Stadt Neumünster

Name der Stadt/der Gemeinde/des Landkreises: 
Stadt Neumünster
Typ: 
kreisfrei
Bundesland: 
Schleswig-Holstein
Einreichende Dienststelle: 
Stadt Neumünster
Ansprechpartner/in: 
Manja Yalcin
Straße/Postfach: 
Großflecken 59
PLZ: 
24534
Telefon: 
+49 4321 942-2299
Ort: 
Neumünster
Fax: 
+49 4321 942-2342

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Titel des Wettbewerbsbeitrags

Handlungskonzept „Flüchtlingsmanagement von der Aufnahme bis zur Integration von Menschen mit Fluchterfahrung in Neumünster“ 2017

Kurzfassung des Wettbewerbsbeitrags

Siehe Einzelprojekte.

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Siehe Einzelprojekte.

Fragen zum Wettbewerbsbeitrag

C1 Fragen zur gesamtkommunalen Einbindung des Wettbewerbsbeitrags

C 10 Gibt es in Ihrer Kommune ein Integrationskonzept?: 
ja
nein
C 11 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag in dieses Integrationskonzept eingebunden?: 
ja
nein
C 12 Unterstützt der/die (Ober-)Bürgermeister/in bzw. Landrat/-rätin Ihren Wettbewerbsbeitrag öffentlich?: 
ja
nein

C2 Fragen zur Konzeption und Ausrichtung des Wettbewerbsbeitrags

C 20 Gibt es zu Ihrem Wettbewerbsbeitrag ein schriftliches Konzept? : 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 21 Sind die Ziele des Wettbewerbsbeitrags im Hinblick auf Integration und Zusammenleben detailliert beschrieben & festgelegt?: 
ja
nein
C 22 Wurde vor der Festlegung der Ziele eine Ausgangs- und Bedarfsanalyse erstellt?: 
ja
nein
C 23 An welche Gruppen richtet sich Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
Kinder (Einrichtungen der Kindertagesbetreuung)
Kinder (Schule)
Jugendliche
junge Erwachsene
Erwachsene
Mädchen/Frauen
Jungen/Männer
aktuelle Zuwanderer (2015-2017)
jeweils differenziert nach Herkunftsgebieten
bereits seit mehreren Jahren in Deutschland lebende Zuwanderer
Bevölkerung vor Ort
Multiplikatoren
Weitere
C 24 Bezieht sich Ihr Wettbewerbsbeitrag auf: 
die Gesamtstadt?
einen Teilraum/Quartier?
ein Projekt?
C 25 An welche Orte und Einrichtungen knüpft Ihr Wettbewerbsbeitrag an?: 
Quartier als Ganzes
Nachbarschaftshäuser/Stadtteilzentren
Jugendeinrichtungen
Sportvereine
Flüchtlingsunterkünfte
Einrichtungen der Kindertagesbetreuung
Schulen
Ausbildungsstätten
Bildungseinrichtungen (VHS u.a.)
Soziale Treffpunkte für Zuwanderer
Migrantenselbstorganisationen
Weitere
C 26: 

Welche Handlungsfelder zur Integration von Zuwanderern und zur Förderung des Zusammenlebens mit der Bevölkerung vor Ort stehen in Ihrem Wettbewerbsbeitrag im Mittelpunkt? Bitte geben Sie an, ob sich das Handlungsfeld auf die Gesamtstadt oder das Quartier bezieht bzw., ob es sich um ein Projekt handelt.

C 26a Handlungsfeld Wohnen und Wohnumfeld: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26b Handlungsfeld Soziale Infrastrukturen, z.B. Kindergarten, Schulen, Jugendeinrichtungen: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26c Handlungsfeld Bildung/Qualifizierung/Ausbildung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26d Handlungsfeld Beschäftigung/lokale Wirtschaftsförderung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26e Handlungsfeld Kultur: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26f Handlungsfeld Sport: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26g Handlungsfeld Gesundheit: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26h Handlungsfeld Umwelt/Grün: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26i Handlungsfeld Beteiligung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26j Handlungsfeld Engagementförderung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26k Weitere Handlungsfelder: 
strukturelle Integrationsbetreuung
C 27a Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe der Zielgruppe "Zuwander" ausgerichtet?: 
ja
nein
C 27b Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe der Zielgruppe "Bevölkerung vor Ort" ausgerichtet?: 
ja
nein

