Landkreis Lüneburg

Name der Stadt/der Gemeinde/des Landkreises: 
Landkreis Lüneburg
Typ: 
Landkreis
Bundesland: 
Niedersachsen
Einreichende Dienststelle: 
Bildungs- und Integrationsbüro Koordinierungsstelle Migration und Teilhabe
Ansprechpartner/in: 
Karin Kuntze
Straße/Postfach: 
Auf dem Michaeliskloster 4
PLZ: 
21335
Telefon: 
+49 4131 9698524
Ort: 
Lüneburg
Fax: 
None

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Titel des Wettbewerbsbeitrags

mosaique - Das Haus der Kulturen

Kurzfassung des Wettbewerbsbeitrags

Ein innovatives Kulturzentrum für alle Menschen mit dezentralen interkulturellen Projekten. ...Und das wird alles seit 2015 ‚Hand in Hand’ gemeinschaftlich durch mehr als 100 Freiwillige in Stadt und Landkreis Lüneburg umgesetzt:

  • Youtube-Kanal mit mehrsprachigen Koch-Tutorials & interkulturellen Kochaktionen
  • Künstler- und Musik-Teams mit internationalen Jam Sessions
  • Angebote für geflüchtete Frauen und Kinder
  • Amateur-Theater & Tanzprojekte
  • Poetry Slams
  • Niederschwelliger Musikunterricht für Geflüchtete jeden Alters
  • mosaique Mobil: aufsuchende Kulturangebote im Landkreis
  • Bauwochen mit Werkstatt
  • Projekte mit Lüneburger Institutionen, um Kultur niedrigschwellig und partizipativ zu vermitteln
  • Seminarreihe an der Leuphana Universität: Weiterentwicklung und Reflektion von mosaique (auch im Rahmen der Zukunftsstadt 2030+)

Diese Aktivitäten und Angebote werden ab März 2018 gebündelt in dem neu geschaffenen innovativen mosaique – Haus der Kulturen auf 700m2 eine neue Heimat finden.

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

A. Ausgangssituation

Der Landkreis Lüneburg besteht aus zehn ländlichen Kommunen und der Hansestadt Lüneburg, die im Zentrum des Landkreises gelegen ist. Insgesamt leben in der Hansestadt und im Landkreis knapp 182.000 Einwohner*innen, von denen 12.000 als Ausländer*innen gemeldet sind. Durch die Zuwanderung der letzten Jahre hat die kulturelle Vielfalt stark zugenommen. Sie geht über die Anzahl der registrierten 91 Nationalitäten weit hinaus. 

Der Landkreis Lüneburg bewirbt sich im aktuellen Bundeswettbewerb Zusammenleben Hand in Hand – Kommunen gestalten mit einer sich im Aufbau befindenden Einrichtung, dem Haus der Kulturen, das bereits seit dem ersten Konzeptentwurf 2013 und umso mehr nach der offiziellen Eröffnung im Frühjahr 2018 unter dem Namen mosaique das sozio-kulturelle Angebot der Region als Begegnungsstätte bereichern wird.

Das Konzept ist aus kommunaler Sicht unterstützenswert, da es sich darin auszeichnet, dass es von Beginn an partizipativ, auch unter Einbeziehung von Zugewanderten, erarbeitet wurde und auch in Zukunft auf die Mitgestaltung von Einwohner*innen mit und ohne Zuwanderungsgeschichte ausgerichtet ist. Damit eröffnet es vielversprechende Möglichkeiten, der zunehmenden Diversität in Hansestadt und Landkreis Lüneburg nachhaltig in besonderer Weise gerecht zu werden. Um ein konstruktives Miteinander zu gewährleisten, haben sich die Beteiligten einer Charta der Vielfalt verpflichtet.

