Hückelhoven

Name der Stadt/der Gemeinde/des Landkreises: 
Hückelhoven
Typ: 
kreisangehörig
Bundesland: 
Nordrhein-Westfalen
Einreichende Dienststelle: 
Kontaktstelle für bürgerschaftliches Engagement
Ansprechpartner/in: 
Petra Hudler
Straße/Postfach: 
Rathausplatz 1
PLZ: 
41836
Telefon: 
+49 2433 82-334
Ort: 
Hückelhoven
Fax: 
+49 2433 82-249

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Titel des Wettbewerbsbeitrags

Flüchtlingspaten Hückelhoven - Gemeinsam viel bewegen!

Kurzfassung des Wettbewerbsbeitrags

Ehrenamtlich Tätige tragen dazu bei, dass sich geflüchtete Menschen in Hückelhoven im Alltag besser zurechtfinden können und vermitteln ihnen somit Sicherheit und Akzeptanz. Begleitung bei Arztbesuche, Hilfe bei der Wohnungssuche, Unterstützung bei der Arbeitsaufnahme, gemeinsame Freizeitgestaltung, die Aufgaben der Flüchtlingspaten sind so zahlreich wie die Länder aus denen die Menschen zu uns kommen.

Wer nicht in der persönlichen Betreuung tätig werden will hat darüber hinaus auch die Möglichkeit ein spezielles Angebot für eine Gruppe anzubieten. Dies kann ein Sprachkurs, Sport- oder Kreativangebot sein. Darüber hinaus gibt es noch unterstützende Tätigkeiten für die Ehrenamtler in Form von Unterstützung der Spendenstellen (Spendenanname und -abgabe), Unterstützung bei Veranstaltungen, Unterstützung des Organisationsteams. So kann sich jeder (Jung und Alt) mit seinen unterschiedlichen Stärken und Fähigkeiten im Projekt einbringen. Unser Ziel, Menschen mit Migrationshintergrund als Flüchtlingspaten und Multiplikatoren zu gewinnen.

Ehrenamtler in der Flüchtlingshilfe benötigen Unterstützung, Begleitung, Betreuung, Qualifizierungsmaßnahmen und Absicherung. Aus diesem Grunde wurde eine Kooperationsvereinbarung mit wichtigen Partnern der Integrationsarbeit vor Ort geschlossen. Diese tragen auch dazu bei, das Projekt finanziell zu sichern und die Nachhaltigkeit zu gewährleisten. Damit bilden sie den geeigneten Rahmen um die Gruppe der ehrenamtlichen Flüchtlingspaten.

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Im Jahr 2015 wurden der Stadt Hückelhoven 645 Flüchtlinge zugewiesen. Allein im Monat November 2015 hat die Stadt über 250 neue Flüchtlinge aufgenommen. Zum 31.12.2015 lebten 763 geflüchtete Menschen im Stadtgebiet.

„Ohne Not würde wohl niemand seine Heimat verlassen“, lautete die Einschätzung von Ulrike Minkenberg, Bürgerin der Stadt Hückelhoven. Sie interessierte sich für die Situation der geflüchteten Menschen in ihrer Heimatstadt und welche Möglichkeiten es gibt, vor Ort zu helfen. Sie trat in Kontakt mit der Ehrenamtskoordinatorin der Stadt Hückelhoven und dem Sozialamt. Diese Initiative gab bereits im Oktober 2013 den Startschuss zum Projekt „Flüchtlingspaten Hückelhoven – Gemeinsam viel bewegen!“. Zu dieser Zeit lebten 80 Asylbewerber im Stadtgebiet.

Abgestimmte Aktionen und Aktivitäten, die den geflüchteten Menschen bei der tatsächlichen Integration in den Alltag vor Ort helfen sollten, waren die Ausnahme bzw. fanden gar nicht statt. Diese Lücke zu schließen, dabei die Vernetzung aller Akteure und Aktivitäten vor Ort zu gewährleisten und zu fördern hat sich das initiierte Projekt "Flüchtlingspaten Hückelhoven" zur Aufgabe gemacht.

