Stadt Hanau

Name der Stadt/der Gemeinde/des Landkreises: 
Stadt Hanau
Typ: 
kreisangehörig
Bundesland: 
Hessen
Einreichende Dienststelle: 
Magistrat der Stadt Hanau, FB 5 Bildung, Soziale Dienste und Integraion, 5.3 Integration und Inklusion
Ansprechpartner/in: 
Andrea Schroth, Andreas Jäger
Straße/Postfach: 
Am Markt 14-18
PLZ: 
63450
Telefon: 
+49 6181 295-1724
+4915 118063760
Ort: 
Hanau
Fax: 
+49 6181 295-704

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Titel des Wettbewerbsbeitrags

Die Hanauer Integrationskette

Kurzfassung des Wettbewerbsbeitrags

In der Stadt Hanau sind aktuell ca. 1600 Flüchtlinge untergebracht. Diese verteilen sich auf ca. 400 in dezentraler Unterbringung, ca. 300 in der Erstaufnahme des Landes Hessen und ca. 900 in der städtischen Gemeinschaftsunterkunft. Diese befindet sich in einer ehemaligen Kaserne der US-Army (Pioneer/Sportsfield Housing) und grenzt unmittelbar an die ebenfalls auf dem Areal untergebrachte Landes-Einrichtung.

Die Betreuung der Flüchtlinge erfolgt in vielfältiger Art und Weise. Zur Steuerung der Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichen Stellen hat die Stadt Hanau im Sommer 2015 im Zuge der steigenden Zuwanderung ein Gesamtkonzept in Absprache mit vielen Akteuren aus der Verwaltung und anderen Institutionen und Vereinen (AG Asyl) entwickelt, um eine tragfähige Integrationskette zu installieren. Basis dafür war das Betreuungskonzept des Fachbereichs Bildung, Soziale Dienste und Integration. Im Februar 2016 wurde das Koordinationsbüro in der Gemeinschaftsunterkunft eingerichtet. Dieses koordiniert die unterschiedlichen Maßnahmen, ist Anlaufstelle für das Ehrenamt und betreut  verschiedene Kommunikationskanäle unter dem Motto „Hanau engagiert“, in dessen Rahmen die Stadt breite Informations- und Aufklärungsarbeit betreibt. Zudem fungiert das Koordinationsbüro als zentrale Stelle für alle Anfragen aus der Bevölkerung.

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

In der Stadt Hanau sind aktuell ca. 1600 Flüchtlinge untergebracht. Diese verteilen sich auf ca. 400 in dezentraler Unterbringung, ca. 300 in der Erstaufnahme des Landes Hessen und ca. 900 in der städtischen Gemeinschaftsunterkunft. Diese befindet sich in einer ehemaligen Kaserne der US-Army (Pioneer/Sportsfield Housing) und grenzt unmittelbar an die ebenfalls auf dem Areal untergebrachte Landes-Einrichtung.

Die Betreuung der Flüchtlinge erfolgt in vielfältiger Art und Weise. Zur Steuerung der Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichen Stellen hat die Stadt Hanau im Februar 2016 ein Koordinationsbüro in der Gemeinschaftsunterkunft installiert. Dieses koordiniert die unterschiedlichen Maßnahmen, fungiert als Anlaufstelle für das Ehrenamt und betreut  verschiedene Kommunikationskanäle unter dem Motto „Hanau engagiert“, in dessen Rahmen die Stadt breite Informations- und Aufklärungsarbeit betreibt. Zudem fungiert das Koordinationsbüro als zentrale Stelle für alle Anfragen aus der Bevölkerung.

In der Gemeinschaftsunterkunft gibt es zudem eine feste, dauerhafte Sozialarbeit, mit der die Stadt Hanau den Internationalen Bund beauftragt hat. Dieser kümmert sich mit 4,5 Vollzeitstellen um die Alltagsprobleme der Bewohner. Die Volkshochschule Hanau bietet in der Unterkunft zudem regelmäßig Sprechstunden und Beratungen zum Themenkomplex „Deutsch lernen“ an. Die VHS hat bereits frühzeitig eine Sprach-Förderkette entwickelt, die vom Analphabeten-Unterricht bis zum Integrationskurs alle Lern-Niveaus abdeckt. Hierzu sind ehrenamtliche Kräfte als Sprachlotsen ausgebildet worden, die sowohl niedrigschwelle Deutschkurse als auch Computer-Schulungen und Hilfestellung bei der Gestaltung eines Lebenslaufs anbieten – und das unabhängig von der Herkunft und dem Stand des Asylverfahrens.

