Stadt Mannheim

Name der Stadt/der Gemeinde/des Landkreises: 
Stadt Mannheim
Typ: 
kreisfrei
Bundesland: 
Baden-Württemberg
Einreichende Dienststelle: 
Integrationsbeauftragter
Ansprechpartner/in: 
Claus Preissler
Andreas Schmitt
Straße/Postfach: 
E5
PLZ: 
68159
Telefon: 
+49 621 293-9468
Ort: 
Mannheim
Fax: 
+49 621 293-9471

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Titel des Wettbewerbsbeitrags

Mannheimer Bündnis für ein Zusammenleben in Vielfalt

Kurzfassung des Wettbewerbsbeitrags

Zeitgemäße kommunale Integrationspolitik umfasst drei Handlungsbereiche: Erstintegration von Neuzuwanderern und Flüchtlingen, sog. „nachholende“ Integration durch Verbesserung der Chancengleicheit und gesellschaftlichen Teilhabe sowie drittens die Gestaltung eines demokratischen, von Respekt getragenen Zusammenlebens in gesellschaftlicher Vielfalt.

Zu diesem in den letzten Jahren immer drängender gewordenen Integrationsfelds bietet  Mannheim mit seiner Erklärung und dem Bündnis für ein Zusammenleben in Vielfalt einen strukturbildenden Beteiligungsprozess auf breiter stadtgesellschaftlicher Basis.  

Das Mannheimer Bündnis für ein Zusammenleben in Vielfalt ist ein zentrales Instrument, um auf der Basis der Mannheimer Erklärung die unterschiedlichen gesellschaftlichen Kräfte zusammenzuführen, die sich für ein respektvolles Miteinander und gegen Diskriminierung in Mannheim einsetzen. Es ist zudem ein wesentlicher Baustein des städtischen Vielfaltsmanagements.

Die „Mannheimer Erklärung“ ist eine gemeinsame Wertegrundlage, die als unmittelbare Reaktion auf gesellschaftliche Spannungen in der Mannheimer Stadtgesellschaft in einem breiten Beteiligungsprozess entwickelt wurde. Die Erklärung fungiert als Beitrittserklärung zum Bündnis.

Die „einander.Aktionstage“ stellen das zentrale Format dar, durch das das Engagement der Partner*innen konkret wird. In 2016 konnten rund 90, in 2017 sogar über 100 Veranstaltungen umgesetzt werden. Das Bündnis ist eine Plattform zur Bildung von bilateralen Vielfaltskooperationen und merkmalsübergreifenden Netzwerken.

Beispielsweise wird hier das Projekt „Beratungsstruktur gegen Diskriminierung“ umgesetzt. Ein weiteres Beispiel ist der „Tag der Unternehmen“.

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Ausgangssituation und Anlass zur Verfassung der Mannheimer Erklärung und zur Gründung des Mannheimer Bündnisses für ein Zusammenleben in Vielfalt

Im Januar 2009 entstanden im Rahmen von Demonstrationen in der Mannheimer Innenstadt erhebliche Irritationen zwischen Vertretern*innen unterschiedlicher Glaubensgemeinschaften. Einen Vorschlag der Jüdischen Gemeinde aufgreifend, lud der Oberbürgermeister im April 2009 zu einem „runden Tisch“ ein. In der Diskussion erarbeiteten sich die Teilnehmer*innen die Formulierung einer gemeinsamen Wertegrundlage in Form der „Mannheimer Erklärung“.

Für die Stadt Mannheim mit ihrer 400-jährigen Tradition in der Toleranz insbesondere gegenüber religiösen Minderheiten war dieses gemeinsame Agieren im Schulterschluss mit der Zivilgesellschaft ein wichtiger Prozess, der ebenso der Ausrichtung der Verwaltung entspricht. Unter dem Titel „Toleranz bewahren – zusammen leben“ hat die Stadt Mannheim im Rahmen eines 2007 begonnen Verwaltungsreformprozesses namens CHANGE² das strategische Ziel formuliert „Mannheim ist Vorbild für das Zusammenleben in Metropolen“. Deswegen wurde mit der gemeinsamen „Mannheimer Erklärung“ auch ein praktischer und gesamtstädtischer Einsatz von Verwaltung und Zivilgesellschaft für ein Zusammenleben in Vielfalt verbunden, der seinen Ausdruck im „Mannheimer Bündnis für ein Zusammenleben in Vielfalt“ gefunden hat.

