Kreis Euskirchen

Name der Stadt/der Gemeinde/des Landkreises: 
Kreis Euskirchen
Typ: 
Landkreis
Bundesland: 
Nordrhein-Westfalen
Einreichende Dienststelle: 
Kommunales Bildungs- und Integrationszentrum
Ansprechpartner/in: 
Vera Secker
Straße/Postfach: 
Jülicher Ring 32
PLZ: 
53879
Telefon: 
+49 2251 15-535
Ort: 
Euskirchen
Fax: 
+49 2251 15-985

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Titel des Wettbewerbsbeitrags

Integration gemeinsam gestalten - vielfältige Integrationsarbeit in einer innovativen Organisationsstruktur

Kurzfassung des Wettbewerbsbeitrags

Der Kreis Euskirchen zeichnet sich seit Jahrzehnten durch die Offenheit und den Respekt seiner Bürger/innen und Institutionen gegenüber kultureller und religiöser Vielfalt aus. Über 14.000 Migrant/innen leben im Kreis Euskirchen. Darunter sind ca. 2.600 Geflüchtete. Zentrale Aufgabe der Kreisverwaltung ist es, die Integration von Neuzugewanderten gemeinsam mit den angehörigen Städten und Gemeinden bestmöglich zu gestalten und allen im Kreis Euskirchen lebenden Menschen Bildungs- und Teilhabechancen zu ermöglichen.

Dieses Ziel, aufgeteilt in sieben Teilziele, verfolgt der Kreis Euskirchen durch vielfältige Projekte, die überwiegend in Kooperation mit internen und externen Partnern durchgeführt werden.

Mit Gründung der Abteilung „Kommunales Bildungs- und Integrationszentrum“ im Geschäftsbereich Jugend und Integration wurde die Voraussetzung für eine besondere Integrationsarbeit geschaffen, die zunehmend Früchte trägt.

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Ausgangssituation und Anlass

Der Kreis Euskirchen ist mit rd. 1.250 qkm Fläche einer der größten Flächenkreise in NRW. 191.165 Menschen leben aktuell in seinen elf angehörigen Kommunen. Gegensätzliche Entwicklungen der Städte und Gemeinden prägen den Kreis Euskirchen. Bevölkerungswachstum durch Wanderungsgewinne und Schrumpfung der Einwohnerzahl mit Wanderungsverlusten stehen sich im im flächigen Kreisgebiet mit seinen unterschiedlichen Bedingungen von Infrastruktur und Wirtschaftsstandorten gegenüber.

Der Kreis Euskirchen zeichnet sich seit Jahrzehnten durch kulturelle und religiöse Vielfalt aus. Sowohl die Bürger/innen des Kreises Euskirchen als auch die kommunalen Institutionen haben eine lange Tradition darin, die Unterschiede zwischen „Einheimischen“ und „Zugewanderten“ zu akzeptieren und zu respektieren. Der Kreis Euskirchen ist ein Ort, in dem Menschen mit verschiedenen Religionen und Kulturen friedlich und respektvoll miteinander leben.

Seit 2007 haben sich die Kreisverwaltung sowie die politischen Gremien des Kreises im Rahmen eines Demografieprozesses mit möglichen Antworten auf die sich abzeichnende Bevölkerungsentwicklung auseinander gesetzt. Dabei wurden gemeinsam Leitziele definiert, die für die Kreisentwicklung richtungsweisend sind. Zentrale Handlungsfelder sind Bildung, Integration sowie Kinder- und Jugendfreundlichkeit. Im Prozess wurde deutlich, dass diese Handlungsfelder ihre Wirksamkeit nur durch enge Abstimmung der beteiligten Organisationseinheiten entfalten können.

2014 erfolgte durch Kreistagsbeschuss die Einrichtung einer neuen Organisationseinheit, das "Kommunales Bildungs- und Integrationszentrum“ (KoBIZ), bestehend aus den Handlungsfeldern "Regionales Bildungsbüro", "Kommunale Koordinierungsstelle Kein Abschluss ohne Anschluss" und "Kommunales Integrationszentrum" wurde gegründet. Die Einheit ist dem Allgemeinen Vertreter des Landrats direkt unterstellt.

