Stadt Neu-Ulm

Name der Stadt/der Gemeinde/des Landkreises: 
Stadt Neu-Ulm
Typ: 
kreisangehörig
Bundesland: 
Bayern
Einreichende Dienststelle: 
Koordinierungsstelle Integration Flucht und Asyl
Ansprechpartner/in: 
Silvia Godano, Ildikó Dienel
Straße/Postfach: 
Augsburger Str. 15
PLZ: 
89231
Telefon: 
+49 731 7050-2002
Ort: 
Neu-Ulm
Fax: 
+49 731 7050-2098

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Titel des Wettbewerbsbeitrags

Integrationskonzept für die Stadt Neu-Ulm

Kurzfassung des Wettbewerbsbeitrags

Mitte 2016 wurde die Koordinierungsstelle Integration, Flucht und Asyl eingerichtet, um die Integrationsarbeit der Stadt Neu-Ulm kurz-, mittel- und langfristig strategisch auszurichten. Als Grundstein dafür entsteht im Jahr 2018 ein Integrationskonzept, welches auf eine Bestands- und Bedarfsanalyse basierend die für Neu-Ulm spezifischen Handlungsfelder herausarbeitet und mit entsprechenden Maßnahmen unterlegt.
Die Stadtverwaltung befindet sich derzeit mitten im Prozess und möchte durch diese Bewerbung die Finanzierung einzelner Maßnahmen sichern, die sich aus den Ergebnissen abgeleitet wurden, und in folgenden Handlungsfeldern zu verorten sind: „Sprache und Bildung“, „Arbeitsmarktintegration“, „Wohnen“, „Vernetzung und Transparenz“ und „Gesellschaftliche Teilhabe“.

Die Mittel sollen dazu dienen, dem Konzept zeitnah auch ein operationales Gesicht zu geben. Die Einzelprojekte mit denen wir uns bewerben beziehen sich auf die Bereiche "Wohnen" und "Gesellschaftliche Teilhabe".

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

1. Ausgangssituation

Mit einer Einwohnerzahl von rund 61.000 ist Neu-Ulm die größte Kommune im Landkreis Neu-Ulm (rund 171.000 Einwohner). Neu-Ulm ist eine vielfältige und bunte Stadt. Menschen aus über 130 Nationen leben hier. Mittlerweile rund 18 Prozent der Stadtbevölkerung verfügt über internationale Wurzeln. Eine sehr heterogene Gruppe, angefangen beim ehemaligen Gastarbeiter und dessen Nachkommen, EU-Bürger die hier arbeiten, internationale Studenten und geflüchtete Menschen, um nur einige der Untergruppen zu benennen. Diese Menschen haben zum Teil andere bzw. zusätzliche Bedürfnisse als die meisten einheimischen Mitbürger. Sie bringen aber auch neue Fähigkeiten und Sichtweisen und somit auch zusätzliche Ressourcen für die Stadtgesellschaft. Um die entsprechenden Anforderungen für eine gelungene Aufnahme und Integration zu definieren sowie Aufgaben in diesem Themenfeld zu bündeln und die notwendigen Prozesse anzustoßen und zu steuern wurde im Juni 2016 die Koordinierungsstelle Integration, Flucht und Asyl eingerichtet. Aufgabe der Koordinierungsstelle ist es, unter anderem, die Integrationsarbeit vor Ort langfristig strategisch auszurichten und dazu als „Fahrplan“ ein Integrationskonzept für die Stadt Neu-Ulm zu erstellen.

2. Anlass

Aufgrund der in 2015/2016 entstandenen Flüchtlingswelle wurde eine neue Ausrichtung der Integrations- und Flüchtlingsarbeit in der Stadt Neu-Ulm nötig.

Freie Träger, Vereine, engagierte Bürgerschaft und Unternehmen, die schon seit langem im Bereich der Integrationsarbeit tätig waren, widmeten sich verstärkt der Flüchtlingsarbeit und entwickelten entsprechende integrative Angebote, von der Asyl- und Migrationsberatung bis zu Alphabetisierungskursen, Konversationsangeboten, Patenschaften und Lernhilfe für SchülerInnen. Die Diakonie Neu-Ulm, der Caritasverband, die Kirchen, das Jobcenter, die IHK, das Familienzentrum, sowie Schulen, Kitas und Migrantenselbstorganisationen leisteten in den vergangenen Jahren eine hervorragende Arbeit im Bereich Flucht und Asyl. Das Engagement von hauptamtlichen und ehrenamtlichen Akteuren sorgte dafür, dass die Stadt eine Notsituation erfolgreich bewältigen konnte.