Ein Bündnis zur praktischen Umsetzung der gemeinsamen Wertegrundlage

Prägendes Merkmal von Stadtgesellschaften ist die Pluralität und Heterogenität von Lebensentwürfen sowie das Vorhandensein unterschiedlicher soziokultureller Milieus und Interessenslagen. Auch eine migrationsbedingte multikulturelle und multireligiöse Bevölkerungszusammensetzung kennzeichnet die urbane Lebenswirklichkeit in Mannheim. So ist gerade für Städte die Frage nach dem Zusammenleben in Vielfalt und die Verständigung darüber von hoher Relevanz.

In der Gesamtstrategie der Stadt Mannheim wird deshalb die Fähigkeit zu einem produktiven Umgang mit Vielfalt hervorgehoben. Sie ist ein zentraler Zukunftsfaktor für die Lebensqualität in einer Stadt, aber auch im Wettbewerb der Städte im nationalen und auch internationalen Kontext.

Mit dem Aufbau und der dauerhaften Etablierung eines „Mannheimer Bündnisses für ein Zusammenleben in Vielfalt“ wurde eine Plattform geschaffen, auf der das breite gesellschaftliche Engagement in Mannheim für ein von gegenseitiger Anerkennung und Verständigung getragenes Zusammenleben verbunden, durch Bündelung und Vernetzung gestärkt sowie durch gemeinsam getragene, öffentlichkeitswirksame Aktivitäten sichtbarer gemacht wurde. Toleranz wurde hier von Beginn an ausdrücklich nicht als bloße Duldung von Anders-Sein verstanden, sondern vielmehr als das aktive Gestalten und Fördern einer Kultur des Miteinanders. Die Herabwürdigung, Ausgrenzung oder Diskriminierung aufgrund der Herkunft, der weltanschaulichen oder religiösen Überzeugung, des Geschlechts oder der sexuellen Orientierung sowie des Alters oder körperlicher wie geistiger Beeinträchtigungen finden keinen Platz.

Mit dem Mannheimer Aktionsplan für Toleranz und Demokratie (MAP) wurde in Mannheim erstmalig ein Programm umgesetzt, das ausdrücklich alle im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) genannten Vielfaltsmerkmale umfasst. Die konzeptionelle Entwicklung des MAP sowie die Auswahl der zu fördernden Projekte erfolgten durch ein Gremium aus Vertreter*innen der jeweiligen Vielfaltsdimensionen. Hierbei wurde eine strukturbildende Perspektive verfolgt. Damit wurde das Zusammenwirken von Akteuren, die sich für das Zusammenleben in Vielfalt engagieren, im Rahmen des bundesgeförderten MAP (bis Ende 2014) befördert.

In Mannheim gab es bereits eine Vielzahl von Initiativen und Organisationen, die sich – meist bezogen auf ein Vielfaltsmerkmal - mit hohem zivilgesellschaftlichen und auch beruflichem Einsatz dauerhaft für Toleranz und gegen Diskriminierung engagierten. Auch war stets eine große Bereitschaft wahrzunehmen, sich auf Vereins- oder Stadtteilebene mit den Herausforderungen des Zusammenlebens in Vielfalt auseinanderzusetzen und sich für ein von gegenseitiger Anerkennung und Verständigung getragenes Miteinander einzusetzen.

Rund drei Dutzend Träger waren beispielsweise an der Umsetzung des MAP mit ihren Projekten beteiligt. Dreimal so hoch war indes die Zahl der Organisationen, die sich an den jährlichen MAP-Ausschreibungen mit einer Projektidee beteiligten, wegen mehrfacher Überzeichnung des verfügbaren Budgets jedoch nicht in die Förderung mit aufgenommen werden konnten. Rund 100 Institutionen, Vereine und Organisationen unterstützen die „Mannheimer Erklärung“. Im Nachgang zu der im Herbst 2013 durchgeführten MAP-Großveranstaltung signalisierten 30 Organisationen ihr Interesse, sich in ein Mannheimer Bündnis für Toleranz und Vielfalt einbringen zu wollen.