Neben den Integrationsaufgaben in den Bereichen Bildung und Arbeit, sind es vor allem Sport und Kultur, die fortwährend Gelegenheiten für Teilhabe, Teilnahme und Mitgestaltung für alle Menschen bieten. Gerade in diesen Bereichen kann das seit Jahren etablierte Angebot um neue Impulse langfristig bereichert werden, die durch Zugewanderte in unsere Gesellschaft hineingetragen werden und für die sich neue, gemischt-kulturelle Zielgruppen zusammenfinden. Schon vor Beginn der Zuwanderung 2014/2015 hatte sich der Landkreis in Zusammenarbeit mit der Hansestadt über das Bildungs- und Integrationsbüro verstärkt darum bemüht, neben der Initiierung von integrationsfördernden Maßnahmen, Kooperationen und Angeboten im Bereich Sport den Schwerpunkt Kultur zu stärken. Ziel war es dabei, in Zusammenarbeit mit etablierten Institutionen und Einzelakteuren Angebote zu kreieren, die von, mit und für Migrant*innen und Deutsche gestaltet wurden.

So entstanden in Zusammenarbeit mit der Leuphana Universität Lüneburg, der VHS Lüneburg, dem Literaturbüro Lüneburg, dem Skala-Kino sowie dem Theater Lüneburg, der Musikschule Lüneburg und den Projekten „We speak music“, „Leuchtturm-Events“, oft unter Einbeziehung oder in Kooperation mit Migranteninitiativen. Häufig genug waren diese Einzelveranstaltungen allerdings Anlass-bezogen: z. B. Internationale Wochen gegen Rassismus oder Tag der Migranten.

Fünf Herausforderungen wurden dabei deutlich:

Erstens ist es nicht leicht, die Angebote in die Zeitrahmen der Kooperationspartner (Theater, Musikschule, VHS etc.) so einzupassen, dass Raum, Technik und Personal für diese Einzelmaßnahmen zur Verfügung stehen, da die kooperierenden Institutionen im Rahmen ihres eigenen Programms bereits ausgelastet oder gemäß ihres Auftrages, ihrer Zielgruppenorientierung oder inhaltlichen Ausrichtung gebunden sind. Dadurch war die Einflussnahme/Teilhabe/Mitbestimmung an der Ausgestaltung des Programms und der Wahl des Zeitraumes durch die „Gäste“ – in diesem Fall die ausführenden Akteure und Planungsgruppen – stark eingeschränkt. Ideen und Vorschläge, die von Zugewanderten entwickelt wurden, bleiben dabei regelmäßig auf der Strecke, weil sie oftmals nicht die finanziellen Mittel zur Anmietung von Räumen und Technik bzw. über das Netzwerk und/oder die Organisationserfahrung verfügen, um diese zu realisieren.

Zweitens: Oft genug konnten nur noch nicht belegte Zeiten für Aktionen von Zugewanderten zur Verfügung gestellt werden, da die etablierten Institutionen an ihre Rahmenzeiten gebunden waren. Diese sind aber insbesondere für Zugewanderte und im Umland lebende Migrant*innen, die auf den ÖPNV angewiesen sind, nur schwer erreichbar.

Drittens konnten die durch die Aktivitäten ausgelösten Impulse nicht für den Ausbau eines nachhaltigen und sich weiter entwickelnden Angebotes genutzt werden. Es fehlt bisher in Lüneburg der kulturelle Raum, um in Selbstorganisation und mit Eigenengagement Angebote zu machen, die ggfs. jeweils nur „Nischen“ bedienen und dennoch der Öffentlichkeit zum Kennenlernen und Mitgestalten zugänglich bleiben.

Viertens: Mit den Veranstaltungen konnten zwar viele Menschen erreicht werden – allerdings vorwiegend in der Stadt. Deshalb ist es für den Landkreis Lüneburg besonders begrüßenswert, dass mosaique sich dazu entschieden hat, auch dezentral zu wirken, um die Einwohner*innen in der großen, ländlich geprägten Fläche des Landkreises einzubeziehen. Beispielsweise ist das Projekt „mosaique Mobil“ geplant, bei dem interkulturelle und musikalische Aktionen in den Landkreis Lüneburg gebracht werden.