Der Lösungsansatz besteht darin, die Ist- Situation der geflüchteten Menschen in Hückelhoven zu verbessern und Integration zu ermöglichen. Das Ziel aller Maßnahmen ist es, die geflüchtete Menschen zu stärken und zu befähigen, ihr Leben in Zukunft selbstbestimmt und alleine gestalten zu können (Hilfe zur Selbsthilfe). Darüber hinaus sollen Vorurteile und Ängste innerhalb der Bevölkerung abgebaut werden. Dies geschieht in erster Linie durch zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, die sich ehrenamtlich engagieren und in den unterschiedlichsten Situationen ihre Begleitung und Unterstützung anbieten. Wird Chancengleichheit ermöglicht, kann Gesellschaft gemeinsam gestaltet werden, die für ein sozial gerechtes und friedvolles Zusammenleben in der Region notwendig ist. Findet kein Austausch zwischen den verschiedenen Menschen statt, kann es zu Missverständnissen kommen, die das Zusammenleben erschweren. Indem ein stetiger Austausch innerhalb der Bevölkerung und mit Institutionen, die in der Flüchtlingshilfe tätig sind, stattfindet, kann schnell auf Bedürfnisse eingegangen werden und so das Zusammenleben erleichtert werden.        

Für diese umfangreiche und anspruchsvolle Aufgabe benötigen die Ehrenamtler Unterstützung, Begleitung, Betreuung, Qualifizierungsmaßnahmen sowie rechtliche und versicherungstechnische Absicherung.

So stand zu Beginn des Projektes die Frage der Organisationsform im Raum. Einer Vereinsgründung standen die Ehrenamtler skeptisch gegenüber. So bewarben sich die Initiatoren im Mai 2014 bei startsocial. Startsocial ist eine Initiative der Wirtschaft und steht unter der Schirmherrschaft der Bundeskanzlerin. Jeder Einsender seiner sozialen Idee oder Initiative erhält eine konstruktive Bewertung. Die besten 100 Bewerber bekommen ein dreimonatiges Beratungsstipendium. Startsocial vermittelt den Stipendiaten entsprechend ihres Beratungsbedarfs ehrenamtliche Coaches aus der Wirtschaft und aus dem sozialen Sektor in ihr Projekt. Aus rund 300 sozialen Projekten kam das Projekt Flüchtlingspaten Hückelhoven unter die 100 Projekte, die ein Beratungsstipendium erhielten. Das Beratungsstipendium startete am 03. November 2014 und lief bis 27. Februar 2015. Nach der Beratungsphase zählte das Projekt zu den 25 Projekten, die nach Einschätzung der Jury die viermonatige Beratungsphase am besten genutzt haben und wurde als Bundesauswahl nominiert. (startsocial-phase ist als Anlage beigefügt).

In Hückelhoven wurde mit wichtigen Partnern der Integrationsarbeit eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. Hier unterscheidet sich das Hückelhovener Projekt maßgeblich von anderen Initiativen. Diese Partner tragen dazu bei, das Projekt zu sichern, die Nachhaltigkeit zu gewährleisten und bilden somit den geeigneten Rahmen um die Gruppe der ehrenamtlichen Flüchtlingspaten.

Die Kooperationspartner sind:

Stadt Hückelhoven, Caritasverband für die Region Heinsberg e. V., Fachdienst Gemeindesozialarbeit, Kath. Forum für Erwachsenen- und Familienbildung Mönchengladbach und Heinsberg, Deutsches Rotes Kreuz DRK Kreisverband Heinsberg e. V. (seit Januar 2017),Gemeinschaft der Gemeinden Hückelhoven (Kath. Kirche),Evangelische Kirchengemeinde Hückelhoven, Tafel Hückelhoven, Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Hückelhoven-Baal (seit Januar 2017).