Der Aufbau eines „Mannheimer Bündnisses für Toleranz und Vielfalt“ verfolgte zunächst das Ziel, denjenigen eine gemeinsame Plattform anzubieten, die sich für Toleranz und das Zusammenleben in Mannheim engagieren .Bereits der Erfahrungs- und Informationsaustausch zwischen den Projektträgern im Rahmen des MAP wurde von den Teilnehmenden ausdrücklich als hilfreich und anregend für die eigene Arbeit betrachtet. Über den gemeinsamen Austausch hinaus entwickelten sich zudem neue Projektideen und Kooperationen. Zu nennen sind bspw. der Aufbau eines Angebots der Schwulen-und-Lesben-Beratungsstelle PLUS e.V. für nicht-heterosexuelle Menschen mit Migrationserfahrungen oder die Kooperation zwischen der lokalen DITIB-Moschee und dem Mannheimer Frauenhaus zum Thema „Gegen Gewalt in Partnerschaften“

Konzeption, Ziele und Zielgruppen

Im Anschluss daran wurde das „Mannheimer Bündnis für ein Zusammenleben in Vielfalt“ ab Ende 2014 im Rahmen eines Beteiligungsprozesses aufgebaut. Insgesamt ca. 145 Einrichtungen aus unterschiedlichen organisatorischen und thematischen Zusammenhängen brachten sich aktiv in diesen Aufbauprozess ein. Gemeinsam war den Teilnehmenden der Bündnistreffen die Überzeugung, dass der Austausch von Erfahrungen und Wissen unseren Umgang mit Vielfalt und deren Potenziale positiv beeinflusst. Außerdem wird der Zusammenhalt in der Stadtgesellschaft durch die Erhöhung des gemeinsamen, öffentlichkeitswirksamen Engagements gestärkt.

Die teilnehmenden Netzwerkpartner*innen führten zunächst eine Bedarfsanalyse durch. Auf deren Grundlage wurden dann vier konkrete Handlungsansätze des Bündnisses entwickelt, die sich einerseits nach innen (Verständigungsprozess zwischen den Bündnispartner*innen, Qualifizierungsmaßnahmen) und andererseits nach außen auf die stadtgesellschaftlichen Akteure und Strukturen (gemeinsame Aktionen, Öffentlichkeitsarbeit) richten.

Das „Mannheimer Bündnis“ ist ein Zusammenschluss von institutionellen Akteuren aus Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Politik und Verwaltung. Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, sich für ein von Respekt, Offenheit und Vielfalt geprägtes Zusammenleben stark zu machen sowie den unterschiedlichen Formen von Diskriminierung entgegenzuwirken. Auf Grundlage des Diversitätsansatzes schaffen Akteure und Netzwerke merkmalsübergreifend einen Raum für Vielfalt, für Begegnungen, gemeinsame Aktionen, Perspektivenwechsel und Öffnungsprozesse. Im Wirken des Netzwerkes können bestehende Ressourcen vernetzt und Synergieeffekte für unterschiedliche themenbezogene Projekte oder Programme erzielt werden. Kofinanziert werden die Bündnisaktivitäten über das Bundesprogramm "Demokratie leben!", das vom Bundesfamilienministerium mit einer Laufzeit von 2015 bis 2019 aufgelegt wurde.

Vorgehen und Umsetzung: Strukturaufbau und Handlungskonzept

Im Bereich Austausch und Begegnung setzte der Bündnisprozess mit einer Verständigung über die erforderlichen Werte ein, die ein gleichberechtigtes Zusammenleben in einer von Vielfalt geprägten Stadtgesellschaft sicherstellen. Geführt wurde der Verständigungsprozess über die gemeinderätlich beauftragte Weiterentwicklung der „Mannheimer Erklärung“. Rund 110 Einrichtungen – aus dem damaligen Netzwerk des Mannheimer Aktionsplans sowie dem Kreis der Unterzeichner*innen der ersten Version der „Mannheimer Erklärung“ – beteiligten sich und stimmten den Text als Ausdruck einer gemeinsamen Wertegrundlage für ein respektvolles Zusammenleben in Vielfalt ab. Im Fokus standen ein erweiterter Vielfaltsbegriff, die Ausformulierung des Verständnisses von Respekt sowie die Betonung der Aspekte Haltung und Handlung im Engagement gegen Intoleranz und Diskriminierung. Im Mai 2016 wurde der neue Textvorschlag vom Gemeinderat angenommen.