Profitiert hat die Stadt Hanau – insbesondere bei den Schulungsangeboten – von einer intensiven Zusammenarbeit mit der Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung, die unmittelbar neben der Gemeinschaftsunterkunft liegt und derzeit von der Johanniter-Unfall-Hilfe betreut wird. Von Deutschkursen über Sportangebote bis hin zu Ausflügen sind zahlreiche Kooperationsangebote entstanden, die von Bewohnern beider Unterkünfte genutzt werden können. Diese Zusammenarbeit hat richtungweisenden Charakter und wird seitens des Landes Hessen als Leuchtturm-Projekt in der Integrationsarbeit angesehen.

Die Stadt Hanau bezuschusst zudem weitere Angebote, die sich insbesondere an dezentral untergebrachte Flüchtlinge richten. Caritas und Diakonie bieten regelmäßige Sprechstunden im Kulturforum Hanau an. Dort befindet sich auch die Anlaufstelle der Bildungsberatung Hessencampus, bei der Flüchtlinge Rat in Sachen Berufsorientierung finden.

Ein wesentlicher Faktor in den Integrationsbemühungen der Stadt Hanau sind die ehrenamtlichen Helfer. So ist auch das neue Angebot des Integrationsbüros für Kinder und Jugendliche ein Gemeinschaftsprojekt von Haupt- und Ehrenamt (Einzelprojekt D1). Freiwillige Helfer engagieren sich unter anderem als Sprach- oder Integrationslotsen. Zudem begleiten sie Schwangere, engagieren sich in der Kinderbetreuung oder als Paten in einem Projekt des Seniorenbüros. Die Stadt stellt über das Koordinationsbüro eine intensive Betreuung des Ehrenamts sicher, ermöglicht Fortbildungen und Workshops und unterstützt Projekte. Entwickelt wurde auch ein Angebot, in dessen Rahmen sich die Geflüchteten ehrenamtlich engagieren können. Unter dem Motto „Help the helpers“ hat sich eine Gruppe zusammengefunden, die die einheimischen Helfer unterstützt und insbesondere als Multiplikator in die Bewohnerschaft agiert. 2016 wurde dadurch das bundesweit beachtete Projekt „Bäderlotsen“ realisiert, in dem Geflüchtete als Ansprechpartner und Dolmetscher in den städtischen Freibädern eingesetzt wurden.

Mit der Webseite "Hanau Engagiert" wurde eine Plattform eingerichtet um sowohl die Bürger der Stadt Hanau als auch Geflüchtete umfassend zu allen Fragen im Kontext Flüchtlinge in Hanau zu informieren. (Einzelprojekt D2)

Mit der Hanauer Integrationskette sind die erforderlichen Wettbewerbskriterien erfüllt. Das auf kommunalpolitischer Ebene verankerte Gesamtkonzept verfolgt festgelegte Integrationsziele. Vernetzung und Kooperation mit verschiedenen Akteuren sind tragende Säulen, um die Integration von Neuzugewanderten zu fördern. Haupt- und Ehrenamt arbeiten eng zusammen. Das integrationspolitische Förderprogramm WIR des Landes Hessen, an dem die Stadt Hanau mit einer Stelle zur WIR Koordination und einem WIR-Fallmanager beteiligt ist, fördert den Wissenstransfer und Erfahrungsaustausch durch Vernetzungstreffen mit anderen Kommunen und Landkreisen.

