Stadt Rheda-Wiedenbrück

Name der Stadt/der Gemeinde/des Landkreises: 
Stadt Rheda-Wiedenbrück
Typ: 
kreisangehörig
Bundesland: 
Nordrhein-Westfalen
Einreichende Dienststelle: 
Stadt Rheda-Wiedenbrück, FB Soziales und Integration
Ansprechpartner/in: 
Ernst-Jürgen Michaelis
Straße/Postfach: 
Rathausplatz 13
PLZ: 
33378
Telefon: 
+49 5242 9635-62
Ort: 
Rheda-Wiedenbrück
Fax: 
+49 5242 9635-98

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Titel des Wettbewerbsbeitrags

"Zusammen leben in St. Vit"

Kurzfassung des Wettbewerbsbeitrags

Im Stadtteil St. Vit wurde im Jahr 2016 eine Flüchtlingsunterkunft mit einer Kapazität von bis zu 59 Flüchtlingen errichtet. Bereits bei der Planung der Unterkunft wurde die ortsansässige Bevölkerung über das Bauvorhaben und die dort unterzubringenden Flüchtlinge informiert. Auf dem Gelände des Bolzplatzes neben der Kreisfeuerwehrschule wurde im Februar 2016 mit dem Bau einer Unterkunft in Holzständerbauweise begonnen. Zuvor hatte Bürgermeister Theo Mettenborg mit Vertretern der Verwaltung das Projekt in einer Bürgerversammlung detailliert erläutert und sich den Fragen der Bürger gestellt. Die Bedenken der Dorfbewohner kreisten vor allem um eventuelle Konflikte sowohl unter den Schutzsuchenden selbst als auch mit den Anwohnern. (siehe Foto der Glocke vom 01.02.2016).

Schon vor der Ankunft der Flüchtlinge hatte sich eine Gruppe Ortsansässiger gefunden, die sich zum Ziel gesetzt hatte, Flüchtlinge auf vielfältige Art zu unterstützen. Die Fachverwaltung "Soziales und Integration" hatte den freiwilligen Helfern frühzeitig ihre Unterstützung zugesagt und mit diversen Schulungen auf die ehrenamtliche Arbeit mit Flüchtlingen vorbereitet. Dabei stand die selbstständige Arbeit der Freiwilligen stets im Vordergrund. Die Bürgerstiftung Rheda-Wiedenbrück, Sportvereine, die Dorfgemeinschaft sowie zahlreiche Einzelpersonen haben sich ebenfalls engagiert.

Die neun jeweils 60 qm großen Wohneinheiten innerhalb des Komplexes verfügen  über separate Schlaf-, Wohn- und Essbereiche und waren damit besonders für die Unterbringung von Familien und Mehrpersonenhaushalten geeignet. Da in der Flüchtlingsunterkunft folglich ausschließlich Familien untergebracht wurden, ergab sich für die Ehrenamtlichen ein weites Tätigkeitsfeld.

In den ersten Wochen der  Betreuung stand die Versorgung der Flüchtlinge mit bereit gestelltem Hausrat und Bekleidung im Vordergrund.

Um eine möglichst gerechte Betreuung der Flüchtlinge zu gewährleisten, habe die Ehrenamtlichen selbstständig nach ihren Möglichkeiten entschieden, welcher Einheimische sind um welche Flüchtlinge kümmert.

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

 Heute leben in dem ca. 1.500 Einwohner zählenden Stadtteil ca. 65 Flüchtlinge.

St. Vit ist ein ehemals selbständiger Ort in Nordrhein-Westfalen, der seit der Kommunalreform von 1970 zur Stadt Rheda-Wiedenbrück im Kreis Gütersloh gehört. Der Ort ist 1.037,45 ha groß und hat rund 1.500 Einwohner (2006). Der 1212 erstmals urkundlich erwähnte Ort liegt eher ländlich und wurde durch seine Barockkirche bekannt, die in ihrer Art im ostwestfälischen Raum einzigartig ist.

Die Gemeinde St. Vit wurde im Jahr 1867 durch Ausgliederung aus der Gemeinde Langenberg gebildet.

Am 1. Januar 1970 wurde St. Vit nach Rheda-Wiedenbrück eingemeindet.

Erste Kontakte zu Flüchtlingen in St. Vit gehen auf die Aktion "Der Rote Grill" der örtlichen SPD zurück, die in der Flüchtlingsunterkunft "Haxthäuserweg 146" mit alleinstehenden männlichen Flüchtlingen ins Gespräch kommen wollte. Dieses äußerst niederschwellige Angebot führte dazu, dass  15 Personen in direkten positiven Kontakt mit den Flüchtlingen traten und sich im weiteren Verlauf für diese Flüchtlingsgruppe engagierten.