Die zu bewältigenden Aufgaben sind durch einen Kooperationsvertrag definiert, um sich möglichst zu ergänzen, parallele Strukturen zu vermeiden und ein nachhaltiges Projekt auf die Beine zu stellen. Zu den Angeboten für die Ehrenamtler gehören bedarfsgerechte Schulungen, Möglichkeiten des Erfahrungsaustauschs, regelmäßige Arbeitsgruppentreffen und es werden finanzielle Mittel für ihre Angebote zur Verfügung gestellt. Einmal jährlich wird ihr Einsatz durch eine Dankeschön Feier gewürdigt.

Die Kooperationspartner treffen sich einmal im Quartal um das Projekt zu evaluieren und beschließen das weitere Vorgehen. Darüber hinaus finden jährlich mindestens 3 Arbeitskreistreffen der Haupt- und Ehrenamtlichen statt, um im stetigen Austausch über die aktuellen Entwicklungen zu bleiben.

Alle Patinnen und Paten unterzeichnen eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit auf ehrenamtlicher Basis. Sie sind damit in ihrer Rolle als Flüchtlingspaten versichert und verpflichten sich ihrerseits an 4 Schulungen teilzunehmen (Meine Rolle im Ehrenamt, Die rechtliche Situation von Flüchtlingen, Interkulturelle Sensibilisierung, Prävention von sexualisierter Gewalt in der Flüchtlingsarbeit).

Die geflüchteten Menschen werden durch die Patinnen und Paten konkret in ihrer Alltagsbewältigung unterstützt. Dies geschieht beispielsweise bei Einkäufen, Behördengängen, Arztbesuchen, Wohnungs-und Arbeitssuche etc.  In den Patenschaften kann so der Grundstein gelegt werden für ein Zusammenleben, das nicht auf Vorurteilen basiert. Die PatInnen werden so zu BrückenbauerInnen, die es ermöglichen die Erfahrungen, die sie machen nach außen zu tragen. Das Gefühl der Gemeinschaft soll gestärkt werden, die neuen MitbürgerInnen als einen Teil der Gesellschaft wahrzunehmen, deren Bedürfnisse gehört werden sollen und die ihre Erfahrungen und Perspektiven mitbringen. Es sollen Teilhabechancen eröffnet werden, die Geflüchteten die Möglichkeit geben, ihrer Stimme Gehör zu verschaffen und aktiv an sozialen und gesellschaftlichen Entwicklungen partizipieren zu können.

Durch das Flüchtlingspatenprojekt wird ein Rahmen geschaffen, der sowohl Ehrenamtlichen AnsprechpartnerInnen an die Seite stellt, als auch geflüchtete Menschen eine Anlaufstelle gibt, die weder in Behörden noch in anderen Institutionen angesiedelt ist. Darüber hinaus ist es unser Bestreben, geflüchtete Menschen als Flüchtlingspaten und Multiplikatoren zu gewinnen.

Über die Begleitung hinaus gibt es noch weitere Angebote für die geflüchteten Menschen: Ein eigens entwickelter Willkommens-Ordner soll in den ersten Tagen und darüber hinaus als Wegweiser dienen und helfen, sich schnell orientieren zu können. Er enthält wichtige Informationen über das Stadtgebiet und gibt Antworten auf zahlreiche Fragen, die die Menschen haben.

Jeden Monat findet ein einem Nachmittag das Internationale Café zu wechselnden Themen statt. In der Frühlings-/Sommerzeit werden auch Aktivitäten im Freien angeboten.  

Die Ausgabestellen der Hückelhovener Tafel unterstützen nicht nur mit Lebensmitteln, Haushaltswaren und Bekleidung. Sie ermöglichen den Flüchtlingen darüber hinaus sich dort mit einzubringen, sie sind Anlauf-, Beratungs- und Vermittlungsstellen.

Über die beiden Ausgabenstellen der Tafel hinaus gibt es zwei weitere wichtige Anlaufpunkte im Stadtgebiet. In unmittelbarer Nähe der Lebensmittelausgabe der Tafel im Zentrum von Hückelhoven liegen die Ehrenamtsräume der Stadt. Hier ist ein Begegnungszentrum entstanden, das multifunktional genutzt wird. Vom Sprachkurs, Bewerbungstraining, einem Nachhilfeprojekt bis hin zum Internationalen Nähtreff finden dort unterschiedliche Angebote statt. Eine große Spielecke ermöglicht das Mitbringen der Kinder.