Von einer Notlage und dem korrelierten Bedarf an Orientierung, Erstversorgung und Sprachkursen erlebt nun die Stadt Neu-Ulm eine Stabilisierungsphase, in der andere – zum Teil Komplexere – Bedarfe auftauchen, welche eine strategische Herangehensweise erfordern. Dabei wird die Flüchtlingsarbeit nicht mehr im Mittelpunkt stehen. Vielmehr soll eine ganzheitliche und langfristige Integrationsarbeit alle Mitbürger involvieren. Als größte kreisangehörige Stadt ist die Integrationsarbeit in Neu-Ulm heute mehr denn je auf die Zusammenarbeit zwischen Stellen innerhalb und außerhalb der Verwaltung angewiesen. Ein kommunales Integrationskonzept soll dabei helfen, die vorhandenen Kräfte zu bündeln und durch klare Ziele und Maßnahmen die Transparenz über den Gesamtprozess zu erhöhen.

Ende 2015 bewilligte der Stadtrat sowohl die Gründung der Koordinierungsstelle Integration, Flucht und Asyl als auch die Finanzmittel für die Erstellung des Integrationskonzeptes mit Hilfe eines Beratungsunternehmens.  Die Stadt Neu-Ulm hat im Sommer 2017 die Firma IMAP GmbH (Institut für interkulturelle Management- und Politikberatung) beauftragt, die Erarbeitung eines kommunalen Integrationskonzeptes zu begleiten.

3. Konzeption, Ziele und Zielgruppen

3.1 Hauptziele

  • Bestand- und Bedarfsanalyse der derzeitigen und zukünftigen Integrationslandschaft
  • strategische Ausrichtung der Integrationsarbeit innerhalb der Stadtverwaltung
  • Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger mit oder ohne Migrationshintergrund
  • Definition der Rolle der Stadt und der Koordinierungsstelle im Integrationsprozess
  • Erstellung eines umsetzungsorientierten, messbaren Integrationskonzeptes

3.2 Projektdesign

(vgl. Anlage 1: Projektdesign)

  • Geplante Projektlaufzeit: Mai/Juni 2017 bis Mai 2018
  • Einrichtung einer Projektsteuerungsgruppe: diese soll die Projektziele definieren, die Zwischenergebnisse auswerten, die weiterführenden Projektschritte planen und am Ende das Integrationskonzept überprüfen und verabschieden.  Die Projektsteuerungsgruppe besteht aus Projektverantwortlichen der Stadt Neu-Ulm, inklusiv der Verwaltungsspitze, und zuständigen Mitarbeitern der Firma IMAP.
  • Beteiligung externer und interner Akteure: durch Interviews und eine Onlineumfrage werden Bedarfe erarbeitet, in der Steuerungsgruppe diskutiert und in einer Akteurskonferenz nochmals abgefragt. Auf der Integrationskonferenz werden relevante Akteure und interessierte Bürgerinnen und Bürger über die Erstellung der Integrationsstrategie informiert und gleichzeitig zur Beteiligung eingeladen. Ziel ist es, über Großgruppenverfahren Impulse für die Integrationsstrategie zu bekommen, die man im rein verwaltungsinternen Austausch nicht erhalten hätte.
  • Strategieklausur: aufbauend auf die Ergebnisse der Akteurskonferenz, wird im Rahmen eines Strategieworkshops eine Hauptstrategie für die Stadt entworfen. An dem Workshop nehmen die Verwaltungsspitze, ausgewählte Führungskräften und Schlüsselakteure der Integrationsarbeit teil.  
  • Planungstreffen: im Rahmen von Themenworkshops werden mess- und umsetzbare Ziele und Maßnahmen zu den einzelnen Themenfeldern formuliert. In diesem Projektschritt werden je nach Kompetenzen und Handlungsfeldern sowohl verwaltungsinterne als auch externe Akteure involviert.
  • Feedbackveranstaltung: eine Feedbackveranstaltung wird genutzt, um einen Dialog zu dem ersten Integrationskonzeptenentwurf mit Akteuren und Zielgruppen der Integrationsarbeit vor Ort zu ermöglichen. Alle Teilnehmende der Akteurskonferenz sind zur Feedbackveranstaltung eingeladen.
  • Integrationskonzept: die Integrationsstrategie wird von den Projektverantwortlichen der Stadtverwaltung in Zusammenarbeit mit der Firma IMAP konzipiert.
  • Abschlusskonferenz: das Integrationskonzept wird im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung präsentiert. Die Konferenz dient dazu, Transparenz über die nächsten Schritten zu schaffen, sowie zur Aktivierung der relevanten Akteure für den anstehenden Umsetzungsprozess.  