Mit der Unterzeichnung bekennen sich die Institutionen öffentlich, sich für die Umsetzung der Mannheimer Erklärung einzusetzen. Dabei fungiert die Erklärung auch als Beitrittserklärung zum Mannheimer Bündnis. Wer sie unterzeichnet, erklärt sich als Bündnispartner*in.

Aktuell haben 245 Einrichtungen die Erklärung unterschrieben. Die aktuelle Liste der Bündnispartner*innen wird unter www.mannheimer-buendnis.de geführt.

Möglichkeiten und Grenzen der Zusammenarbeit

Im Rahmen der bündnisinternen Kommunikation verständigten sich die Partner*innen auch über die Möglichkeiten und Grenzen der Zusammenarbeit. Das Bündnis bietet die Möglichkeiten, aktiv zu werden, eigene Themen im Bündnis zu setzen und Partner*innen für eigene Prozesse und Projektideen zu finden. Die Vielfältigkeit der unterschiedlichen Kompetenzen und Handlungsmöglichkeiten der Bündnispartner*innen stellen eine immanente Ressource im Bündnis dar. Doch gleichwohl die Mannheimer Erklärung die gemeinsame Wertegrundlage zum Ausdruck bringt, bestehen mit der Heterogenität der Partner*innen ebenso Interessensdivergenzen und Spannungen, die auch Konfliktpotentiale in sich bergen. Obwohl diese Spannungen die Möglichkeiten der Zusammenarbeit begrenzen können, ist die Erklärung eine Voraussetzung dafür, dass eine Konfliktbearbeitung erfolgen kann. Aufgrund der Heterogenität ist dem Bündnis dahingehend eine Grenze gesetzt, zu interessensspezifischen Themen im Namen aller Bündnispartner*innen sprechen zu können. Der Fokus der Bündnisarbeit liegt daher vor allem auf der Verständigung zwischen den Bündnispartner*innen, der Ermöglichung von neuen bi- oder multilateralen Vielfaltskooperationen und dem sichtbaren Aktivwerden für die Umsetzung der Mannheimer Erklärung. Mit Blick auf die stete Zunahme der Bündnispartner*innen und der wachsenden öffentlichen Wahrnehmung des Bündnisprozesses stellt sich die Frage nach den Grenzen des Bündnisses. Im Rahmen einer kontroversen, aber konstruktiven Diskussion einigten sich die teilnehmenden Bündnispartner*innen darauf, dass es Grenzen des Bündnisses geben soll. Als Beratungsergebnis haben sich die teilnehmenden Bündnispartner*innen bereits auf Eckpunkte eines Verfahrens geeinigt, das im strittigen Fall zur Prüfung der Aufnahme oder des Ausschlusses zum Tragen kommen wird.

Ergebnisse und Erreichtes

Die Bündnisaktionstage (s. www.einander-manifest.de) sind das zentrale Format, durch das das vielfältige Engagement der Partner*innen zusammengeführt und gemeinsam sichtbar wird. Die Aktionstage finden jährlich statt und verbinden in einem Zeitraum von drei bis vier Wochen zahlreiche dezentrale Aktionen in Mannheim, die die Bündnisthemen stadtweit in die Bevölkerung kommunizieren und ein Klima der Offenheit und des Respekts stärken.

Thematische Beiträge leisten beispielsweise Gesprächsrunden, Vorträge, Workshops, künstlerische Darbietungen wie etwa Theaterveranstaltungen oder Konzerte, Ausstellungen, Filmvorführungen, Begegnungsveranstaltungen, Events oder Feste, sportliche Aktivitäten, Projektpräsentationen oder sonstige Aktionen.