Fünftens: Es gibt bereits viele ehrenamtliche Angebote in Lüneburg, die allerdings noch nicht zentralisiert sind. Das mosaique kann dies durch seine zentrale Lage mitten in Lüneburg als Dachorganisation verbinden. Zu diesem Zweck kooperiert das mosaique-Team zum Beispiel mit dem Verein amikeco-Willkommensinitiative e.V, der schon seit 2009 in Lüneburg aktiv in der solidarischen Arbeit für Geflüchtete tätig ist. Er setzt sich in verschiedenen Zusammenhängen für bessere Lebensbedingungen der Geflüchteten in der Stadt und im Landkreis Lüneburg ein. Allerdings ist das mosaique einzigartig bei den kulturellen Angeboten in Stadt und Landkreis und bietet – auch laut einschlägiger Institutionen wie dem Theater und der Musikschule Lüneburg – einmalige Möglichkeiten Menschen aus aller Welt gemeinschaftlich und niedrigschwellig bei Kulturaktionen miteinzubinden.

Das mosaique lebt von ehrenamtlichem Engagement und der Motivation, ein friedliches und offenes Zusammenleben abseits von Grenzen und Bürokratie zu organisieren.

B. Anlass: Gründung von mosaique – Das Haus der Kulturen e.V., Lüneburg:

Der Anlass unseres Antrags ist die Entwicklung einer starken partizipativen Bewegung von Freiwilligen rund um das mosaique. Inzwischen hat dieses Engagement von Freiwilligen eine so starke Dynamik und Zulauf entwickelt, dass es nötig wurde, für die Aktivitäten und Angebote ein ständiges Forum und zentral gelegene und barrierefreie Räumlichkeiten zu öffnen. Im Dezember 2015 erwarb daher eine Lüneburger Familie einen Teil der Alten Musikschule in der Stadtmitte und baut diese seither in Zusammenarbeit mit dem gemeinnützigen Verein mosaique e.V. zu einem innovativen kulturellen Begegnungszentrum um. Diese Räumlichkeiten, die dem Verein kostengünstig und auf Dauer zur Verfügung gestellt werden, werden im März 2018 eröffnet.

Idee der Vereinsgründung

Das Ziel von mosaique – Haus der Kulturen e.V. Lüneburg (im Folgenden mosaique genannt) ist, einen zentralen Ort der Begegnung für Menschen jeglicher Herkunft, jeglichen Alters, Geschlechts, gesundheitlichen Zustands und sozialem Hintergrund zu schaffen, der gemeinschaftlich von Menschen aus aller Welt gestaltet wird. Die Möglichkeit zur Partizipation bei einem ganz konkreten Vorhaben und der Austausch mit unterschiedlichen Menschen erklärt die hohe Begeisterung der Freiwilligen.

Inhalt des Vereins

Das mosaique ist gemäß ihrer ‚Charta der Vielfalt’ ein offener Raum der Begegnung, wo das gegenseitige Kennenlernen von Menschen unterschiedlicher sozialer und geografischer Herkunft basierend auf dem Prinzip der Menschlichkeit, Toleranz, Offenheit und des gegenseitigen Respekts im Vordergrund steht.
 Für uns steht die Förderung von Maßnahmen zur Stärkung der Toleranz auf allen Gebieten der Kultur, der Integration und des guten Willens zum Frieden unter den Völkern an erster Stelle. Durch mosaique e.V. wird gesellschaftliche Inklusion gefördert. Das mosaique hat bereits Räume zentral in Lüneburg gefunden und wird im März 2018 eröffnen.

C. Konzeption

mosaique beinhaltet insbesondere die fünf folgenden zentralen Aspekte:

  • Internationale Wohngemeinschaften
  • Offene Begegnungsstätte
  • Veranstaltungsort für u.a. kulturelle, musikalische oder kulinarische Zusammenkünfte aus verschiedenen Kulturen und Ländern
  • Büroräume mit verschiedenen Beratungsangeboten für Geflüchtete
  • Zentrale Anlaufstelle für Initiativen, um das lebendige Lüneburg abzubilden und ihnen einen gemeinsamen Ort zu geben
  • Über mosaique mobil werden auch die Menschen erreicht und einbezogen, die in der Fläche des Landkreises beheimatet sind.