C3 Fragen zur Umsetzung des Wettbewerbsbeitrags

C 30 Welche Akteure aus Kommunalpolitik und Kommunalverwaltung beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbei: 
Stadt-, Gemeinde-, bzw. Kreisrat
Amt/Bereich Soziales
Amt/Bereich Jugend
Amt/Bereich Wohnen
Amt/Bereich Grün(-planung)
Bürgermeister/in bzw. Landrat/-rätin
Amt/Bereich Stadtplanung/ Stadtentwicklung
Integrationsbeauftragte/r
Amt/Bereich Sport
Amt/Bereich Gesundheit
Weitere
C 31 Welche verwaltungsexternen lokal relevanten Akteure beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbeitrags?: 
Quartiersmanagement
Stadtteilzentren/ Nachbarschaftshäuser
Wohlfahrtsverbände
Kirchen
Migrantenselbstorganisationen
Sponsoren
Lokale Medien
Stiftungen
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Nachbarschaftsvereine
Kleingartenvereine
Unternehmen, Betriebe
Weitere
C 32 Gibt es schriftliche und verbindliche Vereinbarungen zur Vernetzung und Kooperation der Akteure?: 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 33 Welche Laufzeit hat Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
C 34 Wie finanzieren Sie Ihren Wettbewerbsbeitrag?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
C 35 Wie lange ist die Finanzierung des Wettbewerbsbeitrags gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
C 36 Wird der Wettbewerbsbeitrag in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
C 36a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
C 37 Werden im Rahmen der Umsetzung von anderen entwickelte Projekte und Maßnahmen übernommen und eingesetzt?: 
ja
nein
C 38 Sind umgekehrt im Rahmen Ihres Wettbewerbsbeitrags entwickelte Projekte und Maßnahmen bereits andernorts übernommen worden?: 
ja
nein

Einzelprojekte

Einzelprojekt 1

D 10 Titel des Einzelprojekts Nr. 1: 
Deutsch für Alle
D 11 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
trifft nicht zu
D 12 Wie lange ist die Finanzierung des Projekts gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
trifft nicht zu
D 13 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 14 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
trifft nicht zu
D 14a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
trifft nicht zu
D 15 Kurzbeschreibung des Projekts: 

Durch die Zuweisung von Asylbewerber/innen durch das Landesamt für Ausländerangelegenheit gelangen Geflüchtete diverser Nationen in unsere Stadt. Die große Gruppe der Geflüchteten aus Ländern mit unsicherer Bleibeperspektive ist nicht berechtigt, einen Integrationskurs besuchen zu dürfen. Für diese Gruppe gibt es eine landesgeförderte Sprachförderung (STAFF.SH) bis Jahresende 2017, die jedoch wesentlich weniger Unterrichtseinheiten ermöglicht als ein Integrationskurs und lediglich bis zu einem Sprachniveau von A0/A1 sprachlich qualifiziert. Damit kann zwar ein Überlebenswortschatz sichergestellt werden, der jedoch nicht dazu befähigt, gleichberechtigt und selbstständig am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können.

In der Praxis zeigt sich, dass diese Menschen lange im Asylverfahren bleiben und bei einer negativen Asylentscheidung nicht schnell oder gar nicht in ihrer Herkunftsländer zurückgeführt werden. Dies betrifft ebenfalls die sog. Dublin-Fälle. Diese Menschen bleiben daher lange Zeit in unserer Stadt und sollen sich ebenso in unserer Gesellschaft einfinden können. Wenn sie lange oder gänzlich sprachlich ungefördert bleiben, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sich eine Parallelgesellschaft bilden wird, die von Gefühlen wie Sozialneid, Ungerechtigkeit, Minderwertigkeit und Ausgrenzung genährt wird. Um dies zu vermeiden, bietet die Stadt Neumünster eine kommunal geförderte Sprachförderung für Asylbewerber/innen mit unsicherer Bleibeperspektive an. Davon profitieren nicht nur die Geflüchteten selbst sondern auch deren Nachbarn, Behörden, Schulen, Ärzte, etc., da Kommunikation und Verständigung möglich wird. Der Erwerb der deutschen Sprache stellt für die Stadt Neumünster die oberste Priorität und Grundvoraussetzung für eine gelingende Integration dar. Dies wollen wir nicht vom Herkunftsland abhängig machen.