Über den Kooperationspartner Deutsches Rotes Kreuz wurde ein Kristallisationspunkt gegen Armut durch Integration (KAI) geschaffen. In den neu renovierten Räumlichkeiten im Flussviertel gibt es Beratung, Hilfe bei dem Ausfüllen von Anträgen, Hilfe bei Bewerbungen und durch die Unterstützung von Ehrenamtlern werden weitere Angebote durchgeführt. Im April starteten dort ein Repair-Café sowie ein internationales Kochangebot.

Ehrenamtler unterstützen zusätzlich durch Sprachangebote. Sei es als Sprachkurs oder als „lockeres“ Erzählcafé, in dem einfach das Sprechen der deutschen Sprache geübt und gefestigt wird. Durch die Zusammenarbeit mit der Caritas Jugendwerkstatt, werden gespendete Fahrräder verkehrstüchtig aufbereitet und für einen kleinen Betrag abgegeben.

Mittlerweile haben sich die Ehrenamtler in Teams und Ortsgruppen organisiert. Innerhalb dieser Gruppen werden mit den geflüchteten Menschen gemeinsame Feiern (Karneval, Weihnachten, etc.) und Ausflüge (Museen, Bowling, Kinobesuche etc.) organisiert und durchgeführt.

Es gibt einen eigenen Internetauftritt "fluechtlingspaten-hueckelhoven". Dieser wurde zwischenzeitlich um ein internes Forum erweitert, welches die Kommunikation unter den Ehrenamtlern intensivieren und vereinfachen soll.

Fragen zum Wettbewerbsbeitrag

C1 Fragen zur gesamtkommunalen Einbindung des Wettbewerbsbeitrags

C 10 Gibt es in Ihrer Kommune ein Integrationskonzept?: 
ja
nein
C 11 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag in dieses Integrationskonzept eingebunden?: 
ja
nein
C 12 Unterstützt der/die (Ober-)Bürgermeister/in bzw. Landrat/-rätin Ihren Wettbewerbsbeitrag öffentlich?: 
ja
nein

C2 Fragen zur Konzeption und Ausrichtung des Wettbewerbsbeitrags

C 20 Gibt es zu Ihrem Wettbewerbsbeitrag ein schriftliches Konzept? : 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 21 Sind die Ziele des Wettbewerbsbeitrags im Hinblick auf Integration und Zusammenleben detailliert beschrieben & festgelegt?: 
ja
nein
C 22 Wurde vor der Festlegung der Ziele eine Ausgangs- und Bedarfsanalyse erstellt?: 
ja
nein
C 23 An welche Gruppen richtet sich Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
Kinder (Einrichtungen der Kindertagesbetreuung)
Kinder (Schule)
Jugendliche
junge Erwachsene
Erwachsene
Mädchen/Frauen
Jungen/Männer
aktuelle Zuwanderer (2015-2017)
jeweils differenziert nach Herkunftsgebieten
bereits seit mehreren Jahren in Deutschland lebende Zuwanderer
Bevölkerung vor Ort
Multiplikatoren
Weitere
C 24 Bezieht sich Ihr Wettbewerbsbeitrag auf: 
die Gesamtstadt?
einen Teilraum/Quartier?
ein Projekt?
C 25 An welche Orte und Einrichtungen knüpft Ihr Wettbewerbsbeitrag an?: 
Quartier als Ganzes
Nachbarschaftshäuser/Stadtteilzentren
Jugendeinrichtungen
Sportvereine
Flüchtlingsunterkünfte
Einrichtungen der Kindertagesbetreuung
Schulen
Ausbildungsstätten
Bildungseinrichtungen (VHS u.a.)
Soziale Treffpunkte für Zuwanderer
Migrantenselbstorganisationen
Weitere
C 26: 

Welche Handlungsfelder zur Integration von Zuwanderern und zur Förderung des Zusammenlebens mit der Bevölkerung vor Ort stehen in Ihrem Wettbewerbsbeitrag im Mittelpunkt? Bitte geben Sie an, ob sich das Handlungsfeld auf die Gesamtstadt oder das Quartier bezieht bzw., ob es sich um ein Projekt handelt.