Die Bündnisaktionstage (BAT) zeigen, leben und feiern die Vielfalt Mannheims. Es ist eine Antwort der hier lebenden Menschen auf die zunehmenden Verunsicherungen durch eine wahrgenommene weltweite Zunahme an Gewalt und Brutalität, an Hass, Hetze und Radikalität. Die Antwort heißt: Begegnungen suchen, Begegnungen schaffen; das Vertrauen zwischen den hier lebenden Menschen stärken sowie Vorbehalten und Vorurteilen durch ein offenes aufeinander zugehen entgegenwirken.

BAT 2016

Bei den ersten BAT führten vom 24.09. bis zum 16.10.2016 rund 125 Veranstalter*innen (inkl. Kooperationspartner*innen) stadtweit rund 90 Veranstaltungen und Aktionen durch, an denen rund 6.500 Menschen teilgenommen haben. Auf Initiative des Bündnisses waren zuvor stadtweit alle Einrichtungen und Organisationen, Vereine, Gruppen und sonstige Akteure eingeladen, sich an den Aktionstagen zu beteiligen. Höhepunkt für den Bündnisprozess stellte am 05.10.2016 die Bündnisgründungsveranstaltung dar,

EAT 2017

Die Bündnisaktionstage „Vielfalt im Quadrat“ wurden 2017 zu den „einander.Aktionstagen“ (EAT) weiterentwickelt und fanden vom 30.09.17 bis zum 28.10.17 statt. Gerahmt wurde die Veranstaltungsreihe durch eine offizielle Eröffnungsveranstaltung am 02.10.17 und einer Abschlussfeier am 28.10.2017. Mit über 100 Veranstaltungen konnte die Zahl der konkreten Kooperationen zwischen Netzwerkpartnern/innen und deren Wirken in den Stadtraum gegenüber dem Vorjahr nochmal gesteigert werden. Es wurden deutlich über 8.500 Personen erreicht.

Schwerpunkt der Veranstaltungen waren Vielfaltskooperationen. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass die Kooperationspartner*innen unterschiedliche Vielfaltsperspektiven einbringen und gleichberechtigte Partner*innen bei der Planung und Durchführung der gemeinsamen Veranstaltung oder Aktion sind. Im Rahmen des Bündnisprozesses sind Vielfaltskooperationen ein wichtiges Instrument zur Förderung der institutionellen Öffnung für Diversität.

In beiden Jahren fanden Projektausschreibungen zur finanziellen Unterstützung ausgewählter Projekte statt. Der Projektfonds ist Teil der Bundesmittel aus dem Programm „Demokratie leben!“. Vielfaltskooperation ist auch hier ein maßgebliches Ausschreibungskriterium.

Erfüllung der Bewertungskriterien des Wettbewerbs

Das „Mannheimer Bündnis für ein Zusammenleben in Vielfalt“ ist Teil der kommunalen Gesamtstrategie, das Zusammenleben in Toleranz konkret zu befördern, sowohl in der Verwaltung, als auch in der Stadtgesellschaft. Der Bündnisgründung im Jahr 2016 ging eine mehrjährige Ausgangs- und Bedarfsanalyse voraus, die im Verwaltungsreformprozess CHANGE² eingebettet war. Im Zuge dieses Prozesses wurde eine gemeinsame Wertegrundlage in einem breiten Beteiligungsprozess geschaffen, aus dem sich praktische und festgelegte Ziele für ein Zusammenleben ableiten lassen. Eines dieser Ziele ist das praktische Zusammenwirken der verschiedenen Akteure im Sinne von Vielfaltskooperationen. Auf dieser Grundlage wurde das Bündnis gemeinsam entwickelt und wird aktuell wesentlich von dem Engagement seiner institutionellen Bündnispartner*innen getragen. Die regelmäßigen Bündnistreffen, Vernetzungsveranstaltungen sowie eine etablierte und anerkannte Struktur eines Begleitausschusses fungieren als Instrumente, mit denen die Bündnisaktivitäten gesteuert werden. Das Qualitätsmanagement und die Evaluation etwa der gemeinsamen Aktionstage werden einerseits durch die Bündnisstruktur gewährleistet, die Stadt unterstützt diesen Prozess jedoch auch essentiell durch die zur Verfügungstellung mehrerer Stellen beim kommunalen Integrationsbeauftragten. So war es möglich, eine verbindlich vereinbarte Vernetzung und Kooperation von verschiedenen Akteuren zu etablieren, die sich strukturell an Vielfaltskooperationen ausrichten. Das Bündnis ist damit nicht nur bei über 240 institutionellen Akteuren fest verankert, sondern bringt diese in diversen Formaten in einen nachhaltigen Austausch miteinander. Dazu zählen Gemeinderäte*innen ebenso wie ehrenamtliche Flüchtlingshelfer*innen, Religionsgemeinschaften ebenso wie Unternehmen. Diversität wird als Realität nicht nur anerkannt, sondern bewusst gestaltet. Insbesondere durch die Aktivitäten der Bündnispartner*innen wie auch durch landesweite Vernetzungszusammenhänge der Kommune werden die Erfahrungen mit anderen Akteuren und Kommunen geteilt. Nicht zuletzt fließen aus diesen überregionalen Zusammenhängen auch immer wieder Impulse in das Bündnis ein.

