Landkreis München

Name der Stadt/der Gemeinde/des Landkreises: 
Landkreis München
Typ: 
Landkreis
Bundesland: 
Bayern
Einreichende Dienststelle: 
Geschäftsbereich A - Unterbringung und Betreuung von Flüchtlingen
Ansprechpartner/in: 
Lisa Graf
Straße/Postfach: 
Ludmillastr. 26
PLZ: 
81543
Telefon: 
+49 89 6221-1861
Ort: 
München
Fax: 
+49 89 6221-441861

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Titel des Wettbewerbsbeitrags

Integrationsfahrplan für Flüchtlinge des Landkreises München

Kurzfassung des Wettbewerbsbeitrags

Der Landkreis München hat als Teilmodul des landkreisweiten Integrationskonzepts einen Integrationsfahrplan für Flüchtlinge erarbeitet und durch die Kreisgremien beschlossen.

Der Integrationsfahrplan für Flüchtlinge umfasst 69 konkrete Zielsetzungen, die in einem Zeitraum von zwei Jahre umgesetzt werden. Danach wird das Konzept fortgeschrieben. Ausgehend von einer Bestands- und Bedarfsanalyse wurden die Zielsetzungen von verschiedenen Fachstellen des Landratsamtes und unter Mitarbeit der zahlreichen in der Integrationsarbeit tätigen externen Akteure formuliert.

Die Umsetzung des Integrationsfahrplans erfolgt durch verschiedene Fachstellen des Landratsamts unter Einbeziehung der kreisangehörigen Gemeinden, externen Träger, ehrenamtlichen Helferkreisen und Kooperationspartnern. Der Fahrplan wendet sich sowohl an Asylbewerber mit guter wie auch mit geringer Bleibeperspektive und berücksichtigt geschlechterspezifische Diversität. Die Zielerreichung wird anhand von Indikatoren gemessen. Das Konzept wird interessierten Kommunen vorgestellt.

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Warum? – Von der Unterbringung und Versorgung zur Integration

Der hohe Zuzug von Flüchtlingen, insbesondere im Jahr 2015, stellte den Landkreis München vor die große Herausforderung, die ankommenden Menschen unterzubringen und zu versorgen. In einem konzertierten Kraftakt wurden Notunterkünfte errichtet und die Abläufe der Unterbringung und Versorgung organisiert. Nachdem die erste Unterbringung und Versorgung gelungen ist, geht es nun verstärkt darum, die Lebensperspektiven der Asylbewerber im Auge zu haben und ihre Integration zielgerichtet zu unterstützen.

Hierzu hat der Geschäftsbereich Asyl zunächst eine Bestands- und Bedarfsanalyse durchgeführt (Nr. 2, Anlage 2). Als Ergebnis der Analyse sah der Landkreis zwei Lösungsansätze:

(1) Erarbeitung des strategischen Konzepts „Integrationsfahrplans für Flüchtlinge“

(2) Errichtung der Integrationskoordination

Für Wen? – Die Zielgruppe

Der Integrationsfahrplan und die Integrationskoordination wenden sich sowohl an Asylbewerber im Verfahren im Zuständigkeitsbereich des Geschäftsbereichs A wie auch an anerkannte Flüchtlinge, sofern diese noch in den Gemeinschaftsunterkünften des Landkreises wohnen und keine vorrangige Zuständigkeit des Jobcenters besteht (z.B. im Bereich Arbeitsvermittlung). Sie wenden sich, soweit rechtlich zulässig, auch explizit an Asylbewerber mit geringer Bleibeperspektive und an geduldete Asylbewerber (Anlage 1).

Derzeit leben 3.846 Bewohner in den Unterkünften des Landkreises München (Stand: 17.11.2017). Davon haben 1.237 eine Anerkennung erhalten, leben aber noch in den Unterkünften, da es schwierig ist, im Münchner Ballungsraum eine Wohnung zu finden (Stand: 17.11.2017).

Was? - Integrationsfahrplan für Flüchtlinge und Integrationskoordination

Der Integrationsfahrplan für Flüchtlinge umfasst 69 sehr konkrete Zielsetzungen (Anlage 1) mit für den Landkreis passgenauen Maßnahmen, die in einem kurzfristigen Betrachtungszeitraum (1,5 – 2 Jahre) umgesetzt werden sollen. Inhaltlich gliedert der Fahrplan sich in fünf Handlungsfelder: (1) Unterbringung und Wohnen, (2) Bildung und Spracherwerb, (3) Werte/Teilhabe/Gesundheit, (4) Arbeit und Beschäftigung, (5) Öffentlichkeit. Nach spätestens zwei Jahren soll der Fahrplan fortgeschrieben werden.