Mit der Ankunft einer sehr aufgeschlossenen Familie, die im Küsterhaus der St. Viter Barockkirche vorübergehend ein neues Zuhause fand, war der Grundstein für eine gute Stimmung in der Dorfgemeinde gelegt.

Mit Beginn vermehrter Flüchtlingszuweisungen durch die Bundesregierung war die Stadtverwaltung gefordert, möglichst rasch weitere Unterkünfte für Flüchtlinge zu schaffen. Ein Bestreben war es dabei, Flüchtlinge möglichst dezentral und auf das gesamte Stadtgebiet verteilt unterzubringen. Aufgrund des ländlichen Charakters des Stadtteils St. Vit waren keine weiteren Räumlichkeiten zur Unterbringung von Flüchtlingen vorhanden, so dass Rat und Verwaltung beschlossen haben, in St. Vit eine Gemeinschaftsunterkunft für bis zu 59 Flüchtlinge zu errichten.

Mittlerweile steht in St. Vit für jede Flüchtlingsfamilie mindestens ein ehrenamtlicher Betreuer zur Verfügung.

Die hervorragende Abstimmung der Verwaltungskräfte mit den Ehrenamtlichen - auch nach Feierabend und am Wochenende - und die geradezu freundschaftliche Unterstützung wirkten bei den Ehrenamtlichen als Motivationsbeschleuniger und erleichterten den Paten die Bewältigung der neuen und vielfältigen Aufgaben.

Die ehrenamtlichen Betreuer helfen bei

  • Einkäufen
  • Behördengängen
  • Arztbesuchen
  • Sprachförderung (Vermittlung und Durchführung von Sprachkursen durch ehemalige Lehrerinnen und Lehrer)
  • Kinderbetreuung
  • der Bewältigung vielfältiger Alltagsfragen und
  • der Teilnahme an kulturellen, gesellschaftlichen sowie sportlichen Veranstaltungen in St. Vit und der näheren Umgebung.

Als die Flüchtlinge wahrgenommen hatten, dass die Helfer / Paten ehrenamtlich arbeiten, kam der Wunsch aus den Reihen der Flüchtlinge zutage, auch einen Beitrag leisten zu dürfen,  der Aufnahmegesellschaft etwas zurück zu geben.  Ehrenamtliche und sonstige Bürger aus St. Vit laden nun Flüchtlinge in ihr Zuhause ein, um ihnen einen Einblick in die deutsche Gesellschaft und deren Lebensart zu geben. Im Gegenzug laden Flüchtlinge zu Besuchen in ihre Unterkunft ein.

Um die bisherigen Erfahrungen im Umgang von Deutschen mit Flüchtlingen und umgekehrt deutlich zu machen, hat die Stadt Flüchtlinge unterschiedlicher Nationalitäten und Altersgruppen aus ihrer Sicht über ihre Erfahrungen in Deutschland und mit Ehrenamtlichen vor Ort berichten lassen.

Im Gegenzug kamen auch die Ehrenamtlichen zu Wort, um das Zusammenleben in der Dorfgemeinschaft aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. (siehe Interviews im Anhang)

Fragen zum Wettbewerbsbeitrag

C1 Fragen zur gesamtkommunalen Einbindung des Wettbewerbsbeitrags

C 10 Gibt es in Ihrer Kommune ein Integrationskonzept?: 
ja
nein
C 11 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag in dieses Integrationskonzept eingebunden?: 
ja
nein
C 12 Unterstützt der/die (Ober-)Bürgermeister/in bzw. Landrat/-rätin Ihren Wettbewerbsbeitrag öffentlich?: 
ja
nein

