinierung mit den ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe engagierten Gruppierungen und Organisationen richtete die Bürgermeisterin ein sogenanntes Vernetzungstreffen ein. Nach Bedarf und mindestens vierteljährlich trifft sich seither diese Arbeitsgruppe, wobei positiv hervorzuheben ist, dass die Zusammenarbeit zwischen Haupt- und Ehrenamt sowie den Wohlfahrtsverbänden außerordentlich konstruktiv und zielführend verläuft. Dies kann auf die von Beginn an gegenseitig wertschätzende Kooperation und Dialogbereitschaft und die gemeinsame Zielsetzung einer gelingenden Integration zurückgeführt werden.

Im Rahmen dieser Herangehensweise sowie des Managements der Flüchtlingsaufnahme und –betreuung wurden innerhalb des dargestellten Prozesses nachhaltige Entscheidungen getroffen und Projekte initiiert, die eine Flüchtlingsintegration in der Stadt Dülmen fördern und unterstützen. Beispielhaft werden folgende besonderen Meilensteine genannt:

  • Einrichtung einer gesonderten Integrationsabteilung in der Stadtverwaltung Dülmen mit Leistungsgewährung, Unterbringungsmanagement, Gesundheitsversorgung und einem Team für die soziale Betreuung
  • Erstellung eines Flyers zur Erstorientierung der hier lebenden Flüchtlinge in acht Landessprachen
  • Beschluss zur Einführung der elektronischen Gesundheitskarte für in Dülmen lebende Flüchtlinge
  • Inanspruchnahme von Landesmitteln zur Unterstützung des ehrenamtlichen Engagements aus dem Programm „KommAn NRW“
  • Konzeption und Finanzierung eines freiwilligen Sprachkursangebots in Zusammenarbeit mit der örtlichen Volkshochschule, mit dem für alle erwachsenen Flüchtlinge erste Grundlagen für das Alltagsleben in der Stadt Dülmen vermittelt werden
  • Teilnahme an dem auf zwei Jahre angelegten Projekt des Landes NRW im Rahmen des Sonderprogramms "Hilfen im Städtebau für Kommunen zur Integration von Flüchtlingen" (Quartiersmanagement „Miteinander – füreinander“ mit der Besetzung einer Stelle als Quartiersmanagerin und dem Schwerpunkt der Flüchtlingsbetreuung in einem bestehenden Wohnquartier sowie Koordination von Investitionen zur Förderung des Miteinanders von Bewohner/-innen und Flüchtlingen innerhalb dieses Quartiers)
  • frühzeitig getroffenes politisches Einvernehmen zu einer möglichst dezentralen Unterbringung von Flüchtlingsfamilien
  • Installation eines aus diplomierten Sozialarbeiter/-innen bestehenden Fachkräfteteams zur sozialen Flüchtlingsbetreuung
  • Öffnung von Flüchtlingsthemen für die Bevölkerung durch Bürgerversammlungen, Nachbarschaftsfeste und interkulturelle Veranstaltungen.

Die Ergebnisse und bislang Erreichtes

Auf der Grundlage eines fachbezogenen selbst entwickelten Interviewleitfadens wurden zahlreiche Gespräche mit Vertreterinnen und Vertretern verschiedener in Dülmen aktiver Institutionen (u. a. Ökumenische Flüchtlingshilfe in Dülmen, Flüchtlingshilfe im Dülmener Ortsteil Buldern, Caritasverband, Flüchtlingsrat im Kreis Coesfeld, Flüchtlingshilfe Dülmen, Runder Tisch für Migration und Integration, Sport- und Kulturtreibende Vereine, Fachbereiche und Abteilungen der Stadt Dülmen) geführt. Die jeweils gewonnenen Einblicke, Erkenntnisse und die daraus hervorgehenden Aufgaben und Ergebnisse wurden aufgegriffen und flossen orientiert an die Verhältnisse und den Prozessverlauf vor Ort in das lokale Integrationskonzept ein. Der Entwurf wurde in mehrfachen Sitzungen des Integrationsbeirates nach Themenschwerpunkten beraten und schließlich einvernehmlich freigegeben. Am 14.12.2017 erfolgte die einstimmige politische Beschlussfassung des Integrationskonzeptes durch die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Dülmen. Der begonnene Integrationsprozess wird über die Beteiligung der Politik sowie den weiteren in der Flüchtlingsarbeit mit eingebundenen Akteuren fortlaufend evaluiert.