Die Integrationskoordination hat zum 01.10.2017 mit 16 Mitarbeitern (aus dem Bereich Soziale Arbeit) ein Fallmanagement aufgebaut. Dabei ist es von zentraler Bedeutung, dass die Klienten mit der Unterstützung ihres Coaches eine Vorstellung von ihren individuellen Perspektiven und Möglichkeiten entwickeln (von den Optionen auf dem Arbeitsmarkt bis zu den Möglichkeiten bei einer Rückkehr ins Heimatland). Im Gespräch mit den einzelnen Klienten erstellt die Integrationskoordination einen individuellen Integrationsfahrplan und schließt Zielvereinbarungen über die zu erbringenden Integrationsleistungen, bzw. Beschäftigungsmaßnahmen ab.

Wie? – Die Umsetzung

Die Umsetzung des Integrationsfahrplans erfolgt durch die internen Fachstellen des Landratsamts in Zusammenarbeit mit den externen Akteuren. Für jedes Ziel wurden Zuständigkeiten definiert und die Verantwortlichen intern namentlich benannt. Eine herausgehobene Rolle spielt das Ehrenamt, das formal zwar keine Zuständigkeit hat, deren Erfahrungen und enger Kontakte zu den Flüchtlingen jedoch bei der Integration essentiell sind. Die Fachstellen des Landkreises nutzen das Wissen der Ehrenamtlichen gerne und unterstützen die Helferkreise als Dienstleister, insbesondere bei der Vermittlung von Informationen und Kontakten. Zudem werden die kreiseigenen Kommunen konsequent bei der Umsetzung der Ziele eingebunden.

Die Umsetzung des Integrationsfahrplans startet mit Beschluss des Kreistages am 11.12.2017. Den politischen Gremien wird zum Stand der Umsetzung erstmalig im März 2018 berichtet. Zur Messung der Zielerreichung dienen die im Konzept benannten Indikatoren.

Die Integrationskoordination hat ihre Tätigkeit am 01.10.2017 aufgenommen. 16 Integrationskoordinatoren mit dem Studienhintergrund Soziale Arbeit, führen derzeit Erstgespräche mit ihren Klienten, um individuelle Perspektiven auszuloten, erste Zielvereinbarungen über weitere Maßnahmen zu vereinbaren und deren Bildungsstand und Kompetenzen zu erfassen.

Bewertungskriterien

Der Integrationsfahrplan für Flüchtlinge…

1. ist in eine kommunale Gesamtkonzeption mit Schwerpunkten Integration und Zusammenleben eingebunden:

Der Landkreis München hat bis dato kein politisch getragenes und partizipatives entwickeltes Integrationskonzept. Dieses wir jedoch seit Anfang 2017 entwickelt. Am 14.11.2017 hat zur Einbindung der Menschen mit Migrationshintergrund und aller externen Akteure (Politik, Kommunen, Migrantenorganisationen, Fachöffentlichkeit, Zivilgesellschaft, Bildungs- und Gesundheitswesen etc.) die 2. Integrationskonferenz des Landkreises stattgefunden. Die Ergebnisse werden derzeit in das Integrationskonzept eingearbeitet und 2018 den Gremien zum Beschluss vorgelegt (weitere Informationen unter: …..Film…)

Der Integrationsfahrplan für Flüchtlinge stellt ein Teilmodul des landkreisweiten Integrationskonzepts dar. Er umfasst sehr konkrete Zielsetzungen, die in einem partizipativen Prozess entwickelt wurden. Nach einem internen Kick-Off Ende 2016, haben die mit Integrationsthemen befassten Fachstellen des Landratsamtes in zwei Workshops mit allen Beteiligten und drei Arbeitsgruppensitzungen in jeweils allen fünf Handlungsfeldern, die Zielsetzung des Integrationsfahrplans inhaltlich ausgearbeitet. Zur Unterstützung der Kommunikation und des Wissensaustauschs diente hierbei das Software-Programm Confluence von der Firma Atlassian (Anlage 3).