Fragen zum Wettbewerbsbeitrag

C1 Fragen zur gesamtkommunalen Einbindung des Wettbewerbsbeitrags

C 10 Gibt es in Ihrer Kommune ein Integrationskonzept?: 
ja
nein
C 11 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag in dieses Integrationskonzept eingebunden?: 
ja
nein
C 12 Unterstützt der/die (Ober-)Bürgermeister/in bzw. Landrat/-rätin Ihren Wettbewerbsbeitrag öffentlich?: 
ja
nein

C2 Fragen zur Konzeption und Ausrichtung des Wettbewerbsbeitrags

C 20 Gibt es zu Ihrem Wettbewerbsbeitrag ein schriftliches Konzept? : 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 21 Sind die Ziele des Wettbewerbsbeitrags im Hinblick auf Integration und Zusammenleben detailliert beschrieben & festgelegt?: 
ja
nein
C 22 Wurde vor der Festlegung der Ziele eine Ausgangs- und Bedarfsanalyse erstellt?: 
ja
nein
C 23 An welche Gruppen richtet sich Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
Kinder (Einrichtungen der Kindertagesbetreuung)
Kinder (Schule)
Jugendliche
junge Erwachsene
Erwachsene
Mädchen/Frauen
Jungen/Männer
aktuelle Zuwanderer (2015-2017)
jeweils differenziert nach Herkunftsgebieten
bereits seit mehreren Jahren in Deutschland lebende Zuwanderer
Bevölkerung vor Ort
Multiplikatoren
Weitere
C 24 Bezieht sich Ihr Wettbewerbsbeitrag auf: 
die Gesamtstadt?
einen Teilraum/Quartier?
ein Projekt?
C 25 An welche Orte und Einrichtungen knüpft Ihr Wettbewerbsbeitrag an?: 
Quartier als Ganzes
Nachbarschaftshäuser/Stadtteilzentren
Jugendeinrichtungen
Sportvereine
Flüchtlingsunterkünfte
Einrichtungen der Kindertagesbetreuung
Schulen
Ausbildungsstätten
Bildungseinrichtungen (VHS u.a.)
Soziale Treffpunkte für Zuwanderer
Migrantenselbstorganisationen
Weitere
C 26: 

Welche Handlungsfelder zur Integration von Zuwanderern und zur Förderung des Zusammenlebens mit der Bevölkerung vor Ort stehen in Ihrem Wettbewerbsbeitrag im Mittelpunkt? Bitte geben Sie an, ob sich das Handlungsfeld auf die Gesamtstadt oder das Quartier bezieht bzw., ob es sich um ein Projekt handelt.

C 26a Handlungsfeld Wohnen und Wohnumfeld: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26b Handlungsfeld Soziale Infrastrukturen, z.B. Kindergarten, Schulen, Jugendeinrichtungen: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26c Handlungsfeld Bildung/Qualifizierung/Ausbildung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26d Handlungsfeld Beschäftigung/lokale Wirtschaftsförderung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26e Handlungsfeld Kultur: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26f Handlungsfeld Sport: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26g Handlungsfeld Gesundheit: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26h Handlungsfeld Umwelt/Grün: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26i Handlungsfeld Beteiligung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26j Handlungsfeld Engagementförderung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 27a Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe der Zielgruppe "Zuwander" ausgerichtet?: 
ja
nein
C 27b Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe der Zielgruppe "Bevölkerung vor Ort" ausgerichtet?: 
ja
nein