Das diesem Wettbewerbsbeitrag beigefügte Integrationskonzept soll handlungsleitend für eine gelingende Integration in Dülmen sein und kann exemplarisch auch anderen Kommunen als hilfreiche Orientierung dienen. Es macht deutlich, dass Integration als langfristige Querschnittsaufgabe der gesamten Stadtgesellschaft zu sehen ist. Das Integrationskonzept soll die Basis dafür bieten, die Herausforderung einer gelingenden Integration bestmöglich anzugehen und Handlungsempfehlungen im Rahmen der weiteren Umsetzung mit Leben zu füllen. Innerhalb der Verwaltung spielt die Integration als ressortübergreifende Aufgabe in jedem Handlungsfeld und auf allen Verwaltungsebenen eine bedeutende Rolle, sodass eine Vielzahl von Fachbereichen, Stabstellen und Abteilungen an den Integrationsprozessen beteiligt ist. Unter der Leitung der Bürgermeisterin tagt in regelmäßigem Abstand eine fachbereichsübergreifende Arbeitsgruppe Integration, der außer der Bürgermeisterin selbst der Sozialdezernent sowie die Leitungen der Fachbereiche „Bildung“, „Jugend“ und „Soziales“ (Bezeichnungen in Kurzform) angehören. Abhängig von den zu behandelnden Themen finden diese Arbeitssitzungen bei Bedarf auch mit Beteiligung des Kommunalen Integrationszentrums des Kreises Coesfeld sowie ggfls. weiterer Akteure der Flüchtlingsarbeit statt.

Eine ganz besondere Bedeutung kommt zudem den vielen in der Integrationsarbeit engagierten Akteuren der Stadtgesellschaft zu: die ehrenamtlichen Flüchtlingsinitiativen und Flüchtlingspaten, ohne die die Betreuung und Integration in dem vorhandenen Umfang faktisch nicht zu leisten wäre, sowie außerdem die freien Träger, die kulturellen Einrichtungen, die Sportvereine, die Kirchen, die Kindertagesstätten, die Schulen und politischen Gremien, sonstige Engagierte und nicht zuletzt alle Bürgerinnen und Bürger selbst.

Integrationsorte sind die Städte und Gemeinden, in denen die aufzunehmenden Flüchtlinge leben. Das Integrationskonzept der Stadt Dülmen soll deshalb Grundlage und Anregung dafür sein, bestehende Strukturen der Regelsysteme für die Integration Geflüchteter zu nutzen und Integrationsprozesse erfolgreich weiterzuentwickeln.

Dass dies auf Dauer gelingen kann, machen die abschließenden Feststellungen deutlich:

  • Neben der Steigerung der eigenen Leistungsfähigkeit in enormem Umfang sind Arbeitsabläufe mit der Ausländerbehörde des Kreises Coesfeld kooperativ ausgebaut und optimiert worden; trotz geteilter und dadurch unterschiedlicher Zuständigkeiten funktioniert die Zusammenarbeit vorbildlich
  • mit den seit 2015 geschaffenen zusätzlichen Unterbringungsplätzen sieht sich die Stadt Dülmen bei gleichbleibender Zuweisungsfrequenz wie in diesem Jahr ausreichend für die Aufnahme und Unterbringung geflüchteter Menschen vorbereitet, ohne jemals wieder Turnhallen oder andere öffentliche Einrichtungen deren originärem Nutzungszweck entziehen zu müssen
  • allen der Stadt Dülmen zugewiesenen volljährigen Flüchtlingen wird seit 2015 ein eigens gestalteter und aus Eigenmitteln getragener Deutsch-Grundkurs in Kooperation mit der örtlichen Volkshochschule angeboten
  • alle der Stadt Dülmen zugewiesenen Flüchtlingskinder im Alter zwischen 3 und 6 Jahren konnten mit einem Kindergartenplatz versorgt werden
  • alle Kinder im Alter von 6 – 16 Jahren konnten einen Platz in den allgemeinbildenden Schulen erhalten
  • alle jugendlichen Flüchtlinge über 16 Jahre, die noch nicht beruflich orientiert sind, konnten in Integrationsklassen der Berufskollegs vermittelt werden
  • in den Jahren von 2015 bis 2017 konnten durch die Stadtverwaltung Dülmen bislang 206 Wohnungen auf dem allgemeinen Wohnungsmarkt für Flüchtlinge gefunden werden; insgesamt profitieren 568 geflüchtete Menschen und damit bereits mehr als die Hälfte aller Neuzuweisungen von dieser dezentralen und integrationsfördernden Unterbringung
  • von 2015 – 2017 wechselten mittlerweile 459 geflüchtete Menschen aus dem Leistungsbezug des AsylbLG in den Rechtskreis SGB II; hier erfahren die erwerbsfähigen Flüchtlinge im kommunalen Jobcenter eine passgenaue, individuelle Unterstützung und Betreuung für ihre berufliche Integration
  • mit der vor Ort zuständigen Arbeitsagentur Coesfeld wurden 35 „Flüchtlings-Integrations-Maßnahmen“ (FIM) eingerichtet, um den im AsylbLG betreuten Erwerbsfähigen vorübergehend eine Arbeitsgelegenheit zu bieten; weitere 9 gemeinnützige Arbeitsstellen werden über die Integrationsabteilung der Stadt Dülmen vorgehalten
  • Es ist eine enge Kooperation und Verzahnung mit dem „Integration Point“ der zuständigen Arbeitsagentur eingerichtet, in dem den Personalkapazitäten entsprechend regelmäßig rund 100 geflüchtete erwerbsfähige Menschen aus Dülmen betreut werden; die Sprechstunden des Integration-Points finden zur leichteren Orientierung der Flüchtlinge zum Teil in den Räumen der Integrationsabteilung der Stadtverwaltung statt
  • in dem in regelmäßigen Abständen tagenden Vernetzungstreffen sitzen alle haupt- ehrenamtlichen Akteure, die eine Verantwortung zur Flüchtlingsintegration übernehmen, zusammen an einem Tisch
  • und schließlich ist es unter Berücksichtigung der dargestellten Größenordnung der Verhältnisse in der Stadt Dülmen auch ein beachtenswerter Erfolg, dass bislang bereits 73 erwerbsfähige Flüchtlinge eine Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt gefunden haben.