Am 20.07.2017 fand die 1. Integrationskonferenz des Landkreises statt. Dazu sind ca. 250 Teilnehmer aus unterschiedlichen Bereichen (Flüchtlinge, Politik, Kommunen, Helferkreise, Wohlfahrtsverbände, Vereine, Unternehmen, Gesundheitswesen, Polizei, Feuerwehr) zusammengekommen und haben in Workshops konkret an den Zielsetzungen des Integrationsfahrplans mitgearbeitet. (Bericht abrufbar unter: http://integration.landkreis-muenchen.de/integration/).

2. basiert auf einer Ausgangs- und Bedarfsanalyse:

Der Landkreis München hat Ende 2016 eine Bestands- und Bedarfsanalyse erstellt (Anlage 2). Diese zeigte, dass bereits zahlreiche Maßnahmen zur Integration aufgenommenen wurden (z.B. Vermittlung in Sprachkurse, Ausbildungen, Beschäftigungsverhältnisse etc.) und viele Akteure, sowohl professionalisiert als auch in der Zivilgesellschaft sich der Unterstützung der Integration von Flüchtlingen annehmen. Es fehlte jedoch an einer strategischen Ausrichtung der Maßnahmen, dem Überblick über das Angebot, der Bündelung der Informationen und Transparenz zwischen den Akteuren (Schnittstellenmanagement) sowie der konsequenten Einbildung aller Akteure, insbesondere auch der Zielgruppe selbst. Außerdem wurde festgestellt, dass es der Asylsozialberatung an Zeit und Ressourcen fehlt, um die Flüchtlinge auf ihrem Weg zur Integration strukturiert und intensiv zu begleiten.

Als Ergebnis der Analyse erarbeitet der Landkreis den hier eingereichten Integrationsfahrplan für Flüchtlinge und errichtet die Integrationskoordination.

3. verfolgt festgelegte Ziele:

Der Integrationsfahrplan für Flüchtlinge umfasst 69 sehr konkrete Zielsetzungen (Anlage 1). Die Ziele wurden alle mit der SMART-Formel formuliert, d.h. sie benennen genau den Inhalt der Zielsetzung und konkrete auf den Landkreis zugeschnittene Maßnahmen, wer für die Umsetzung zuständig ist, bis wann diese erfolgen soll und woran die Zielerreichung gemessen wird.

Beispiel Ziel 2.2 (Anl. 1, S. 6:: Der Bildungsstand der dem Landkreis zugewiesenen Asylbewerber im erwerbsfähigen Alter ist spätestens drei Monate nach ihrer Zuweisung durch die Integrationskoordination erfasst.

Indikator: Erfassungsquote.

4. setzt Instrumente des Qualitätsmanagements und der Evaluation ein:

Für jede Zielsetzung des Integrationsfahrplans wurde ein Indikator formuliert. Um die Steuerung der Umsetzung des Integrationsfahrplans zu begleiten, wurde ein Controlling/Qualitätsmanagement aufgebaut. Für das Controlling und die Vorbereitung des Berichtswesens zeichnen sich zwei Mitarbeiter verantwortlich. Das Controlling und die Evaluation wird durch verschiedene Programme unterstützt, u.a. das Leistungs- und Fallmanagement-Programm OK.SOZIUS, in dem Merkmale der Indikatoren erfasst werden. Die landkreisfinanzierten Maßnahmen werden evaluiert, um ihre Wirksamkeit zu prüfen und so Aufschluss über die Fortführung der Programme, bzw. eine Modifikation zu geben. Langfristig wird ein wirkungsbasiertes Monitoring angestrebt.

Den politischen Gremien, aber auch den externen Kooperationspartnern wird regelmäßig transparent über die Umsetzung des Integrationsfahrplans berichtet. Die Platzierung des Berichts auf der Homepage des Landkreises ist vorgesehen.

Beispiel Ziel 5.2 (Anl. 1, S. 14): Die Homepage www.integration.landkreis-muenchen.de informiert umfassend über die Themen Asyl und Integration im Landkreis München. Sie gibt einen transparenten Überblick über die Zuständigkeitsbereiche im Bereich der Unterbringung, Betreuung und Integration von Flüchtlingen. Die Inhalte sind mindestens quartalsweise auf ihre Aktualität überwacht. Dabei sind alle Zuständigkeiten durch die Pressestelle geklärt.

Indikator: Traffic auf der Homepage.

