Stadt Weinsberg

Name der Stadt/der Gemeinde/des Landkreises: 
Stadt Weinsberg
Typ: 
kreisangehörig
Bundesland: 
Baden-Württemberg
Einreichende Dienststelle: 
Amt für öffentliche Ordnung
Ansprechpartner/in: 
Erkan Kocyigit
Straße/Postfach: 
Marktplatz 11
PLZ: 
74189
Telefon: 
+49 7134 512-154
Ort: 
Weinsberg
Fax: 
+49 7134 512-199

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Titel des Wettbewerbsbeitrags

Jobbörse – Begegnungen zwischen Betrieben und Flüchtlingen Vor Ort Perspektiven für den Arbeitsmarkt ermöglichen

Kurzfassung des Wettbewerbsbeitrags

Ein Handlungsfeld für gelingende Integration ist der Einstieg in die Arbeitswelt, Ausbildung und Beschäftigung und die Entwicklung der individuellen beruflichen Perspektiven. Ein weiterer Gesichtspunkt ist die lokale Wirtschaftsförderung. Aus diesem Grund konzipierte die Stadt Weinsberg mit zwei Projektleitern eine Jobinformationsbörse vor Ort, um regionale Netzwerke zu schaffen und kommunal zu steuern. Das Ziel war eine persönliche Begegnung zwischen örtlichen Betrieben und hier lebenden Flüchtlingen, um Berufsbilder zu erfahren, Möglichkeiten für Ausbildungen und Praktika aufzuzeigen, um Perspektiven und Mitarbeiter für Betriebe zu finden. Die Planung und Umsetzung erfolgte im Projektleitungsteam innerhalb von sieben Monaten. Das Projekt stellten die beiden Projektleiter im Gemeinderat der Stadt Weinsberg vor. Für die Jobbörse wurde für jeden einzelnen Flüchtling zusammen mit einem qualifizierten Flüchtlingsteam ein persönlicher Kompetenzbogen ausgefüllt. Aus den Kompetenzbogen wurde ein Datensatz entwickelt und persönliche Lebensläufe erstellt, um bei entsprechenden Angeboten und Nachfragen reagieren zu können. Ein Datensatz von kontaktierten Betrieben wurde ebenfalls erarbeitet. In Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit wurden örtliche Betriebe vorab zu einem  „Runder Tisch“ eingeladen, um sich über Fördermöglichkeiten zu informieren. Er fand am 20. Juli 2017 statt. Für das Projekt erfolgte eine entsprechende Öffentlichkeitsarbeit, dazu eine persönliche Einladung der Betriebe und Flüchtlinge. Die Jobbörse – Begegnungen zwischen Betrieben und Flüchtlingen, konnte erfolgreich am 29. September 2017 in Weinsberg durchgeführt werden. Nachhaltigkeit: Anregung von Betrieben zu einem weiteren Runden Tisch. Informationstag für Flüchtlinge bei einem örtlichen großen Arbeitgeber. Eine weitere Jobbörse ist geplant.

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Ausgangssituation in Ihrer Kommune

In der Stadt Weinsberg leben seit zwei Jahren 174 Flüchtlinge. Sie werden vom aktiven ehrenamtlichen Freundeskreis Asyl in den alltäglichen Belangen und in der Deutschförderung betreut und unterstützt. Ab 2017 installierte die Stadt und der Gemeindeverwaltungsverband Raum Weinberg zusätzlich eine 50 Prozent- Stelle eines Flüchtlingsbeauftragten, dessen Stelle ab Oktober 2017 als Integrationsbeauftragter auf 100 Prozent aufgestockt wurde. Die Flüchtlinge, die teilweise bereits in Anschlussunterkünften/ Wohnungen vermittelt werden konnten, fühlen sich hier gut betreut und integriert. Sie möchten nun nach verschiedenen Qualifikationsstufen in der deutschen Sprache eine Perspektive für ihr weiteres Leben entwickeln, zu der insbesondere der Einstieg in die Arbeit- und Berufswelt gehört. Nach einer Umfrage, wollen die meisten geflüchteten Menschen hier in der Region bleiben, da sie persönliche Kontakte aufgebaut haben, Familienmitglieder/Kinder nachkommen konnten  und die Integration auf einem guten Weg ist. Die Frage war, wie kommen vor Ort, das war wichtig, Betriebe und Arbeitssuchende zusammen, um Hemmschwellen zum einen und Informationsdefizite zum anderen auf beiden Seiten abzubauen. Wie können Informationen zu Berufsfeldern im Gespräch vermittelt werden, um Wege für einen Arbeitseinstieg zu erhalten, auch um Betrieben die Möglichkeiten zu geben, potenzielle Arbeitnehmer zu finden.