4. Umsetzung und Zwischenergebnisse

Im Mai 2017 fand die erste Sitzung der Projektsteuerungsgruppe statt. Die Mitglieder der Projektsteuerungsgruppe diskutierten die Terminplanung und Fragen der internen Kommunikation, jedoch auch methodische Fragen bzgl. der Bestands- und Bedarfanalyse, wobei es klar wurde, dass im Beteiligungsprozess sich die gesellschaftliche Vielfalt der Stadt repräsentativ abbilden sollte: Bürgerinnen und Bürger, Vertreterinnen und Vertreter von Migrantenorganisationen, von gesellschaftlichen Gruppen wie Kirchen, Wohlfahrtsverbänden, Sportvereinen, Kammern, Gewerkschaften, Bildungseinrichtung und der Arbeitsverwaltung sollen gemeinsam an der Entwicklung des Integrationskonzeptes arbeiten.

Die Koordinierungsstelle Integration, Flucht und Asyl kontaktierte ca. 80 Akteure und lud sie ein, an der Online-Umfrage teilzunehmen und ggf. diese weiterzuleiten. Parallel wurden 15 leitfadengestützte qualitative Interviews mit ausgewählten Akteuren durchgeführt.

Die in den Interviews befragten Akteurinnen und Akteure stellen ein breites Spektrum der verschiedenen Einrichtungen der Integrationsarbeit dar, vom Landratsamt, Job Center zu den Kitas und Schulen, Vereinen und Ehrenamt bis zu den beratenden Einrichtungen. Diese bewerteten das aktuelle Integrationsangebot als durchschnittlich: dieses sei vielfältig, jedoch nicht überschaubar. Handlungsbedarfe bestehen im Rahmen der Arbeitsmarktintegration und der Sprachförderung. Ein relevantes Problemfeld stelle auch das Fehlen von bezahlbarem Wohnraum dar. Die Zusammenarbeit zwischen der Stadtverwaltung, den Vereinen und den freien Trägern bezüglich der Integrationsarbeit in der Stadt wird von den Befragten als leicht überdurchschnittlich bewertet, wobei mehr Transparenz und eine effektivere Vernetzung wünschenswert sind. Auch bzgl. des Zusammenlebens zwischen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund wurden die Befragten interviewt: generell herrscht das Gefühl, dass ein Austausch zwischen Gruppen mit unterschiedlichen kulturellen Hintergründen nicht vorhanden sei. Lediglich in den ländlichen Gebieten würde ein Zusammenleben zwischen „Einheimischen“ und Neuzugezogenen stattfinden (vgl. Anlage 2: Auswertung der qualitativen Interviews).

Die Online-Umfrage diente dazu, die bestehenden Angebote sowie die Bedarfe der Integrationsarbeit in Neu-Ulm zu ermitteln. An der Umfrage beteiligten sich ca. 40 Akteuren. Ein Großteil davon ist im Bildungsbereich tätig. Die Mehrheit der Befragten bietet selbst schwerpunktmäßig Angebote für Zugewanderte an. Die Qualität der Integrationsangebote wurde insgesamt als leicht überdurchschnittlich beurteilt: positiv wurde insbesondere der Umfang und die Vielfältigkeit der Angebote wahrgenommen. Verbesserungspotenziale sehen Befragte im Hinblick auf die Übersichtlichkeit und Koordinierung der Angebote, sowie die Zusammenarbeit der beteiligten Akteure (vgl. Anlage 3: Auswertung der Online-Umfrage).