5. umfasst verbindlich vereinbarte Vernetzung und Kooperation verschiedener Akteure:                        

Der Landkreis München hat Kooperationsvereinbarungen und  -verträge mit verschiedenen Partner abgeschlossen. In der Anlage 3 fügen wir exemplarisch Kooperationsvereinbarungen/-verträge mit unseren Partnern in der Asylsozialberatung (z.B. Caritas), bei der Arbeitsmarktintegration (z.B. Ibarus gGmbH), bei der psychotherapeutischen Begleitung und Trauma-Therapie (z.B. Refugio e.V.) oder bei der Vermittlung in Deutschkurse für Flüchtlinge, die keinen Zugang zu Integrationskursen haben (z.B. Fiba2) bei. Dies stellt eine nicht abschließende Auswahl dar, sondern soll exemplarisch zeigen wie der Landkreis in diesem Bereich agiert. Wir bitten um Verständnis, dass die Verträge und Kooperationsvereinbarungen aus Datenschutzgründen teilweise geschwärzt wurden und aus Rücksicht auf dem Umfang teilweise nur die Deckblätter vorlegt werden.

Beispiel Ziel 4.2 (Anl. 1, S. 12): Sofern ein Arbeitsmarkzugang besteht, vermittelt die Integrationskoordination in Maßnahmen, die der Arbeitsmarktintegration dienen. Sie bietet den Arbeitssuchenden eine Kompetenzanalyse an und kooperiert hierbei mit Initiativen und ehrenamtlich Tätigen in diesem Bereich.

Indikator: Vermittlungsquote, Anzahl der durchgeführten Kompetenzanalysen.

Neben schriftlich fixierten Kooperationen, lebt der Landkreis einen intensiven Austausch mit den verschiedenen Akteuren. So finden regelmäßig Austauschtreffen z.B. mit den Helferkreiskoordinatoren (im Landkreis engagieren sich 4.000 Helfer, was eine Bündelung notwendig macht). Die Helferkreistreffen finden monatlich statt, ebenso die Austauschtreffen mit den Trägern der Asylsozialberatung. Außerdem gibt es regelmäßige Austauschtreffen mit den Kommunen und Veranstaltungen zur Information von Unternehmen. Der Austausch wird auch explizit im Integrationsfahrplan als Zielsetzung definiert.

Beispiel Ziel 5.9 (Anl. 1, S. 9): Es finden regelmäßig Austauschtreffen mit den Helferkreisen, der externen Asylsozialberatung, den Gemeinden,  den Unternehmern und anderen Gebietskörperschaften zu den Themen Asyl, Unterbringung und Integration von Flüchtlingen statt. 

Indikator: Anzahl der Austauschtreffen

Die Mitarbeiter des Landkreises nehmen darüber hinaus auch regelmäßig an Konferenzen in Deutschland und in deutschsprachigen Nachbarländern teil und engagieren sich aktiv in Netzwerken (z.B. NIKO/Migranet).

6. nutzt kommunale Einflussmöglichkeiten auf Integration vor Ort:

Der Landkreis München nutzt aktiv die bestehenden Angebots- und Versorgungsstrukturen der Kommunen und der Zivilgesellschaft vor Ort. Eine Feststellung bei der Erarbeitung des Integrationsfahrplans war, dass die meisten Bedarfe der Flüchtlinge in die verschiedenen Handlungsfelder bereits durch bestehende Angebote abgedeckt werden können. Teilweise fehlt es jedoch an einem umfassenden Überblick über die angebotenen Maßnahmen und an einer strukturierten Vermittlung. Die Integrationskoordination pflegt daher das Maßnahmenangebot in der Umgebung, also auch der räumlich gute erreichbaren Landeshauptstadt München, in eine Datenbank ein. Verschiedene Zielsetzungen des Integrationsfahrplans zielen darauf ab, die Anbieter und Träger verschiedener Angebote zu aktivieren, ihr Angebot für Geflüchtete zu öffnen.

Beispiel Ziel 3.2.3 (Anl. 1, S. 9):: Um Vereine bei der Öffnung ihrer Angebote zu unterstützen, hat der Geschäftsbereich A in Kooperation mit dem Ehrenamtskoordinator ein Austauschtreffen bis Ende des ersten Quartals 2018 organisiert, bei dem wichtige Themen und „best-Practice-Projekte“ vorgestellt werden. Hierbei wird auf die bereits bestehenden Kooperationen mit dem Ehrenamt zurückgegriffen und gut laufende Projekte weiter unterstützt.