Anlass (konkrete Auslöser/Gründe für Konzept/Projekt/Maßnahme)

Der Landkreis Heilbronn beteiligte sich 2017 am Programm „Gemeinsam in Vielfalt –Lokale Bündnisse für Flüchtlingshilfe“, finanziert durch das Land Baden-Württemberg. Gemeinden und Städte mit etwa 10.000 Bewohnern, wurden aufgefordert, Projekte zu entwickeln. Projekte sollten im Jahr 2017 konzipiert und durchgeführt werden. Die Stadt Weinsberg stellte daraufhin den Antrag auf das Projekt Jobbörse – Begegnung zwischen Betrieben und Flüchtlingen, das gedanklich in der Ideenschublade war. Die im Rahmen einer Jobinformationsbörse, die Idee des lokalen Bündnisses zur Flüchtlingshilfe umzusetzen nahm das Landratsamt nahm den Projektantrag im Februar 2017 an und förderte das Weinsberger Projekt mit 1.500 Euro. Als Projektleiter standen der Flüchtlingsbeauftragte Erkan Kocyigit und vom Freundeskreis Asyl Margit Stöhr-Michalsky zur Verfügung.

Konzeption, Ziele und Zielgruppen

Die Projektleiter konzipierten das Projekt einer Informationsbörse. Das erste Ziel war,  Betriebe aus der Region und Flüchtlinge  in einem öffentlichen Raum zusammenzubringen, damit ein persönlicher Austausch und Informationen über Berufsfelder und Arbeitsmöglichkeiten stattfinden kann. Das zweite Ziel war, durch Kompetenzbogen, Datensatz und standardisierte Lebensläufe gute Voraussetzungen zu schaffen. Das dritte Ziel war die regionale Wirtschaftsförderung. Zur Veranstaltung sollten auch neben verschiedenen Betrieben die Agentur für Arbeit, die Industrie- und Handelskammer und die Handwerkskammer eingeladen werden, um fachliche Informationen zu geben und Fördermöglichkeiten aufzuzeigen.  Die Konzeption enthielt einen Kompetenzbogen der Arbeitssuchenden mit persönlichen Daten, Schulbildung, Berufserfahrung und Berufs-, und Ausbildungswunsch und einen Lebenslauf für das persönliche Gespräch während der Jobbörse und als Datensatz für die Nachhaltigkeit, um bei Anfragen und Angeboten reagieren zu können. Die Konzeption enthielt ebenfalls eine Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit (Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsplatz). Hier sollte an einem Informationsabend als „Runder Tisch“ für Betriebe Fördermöglichkeiten aufgezeigt werden.

Vorgehen und Umsetzung

Der Kompetenzbogen wurde mit einem Flüchtlings-Team ausgefüllt und für die Jobbörse bereitgestellt. Ein Runder Tisch mit der Agentur für Arbeit und mit eingeladenen Betrieben fand am 20. Juli in Weinsberg statt. Die Projektleiter stellten persönlich das Projekt „Jobbörse – Begegnung zwischen Betrieben und Flüchtlingen im Weinsberger Gemeinderat vor. Es wurde vom Gremium ebenfalls für eine Möglichkeit der Integration begrüßt. Eine intensive Presse- und Öffentlichkeitsarbeit wurde durchgeführt. Nach den Sommerferien wurden örtliche Betriebe persönlich angeschrieben und danach auch persönlich kontaktiert. Die hier lebenden Flüchtlinge wurden ebenfalls schriftlich und persönlich über die Jobbörse informiert.