Die Zukunft

Integration bleibt mit all ihren umfangreichen Facetten für viele Jahre eine Zukunftsaufgabe. Sie wird gelingen, wenn Verwaltung und die Vielzahl der weiteren Akteure gemeinsam für jeden aufzunehmenden und zu integrierenden Flüchtling einen eigenständigen sinnvollen Plan entwickeln und dabei helfen, diesen mittel- bis langfristig zu verwirklichen.

Es gibt noch lange Jahre viel zu tun in Dülmen und allen anderen Integrationsorten. Gelöst ist bisher im Wesentlichen die Unterbringung und Sicherung eines Existenzminimums. Gewaltige Aufgaben liegen in der nächsten Zeit in der Vermittlung ausreichender Sprachkompetenzen und in der beruflichen Eingliederung von Flüchtlingen in den Arbeitsprozess. Dies braucht für alle daran Beteiligten ein langes Durchhaltevermögen, muss für alle Ebenen hinreichend und auskömmlich finanziert werden und erfordert insoweit eine bedarfsgerechte Finanzierung der Städte und Gemeinden. Denn sie sind es, die die Integrationsarbeit in der Praxis täglich leisten.

Fragen zum Wettbewerbsbeitrag

C1 Fragen zur gesamtkommunalen Einbindung des Wettbewerbsbeitrags

C 10 Gibt es in Ihrer Kommune ein Integrationskonzept?: 
ja
nein
C 11 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag in dieses Integrationskonzept eingebunden?: 
ja
nein
C 12 Unterstützt der/die (Ober-)Bürgermeister/in bzw. Landrat/-rätin Ihren Wettbewerbsbeitrag öffentlich?: 
ja
nein

C2 Fragen zur Konzeption und Ausrichtung des Wettbewerbsbeitrags

C 20 Gibt es zu Ihrem Wettbewerbsbeitrag ein schriftliches Konzept? : 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 21 Sind die Ziele des Wettbewerbsbeitrags im Hinblick auf Integration und Zusammenleben detailliert beschrieben & festgelegt?: 
ja
nein
C 22 Wurde vor der Festlegung der Ziele eine Ausgangs- und Bedarfsanalyse erstellt?: 
ja
nein
C 23 An welche Gruppen richtet sich Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
Kinder (Einrichtungen der Kindertagesbetreuung)
Kinder (Schule)
Jugendliche
junge Erwachsene
Erwachsene
Mädchen/Frauen
Jungen/Männer
aktuelle Zuwanderer (2015-2017)
jeweils differenziert nach Herkunftsgebieten
bereits seit mehreren Jahren in Deutschland lebende Zuwanderer
Bevölkerung vor Ort
Multiplikatoren
Weitere
C 23a Wenn "Weitere"... Welche?: 
lokale Politik ehrenamtliche Flüchtlingsorganisationen Vereine, Verbände, Institutionen
C 24 Bezieht sich Ihr Wettbewerbsbeitrag auf: 
die Gesamtstadt?
einen Teilraum/Quartier?
ein Projekt?
C 25 An welche Orte und Einrichtungen knüpft Ihr Wettbewerbsbeitrag an?: 
Quartier als Ganzes
Nachbarschaftshäuser/Stadtteilzentren
Jugendeinrichtungen
Sportvereine
Flüchtlingsunterkünfte
Einrichtungen der Kindertagesbetreuung
Schulen
Ausbildungsstätten
Bildungseinrichtungen (VHS u.a.)
Soziale Treffpunkte für Zuwanderer
Migrantenselbstorganisationen
Weitere
C 26: 