Indikator: Ein Unterstützungskatalog ist erstellt und kommuniziert.

7. legt Integration und Zusammenleben in der Kommune nachhaltig an:

Die Zielsetzungen des Integrationsfahrplans unterstützen die Integration und das Zusammenleben in der Kommune nachhaltig.

Der Integrationsfahrplan wird nach ca. zwei Jahren fortgeschrieben. Bei der Umsetzung werden die Zielgruppe selbst und auch die verschiedenen Akteure konsequent eingebunden. Auch bei der Erarbeitung weiterer Ziele werden die Kooperationspartner und Akteure wieder eingebunden. Vorhandene Strukturen werden genutzt und weiterentwickelt (siehe Nr. 6) und Netzwerke gepflegt und ausgebaut (siehe Nr. 5).

8. ist auf kommunalpolitischer Ebene verankert und unterstützt:

Am 11.12.2017 hat der Kreistag dem Integrationsfahrplan für Flüchtlinge einstimmig zugestimmt (Anlage 6). Das Konzept erfährt einen großen Rückhalt durch Herrn Landrat Göbel, wie auch der Berichterstattung in der Presse zu entnehmen (Anlage 6)

9. berücksichtigt Gender- und Diversity-Aspekte:

Der Integrationsfahrplan berücksichtigt insbesondere die gezielte Förderung von geflüchteten Frauen und hat die frauenspezifische Ausrichtung von Maßnahmen zur Zielsetzung

Beispiel Ziel 2.1 (Anl. 1, S. 6): Bis Mitte 2018 hat der Geschäftsbereich A ein ausdifferenziertes Deutschkurssystem für Asylbewerber im erwerbsfähigen Alter aufgebaut und aktualisiert dies stetig. Dabei sind spezifische Sprachkurse für Eltern geschaffen, um eine Kinderbetreuung während des Sprachkurses sicherzustellen. Eine Qualitätssicherung für die Sprachkursprogramme ist aufgebaut.

Indikator: Deutschkurssystem und Qualitätssicherung sind aufgebaut.

Bei der Unterbringung von Flüchtlingen werden auch Maßnahmen zur individuellen Unterbringung berücksichtigt. So bietet der Landkreis u.a. eine „Regenbogen-WG“ zur Unterbringung von homosexuellen Bewohnern an.

Beispiel Ziel 1.2 (Anl. 1, S. 5): Die Objektverwaltung hat zusammen mit dem Belegungsmanagement und der sozialmedizinischen Betreuung für Flüchtlinge bis Ende 2017 Maßnahmen zur individuellen Unterbringung entwickelt.

Indikator: Maßnahmenkatalog liegt vor.

10. ermöglicht einen Know-How-Transfer in andere Kommunen:

Die Umsetzung des Integrationsfahrplans für Flüchtlinge setzt die Bekennung eines Landkreises zur Integration als kommunale Aufgabe und die damit verbundene Breitstellung von Personal und Budget voraus. Viele Zielsetzungen des Integrationsfahrplans machen sich jedoch die örtlich bestehenden Angebotsstrukturen zu Nutze, die oftmals lediglich eine Koordination erfordern. Dieser Aspekt lässt sich zweifelsohne auch in Kommunen übertragen, die nicht auf vergleichbare Angebotsstrukturen und Ausstattung zurückgreifen können. Auch die Haltung zur Einbindung der Akteure und Kooperation lässt sich gut auf andere Kommunen unabhängig von Größe, Geographie und Finanzkraft übertragen.

Der Landkreis wurde bereits gebeten, den Integrationsfahrplan in Netzwerken (z.B. NIKO/Migranet) vorzustellen und ergreift proaktiv Möglichkeiten zum Austausch und Wissenstransfer mit anderen Kommunen, sowohl als Austauschtreffen wie auch als Angebot der persönlichen Hospitation (z.B. über das Netzwerk des Bayerischen Landkreistages oder Plattformen wie Bayerisches Landkreisnetz). Zudem wurde im Magazin „Der Landkreis“ über den Integrationsfahrplan und die Integrationskoordination berichtet.