C2 Fragen zur Konzeption und Ausrichtung des Wettbewerbsbeitrags

C 20 Gibt es zu Ihrem Wettbewerbsbeitrag ein schriftliches Konzept? : 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 21 Sind die Ziele des Wettbewerbsbeitrags im Hinblick auf Integration und Zusammenleben detailliert beschrieben & festgelegt?: 
ja
nein
C 22 Wurde vor der Festlegung der Ziele eine Ausgangs- und Bedarfsanalyse erstellt?: 
ja
nein
C 23 An welche Gruppen richtet sich Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
Kinder (Einrichtungen der Kindertagesbetreuung)
Kinder (Schule)
Jugendliche
junge Erwachsene
Erwachsene
Mädchen/Frauen
Jungen/Männer
aktuelle Zuwanderer (2015-2017)
jeweils differenziert nach Herkunftsgebieten
bereits seit mehreren Jahren in Deutschland lebende Zuwanderer
Bevölkerung vor Ort
Multiplikatoren
Weitere
C 24 Bezieht sich Ihr Wettbewerbsbeitrag auf: 
die Gesamtstadt?
einen Teilraum/Quartier?
ein Projekt?
C 25 An welche Orte und Einrichtungen knüpft Ihr Wettbewerbsbeitrag an?: 
Quartier als Ganzes
Nachbarschaftshäuser/Stadtteilzentren
Jugendeinrichtungen
Sportvereine
Flüchtlingsunterkünfte
Einrichtungen der Kindertagesbetreuung
Schulen
Ausbildungsstätten
Bildungseinrichtungen (VHS u.a.)
Soziale Treffpunkte für Zuwanderer
Migrantenselbstorganisationen
Weitere
C 26: 

Welche Handlungsfelder zur Integration von Zuwanderern und zur Förderung des Zusammenlebens mit der Bevölkerung vor Ort stehen in Ihrem Wettbewerbsbeitrag im Mittelpunkt? Bitte geben Sie an, ob sich das Handlungsfeld auf die Gesamtstadt oder das Quartier bezieht bzw., ob es sich um ein Projekt handelt.

C 26a Handlungsfeld Wohnen und Wohnumfeld: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26b Handlungsfeld Soziale Infrastrukturen, z.B. Kindergarten, Schulen, Jugendeinrichtungen: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26c Handlungsfeld Bildung/Qualifizierung/Ausbildung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26d Handlungsfeld Beschäftigung/lokale Wirtschaftsförderung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26e Handlungsfeld Kultur: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26f Handlungsfeld Sport: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26g Handlungsfeld Gesundheit: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26h Handlungsfeld Umwelt/Grün: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26i Handlungsfeld Beteiligung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26j Handlungsfeld Engagementförderung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 27a Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe der Zielgruppe "Zuwander" ausgerichtet?: 
ja
nein
C 27b Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe der Zielgruppe "Bevölkerung vor Ort" ausgerichtet?: 
ja
nein

C3 Fragen zur Umsetzung des Wettbewerbsbeitrags

C 30 Welche Akteure aus Kommunalpolitik und Kommunalverwaltung beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbei: 
Stadt-, Gemeinde-, bzw. Kreisrat
Amt/Bereich Soziales
Amt/Bereich Jugend
Amt/Bereich Wohnen
Amt/Bereich Grün(-planung)
Bürgermeister/in bzw. Landrat/-rätin
Amt/Bereich Stadtplanung/ Stadtentwicklung
Integrationsbeauftragte/r
Amt/Bereich Sport
Amt/Bereich Gesundheit
Weitere
C 31 Welche verwaltungsexternen lokal relevanten Akteure beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbeitrags?: 
Quartiersmanagement
Stadtteilzentren/ Nachbarschaftshäuser
Wohlfahrtsverbände
Kirchen
Migrantenselbstorganisationen
Sponsoren
Lokale Medien
Stiftungen
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Nachbarschaftsvereine
Kleingartenvereine
Unternehmen, Betriebe
Weitere
C 32 Gibt es schriftliche und verbindliche Vereinbarungen zur Vernetzung und Kooperation der Akteure?: 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 33 Welche Laufzeit hat Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
C 34 Wie finanzieren Sie Ihren Wettbewerbsbeitrag?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
C 35 Wie lange ist die Finanzierung des Wettbewerbsbeitrags gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
C 36 Wird der Wettbewerbsbeitrag in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
C 36a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
C 37 Werden im Rahmen der Umsetzung von anderen entwickelte Projekte und Maßnahmen übernommen und eingesetzt?: 
ja
nein
C 38 Sind umgekehrt im Rahmen Ihres Wettbewerbsbeitrags entwickelte Projekte und Maßnahmen bereits andernorts übernommen worden?: 
ja
nein

Einzelprojekte

Einzelprojekt 1

D 11 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
trifft nicht zu
D 12 Wie lange ist die Finanzierung des Projekts gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
trifft nicht zu
D 13 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 14 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
trifft nicht zu
D 14a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
trifft nicht zu

Einzelprojekt 2

D 21 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
trifft nicht zu
D 22 Wie lange ist die Finanzierung des Projekts gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
trifft nicht zu
D 23 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 24 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
trifft nicht zu
D 24a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
trifft nicht zu

Anlagen