C 26a Handlungsfeld Wohnen und Wohnumfeld: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26b Handlungsfeld Soziale Infrastrukturen, z.B. Kindergarten, Schulen, Jugendeinrichtungen: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26c Handlungsfeld Bildung/Qualifizierung/Ausbildung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26d Handlungsfeld Beschäftigung/lokale Wirtschaftsförderung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26e Handlungsfeld Kultur: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26f Handlungsfeld Sport: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26g Handlungsfeld Gesundheit: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26h Handlungsfeld Umwelt/Grün: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26i Handlungsfeld Beteiligung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26j Handlungsfeld Engagementförderung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 27a Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe der Zielgruppe "Zuwander" ausgerichtet?: 
ja
nein
C 27b Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe der Zielgruppe "Bevölkerung vor Ort" ausgerichtet?: 
ja
nein

C3 Fragen zur Umsetzung des Wettbewerbsbeitrags

C 30 Welche Akteure aus Kommunalpolitik und Kommunalverwaltung beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbei: 
Stadt-, Gemeinde-, bzw. Kreisrat
Amt/Bereich Soziales
Amt/Bereich Jugend
Amt/Bereich Wohnen
Amt/Bereich Grün(-planung)
Bürgermeister/in bzw. Landrat/-rätin
Amt/Bereich Stadtplanung/ Stadtentwicklung
Integrationsbeauftragte/r
Amt/Bereich Sport
Amt/Bereich Gesundheit
Weitere
C 30a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Kontaktstelle für bürgerschaftliches Engagement - Ehrenamtskoordinatorin
C 31 Welche verwaltungsexternen lokal relevanten Akteure beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbeitrags?: 
Quartiersmanagement
Stadtteilzentren/ Nachbarschaftshäuser
Wohlfahrtsverbände
Kirchen
Migrantenselbstorganisationen
Sponsoren
Lokale Medien
Stiftungen
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Nachbarschaftsvereine
Kleingartenvereine
Unternehmen, Betriebe
Weitere
C 32 Gibt es schriftliche und verbindliche Vereinbarungen zur Vernetzung und Kooperation der Akteure?: 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 33 Welche Laufzeit hat Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
C 34 Wie finanzieren Sie Ihren Wettbewerbsbeitrag?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
C 35 Wie lange ist die Finanzierung des Wettbewerbsbeitrags gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
C 36 Wird der Wettbewerbsbeitrag in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
C 36a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
C 37 Werden im Rahmen der Umsetzung von anderen entwickelte Projekte und Maßnahmen übernommen und eingesetzt?: 
ja
nein
C 37a Wenn ja ... Welche? : 
.
C 38 Sind umgekehrt im Rahmen Ihres Wettbewerbsbeitrags entwickelte Projekte und Maßnahmen bereits andernorts übernommen worden?: 
ja
nein
C 38a Wenn ja ... Welche?: 
Kreisweit waren wir die erste Kommune, die ein solches Projekt bereits Ende 2013 auf den Weg gebracht hat. Zwischenzeitlich gibt es landesweit in fast allen Städten und Gemeinden Patenschaftsmodelle. Die Sprecherin der Flüchtlingspaten sowie die Ehrenamtskoordintorin wurden zu den unterschiedlichsten Gremien (Treffen der Integrationsbeauftragten, Runde Tische, Sozialausschuss etc.) und Arbeitskreistreffen (z. B. mit Vertretern des Jobcenters, Caritas etc.) sowie auch zu Podiumsdiskussionen eingeladen, um über ihre Erfahrungen und Vorgehensweisen zu berichten. Die Stadt Geilenkirchen hat zwischenzeitlich den Willkommensordner übernommen, weitere Städte haben den Willkommensordner angefragt, selbst Städte aus Süddeutschland z. B. Weidhausen. Die Stadt Erkelenz hat sich sehr für die Rolle der Koordination interessiert und diesbezüglich die Verantwortlichen zu Austauschtreffen eingeladen. Mittlerweile wurde dort eine Integrationskoordinatorin von Seiten der Stadt eingestellt. Das von uns gewählte Kooperationsmodell ist aber nach wie vor in unserem Kreis einzigartig. Das Konzept ist generell auf andere Kommunen und Gemeinden übertragbar. Kurz nach dem Start des Repair-Cafés ging auch in Erkelenz ein Repair-Café an den Start. In Heinsberg gibt es ein ähnliches Nähprojekt.