Inhalt der Jobbörse

Am 29. September, von 17 bis 19 Uhr fand die Jobbörse – Begegnung zwischen Betrieben und Flüchtlingen im öffentlichen Veranstaltungsraum in Weinsberg statt. Bürgermeister Stefan Thoma begrüße die Teilneher und informierte über die Situation in der Kommune. Die Projektleiter moderierten die Veranstaltung. Integration gelingt, wenn sich Flüchtlinge aktiv einbringen können, wenn Aufgaben verteilt werden, wenn gemeinsam agiert wird. So waren Flüchtlinge beim Ausfüllen der Kompetenzbogen dabei, sie waren beim Auf- und Abbau der Veranstaltung integriert. Ein Flüchtlingsteam organisierte internationale Snacks, die zu Hause vorbereitet wurden und während der Jobbörse zur Verfügung standen. Bereits in der Ausbildung befindliche Menschen erzählten von ihren Erfahrungen und ihrer Unterstützung. So konnte ein syrischer Bürger in diesem Jahr die Qualifikation zum Bäckergesellen in einem örtlichen Betrieb absolvieren. Zwei junge Auszubildende sind in der Teilqualifikation im örtlichen Hotel- und Restaurantbetrieb. Arbeitergeber  berichteten über ihre Erfahrungen von Fördermöglichkeiten und Einstellung von Flüchtlingen, Mitglieder des Freundeskreises Asyl begleiteten interessierte Teilnehmer mit den erstellten Lebensläufen zu den Ständen der Betriebe. Am Ende der Jobbörse zog der Personaldirektor eines teilnehmenden örtlichen Klinikums eine positive Resonanz dieser Veranstaltung. Ein teilnehmender Flüchtling bedankte sich und vermittelte seinen Berufswunsch. Es war ein deutlicher Schritt zur Integration, da die ausländischen Bürger zum ersten Mal am Mikrofon standen und in deutscher Sprache vor anderen Menschen sprachen.

Vier namhafte örtliche Betriebe, die AOK,  Handwerkskammer und Agentur für Arbeit nahmen an der Jobinformationsbörse teil. Dazu nahmen über  60 Flüchtlinge teil, die an den Ständen mit Arbeitgebern ins Gespräch kamen und sich über Ausbildung, Praktika und Berufsbilder informieren konnten. Auch regionale Arbeitskreise für Flüchtlingsarbeit aus der Region informierten sich vor Ort über das Projekt, so dass ein Austausch erfolgen kann. Die Resonanz bei den Betrieben und bei den Besuchern war positiv und ermutigend.

Erfolg undNachhaltigkeit

Ein weiterer Runder Tisch, an dem sich Arbeitgeber austauschen und Informationen über Einstiegsqualifikationen und Fördermöglichkeiten erhalten können, wurde gewünscht. Ein örtlicher großer Arbeitgeber mit verschiedenen Berufsfeldern möchte einen Informationstag für Flüchtlinge veranstalten.

Ein Prozess zur Integration wurde durch das Projekt angestoßen. Aus Gesprächen mit Betrieben konnte festgehalten werden, dass grundsätzlich Interesse da ist,  je nach Möglichkeiten Flüchtlingen eine Chance in die Arbeits- und Berufswelt zu geben und die Chance zur Mitarbeitergewinnung zu nutzen.  Dadurch gewinnen beide Seiten. Das Bewusstsein dafür wurde mit diesem Projekt angestoßen. Eine weitere Jobbörse ist geplant.

Erläuterung für die Bewertungskriterien

Im Rahmen eines Workshops „Integration vor Ort gestalten“ haben wir eine lokale Bedarfsanalyse mit den Ehrenamtlichen und Geflüchteten durchgeführt.  Dabei haben wir festgestellt, dass die Entwicklung der individuellen beruflichen Perspektiven eine zentrale Rolle bei der Integration spielen kann. Dadurch kann man die Motivation des Spracherwerbs verbessern. Das muss Schritt für Schritt nach entsprechender sprachlicher Qualifikation erfolgen. Ein Schritt dazu war die durchgeführte Jobinformationsbörse. Das Bestreben ist langfristig eine Integration zu ermöglichen und das bereits erreichte gute Zusammenleben in der Kommune und in der Region zu fördern.

Der Integrationsbeauftragte, der ab Oktober 100 Prozent für den Gemeindeverwaltungsverband Raum Weinberg tätig ist und gemeinsam finanziert wird, intensiviert das Bestreben einer gelingenden Integration. Er arbeitet sowohl mit den GVV Gemeinden als auch mit den tätigen ehrenamtlichen Freundeskreisen im Netzwerk zusammen. Erfahrungen und Erreichtes erfolgt als „Know-how-Transfer“ auch in andere Kommunen. Ein langfristiges Konzept zur weiteren Integration kann durch die 100 Prozent Stelle des Integrationsbeauftragten angegangen werden, das auf die Arbeit des seit 2015 aktiven ehrenamtlichen  Freundeskreises Asyl aufbaut.