Ziele und Zielgruppen

  • Den Austausch zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen nachhaltig zu stärken und Menschen mit und ohne Fluchthintergrund über konkrete Aktionen zusammenzubringen
  • Ein Zeichen der Verbundenheit, eines offenen lebendigen Austauschs, einer integrativen Gemeinschaft unabhängig von gesellschaftlicher, kultureller, religiöser oder individueller Diversität zu setzen. Hierzu zählt ebenso ein generationsübergreifender Dialog, sowie Kunst, Musik, Kultur als Medium im Stadt- und Landkreis
  • Ziel ist es, dass alle Beteiligten voneinander lernen und gemeinsam etwas Neues kreieren. Dabei wird niedrigschwellig das kreative Potenzial gefördert und in der Zusammenführung der Ziele werden Synergien genutzt.
  • Die Selbstorganisation und die Mitwirkung an Projekten zu stärken und die Professionalität der Freiwilligen zu steigern
  • Zielgruppe sind alle Einwohner*innen von Hansestadt und Landkreis Lüneburg, unabhängig ihrer gesellschaftlichen Stellung, geographischen Herkunft, politischen Einstellung, dem ethnischen oder religiösen Hintergrund, Gesundheitszustand, der sexuellen Orientierung oder des Genders.

Um diese Ziele zu verwirklichen, bilden die Freiwilligen deutscher und nicht deutscher Herkunft interkulturelle und intergenerationale Teams.

D. Vorgehen und Umsetzung der Idee mosaique

Zur Verwirklichung der Idee und damit der Inhalte von mosaique konnte eine zentrale Räumlichkeit mit entsprechendem Platzangebot im Zentrum von Lüneburg gefunden werden. Diese befindet sich derzeit in Renovierung und wird im März gemeinsam mit allen Bewohner*innen, Mitarbeiter*innen, ehrenamtlichen Helfer*innen sowie den Betreiber*innen, Nutzer*innen, Kooperationspartner*innen und Gästen des Hauses in den so genannten „Bauwochen“ gemeinschaftlich eingerichtet, dekoriert und gestaltet werden.

Der Verein selbst wurde auf ein breites Fundament mit Beteiligung aus lokalen Initiativen, Universität, Institutionen sowie engagierten Künstler*innen und Einwohner*innen verschiedener Nationalitäten aufgestellt, womit eine wichtige Vernetzung innerhalb von Stadt und Landkreis gegeben ist. Dieses Netzwerk aus Engagierten ist die Voraussetzung dafür, dass die Ziele und Idee von mosaique als ein Haus der Kulturen bedarfsgerecht und ziel-(gruppen)orientiert umgesetzt und lebendig gestaltet werden. Auf Grundlage dieser vielfältigen Aspekte konnte die praktische Umsetzung der Idee und die Ziele von mosaique durch eine Aufteilung in verschiedene Themenschwerpunkte wie z. B. Veranstaltungen, Öffentlichkeitsarbeit, Wohnen, Beratung und Finanzen strukturiert, den individuellen Fähigkeiten der Ehrenamtlichen angepasst und dank ehrenamtlicher Mitarbeit Hand in Hand durch Menschen aus aller Welt angegangen werden. So wurden bereits gemeinsam die unterschiedlichsten Projekte und Veranstaltungen initiiert und durchgeführt sowie weitere vorbereitet, um mit und für Menschen aus aller Welt vielseitige Angebote zu schaffen und Menschen in Austausch zu bringen. Als Beispiele dafür sind zu nennen:

  • mosaique kocht: Interkulturelle Kochabende mit mehrsprachigem Rezeptbuch und Youtube-Kanal
  • Home Abende: Internationale Abende mit interkulturellem Buffet, Musik, Gedichten und Diskussionen rund um das Thema ZuHause/Home/Heimat
  • mosaique reist: Angebote für geflüchtete Frauen und Kinder in den Gemeinschaftsunterkünften im Stadt- und Landkreis
  • mosaique macht Musik: niederschwelliger Musikunterricht für Geflüchtete jeden Alters
  • mosaique tanzt: Interkulturelles Tanzprojekt
  • Amateurtheater: Kooperation mit dem Theater Lüneburg für ein Projekt rund um das Thema „Wege“
  • mosaique erzählt: ein Magazin, in dem Geschichten von und mit Geflüchteten aus dem Landkreis Lüneburg erzählt werden
  • Teilnahme an interkulturellen Fußballturnieren (über das Eventnetzwerk organisiert)
  • Bauwochen mit interkulturellen Künstler*innen-Teams, die die Räume des mosaique gestalten
  • Gemeinsames Streichen, Bauen von Möbeln und Dekorieren
  • Jam Sessions
  • Poetry Slams
  • Projekte mit Lüneburger Schulen, der Leuphana Universität, dem Theater und der Musikschule Lüneburg
  • Vorstellung von mosaique auf verschiedenen Messen zum Thema Nachhaltigkeit, Engagement oder Kultur, sowie Festen und Veranstaltungen
  • Seminarreihe an der Universität Lüneburg zur Weiterentwicklung und Reflektion des Projekts mosaique
  • mosaique als Kultur-Referent in der Steuerungsgruppe des Projekts Lüneburg als Zukunftsstadt 2030+ (gemeinsames Projekt der Stadt und Universität Lüneburg)