Aus der Bestands- und Bedarfsanalyse kristallisierten sich 4 zentrale Handlungsfelder heraus, welche in der Akteurskonferenz über Großgruppenverfahren thematisiert wurden: Sprache und Bildung, Arbeitsmarktintegration, Wohnen, Vernetzung und Transparenz.

An der öffentlichen Akteurskonferenz, welche mit einem Grußwort des Oberbürgermeisters Herrn Gerold Noerenberg eröffnet wurde, nahmen ca. 50 Akteure teil. Hier wurden zuerst die Ergebnisse der Bestands- und Bedarfsanalyse präsentiert. In der folgenden Arbeitsgruppenphase wurden die Teilnehmer eingeladen, über die 4 o.g. Themen zu diskutieren. Die Teilnehmer konnten an einem Thementisch ihrer Wahl Platz nehmen. Dazu wurden freie Tische für weitere Handlungsfelder gelassen, somit konnten sich einige Teilnehmer über das zusätzliche Thema „Gesellschaftliche Teilhabe“ austauschen. Gemeinsam reflektieren die Akteure über die Qualität der bestehenden Angebote und Verbesserungspotenziale.

4.1 Einblick in die Ergebnisse der Akteurskonferenz (Arbeitsgruppenphase)

Sprache und Bildung

Was läuft bereits gut?

  • Zusammenarbeit zwischen Schulen
  • Unterstützung seitens der Stadt und des Landratsamtes

Was ist verbesserungswürdig?

  • Traumatherapie für geflüchtete Kinder
  • Sprachförderung für die Eltern

Arbeitsmarktintegration

Was läuft bereits gut?

  • Motivation der Unternehmen und der Zugewanderte
  • In den letzten zwei Jahren konnten bereits über 300 geflüchtete Menschen in den Arbeitsmarkt integriert werden

Was ist verbesserungswürdig?

  • systemische Arbeitsgeberberatung
  • Vernetzung

Wohnen

Was läuft bereits gut?

  • Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen wohnen bereits miteinander --> keine Gettoisierung

Was ist verbesserungswürdig?

  • Knappheit an bezahlbaren Wohnräumen
  • sowohl kulturelle als auch soziale Faktoren wirken als Auslöser von Diskriminierungen
  • Förderung von gemischtem Wohnungsbau (frei und sozial finanziert)
  • Klare Stellungnahme der Verwaltung
  • Wohnpatenschaften und Mieterqualifizierung

Vernetzung und Transparenz

Was läuft bereits gut?

  • Einzelne Kooperationen ermöglichen die Entstehung von punktuellen Projekten, vor allem im Bereich Sprache und Bildung

Was ist verbesserungswürdig?

  • keine institutionalisierte Vernetzung ist vorhanden --> Aufbau einer zentralen Anlaufstelle, welche für die Bekanntgabe der Angebote und Koordinierung der Akteure zuständig ist.

Gesellschaftliche Teilhabe

Was läuft bereits gut?

  • Viele Angebote für Frauen und Kinder

Was ist verbesserungswürdig?

  • Spracherwerb für alle, unabhängig von der Herkunft und Bleibeperspektive
  • positive Berichterstattung
  • mehr Angebote für junge alleinstehende Männer
  • intensivere Zusammenarbeit mit Sport- und Kulturvereinen
  • Zugewanderte zu ehrenamtlichen Tätigkeiten motivieren
  • Kulturpatenschaften

Die Ergebnisse des Austauschtreffens werden am 29.01.2018 innerhalb der Stadtverwaltung in einer Strategieklausur diskutiert. Darauffolgend werden die Teilnehmer der Akteurskonferenz nochmal zur Zusammenarbeit eingeladen: im Rahmen der Themenworkshops sollen konkrete Vorschläge erarbeitet werden, die in das Integrationskonzept einfließen. 