Fragen zum Wettbewerbsbeitrag

C1 Fragen zur gesamtkommunalen Einbindung des Wettbewerbsbeitrags

C 10 Gibt es in Ihrer Kommune ein Integrationskonzept?: 
ja
nein
C 11 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag in dieses Integrationskonzept eingebunden?: 
ja
nein
C 12 Unterstützt der/die (Ober-)Bürgermeister/in bzw. Landrat/-rätin Ihren Wettbewerbsbeitrag öffentlich?: 
ja
nein

C2 Fragen zur Konzeption und Ausrichtung des Wettbewerbsbeitrags

C 20 Gibt es zu Ihrem Wettbewerbsbeitrag ein schriftliches Konzept? : 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 21 Sind die Ziele des Wettbewerbsbeitrags im Hinblick auf Integration und Zusammenleben detailliert beschrieben & festgelegt?: 
ja
nein
C 22 Wurde vor der Festlegung der Ziele eine Ausgangs- und Bedarfsanalyse erstellt?: 
ja
nein
C 23 An welche Gruppen richtet sich Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
Kinder (Einrichtungen der Kindertagesbetreuung)
Kinder (Schule)
Jugendliche
junge Erwachsene
Erwachsene
Mädchen/Frauen
Jungen/Männer
aktuelle Zuwanderer (2015-2017)
jeweils differenziert nach Herkunftsgebieten
bereits seit mehreren Jahren in Deutschland lebende Zuwanderer
Bevölkerung vor Ort
Multiplikatoren
Weitere
C 23a Wenn "Weitere"... Welche?: 
gesamte Landkreis-Öffentlichkeit
C 24 Bezieht sich Ihr Wettbewerbsbeitrag auf: 
die Gesamtstadt?
einen Teilraum/Quartier?
ein Projekt?
C 25 An welche Orte und Einrichtungen knüpft Ihr Wettbewerbsbeitrag an?: 
Quartier als Ganzes
Nachbarschaftshäuser/Stadtteilzentren
Jugendeinrichtungen
Sportvereine
Flüchtlingsunterkünfte
Einrichtungen der Kindertagesbetreuung
Schulen
Ausbildungsstätten
Bildungseinrichtungen (VHS u.a.)
Soziale Treffpunkte für Zuwanderer
Migrantenselbstorganisationen
Weitere
C 26: 

Welche Handlungsfelder zur Integration von Zuwanderern und zur Förderung des Zusammenlebens mit der Bevölkerung vor Ort stehen in Ihrem Wettbewerbsbeitrag im Mittelpunkt? Bitte geben Sie an, ob sich das Handlungsfeld auf die Gesamtstadt oder das Quartier bezieht bzw., ob es sich um ein Projekt handelt.

C 26a Handlungsfeld Wohnen und Wohnumfeld: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26b Handlungsfeld Soziale Infrastrukturen, z.B. Kindergarten, Schulen, Jugendeinrichtungen: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26c Handlungsfeld Bildung/Qualifizierung/Ausbildung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26d Handlungsfeld Beschäftigung/lokale Wirtschaftsförderung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26e Handlungsfeld Kultur: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26f Handlungsfeld Sport: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26g Handlungsfeld Gesundheit: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26h Handlungsfeld Umwelt/Grün: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26i Handlungsfeld Beteiligung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26j Handlungsfeld Engagementförderung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26k Weitere Handlungsfelder: 
Öffentlichkeitsarbeit - wird sowohl in einem gesamtlandkreisbezogenen Konzept, sowie teilräumlich und i.R.v. Projekten bearbeitet Wertevermittlung - wird sowohl in einem gesamtlandkreisbezogenen Konzept, sowie teilräumlich und i.R.v. Projekten bearbeitet
C 27a Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe der Zielgruppe "Zuwander" ausgerichtet?: 
ja
nein
C 27b Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe der Zielgruppe "Bevölkerung vor Ort" ausgerichtet?: 
ja
nein