Neben diesen vielfältigen Auftritten von mosaique können Interessierte sich über einen umfassenden Internetauftritt, Social Media-Auftritte (z.B. eine Facebook-Seite, Twitter) und eine interaktive Agenda, die alle Angebote von Mosaique und der Kooperationspartner zentralisiert, über die aktuellen und zukünftigen Veranstaltungen sowie die Hintergründe von mosaique informieren und auch über diesen Weg direkt mit dem mosaique-Team in Kontakt treten. Mit dem Einzug der Willkommensinitiative Lüneburg in die Räumlichkeiten von mosaique, als eine wichtige Anlaufstelle für Geflüchtete und Zugewanderte ist auch über diesen Weg eine zielorientierte Bekanntmachung des Angebots von mosaique ermöglicht.

siehe z.B.

Mittels dieser vielen Mosaik-Steine nimmt mosaique – Das Haus der Kulturen eine wesentliche Schlüsselfunktion für die Integration in Stadt und Landkreis Lüneburg ein. Durch die bereits in der Entwicklungs- und Umsetzungsphase kulturübergreifende Mitwirkung engagierter Menschen konnte ein verstärktes Gemeinschaftserlebnis und dadurch Zusammengehörigkeitsgefühl bewirkt werden. So werden die vielfältigen, individuell und kulturell unterschiedlichen Fähigkeiten der Freiwilligen in ein gemeinsames Entwickeln und Umsetzen von Ideen, Veranstaltungen und Auftritten eingebracht und ermöglichen ein permanentes Überprüfen der Bedarfsgerechtigkeit und Zielgruppenorientierung. Diese werden zukünftig durch die in den Räumlichkeiten von mosaique integrierte Willkommensinitiative als Anlaufstelle laufend evaluiert.

Sollte der Landkreis im Zuge des Kommunalwettbewerbs mit einem Preisgeld ausgezeichnet werden, würde es in voller Höhe an mosaique weitergegeben werden. Um den Gedanken der Diversität gerecht zu werden, würden die Kommunikationsmedien inklusiv aufbereitet werden (leichte Sprache, Blindenschrift etc.). Ausserdem würde ein Teil des Geldes für die Anschaffung von traditionellen Instrumenten des arabischen und persischen Kulturrraumes verwendet werden. Damit könnte die Nachfrage nach Musikunterricht auf den traditionellen Instrumenten ihrer Heimat, wie z.B. Tambura (gezupfte Langhalslaute), Cajon, Sitar und Harmonium gedeckt werden, die jugendliche Zugewanderte aus den arabisch- und persisch-sprachigen Ländern immer wieder nach Konzerten zum Ausdruck gebracht haben. Zahlreiche geflüchtete Musiker*innen, die in Lüneburg leben und ihre privaten Instrumente mitgebracht haben, haben bereits signalisiert, dass sie bereit seien Unterricht zu erteilen - wenn auch nicht auf ihren privaten Instrumenten, um das von ihnen mitgebrachte musikalische Brauchtum zu erhalten und zu pflegen.  