5. Bitte erläutern Sie, inwieweit die Bewertungskriterien des Wettbewerbs erfüllt sind

  1. Die Erarbeitung des Integrationskonzeptes zielt darauf ab, eine kommunale Gesamtkonzeption zu entwickeln, welche als Rahmen für zukünftige Maßnahmen, Projekten und Kooperationen mit den Schwerpunkten Integration und Zusammenleben fungieren soll.
  2. Die Erarbeitung des Integrationskonzeptes basiert auf eine Bestands- und Bedarfsanalyse (vgl. § 3, 4).
  3. Die Ziele des Projektes wurden im Vorfeld und in Abstimmung mit den Projektverantwortlichen der Stadtverwaltung sowie der Verwaltungsspitze festgelegt (vgl. § 3).
  4. Die Einbeziehung von einem breiten Spektrum von Akteuren – sowohl innerhalb als auch außerhalb der Verwaltung – sorgt dafür, dass Synergien entstehen können, welche zur optimalen Ausnutzung der kommunalen Einflussmöglichkeiten auf die Integration vor Ort dienen sollen.
  5. Die Gründung der Koordinierungsstelle Integration, Flucht und Asyl sowie die Finanzmittel für die Erstellung des Integrationskonzeptes wurden von Stadtrat bewilligt. Die Verwaltungsspitze ist in der Projektsteuerungsgruppe involviert. Ein klares Signal der Unterstützung seitens der Verwaltungsspitze wurde ebenfalls im Rahmen der Akteurskonferenz gesetzt, da der Oberbürgermeister die Veranstaltung eröffnete.

Fragen zum Wettbewerbsbeitrag

C1 Fragen zur gesamtkommunalen Einbindung des Wettbewerbsbeitrags

C 10 Gibt es in Ihrer Kommune ein Integrationskonzept?: 
ja
nein
C 11 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag in dieses Integrationskonzept eingebunden?: 
ja
nein
C 12 Unterstützt der/die (Ober-)Bürgermeister/in bzw. Landrat/-rätin Ihren Wettbewerbsbeitrag öffentlich?: 
ja
nein

C2 Fragen zur Konzeption und Ausrichtung des Wettbewerbsbeitrags

C 20 Gibt es zu Ihrem Wettbewerbsbeitrag ein schriftliches Konzept? : 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 21 Sind die Ziele des Wettbewerbsbeitrags im Hinblick auf Integration und Zusammenleben detailliert beschrieben & festgelegt?: 
ja
nein
C 22 Wurde vor der Festlegung der Ziele eine Ausgangs- und Bedarfsanalyse erstellt?: 
ja
nein
C 23 An welche Gruppen richtet sich Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
Kinder (Einrichtungen der Kindertagesbetreuung)
Kinder (Schule)
Jugendliche
junge Erwachsene
Erwachsene
Mädchen/Frauen
Jungen/Männer
aktuelle Zuwanderer (2015-2017)
jeweils differenziert nach Herkunftsgebieten
bereits seit mehreren Jahren in Deutschland lebende Zuwanderer
Bevölkerung vor Ort
Multiplikatoren
Weitere
C 23a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Mittel- und langfristig werden für alle o.g. Zielgruppen Projekten angedacht.
C 24 Bezieht sich Ihr Wettbewerbsbeitrag auf: 
die Gesamtstadt?
einen Teilraum/Quartier?
ein Projekt?
C 25 An welche Orte und Einrichtungen knüpft Ihr Wettbewerbsbeitrag an?: 
Quartier als Ganzes
Nachbarschaftshäuser/Stadtteilzentren
Jugendeinrichtungen
Sportvereine
Flüchtlingsunterkünfte
Einrichtungen der Kindertagesbetreuung
Schulen
Ausbildungsstätten
Bildungseinrichtungen (VHS u.a.)
Soziale Treffpunkte für Zuwanderer
Migrantenselbstorganisationen
Weitere
C 25a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Mit einem gesamtstädtischen Integrationskonzept möchten wir alle o.g. Einrichtungen involvieren.
C 26: 

Welche Handlungsfelder zur Integration von Zuwanderern und zur Förderung des Zusammenlebens mit der Bevölkerung vor Ort stehen in Ihrem Wettbewerbsbeitrag im Mittelpunkt? Bitte geben Sie an, ob sich das Handlungsfeld auf die Gesamtstadt oder das Quartier bezieht bzw., ob es sich um ein Projekt handelt.