Welche Handlungsfelder zur Integration von Zuwanderern und zur Förderung des Zusammenlebens mit der Bevölkerung vor Ort stehen in Ihrem Wettbewerbsbeitrag im Mittelpunkt? Bitte geben Sie an, ob sich das Handlungsfeld auf die Gesamtstadt oder das Quartier bezieht bzw., ob es sich um ein Projekt handelt.

C 26a Handlungsfeld Wohnen und Wohnumfeld: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26b Handlungsfeld Soziale Infrastrukturen, z.B. Kindergarten, Schulen, Jugendeinrichtungen: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26c Handlungsfeld Bildung/Qualifizierung/Ausbildung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26d Handlungsfeld Beschäftigung/lokale Wirtschaftsförderung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26e Handlungsfeld Kultur: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26f Handlungsfeld Sport: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26g Handlungsfeld Gesundheit: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26h Handlungsfeld Umwelt/Grün: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26i Handlungsfeld Beteiligung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26j Handlungsfeld Engagementförderung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 27a Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe der Zielgruppe "Zuwander" ausgerichtet?: 
ja
nein
C 27b Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe der Zielgruppe "Bevölkerung vor Ort" ausgerichtet?: 
ja
nein

C3 Fragen zur Umsetzung des Wettbewerbsbeitrags

C 30 Welche Akteure aus Kommunalpolitik und Kommunalverwaltung beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbei: 
Stadt-, Gemeinde-, bzw. Kreisrat
Amt/Bereich Soziales
Amt/Bereich Jugend
Amt/Bereich Wohnen
Amt/Bereich Grün(-planung)
Bürgermeister/in bzw. Landrat/-rätin
Amt/Bereich Stadtplanung/ Stadtentwicklung
Integrationsbeauftragte/r
Amt/Bereich Sport
Amt/Bereich Gesundheit
Weitere
C 30a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Amt Hochbau und Gebäudemanagement
C 31 Welche verwaltungsexternen lokal relevanten Akteure beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbeitrags?: 
Quartiersmanagement
Stadtteilzentren/ Nachbarschaftshäuser
Wohlfahrtsverbände
Kirchen
Migrantenselbstorganisationen
Sponsoren
Lokale Medien
Stiftungen
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Nachbarschaftsvereine
Kleingartenvereine
Unternehmen, Betriebe
Weitere
C 32 Gibt es schriftliche und verbindliche Vereinbarungen zur Vernetzung und Kooperation der Akteure?: 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 33 Welche Laufzeit hat Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
C 34 Wie finanzieren Sie Ihren Wettbewerbsbeitrag?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
C 35 Wie lange ist die Finanzierung des Wettbewerbsbeitrags gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
C 36 Wird der Wettbewerbsbeitrag in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
C 36a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
C 37 Werden im Rahmen der Umsetzung von anderen entwickelte Projekte und Maßnahmen übernommen und eingesetzt?: 
ja
nein
C 38 Sind umgekehrt im Rahmen Ihres Wettbewerbsbeitrags entwickelte Projekte und Maßnahmen bereits andernorts übernommen worden?: 
ja
nein
C 38a Wenn ja ... Welche?: 
Angebot von Grundsprachkursen der Volkshochschule

Einzelprojekte

Einzelprojekt 1

D 11 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
trifft nicht zu
D 12 Wie lange ist die Finanzierung des Projekts gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
trifft nicht zu
D 13 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 14 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
trifft nicht zu
D 14a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
trifft nicht zu

Einzelprojekt 2

D 21 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
trifft nicht zu
D 22 Wie lange ist die Finanzierung des Projekts gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
trifft nicht zu
D 23 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 24 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
trifft nicht zu
D 24a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
trifft nicht zu

Anlagen