E. Ergebnisse und bislang Erreichtes:

Bereits in der Entwicklungsphase von mosaique konnte über die Vorbereitung und Durchführung von Veranstaltungen sowie Auftritten (s.o) eine interkulturelle gemeinsame Gestaltung gefördert werden. Dies wird sich mit der örtlichen Fertigstellung von mosaique weiter entwickeln, so dass Mosaique in den kommenden Jahren für Lüneburg folgende Bedeutung haben wird:

mosaique hat sich als Haus der Kulturen in und um Lüneburg als Anlaufstelle und Treffpunkt für alle an verschiedenen Kulturen interessierten Mitbewohner*innen etabliert.

Neben der Unterstützung für Geflüchtete werden durch mosaique und mosiaque mobil von Menschen aus aller Welt gemeinsam verschiedenste kulturelle Veranstaltungen regelmäßig, mehrmals pro Woche, organisiert und durchgeführt.

mosaique steht in Lüneburg und Umgebung als inter-kultureller, inter-generationeller und inklusiver freundlicher Ort, an dem sich Menschen aus aller Welt und aus jeder sozialen Bevölkerungsgruppe willkommen fühlen.

Wenn das mosaique – Haus der Kulturen im März 2018 eröffnet, sollen die ehrenamtlichen Angebote in Lüneburg gebündelt und zentralisiert werden. Durch die breite Aufstellung und Kooperation mit verschiedenen Initiativen und Institutionen in Lüneburg (Leuphana Universität, VHS, AWO, Diakonie, Herbergsverein, und vielen ehrenamtlichen Initiativen etc.) wird die bereits gute Zusammenarbeit intensiviert.

Fragen zum Wettbewerbsbeitrag

C1 Fragen zur gesamtkommunalen Einbindung des Wettbewerbsbeitrags

C 10 Gibt es in Ihrer Kommune ein Integrationskonzept?: 
ja
nein
C 11 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag in dieses Integrationskonzept eingebunden?: 
ja
nein
C 12 Unterstützt der/die (Ober-)Bürgermeister/in bzw. Landrat/-rätin Ihren Wettbewerbsbeitrag öffentlich?: 
ja
nein

C2 Fragen zur Konzeption und Ausrichtung des Wettbewerbsbeitrags

C 20 Gibt es zu Ihrem Wettbewerbsbeitrag ein schriftliches Konzept? : 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 21 Sind die Ziele des Wettbewerbsbeitrags im Hinblick auf Integration und Zusammenleben detailliert beschrieben & festgelegt?: 
ja
nein
C 22 Wurde vor der Festlegung der Ziele eine Ausgangs- und Bedarfsanalyse erstellt?: 
ja
nein
C 23 An welche Gruppen richtet sich Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
Kinder (Einrichtungen der Kindertagesbetreuung)
Kinder (Schule)
Jugendliche
junge Erwachsene
Erwachsene
Mädchen/Frauen
Jungen/Männer
aktuelle Zuwanderer (2015-2017)
jeweils differenziert nach Herkunftsgebieten
bereits seit mehreren Jahren in Deutschland lebende Zuwanderer
Bevölkerung vor Ort
Multiplikatoren
Weitere
C 23a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Internationale KünstlerInnen
C 24 Bezieht sich Ihr Wettbewerbsbeitrag auf: 
die Gesamtstadt?
einen Teilraum/Quartier?
ein Projekt?
C 25 An welche Orte und Einrichtungen knüpft Ihr Wettbewerbsbeitrag an?: 
Quartier als Ganzes
Nachbarschaftshäuser/Stadtteilzentren
Jugendeinrichtungen
Sportvereine
Flüchtlingsunterkünfte
Einrichtungen der Kindertagesbetreuung
Schulen
Ausbildungsstätten
Bildungseinrichtungen (VHS u.a.)
Soziale Treffpunkte für Zuwanderer
Migrantenselbstorganisationen
Weitere
C 25a Wenn "Weitere"... Welche?: 
mobile Angebote unter Einbindung aller elf Kommunen des Landkreises
C 26: 

Welche Handlungsfelder zur Integration von Zuwanderern und zur Förderung des Zusammenlebens mit der Bevölkerung vor Ort stehen in Ihrem Wettbewerbsbeitrag im Mittelpunkt? Bitte geben Sie an, ob sich das Handlungsfeld auf die Gesamtstadt oder das Quartier bezieht bzw., ob es sich um ein Projekt handelt.