Fragen zum Wettbewerbsbeitrag

C1 Fragen zur gesamtkommunalen Einbindung des Wettbewerbsbeitrags

C 10 Gibt es in Ihrer Kommune ein Integrationskonzept?: 
ja
nein
C 11 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag in dieses Integrationskonzept eingebunden?: 
ja
nein
C 12 Unterstützt der/die (Ober-)Bürgermeister/in bzw. Landrat/-rätin Ihren Wettbewerbsbeitrag öffentlich?: 
ja
nein

C2 Fragen zur Konzeption und Ausrichtung des Wettbewerbsbeitrags

C 20 Gibt es zu Ihrem Wettbewerbsbeitrag ein schriftliches Konzept? : 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 21 Sind die Ziele des Wettbewerbsbeitrags im Hinblick auf Integration und Zusammenleben detailliert beschrieben & festgelegt?: 
ja
nein
C 22 Wurde vor der Festlegung der Ziele eine Ausgangs- und Bedarfsanalyse erstellt?: 
ja
nein
C 23 An welche Gruppen richtet sich Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
Kinder (Einrichtungen der Kindertagesbetreuung)
Kinder (Schule)
Jugendliche
junge Erwachsene
Erwachsene
Mädchen/Frauen
Jungen/Männer
aktuelle Zuwanderer (2015-2017)
jeweils differenziert nach Herkunftsgebieten
bereits seit mehreren Jahren in Deutschland lebende Zuwanderer
Bevölkerung vor Ort
Multiplikatoren
Weitere
C 23a Wenn "Weitere"... Welche?: 
LSTBI; körperlich eingeschränkte Personen; Religionsgemeinschaften, ältere Bürger*innen; autochtone Bevölkerung
C 24 Bezieht sich Ihr Wettbewerbsbeitrag auf: 
die Gesamtstadt?
einen Teilraum/Quartier?
ein Projekt?
C 25 An welche Orte und Einrichtungen knüpft Ihr Wettbewerbsbeitrag an?: 
Quartier als Ganzes
Nachbarschaftshäuser/Stadtteilzentren
Jugendeinrichtungen
Sportvereine
Flüchtlingsunterkünfte
Einrichtungen der Kindertagesbetreuung
Schulen
Ausbildungsstätten
Bildungseinrichtungen (VHS u.a.)
Soziale Treffpunkte für Zuwanderer
Migrantenselbstorganisationen
Weitere
C 26: 

Welche Handlungsfelder zur Integration von Zuwanderern und zur Förderung des Zusammenlebens mit der Bevölkerung vor Ort stehen in Ihrem Wettbewerbsbeitrag im Mittelpunkt? Bitte geben Sie an, ob sich das Handlungsfeld auf die Gesamtstadt oder das Quartier bezieht bzw., ob es sich um ein Projekt handelt.