Zunächst sollen diese Menschen die landesgeförderte Sprachförderung der Volkshochschule nutzen. Sie werden von den sozialen Betreuungskräften nach ihrer Ankunft in Neumünster umgehend zum nächsten Sprachkurs der VHS angemeldet. Die Sprachförderung soll möglichst frühzeitig beginnen. Wenn alle Module von STAFF.SH oder dem Nachfolgemodell EOK.SH genutzt wurden, eine Teilnahme an den Kursen regelmäßig stattfand und nach wie vor ein Leistungsbezug nach AsylbLG vorliegt, erfolgt eine Anmeldung bei einem Integrationskursträger, um die Sprachförderung auf dem erlernten Sprachniveau fortführen zu können. Diese Teilnahme wird von der Stadt Neumünster aus den Mitteln der Integrations- und Aufnahmepauschale finanziert.

Unser Ziel ist es, dass alle uns zugewiesenen Asylbewerber/innen die Möglichkeit erhalten, sich sprachlich soweit zu qualifizieren, um mit einem B1-Sprachniveau überwiegend selbstständig handeln zu können, ohne lange Zeit auf eine soziale Betreuung angewiesen zu sein.

Einzelprojekt 2

D 20 Titel des Einzelprojekts Nr. 2: 
Integrationsbetreuung
D 21 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
trifft nicht zu
D 22 Wie lange ist die Finanzierung des Projekts gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
trifft nicht zu
D 23 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 24 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
trifft nicht zu
D 24a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
trifft nicht zu
D 25 Kurzbeschreibung des Projekts: 

Zugewiesene Asylbewerber/innen werden am Tag der Ankunft von zwei Betreuungskräften (w/m) in Empfang genommen und vom ersten Tag an bei allen relevanten Integrationsschritten für die Dauer von einem Jahr oder bei besonderen Bedarfen auch darüber hinaus begleitet und angeleitet.

Das Ziel der sozialen Integrationsbetreuung ist die Hilfe zur Selbsthilfe unter Achtung der Selbstbestimmung sowie die Förderung der gleichberechtigten Teilhabe von Geflüchteten am gesellschaftlichen Leben in Neumünster.

Dies beinhaltet die Beratung, Betreuung und Unterstützung beim Zugang zu strukturellen Funktionssystemen wie Wohnraumversorgung, Gesundheitsversorgung, materielle Existenzsicherung, frühkindliches sowie schulisches Bildungssystem sowie Zugang zu Sprachförderung, Ausbildung und Arbeit. Oberste Priorität hat die zeitnahe Eingliederung in die strukturellen Integrationssysteme sowie die Vermittlung von Rechten und Pflichten. Dabei werden die Geflüchteten von den Betreuungskräften und bei Bedarf zusätzlich von Sprach- und Kulturmittler/innen persönlich begleitet.

Aufbauend auf der strukturellen Integration werden die persönliche Weiterentwicklung durch Aufbau von Sprachkompetenzen, die Orientierung im neuen Lebensumfeld und das Bewältigen des neuen Alltags sowie die gemeinsame Erarbeitung einer realistischen Lebensperspektive angestrebt. Zusätzlich wird die kulturelle und gesellschaftliche Integration durch Vermittlung und Begleitung zu z.B. Integrationsprojekten, Familienzentren und ehrenamtlichen Angeboten unterstützt.

Die Betreuungskräfte sind vertrauensvolle Ansprechpartner/in für alle integrationsrelevanten Belange und können durch die Nähe zu den Geflüchteten am besten Störungen im Integrationsablauf feststellen, aber auch Bedarfe der Geflüchteten identifizieren und an die Stadtverwaltung zurückmelden. Auf diese Weise können integrationsrelevante Prozesse mit allen beteiligten Akteuren besprochen, angepasst und verbessert sowie bedarfsorientierte Angebote gemeinsam entwickelt werden.

Das Betreuungsangebot richtet sich in erster Linie an zugewiesene Asylbewerber/innen, aber auch an Familiennachzügler/innen, ehemalige unbegleitete minderjährige Ausländer, die aus der Jugendhilfe entlassen werden und in Ausnahmefällen an zugezogene anerkannte Leistungsbezieher/innen des Jobcenters mit Fluchthintergrund.

Die Erfahrungen dieses Jahres haben uns gezeigt, dass die Integrationsbetreuung das effektivste Mittel einer erfolgreichen strukturellen Integration ist, die auch dann als freiwilliges Angebot der Stadt Neumünster Bestand haben sollte, wenn weniger Asylbewerber/innen unserer Stadt erreichen. Nicht nur bei einer quantitativ hohen Anzahl von zugewiesenen Asylbewerber/innen ist dieses Angebot notwendig.

Anlagen