Fragen zum Wettbewerbsbeitrag

C1 Fragen zur gesamtkommunalen Einbindung des Wettbewerbsbeitrags

C 10 Gibt es in Ihrer Kommune ein Integrationskonzept?: 
ja
nein
C 11 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag in dieses Integrationskonzept eingebunden?: 
ja
nein
C 12 Unterstützt der/die (Ober-)Bürgermeister/in bzw. Landrat/-rätin Ihren Wettbewerbsbeitrag öffentlich?: 
ja
nein

C2 Fragen zur Konzeption und Ausrichtung des Wettbewerbsbeitrags

C 20 Gibt es zu Ihrem Wettbewerbsbeitrag ein schriftliches Konzept? : 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 21 Sind die Ziele des Wettbewerbsbeitrags im Hinblick auf Integration und Zusammenleben detailliert beschrieben & festgelegt?: 
ja
nein
C 22 Wurde vor der Festlegung der Ziele eine Ausgangs- und Bedarfsanalyse erstellt?: 
ja
nein
C 23 An welche Gruppen richtet sich Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
Kinder (Einrichtungen der Kindertagesbetreuung)
Kinder (Schule)
Jugendliche
junge Erwachsene
Erwachsene
Mädchen/Frauen
Jungen/Männer
aktuelle Zuwanderer (2015-2017)
jeweils differenziert nach Herkunftsgebieten
bereits seit mehreren Jahren in Deutschland lebende Zuwanderer
Bevölkerung vor Ort
Multiplikatoren
Weitere
C 23a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Gewerbetreibende und Gewerbevereine
C 24 Bezieht sich Ihr Wettbewerbsbeitrag auf: 
die Gesamtstadt?
einen Teilraum/Quartier?
ein Projekt?
C 25 An welche Orte und Einrichtungen knüpft Ihr Wettbewerbsbeitrag an?: 
Quartier als Ganzes
Nachbarschaftshäuser/Stadtteilzentren
Jugendeinrichtungen
Sportvereine
Flüchtlingsunterkünfte
Einrichtungen der Kindertagesbetreuung
Schulen
Ausbildungsstätten
Bildungseinrichtungen (VHS u.a.)
Soziale Treffpunkte für Zuwanderer
Migrantenselbstorganisationen
Weitere
C 25a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Gewerbevereine, Gewerbetreibende, ehrenatliche Asylkreise, Agentur für Arbeit(Heilbronn) , IHK(Heilbronn) und HWK (Heilbronn)
C 26: 

Welche Handlungsfelder zur Integration von Zuwanderern und zur Förderung des Zusammenlebens mit der Bevölkerung vor Ort stehen in Ihrem Wettbewerbsbeitrag im Mittelpunkt? Bitte geben Sie an, ob sich das Handlungsfeld auf die Gesamtstadt oder das Quartier bezieht bzw., ob es sich um ein Projekt handelt.

C 26a Handlungsfeld Wohnen und Wohnumfeld: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26b Handlungsfeld Soziale Infrastrukturen, z.B. Kindergarten, Schulen, Jugendeinrichtungen: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26c Handlungsfeld Bildung/Qualifizierung/Ausbildung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26d Handlungsfeld Beschäftigung/lokale Wirtschaftsförderung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26e Handlungsfeld Kultur: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26f Handlungsfeld Sport: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26g Handlungsfeld Gesundheit: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26h Handlungsfeld Umwelt/Grün: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26i Handlungsfeld Beteiligung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26j Handlungsfeld Engagementförderung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 27a Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe der Zielgruppe "Zuwander" ausgerichtet?: 
ja
nein
C 27b Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe der Zielgruppe "Bevölkerung vor Ort" ausgerichtet?: 
ja
nein

C3 Fragen zur Umsetzung des Wettbewerbsbeitrags

C 30 Welche Akteure aus Kommunalpolitik und Kommunalverwaltung beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbei: 
Stadt-, Gemeinde-, bzw. Kreisrat
Amt/Bereich Soziales
Amt/Bereich Jugend
Amt/Bereich Wohnen
Amt/Bereich Grün(-planung)
Bürgermeister/in bzw. Landrat/-rätin
Amt/Bereich Stadtplanung/ Stadtentwicklung
Integrationsbeauftragte/r
Amt/Bereich Sport
Amt/Bereich Gesundheit
Weitere
C 31 Welche verwaltungsexternen lokal relevanten Akteure beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbeitrags?: 
Quartiersmanagement
Stadtteilzentren/ Nachbarschaftshäuser
Wohlfahrtsverbände
Kirchen
Migrantenselbstorganisationen
Sponsoren
Lokale Medien
Stiftungen
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Nachbarschaftsvereine
Kleingartenvereine
Unternehmen, Betriebe
Weitere
C 31a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Gewerbevereine und Asylkreise
C 32 Gibt es schriftliche und verbindliche Vereinbarungen zur Vernetzung und Kooperation der Akteure?: 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 33 Welche Laufzeit hat Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
C 34 Wie finanzieren Sie Ihren Wettbewerbsbeitrag?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
C 35 Wie lange ist die Finanzierung des Wettbewerbsbeitrags gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
C 36 Wird der Wettbewerbsbeitrag in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
C 36a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
C 37 Werden im Rahmen der Umsetzung von anderen entwickelte Projekte und Maßnahmen übernommen und eingesetzt?: 
ja
nein
C 38 Sind umgekehrt im Rahmen Ihres Wettbewerbsbeitrags entwickelte Projekte und Maßnahmen bereits andernorts übernommen worden?: 
ja
nein