Einzelprojekte

Einzelprojekt 1

D 10 Titel des Einzelprojekts Nr. 1: 
Nähen verbindet - nicht nur Stoffe miteinander
D 11 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
trifft nicht zu
D 12 Wie lange ist die Finanzierung des Projekts gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
trifft nicht zu
D 13 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 14 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
trifft nicht zu
D 14a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
trifft nicht zu
D 15 Kurzbeschreibung des Projekts: 

Nähkurs für Frauen verschiedener Kulturen:

Frauen kommt nachweislich eine Schlüsselfunktion für den Verlauf und das Gelingen des Eingliederungsprozesses von Familien ausländischer Herkunft zu. Sie spielen als Mütter und Ehefrauen eine wichtige Multiplikatorenrolle. Die von ihnen erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten werden durch sie direkt in die Familien hineingetragen. Auf diese Weise können Frauen nicht nur zu ihrem eigenen Integrationsprozess, sondern auch zu dem ihrer Kinder und Angehöriger erheblich beitragen.

Der Kurs greift die Kompetenzen und Ressourcen von Frauen auf, macht sie sichtbar und entwickelt sie weiter. Er unterstützt die Frauen dabei, ihre Stärken zu sehen und verfolgt dabei die Absicht Frauen selbstbewusster und unabhängiger werden zu lassen. Deutschkenntnisse sind für die Frauen der Schlüssel zur Kommunikation und werden auch für eine berufliche Tätigkeit benötigt. So wird innerhalb des Nähkurses großer Wert darauf gelegt, die Frauen an Deutsch als Zweitsprache heranzuführen und vor allen Dingen ihr Interesse am Erwerb dieser Sprache zu wecken. Durch das gemeinsame kreative Interesse sollen die Frauen mit der deutschen Sprache vertrauter gemacht und möglicherweise bestehende Hemmschwellen abgebaut werden.

Der Kurs orientiert sich an der Lebenswelt von geflüchteten Frauen und berücksichtigt deren individuellen Bedürfnisse. Die Frauen werden dort abgeholt, wo sie stehen und auf Basis von Vertrauen und Offenheit dazu ermutigt, ihre Lebenssituation zu reflektieren, realistische Perspektiven für die Zukunft zu entwickeln und erste Schritte aus einer häufig als unbefriedigt erlebten Situation heraus zu tun. Durch den geringen Zeitaufwand und das wohnortnahe Angebot einschließlich der angebotenen Kinderbetreuung, lässt sich der Besuch des Nähkurses auch für Mütter kleinerer Kinder realisieren.

Der Austausch zwischen Frauen mit und ohne Migrationshintergrund wird angeregt, neue Netzwerke entstehen, ein gegenseitiges Verständnis wird entwickelt sowie von – und miteinander gelernt.

Die Kursstärke beträgt 10 Teilnehmerinnen, deutsche Frauen und Frauen mit Migrationshintergrund.

Der Nähkurs findet zweimal  pro Woche (1 x für junge Frauen ab 16, 1 x für Frauen mit Kindern) in den Räumlichkeiten des Begegnungszentrums, Friedrichplatz 7, Hückelhoven, statt. Die Dauer pro Termin beträgt 3 Stunden. Nähmaschinen werden gestellt, Material ist von den Teilnehmerinnen mitzubringen. Die Teilnahme am Kurs ist für die Teilnehmerinnen unentgeltlich.