C 26a Handlungsfeld Wohnen und Wohnumfeld: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26b Handlungsfeld Soziale Infrastrukturen, z.B. Kindergarten, Schulen, Jugendeinrichtungen: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26c Handlungsfeld Bildung/Qualifizierung/Ausbildung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26d Handlungsfeld Beschäftigung/lokale Wirtschaftsförderung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26e Handlungsfeld Kultur: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26f Handlungsfeld Sport: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26g Handlungsfeld Gesundheit: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26h Handlungsfeld Umwelt/Grün: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26i Handlungsfeld Beteiligung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26j Handlungsfeld Engagementförderung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 27a Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe der Zielgruppe "Zuwander" ausgerichtet?: 
ja
nein
C 27b Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe der Zielgruppe "Bevölkerung vor Ort" ausgerichtet?: 
ja
nein

C3 Fragen zur Umsetzung des Wettbewerbsbeitrags

C 30 Welche Akteure aus Kommunalpolitik und Kommunalverwaltung beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbei: 
Stadt-, Gemeinde-, bzw. Kreisrat
Amt/Bereich Soziales
Amt/Bereich Jugend
Amt/Bereich Wohnen
Amt/Bereich Grün(-planung)
Bürgermeister/in bzw. Landrat/-rätin
Amt/Bereich Stadtplanung/ Stadtentwicklung
Integrationsbeauftragte/r
Amt/Bereich Sport
Amt/Bereich Gesundheit
Weitere
C 31 Welche verwaltungsexternen lokal relevanten Akteure beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbeitrags?: 
Quartiersmanagement
Stadtteilzentren/ Nachbarschaftshäuser
Wohlfahrtsverbände
Kirchen
Migrantenselbstorganisationen
Sponsoren
Lokale Medien
Stiftungen
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Nachbarschaftsvereine
Kleingartenvereine
Unternehmen, Betriebe
Weitere
C 32 Gibt es schriftliche und verbindliche Vereinbarungen zur Vernetzung und Kooperation der Akteure?: 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 33 Welche Laufzeit hat Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
C 34 Wie finanzieren Sie Ihren Wettbewerbsbeitrag?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
C 35 Wie lange ist die Finanzierung des Wettbewerbsbeitrags gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
C 36 Wird der Wettbewerbsbeitrag in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
C 36a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
C 37 Werden im Rahmen der Umsetzung von anderen entwickelte Projekte und Maßnahmen übernommen und eingesetzt?: 
ja
nein
C 38 Sind umgekehrt im Rahmen Ihres Wettbewerbsbeitrags entwickelte Projekte und Maßnahmen bereits andernorts übernommen worden?: 
ja
nein

Einzelprojekte

Einzelprojekt 1

D 10 Titel des Einzelprojekts Nr. 1: 
Dach über dem Kopf
D 11 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
trifft nicht zu
D 12 Wie lange ist die Finanzierung des Projekts gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
trifft nicht zu
D 13 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 13a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Wir befinden uns in der konzeptionellen Phase. Die Art der Finanzierung wurde noch nicht festgelegt.
D 14 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
trifft nicht zu
D 14a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
trifft nicht zu
D 15 Kurzbeschreibung des Projekts: 

Wie in vielen anderen Städten in Deutschland, ist auch in Neu-Ulm die Wohnsituation sehr angespannt und wurde durch die Flüchtlingswelle 2015/16 nochmals verschärft. Sozialen oder günstigen Wohnraum zu finden ist für alle betroffenen und sozial eher schwachen Personengruppen sehr schwer.

Menschen mit Fluchthintergrund haben es hier besonders schwer, aber auch andere Menschen mit internationalen Wurzeln berichten von zusätzlichen Hürden gegenüber „Deutschstämmigen“, die sie bewältigen müssen.  Hier kommen unter anderem Themen, wie fehlende Sprachkenntnisse, fehlende Kenntnis über das Bewerbungsverfahren und über Anlaufstellen, kein klares Verständnis über Mieter- und Vermieterverhalten, Vorurteile der Vermieter usw. zum tragen.  Die Stadt Neu-Ulm möchte hier Abhilfe schaffen. Zum einen wurden bereits umfangreiche Wohnbauprojekte angestoßen. Im einen der dieses Jahr fertiggestellten Wohneinheiten (gemischter Wohnbau) wird auch über das Quartiersmanagement der Stadt ein Betreuungsangebot als Pilotprojekt eingerichtet, welches darauf abzielt, sozial schwache Gruppen ganz gleich ob mit oder ohne Migrationshintergrund dabei zu unterstützen ein angenehmes Wohnumfeld aufzubauen und mitzugestalten.