Einzelprojekte

Einzelprojekt 1

D 10 Titel des Einzelprojekts Nr. 1: 
Erste Internationale Sportkeglermannschaft im WKBV
D 11 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
trifft nicht zu
D 12 Wie lange ist die Finanzierung des Projekts gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
trifft nicht zu
D 13 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 13a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Württembergischer Kegler- und Bowling-Verband e.V. und Turn- und Sportverein 1866 e.V. Weinsberg
D 14 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
trifft nicht zu
D 14a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
trifft nicht zu
D 15 Kurzbeschreibung des Projekts: 

Als die ersten männlichen Flüchtlinge, überwiegend aus Pakistan, Syrien und Eritrea vor zwei Jahren in Weinsberg angekommen sind, war das Leben in den Container-Erstunterkünften eintönig und isoliert. Umgebung und Menschen mussten kennengelernt werden und Deutschkurse fanden erst nach und nach statt. In dieser Zeit hatte die Sportkegelabteilung des Vereins TSV Weinsberg durch Veränderungen keine eigene Mannschaft. Die Abteilungsleiterin und ehrenamtliche Mitarbeiterin im neu gegründeten Freundeskreis Asyl, lud die jungen, Flüchtlinge ein, als Freizeitangebot und Integrationsmöglichkeit auf der vereinseigenen Kegelbahn zu trainieren. Kontakte wurden geknüpft, Deutschunterricht durch Ehrenamtliche im Rahmen des wöchentlichen Trainings durchgeführt und Unterstützung in den alltäglichen Belangen angeboten. Eine Regelmäßigkeit stellte sich ein. Die sportlichen Wettbewerbsregeln wurden gelernt und die Technik durch die Abteilungsleiterin intensiviert. Das sportliche Team aus unterschiedlichen Krisen- und Kriegsgebieten entwickelte sich.

Ziel und Umsetzung

Damit Integration gelingen kann, ist ein Einbinden ins Zusammenleben in der Kommune wichtig. Eine regelmäßige sportliche Betätigung im gemischten Team ist dabei ein guter Weg. Das Ziel formte sich, eine erste Internationale Sportkegelmannschaft zu gründen. Dazu gehörten die jungen Flüchtlinge, eine deutsche Sportkeglerin und die Abteilungsleiterin, die ebenfalls aktive Spielerin ist. Der TSV Weinsberg übernahm die Vereinsbeiträge und Vereinsversicherung. Die Kegel-Abteilung des TSV übernahm die Gebühr der Spieleranmeldung. Der Kegler- und Bowling Verband (WKB) sponserte die Erstausstattung für die Sportler. Die Anmeldung beim Verband für den Bezirk Mittlerer Neckar und für den Spielbetrieb Classic als erste Internationale Kegelmannschaft im WKB war erfolgreich.

Das Erreichte

In Heim- und Auswärtsspielen gewannen die Flüchtlinge Sicherheit und Selbstvertrauen mit jedem Spiel. Sie lernten Zuverlässigkeit und Verantwortung für ihr Team zu übernehmen. Die Deutschkenntnisse wurden immer besser. Im letzten Auswärtsspiel machte sich die Internationale Mannschaft des TSV Weinsberg ein persönliches Geschenk. Mit insgesamt 1925 Punkten erreichte die erst vor einem Jahr gegründete Mannschaft das beste Ergebnis ihrer ersten  Spielsaison in der C-Klasse 4er gemischt Mittlerer Neckar. „Das ist in unserer Spielklasse schon sehr viel“, freute sich die Abteilungsleiterin beim TSV. Am Ende konnte das Team auf den siebten Platz von neun Mannschaften stolz sein. Insgesamt 16 Spieltage standen auf dem Plan – eine Herausforderung, die gelang. Die Internationale Mannschaft startet nun ihre zweite Saison. Das Integrations-Projekt wird fortgeführt.

Einzelprojekt 2

D 21 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
trifft nicht zu
D 22 Wie lange ist die Finanzierung des Projekts gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
trifft nicht zu
D 23 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 24 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
trifft nicht zu
D 24a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
trifft nicht zu

Anlagen