C3 Fragen zur Umsetzung des Wettbewerbsbeitrags

C 30 Welche Akteure aus Kommunalpolitik und Kommunalverwaltung beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbei: 
Stadt-, Gemeinde-, bzw. Kreisrat
Amt/Bereich Soziales
Amt/Bereich Jugend
Amt/Bereich Wohnen
Amt/Bereich Grün(-planung)
Bürgermeister/in bzw. Landrat/-rätin
Amt/Bereich Stadtplanung/ Stadtentwicklung
Integrationsbeauftragte/r
Amt/Bereich Sport
Amt/Bereich Gesundheit
Weitere
C 30a Wenn "Weitere"... Welche?: 
VHS
C 31 Welche verwaltungsexternen lokal relevanten Akteure beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbeitrags?: 
Quartiersmanagement
Stadtteilzentren/ Nachbarschaftshäuser
Wohlfahrtsverbände
Kirchen
Migrantenselbstorganisationen
Sponsoren
Lokale Medien
Stiftungen
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Nachbarschaftsvereine
Kleingartenvereine
Unternehmen, Betriebe
Weitere
C 31a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Caritas; Diakonie; Internationaler Bund
C 32 Gibt es schriftliche und verbindliche Vereinbarungen zur Vernetzung und Kooperation der Akteure?: 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 33 Welche Laufzeit hat Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
C 34 Wie finanzieren Sie Ihren Wettbewerbsbeitrag?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
C 35 Wie lange ist die Finanzierung des Wettbewerbsbeitrags gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
C 36 Wird der Wettbewerbsbeitrag in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
C 36a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
C 37 Werden im Rahmen der Umsetzung von anderen entwickelte Projekte und Maßnahmen übernommen und eingesetzt?: 
ja
nein
C 37a Wenn ja ... Welche? : 
Gewaltschutzbeauftragte "Schutz von geflüchteten Menschen in Flüchtlingsunterkünften"
C 38 Sind umgekehrt im Rahmen Ihres Wettbewerbsbeitrags entwickelte Projekte und Maßnahmen bereits andernorts übernommen worden?: 
ja
nein

Einzelprojekte

Einzelprojekt 1

D 10 Titel des Einzelprojekts Nr. 1: 
Integrations-Büro für Kinder und Jugendliche
D 11 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
trifft nicht zu
D 12 Wie lange ist die Finanzierung des Projekts gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
trifft nicht zu
D 13 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 14 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
trifft nicht zu
D 14a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
trifft nicht zu
D 15 Kurzbeschreibung des Projekts: 

Ausgangssituation und Anlass/Ziele und Zielgruppen

In der Stadt Hanau sind aktuell ca.1600 Flüchtlinge untergebracht. Diese verteilen sich auf ca. 400 in dezentraler Unterbringung, ca.300 in der Erstaufnahme des Landes Hessen und ca.900 in einer ehemaligen Kaserne der US-Army (Sportsfield) als Gemeinschaftsunterkunft der Stadt Hanau. Der Anteil von jungen Menschen ist wesentlich höher als in der nationalen Statistik. Allein in der Gemeinschaftsunterkunft Sportsfield sind ca. 34 % der Bewohner unter 18 Jahre alt.

Schwerpunkt des Projektes ist die Betreuung und Vermittlung der Kindern und Jugendlichen aus der Gemeinschaftsunterkunft der Stadt Hanau und den dezentral untergebrachten Flüchtlingen in Freizeitangebote, um so die Integration zu fördern. Das Angebot richtet sich aber auch an Kinder und Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund aus dem Stadtgebiet.

Ziel des Projektes ist, Kinder und Jugendliche dauerhaft in Freizeitangebote zu vermitteln. Schwerpunkt ist die Vermittlung in Sportvereine und deren vielfältigen Angebote, aber auch in Kulturangebote, politische Bildung oder sonstige Veranstaltungen, wie beispielsweise Ferienspiele oder andere Projekte für Kinder und Jugendliche.

Ziel ist die bestmögliche Integration und den Spracherwerb durch Kontakt zu anderen Kindern und Jugendlichen in Vereinen und Institutionen zu fördern.

Anlass

Die jungen Flüchtlinge werden zwar vormittags durch Kindergarten und Schule versorgt. An den Nachmittagen halten sie sich jedoch überwiegend in der Gemeinschaftsunterkunft auf und es besteht kaum Kontakt zur Stadtgesellschaft. Durch das Projekt sollen den Kindern und Jugendlichen die vielfältigen Möglichkeiten der Freizeitgestaltung aufgezeigt werden um sie so zu integrieren und den Spracherwerb durch Kontakt zu Vereinen und Institutionen zu erleichtern und verbessern.

Konzeption, Vorgehen und Umsetzung

Die Konzeption des Büros und der Sprechstunden basieren auf dem Ziel,  die Barrieren zwischen Angebot und Nachfrage abzubauen. Denn neben den sprachlichen Hürden sind auch organisatorische Hindernisse zu überwinden. Die meisten Herausforderungen haben aber nichts mit dem Migrationshindergrund der Kinder und Jugendlichen zu tun, sondern sind für die Altersgruppe ganz normal. Deshalb ist das Integrationsbüro für Kinder und Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund offen.  