C3 Fragen zur Umsetzung des Wettbewerbsbeitrags

C 30 Welche Akteure aus Kommunalpolitik und Kommunalverwaltung beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbei: 
Stadt-, Gemeinde-, bzw. Kreisrat
Amt/Bereich Soziales
Amt/Bereich Jugend
Amt/Bereich Wohnen
Amt/Bereich Grün(-planung)
Bürgermeister/in bzw. Landrat/-rätin
Amt/Bereich Stadtplanung/ Stadtentwicklung
Integrationsbeauftragte/r
Amt/Bereich Sport
Amt/Bereich Gesundheit
Weitere
C 31 Welche verwaltungsexternen lokal relevanten Akteure beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbeitrags?: 
Quartiersmanagement
Stadtteilzentren/ Nachbarschaftshäuser
Wohlfahrtsverbände
Kirchen
Migrantenselbstorganisationen
Sponsoren
Lokale Medien
Stiftungen
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Nachbarschaftsvereine
Kleingartenvereine
Unternehmen, Betriebe
Weitere
C 31a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Helferkreise, kreisangehörige Gemeinden, sonstige Vereine (z.B. Gesundheit)
C 32 Gibt es schriftliche und verbindliche Vereinbarungen zur Vernetzung und Kooperation der Akteure?: 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 33 Welche Laufzeit hat Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
C 34 Wie finanzieren Sie Ihren Wettbewerbsbeitrag?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
C 35 Wie lange ist die Finanzierung des Wettbewerbsbeitrags gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
C 36 Wird der Wettbewerbsbeitrag in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
C 36a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
C 37 Werden im Rahmen der Umsetzung von anderen entwickelte Projekte und Maßnahmen übernommen und eingesetzt?: 
ja
nein
C 37a Wenn ja ... Welche? : 
Viele, z.B. Projekte der Helferkreise (z.B. bzgl. Hausaufgabenbetreuung, Nachhilfe), des Justizministeriums (z.B. Rechtsbildungsunterricht), im Rahmen der Wohnraumvermittlung (Stichwort "Mieterführerschein"), Projekte der Vereine...
C 38 Sind umgekehrt im Rahmen Ihres Wettbewerbsbeitrags entwickelte Projekte und Maßnahmen bereits andernorts übernommen worden?: 
ja
nein

Einzelprojekte

Einzelprojekt 1

D 10 Titel des Einzelprojekts Nr. 1: 
Integrationskoordination
D 11 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
trifft nicht zu
D 12 Wie lange ist die Finanzierung des Projekts gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
trifft nicht zu
D 13 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 14 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
trifft nicht zu
D 14a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
trifft nicht zu
D 15 Kurzbeschreibung des Projekts: 

Der Landkreis München hat eine Integrationskoordination eingerichtet, welche die Flüchtlinge des Landkreises auf dem Weg zur Integration während eines langfristigen Aufenthalts in Deutschland oder in ihrer Zeit bis zum Abschluss ihres Asylverfahrens und der Ausreise aus Deutschland begleitet. Die Integrationskoordination besteht aus einem Team von 16 Mitarbeitern (Sozialarb./Sozpäd).

In Abgrenzung zur Asylsozialberatung in den Gemeinschaftsunterkünften vor Ort, nehmen die Integrationskoordinatoren die individuelle Perspektive der Asylbewerber in Bezug auf Arbeits- und Bildungschancen in den Fokus. Sie stellen fest, welche Möglichkeiten ihre Klienten haben und welche Kompetenzen sie mitbringen. Neben der Vermittlung in Bildung und Arbeit, kümmert sich die Integrationskoordination aber auch um den Bereich Werte und Teilhabe, d.h. sie vermitteln die Flüchtlinge in Maßnahmen, die Wertvorstellungen reflektieren und über die Werte der Aufnahmegesellschaft informieren. Außerdem unterstützen sie die Bewohner bei der Teilhabe an Freizeitangeboten (z.B. in Sportvereinen) vor Ort in den Gemeinden. Dabei kooperieren sie eng mit den Kommunen und den lokalen Vereinen.

Das Angebot der Integrationskoordination ist für die Klienten freiwillig. In intensiven Gesprächen erarbeiten sie mit den Klienten zusammen Zielvereinbarungen – ihren individuellen Integrationsfahrplan – der festlegt, was der Asylbewerber (oder auch anerkannte Flüchtling, in Bereichen, die das Jobcenter nicht betreut) erreichen möchte und wie er seine Ziele umsetzen kann.