C 26a Handlungsfeld Wohnen und Wohnumfeld: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26b Handlungsfeld Soziale Infrastrukturen, z.B. Kindergarten, Schulen, Jugendeinrichtungen: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26c Handlungsfeld Bildung/Qualifizierung/Ausbildung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26d Handlungsfeld Beschäftigung/lokale Wirtschaftsförderung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26e Handlungsfeld Kultur: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26f Handlungsfeld Sport: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26g Handlungsfeld Gesundheit: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26h Handlungsfeld Umwelt/Grün: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26i Handlungsfeld Beteiligung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26j Handlungsfeld Engagementförderung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26k Weitere Handlungsfelder: 
Inklusive Beratungsangebote für Menschen aus aller Welt (v.a. Geflüchtete)
C 27a Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe der Zielgruppe "Zuwander" ausgerichtet?: 
ja
nein
C 27b Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe der Zielgruppe "Bevölkerung vor Ort" ausgerichtet?: 
ja
nein

C3 Fragen zur Umsetzung des Wettbewerbsbeitrags

C 30 Welche Akteure aus Kommunalpolitik und Kommunalverwaltung beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbei: 
Stadt-, Gemeinde-, bzw. Kreisrat
Amt/Bereich Soziales
Amt/Bereich Jugend
Amt/Bereich Wohnen
Amt/Bereich Grün(-planung)
Bürgermeister/in bzw. Landrat/-rätin
Amt/Bereich Stadtplanung/ Stadtentwicklung
Integrationsbeauftragte/r
Amt/Bereich Sport
Amt/Bereich Gesundheit
Weitere
C 31 Welche verwaltungsexternen lokal relevanten Akteure beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbeitrags?: 
Quartiersmanagement
Stadtteilzentren/ Nachbarschaftshäuser
Wohlfahrtsverbände
Kirchen
Migrantenselbstorganisationen
Sponsoren
Lokale Medien
Stiftungen
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Nachbarschaftsvereine
Kleingartenvereine
Unternehmen, Betriebe
Weitere
C 32 Gibt es schriftliche und verbindliche Vereinbarungen zur Vernetzung und Kooperation der Akteure?: 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 33 Welche Laufzeit hat Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
C 34 Wie finanzieren Sie Ihren Wettbewerbsbeitrag?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
C 34a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Fördermitgliedschaften im gemeinnützigen Verein mosaique - Haus der Kulturen e.V. Co-Finanzierung über Vorhaben-bezogene Massnahmen (Beispiel mit dem Bildungs- und Integrationsbüro)
C 35 Wie lange ist die Finanzierung des Wettbewerbsbeitrags gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
C 36 Wird der Wettbewerbsbeitrag in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
C 36a wenn ja oder geplant: 
Fremdevaluation
C 37 Werden im Rahmen der Umsetzung von anderen entwickelte Projekte und Maßnahmen übernommen und eingesetzt?: 
ja
nein
C 37a Wenn ja ... Welche? : 
U.a. werden das Welcome and Learning Center, Willkommensinitiative (WIKO), C/O Projekt, LASO (Leuphana African Students Organisation, Theater Mobil etc. werden in dem Konzept von mosaique zentralisiert und weiterentwickelt. Dabei wird darauf geachtet, dass Maßnahmen und Aktivitäten konzeptionell und organisatorisch nicht nur im zentralen Veranstaltungsort "Haus der Kulturen" in der Hansestadt durchgeführt werden, sondern dass die Formate auch ohne große Veränderungen in die Fläche des Landkreises getragen werden können.
C 38 Sind umgekehrt im Rahmen Ihres Wettbewerbsbeitrags entwickelte Projekte und Maßnahmen bereits andernorts übernommen worden?: 
ja
nein

Einzelprojekte

Einzelprojekt 1

D 11 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
trifft nicht zu
D 12 Wie lange ist die Finanzierung des Projekts gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
trifft nicht zu
D 13 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 14 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
trifft nicht zu
D 14a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
trifft nicht zu

Einzelprojekt 2

D 21 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
trifft nicht zu
D 22 Wie lange ist die Finanzierung des Projekts gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
trifft nicht zu
D 23 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 24 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
trifft nicht zu
D 24a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
trifft nicht zu

Anlagen