Mit dem Projekt "Dach über dem Kopf", würden wir gerne zusätzliche Hilfestellung für alle betroffenen Menschen anbieten wollen. Hier sollen Mieterqualifikationen angeboten werden z.B. anhand des Neusässer Konzeptes für Flüchtlinge, welches wir auch für andere Gruppen ausbauen möchten. Auch Wohnpatenschaften möchten wir in diesem Rahmen anbieten, die Menschen zum einen bei der Wohnungssuche unterstützen und zum anderen sie aber auch weiterbetreuen bis sie sich mit den in Deutschland üblichen Mieterregeln vertraut gemacht haben. Hier geht es z.B. um Müllentsorgung, Rücksichtnahme, Übernahme von Verantwortung in der Wohneinheit etc. Zusätzlich könnte man durch diese Plattform gezielt Begegnungstreffen zwischen potentiellen Vermietern und Mietern arrangieren und Schulungen bzw. Infoveranstaltungen rund ums Wohnen in Neu-Ulm anbieten. Vorgesehene Laufzeit für das Projekt wären zunächst zwei Jahre und es sollte eine Koordinations-Mitarbeiterin in Teilzeit eingesetzt werden.

Einzelprojekt 2

D 20 Titel des Einzelprojekts Nr. 2: 
Bunt-Patenbörse
D 21 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
trifft nicht zu
D 22 Wie lange ist die Finanzierung des Projekts gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
trifft nicht zu
D 23 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 23a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Wir befinden uns in der konzeptionellen Phase. Die Art der Finanzierung wurde noch nicht festgelegt.
D 24 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
trifft nicht zu
D 24a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
trifft nicht zu
D 25 Kurzbeschreibung des Projekts: 

Gesellschaftliche Teilhabe bedeutet zum einen den Zugang zu entsprechenden gesellschaftlichen Ressourcen zu haben und zum anderen das Gefühl zu haben dazuzugehören und im Austausch mit Einheimischen zu sein. Hier tun sich Geflüchtete aber auch andere Migrantengruppen oftmals schwer. An dieser Stelle eignen sich aus unserer Sicht Paten besonders gut als Brückenbauer.

Es existieren bereits Patenschaften zu unterschiedlichen Themen in unserer Stadt, welche vorwiegend über das Familienzentrum und den Helferkreisen betreut werden. In der Stadt Neu-Ulm liegt der Schwerpunkt im Bereich Integration bisher stark auf junge Menschen und auf dem schulischen Bereich. So betreut das Familienzentrum Lernpaten für Kinder und Jugendliche allgemein und Alltagspatenschaften für alleinstehende minderjährige Flüchtlinge. Es gibt aber auch Patenschaften zur Betreuung von alten Menschen und Menschen mit Behinderung betreut von den entsprechenden Organisationen.

Wir sind überzeugt, dass Patenschaften eine der wichtigsten Instrumente sind gerade auch im Bereich Integration. Hier haben Menschen aus dem Ausland die Möglichkeit mit Einheimischen in ein ganz persönlichen Kontakt und Austausch zu kommen und sich mit der Denkweise und den Werten dieser Gesellschaft vertraut zu machen, ohne dass dies von einer formellen Institution gefordert wird.

Daher möchten wir diese Patenschaften sowohl thematisch als auch zielgruppenspezifisch ausbauen. Selbstverständlich möchten wir die Paten  mit Informationsangeboten, Schulungen zur Aufgabe und Supervision versorgen um ein gutes Gelingen auf beiden Seiten zu gewehrleisten. Wir würden zum Beispiel gerne Schulkinder als Schulpaten ansprechen wollen, hier können wir auf die Kooperation der Malteser vor Ort hoffen, gerne würden wir Familienpatenschaften anstoßen, damit Flüchtlingsfamilien den Zugang zu anderen Neu-Ulmer Familien finden und wir würden gerne sozial- und Kulturpatenschaften aufbauen und dieses Angebot auch für weitere sozial schwache Personengruppen öffnen. Bei einer Kulturpatenschaft wäre es zum Beispiel denkbar, dass Eintrittskarten für Veranstaltungen vergünstigt zu Verfügung gestellt werden um hier Anreiz zu schaffen.

Anlagen