C 26a Handlungsfeld Wohnen und Wohnumfeld: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26b Handlungsfeld Soziale Infrastrukturen, z.B. Kindergarten, Schulen, Jugendeinrichtungen: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26c Handlungsfeld Bildung/Qualifizierung/Ausbildung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26d Handlungsfeld Beschäftigung/lokale Wirtschaftsförderung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26e Handlungsfeld Kultur: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26f Handlungsfeld Sport: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26g Handlungsfeld Gesundheit: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26h Handlungsfeld Umwelt/Grün: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26i Handlungsfeld Beteiligung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26j Handlungsfeld Engagementförderung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26k Weitere Handlungsfelder: 
Vielfaltskooperationen (siehe Projektbeschreibung)
C 27a Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe der Zielgruppe "Zuwander" ausgerichtet?: 
ja
nein
C 27b Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe der Zielgruppe "Bevölkerung vor Ort" ausgerichtet?: 
ja
nein

C3 Fragen zur Umsetzung des Wettbewerbsbeitrags

C 30 Welche Akteure aus Kommunalpolitik und Kommunalverwaltung beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbei: 
Stadt-, Gemeinde-, bzw. Kreisrat
Amt/Bereich Soziales
Amt/Bereich Jugend
Amt/Bereich Wohnen
Amt/Bereich Grün(-planung)
Bürgermeister/in bzw. Landrat/-rätin
Amt/Bereich Stadtplanung/ Stadtentwicklung
Integrationsbeauftragte/r
Amt/Bereich Sport
Amt/Bereich Gesundheit
Weitere
C 31 Welche verwaltungsexternen lokal relevanten Akteure beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbeitrags?: 
Quartiersmanagement
Stadtteilzentren/ Nachbarschaftshäuser
Wohlfahrtsverbände
Kirchen
Migrantenselbstorganisationen
Sponsoren
Lokale Medien
Stiftungen
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Nachbarschaftsvereine
Kleingartenvereine
Unternehmen, Betriebe
Weitere
C 31a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Vereine aus allen im AGG geschützen Vielfaltsdimensionen: https://www.mannheim.de/sites/default/files/2017-12/2017%2012%2019%20Liste%20der%20Unterzeichner_innen.pdf
C 32 Gibt es schriftliche und verbindliche Vereinbarungen zur Vernetzung und Kooperation der Akteure?: 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 33 Welche Laufzeit hat Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
C 34 Wie finanzieren Sie Ihren Wettbewerbsbeitrag?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
C 35 Wie lange ist die Finanzierung des Wettbewerbsbeitrags gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
C 36 Wird der Wettbewerbsbeitrag in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
C 36a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
C 37 Werden im Rahmen der Umsetzung von anderen entwickelte Projekte und Maßnahmen übernommen und eingesetzt?: 
ja
nein
C 37a Wenn ja ... Welche? : 
Das "Bündnis für ein Zusammenleben in Vielfalt" ist darauf ausgelegt als Plattform für die Ideen, Maßnahmen udn Projekte der Kooperationspartner*innen zu dienen. Insofern ist dies ein strukturelles Anliegen. Näheres dazu findet sich in der Darstellung zu den Aktionstagen: https://www.mannheim.de/de/service-bieten/integration-migration/mannheimer-buendnis-fuer-ein-zusammenleben-in-vielfalt
C 38 Sind umgekehrt im Rahmen Ihres Wettbewerbsbeitrags entwickelte Projekte und Maßnahmen bereits andernorts übernommen worden?: 
ja
nein

Einzelprojekte

Einzelprojekt 1

D 10 Titel des Einzelprojekts Nr. 1: 
Antidiskriminierungsberatung
D 11 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
trifft nicht zu
D 12 Wie lange ist die Finanzierung des Projekts gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
trifft nicht zu
D 13 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 14 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
trifft nicht zu
D 14a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
trifft nicht zu
D 15 Kurzbeschreibung des Projekts: 

Ein konkretes Beispiel für das Zusammenwirken des Bündnisses ist das Projekt „Beratungsstruktur gegen Diskriminierung“. Die Stadt Mannheim wird vom Ministerium für  Soziales und Integration Ba-Wü vom 01.01.2016 bis zu 31.12.2018 mit dem Ziel gefördert, eine professionelle Struktur der Antidiskriminierungsberatung in Mannheim aufzubauen (Gesamtfördervolumen: 90.000,- €). Das Bündnis bietet dazu eine ideale Grundlage, da dort zahlreiche Akteure engagiert sind, die sich im Präventionsbereich einsetzen und die öffentliche Wahrnehmung und Sensibilität gegenüber merkmalsbezogener Diskriminierung schärfen. Je erfolgreicher die Bündnisaktivitäten sind, desto größer die Sensibilität gegenüber Diskriminierungen, desto mehr Fälle von Ausgrenzung und Ungleichbehandlung werden sichtbar und bekannt werden.