Bei der Umsetzung der Ziele unterstützt die Integrationskoordination ihre Klienten. Sie haben einen umfassenden Überblick über die Angebote und Maßnahmen, die von ihrer Zielgruppe in Anspruch genommen werden können. Auf dem Markt gibt es ein breites Leistungsspektrum von Wohlfahrtsverbänden, Vereinen und Initiativen, so dass landkreiseigene Angebote oftmals nicht notwendig sind. Um einen Überblick über das gesamte Spektrum zu erhalten, erarbeitet die Integrationskoordinatoren einen Maßnahmenkatalog, der sämtliche Angebote von Sprachkursen über Freizeitmöglichkeiten bis hin zu Rückkehrangeboten umfasst. Ihre Klienten vermitteln sie passgenau und ihrem Integrationsfahrplan entsprechend in die Maßnahmen.

Eine regelmäßige Rücksprache unterstützt die Klienten bei der Erreichung der vereinbarten Ziele „am Ball“ zu bleiben oder diese anzupassen.

Wird der Flüchtling anerkannt und wechselt in den Leistungsbezug des Jobcenters, so ist ein Übergangsmanagement von der Integrationskoordination eingerichtet, die es dem Fallmanager ermöglicht, nahtlos an die Integrationsleistungen des Klienten anzuknüpfen.

Die Integrationskoordination ist im Integrationsfahrplan für Flüchtlinge fest verankert (vgl. Anl. 1, S. 3f.) und nimmt eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung des Integrationsfahrplan ein.

Einzelprojekt 2

D 20 Titel des Einzelprojekts Nr. 2: 
Logbuch für Asylbewerber
D 21 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
trifft nicht zu
D 22 Wie lange ist die Finanzierung des Projekts gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
trifft nicht zu
D 23 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 24 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
trifft nicht zu
D 24a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
trifft nicht zu
D 25 Kurzbeschreibung des Projekts: 

Als zweites Projekt möchten wir das Logbuch für Flüchtlinge vorstellen. Wir haben es nicht nur deswegen ausgewählt, weil wir es für ein gutes Projekt halten. Anhand dieses Projektes möchten wir unsere Arbeitsweise darstellen und belegen, dass wir Beteiligung nicht nur bei der Erstellung des Integrationsfahrplans leben, sondern auch bei der Umsetzung:

Das „Logbuch“ ist ein Projekt des Landkreises München. Es handelt sich dabei um einen Ordner, der den Asylbewerbern bei Ihrer Ankunft (oder sofern sie es noch nicht haben auch später) ausgegeben wird. Der Ordner wurde mit eingehefteten Registerblättern und Informationen entworfen, um den Asylbewerbern ein Ordnungssystem an die Hand zu geben, das viele praktische Tipps enthält, die beim Ankommen in Deutschland unterstützen und in das sie wichtige Unterlagen für ihren Weg zur Integration einheften können. Zudem soll das Logbuch, die vielen unterschiedlichen Fachstellen unterstützen, die sich mit der Unterbringung, Betreuung und Integration der Asylbewerber befassen. Wenn alle Klienten ihr Logbuch zu Terminen mitbrächten - so die Idee - wäre es sehr viel leichter einen Überblick darüber zu bekommen, wo er oder sie jeweils steht.

Das Logbuch für Flüchtlinge wurde vor ca. einem Jahr eingeführt (Ende 2016). In einer Evaluation wurde festgestellt, dass es sehr unterschiedlich genutzt wird. In Bereichen, in denen Mitarbeiter verschiedener Fachstellen einfordern, dass es zu Beratungsgesprächen mitgebracht wird, ist es gut etabliert. In anderen Bereichen wurde aber auch festgestellt, dass es nicht konsequent genutzt wird oder lediglich der Aufbewahrung von Unterlagen zu Hause dient (was auch schon ein Wert an sich ist).

Daher haben wir eine Arbeitsgruppe "Logbuch" gegründet, um zu eruieren, was wir tun müssen, um das das Logbuch noch besser zu etablieren oder wie es ggf. umgestaltet werden muss, damit es gewinnbringend genutzt werden kann. Nach einem ersten Workshop der internen Arbeitsgruppe, in dem viele Ideen zusammengetragen wurden, haben wir einen Workshop mit der Zielgruppe selbst durchgeführt. Im Rahmen eines „Worlscafés“ sind wir mit Flüchtlinge aus unterschiedlichen Herkunftsländern und mit unterschiedlichem Sprachniveau (mit der Unterstützung von Dolmetschern) ins Gespräch gekommen. Die Ergebnisse unterzeihen wir derzeit nochmals einer Kosten-Nutzen-Analyse und erarbeiten so eine Planung wie wir weiter mit dem Logbuch umgehen.

Anlagen