In wochenlanger Vorarbeit wurde Kontakt zu allen Hanauer Vereinen aufgenommen (ca. 300). und abgefragt ob eine Teilnahme von Kindern und Jugendlichen an den entsprechenden Angeboten möglich ist.

Danach wurden umfangreiche Listen erstellt und die freien Kapazitäten in eine Datenbank aufgenommen. Zusätzlich wurden Erfassungsbögen erstellt, um bei der Sprechstunde die Bedarfe und Wünsche der Kinder erfassen zu können.

An zwei verschiedenen Orten (Gemeinschaftunterkunft Sportsfield und Kulturforum Hanau) werden regelmäßig Sprechstunden angeboten, in denen die Kinder ihre Wünsche /Interessen äußern können. Diese werden dann mit den Angeboten der Vereine abgeglichen.

Die Kinder werden in Gruppen nach Alter, Geschlecht und Interessen eingeteilt und zielgerichtet an den jeweiligen Verein vermittelt. Alle Kinder bekommen ein Schreiben (auch zur Kenntnis für die Eltern). Dieses enthält Informationen zu Verein, Sportart, Treffpunkt, Ablauf und mitzubringende Ausrüstung. Sollte der Sportverein außerhalb des Wohnortes Sportsfield liegen, ist ein Hinweis zu Busverbindung zur Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln beigefügt.

Da Kinder und Jugendliche sich nicht alleine bei Vereinen vorstellen, ist ein Schwerpunkt der Arbeit, für sie eine Brücke in den Verein zu bauen. Das bedeutet, die Kinder und Jugendlich zu den Vereinen begleiten, den Erstkontakt herstellen und Ansprechpartner für Fragen sein. Zielführend ist, dass sie die Angebote nach ein paar Trainingseinheiten selbständig wahrnehmen.

Ergebnisse und (bislang) Erreichtes

Bisher wurden ca. 100 Kinder und Jugendliche in der Datenbank erfasst. Über 85 % dieser Kinder konnten bereits erfolgreich in ein oder mehrere Vereine vermittelt werden.

Ziele, weiteres Vorgehen

Ziel ist es, Nachhaltigkeit herzustellen. Das bedeutet, die Kinder und Jugendlichen zum selbstständigen Besuch der Sportangebote zu animieren, sie zu unterstützen und bei Problemen oder Fragen Ansprechpartner zu sein. Klares Ziel ist Hilfe zur Selbsthilfe. Kinder und Jugendliche müssen das breite Sprektum der Angebote kennenlernen, um dann selbstständig entscheiden zu können, was ihnen Spaß macht.

Ziel ist weiterhin, ältere Flüchtlinge in die Arbeit einzubinden. Das vereinfacht die Kommunikation und stärkt die Bindung in den vorhandenen Strukturen.

Einzelprojekt 2

D 20 Titel des Einzelprojekts Nr. 2: 
Webauftritt "Hanau Engagiert"
D 21 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
trifft nicht zu
D 22 Wie lange ist die Finanzierung des Projekts gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
trifft nicht zu
D 23 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 24 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
trifft nicht zu
D 24a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
trifft nicht zu
D 25 Kurzbeschreibung des Projekts: 

Mit der Webseite "Hanau Engagiert" wurde eine Plattform eingerichtet um sowohl die Bürger der Stadt Hanau als auch Geflüchtete umfassend zu allen Fragen im Kontext Flüchtlinge in Hanau zu informieren.

Die Website beantwortet allgemeine Fragen zu Thema Flucht und Geflüchtete, gibt Informationen zu aktuellen Projekten und Unterstützungsmöglichkeiten. Weiterhin beinhaltet die Plattform ein eigenes Tool für Freiwillige. Interessierte haben die Möglichkeit freiwillige Hilfsangebote anzubieten oder nach bereits vorhandenen Angeboten zu schauen.

Für die Geflüchteten gibt es in vielen verschiedenen Landessprachen nützliche Informationen. Unter anderem finden sie dort Hinweise zum Umgang mit Behörden, Ankommen in Deutschland und vieles weiterevieles weitere.  (www.hanau-engagiert.de/)

 

Anlagen