Dieses bereits Ende 2015 als ehrenamtliches Angebot gestartete Projekt wird im Jahr 2018 über den Kooperationspartner Kath. Forum fortgeführt. Als Dozentin konnte Frau Silvia Engeln aus Wegberg gewonnen werden. Sie führt bereits seit Jahren erfolgreich Nähkurse für Erwachsene und Kinder durch.

Die Teilnehmerinnen werden darüber hinaus in zusätzlichen Workshops (nach gemeinsamer Absprache) für den guten Zweck nähen. Der Erlös kommt den Flüchtlingspaten Hückelhoven für weitere Aktivitäten zugute.

Einzelprojekt 2

D 20 Titel des Einzelprojekts Nr. 2: 
Repair-Café
D 21 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
trifft nicht zu
D 22 Wie lange ist die Finanzierung des Projekts gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
trifft nicht zu
D 23 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 24 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
trifft nicht zu
D 24a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
trifft nicht zu
D 25 Kurzbeschreibung des Projekts: 

Reparieren statt Wegwerfen: Unter diesem Motto startete am 08.04.2017 das erste Repair-Café in Hückelhoven. Durch das gemeinsame Reparieren setzen engagierte Bürgerinnen und Bürger ein Zeichen gegen eine sorglose Wegwerf-Gesellschaft und schonen obendrein wertvolle natürliche und menschliche Ressourcen, weil Gebrauchsgüter länger nutzbar bleiben. Auch die wieder instand gesetzten Gegenstände erhalten eine neue Wertschätzung – statt auf dem Müll zu landen. Zudem teilen Menschen untereinander ihr Wissen über das Reparieren und die Technik dahinter. Laien und Experten arbeiten gemeinschaftlich zusammen, geben Hilfe zur Selbsthilfe und regen so zu einem bewussten Konsumverhalten an.

Gleichzeitig treffen nicht nur Menschen aus der Nachbarschaft sondern auch aus unterschiedlichen Nationen am Reparaturtisch aufeinander – das stärkt den lokalen Zusammenhalt, schafft neue Bekanntschaften und Netzwerke und fördert die Integration. Geflüchtete Menschen können ihre Stärken und Fähigkeiten mit einbringen, so ist das Repair-Café ein neuer fester Bestandteil der Flüchtlingspaten Hückelhoven. Die Unterstützung durch das Förderprogramm des Ministeriums für Arbeit, Integration und Soziales des Landes NRW „Komm-An NRW“, ein Programm zur Förderung der Integration von Flüchtlingen in den Kommunen und zur Unterstützung des bürgerschaftlichen Engagements in der Flüchtlingshilfe, ermöglichte die zeitnahe Umsetzung der Idee, die von Herrn Raimund Kissenkötter bei der Ehrenamtskoordinatorin der Stadt Hückelhoven vorgetragen wurde.

Im Kristallisationspunkt gegen Armut durch Integration (KAI-Hückelhoven) des Kooperationspartners Deutsches Rotes Kreuz findet seitdem immer am ersten Samstag im Monat in der Zeit von 15.00 – 18.00 Uhr das Repair-Café statt, welches sich zu einem festen Treffpunkt etabliert hat.

Für verschiedene Reparaturen aus den Bereichen Kleinmöbel, Elektrogeräte, Kleidung, Spielzeug und Fahrräder stehen Reparaturfachkundige und die notwendigen Werkzeuge vor Ort bereit. Die ehrenamtlichen Reparateure unterstützen die Besucher dabei, Defekte an mitgebrachten Gebrauchsgegenständen zu untersuchen und im besten Falle gemeinsam zu reparieren. Es handelt sich nicht um einen Reparaturservice – die Besucher sollen grundsätzlich ihre Gegenstände unter Anweisung selber reparieren. Der Besuch des Repair-Cafés ist kostenlos. Lediglich das benötigte Material muss selber bezahlt werden.

Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt – repariert wird in entspannter, gemütlicher Atmosphäre bei Kaffee und Kuchen.

Anlagen