In Mannheim gibt es einige Einrichtungen im Beratungsbereich, die auf der Grundlage sehr unterschiedlicher Standards versuchen, Menschen mit Diskriminierungserfahrungen zu unterstützen, ohne dass es in Mannheim jedoch ein diesbezüglich professionelles Beratungsangebot gibt, das auf der Basis bereits bundesweit definierter Qualitätsstandards eine Unterstützung für Menschen bietet, die Diskriminierungserfahrungen machen. Um diese strukturelle Lücke in Mannheim zu schließen, zielt das Projekt auf den Aufbau eines lokalen Antidiskriminierungsbüros (ADB) mit Schwerpunkt der Einzelfallberatung.

Einzelprojekt 2

D 20 Titel des Einzelprojekts Nr. 2: 
Tag der Unternehmen
D 21 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
trifft nicht zu
D 22 Wie lange ist die Finanzierung des Projekts gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
trifft nicht zu
D 23 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 24 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
trifft nicht zu
D 24a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
trifft nicht zu
D 25 Kurzbeschreibung des Projekts: 

Ein weiteres Beispiel für die konkrete Umsetzung der „Mannheimer Erklärung“ ist im Wirtschaftsbereich angesiedelt. Welche Rolle (international agierende) Großunternehmen am Standort Mannheim für ein gelingendes Zusammenleben in Vielfalt spielen können, ist seit 2016 einmal im Jahr Thema am „Tag der Unternehmen“. Am ersten „Tag der Unternehmen“ (11.11.2016) haben 23 Mannheimer Großunternehmen die „Mannheimer Erklärung“ unterzeichnet.

Der Tag der Unternehmen 2017 stand unter dem Motto „Unternehmen fördern Teilhabechancen für Kinder und Jugendliche in der Neckarstadt-West“. Als bevölkerungsreichster und hochdiverser Stadtteil Mannheims ist die Neckarstadt-West insbesondere ein Ankommensquartier für Neuzuwanderer sowie überproportional geprägt durch soziale und sozioökonomische Deprivationen. Ergänzend zu den von städtischer Seite hierbei eingeleiteten Maßnahmen zur Stadtteilentwicklung trafen sich knapp 20 Unternehmensvertreter*innen und ebenso viele Akteur*innen aus dem Stadtteil, um Ideen für mögliche Kooperationen und gemeinsame Maßnahmen für eine (strukturelle!) Stärkung und Weiterentwicklung der Angebote für Kinder und Jugendliche aus der Neckarstadt-West zu entwickeln. Folgetreffen zwischen Unternehmen und Stadtteilinstitutionen sind terminiert und erste Maßnahmen für 2018 auf den Weg gebracht.

Auch das Beispiel des Tags der Unternehmen steht beispielhaft für Vielfaltskooperationen bzw. ein gemeinsames Engagement zwischen unterschiedlichen Akteuren für ein gemeinames Ziel im Sinne der Mannheimer Erklärung.

Der „Tag der Unternehmen“ wurde auf Initiative der ABB AG und des Oberbürgermeisters Dr. Peter Kurz ins Leben gerufen, um aus einer sozial-ökonomischen Perspektive heraus Ideen zu entwickeln, die einen konstruktiven Umgang mit Mannheims Vielfalt fördern und die gemeinsamen Werte im Wirtschaftsbereich nachhaltig verankern. In Form eines Fachaustausches werden aktuelle Unternehmensansätze präsentiert, die zeigen, wie die Mannheimer Erklärung praktisch umgesetzt werden kann. In diesem Zusammenhang wird erkennbar, welch hohe Relevanz ein von gegenseitigem Respekt getragenes Zusammenleben in der Stadtgesellschaft für einen internationalen Wirtschaftsstandort wie Mannheim besitzt und welches Engagement seitens der Unternehmen dieses gesellschaftliche Klima unterstützen kann.

Anlagen