Das Regionale Bildungsbüro als Element der Kooperationsvereinbarung zwischen dem Land NRW und dem Kreis Euskirchen trägt seit 2009 als Geschäftsstelle im Regionalen Bildungsnetzwerk zur Vernetzung aller Bildungsakteure bei, initiiert, begleitet und setzt Bildungsprojekte vor Ort um im qua Bildungskonferenz festgelegten Themenbereich „Übergänge gestalten“.

Das Kommunale Integrationszentrum ist zuständig für die Erweiterung und den Ausbau von Integrationsangeboten für Menschen mit Migrationshintergrund im Kreis Euskirchen. In den Handlungsfeldern „Integration durch Bildung“ und „Integration als Querschnittsaufgabe“ werden hier im Verbund mit der Landeskoordinierungsstelle (LaKI) NRW als Qualifizierungs-und Austauschebene vielfältige Projekte bearbeitet.

Die Kommunale Koordinierung koordiniert und setzt vorgegebene Standardelemente des Landesprogramms „Kein Abschluss ohne Anschluss“ im Bereich Übergang Schule – Beruf im Verbund mit den zuständigen Landesministerien auf der Planungsebene um.

Alle an einer Bildungsbiographie ohne Brüche sowie an einer gelingenden Integration beteiligten Akteure handeln hier gemeinsam unter Wahrung der jeweiligen Zuständigkeit.

Das KoBIZ verfügt seit 2015 über folgende Gremienstruktur, die sich verantwortlich für die Handlungsprozesse zeichnet:

  • Steuerungsgruppe KoBIZ unter der Leitung des Geschäftsbereichleiters III (Jugend und Integration), bestehend aus Vertreter/innen der Unteren Schulaufsicht, Regionalkoordination Regionales Bildungsnetzwerk, Agentur für Arbeit Brühl, Jobcenter EU-aktiv, Abtl. Jugend und Familie, Abtl. Schulen, IHK und HWK Aachen, Kreishandwerkerschaft Rureifel. Die Steuerungsgruppe KoBIZ tagt viermal im Jahr.
  • Entscheidungsgremium KoBIZ unter der Leitung des Geschäftsbereichsleiters III, der Agentur für Arbeit Brühl und der Unteren Schulaufsicht, Generale Übergang Schule – Beruf/Studium. Es handelt sich hier um den im Kreis Euskirchen synergiengerecht gelungene Zusammenschluss der Gremien Lenkungskreis Regionales Bildungsbüro und Beirat Schule-Beruf. Das Gremium bestehend setzt sich aus den o.g. Partnern sowie Vertretungen folgender Institutionen zusammen: Bezirksregierung Köln/Obere Schulaufsicht, Abtl. Gesundheit, Wirtschaftsförderung Kreis Euskirchen, vier Vertretern kreisangehöriger Kommunen, Vertreter/innen alle Schulformen, KAoA-Facharbeitsgruppen, DGB Süd-West, RWTH Aachen, Hochschule Bonn/Rhein-Sieg, VIV Vereinigte Industrieverbände Düren-Jülich-Euskirchen. Das Entscheidungsgremium tagt zweimal im Jahr.

Zudem nimmt das KoBIZ regelmäßig an den Sozialkonferenzen der kreisangehörigen Kommunen teil. Auf politischer Ebene zeichnet sich der Ausschuss für Bildung und Inklusion verantwortlich.

Das Jahr 2015 hat den Kreis Euskirchen vielfältiger gemacht und gleichzeitig die Arbeit vor Ort in den Kommunen, aber auch die Aufgaben der Kreisverwaltung vor besondere Herausforderungen gestellt.

Lag die Anzahl an Asylbewerbenden im Kreis Euskirchen Anfang 2015 noch bei wenigen Hundert, waren es Ende 2015 bereits an die 2.000 Menschen, die hier Schutz suchten. 2016 haben die elf kreisangehörigen Kommunen ca. 3.000 Geflüchtete aufgenommen, untergebracht und versorgt. Aktuell leben im Kreis Euskirchen knapp 1.000 Asylbewerbende. Zählt man die anerkannten, subsidiär schutzberechtigten und geduldeten Menschen zusammen, liegt die Zahl der Geflüchteten heute bei insgesamt ca. 2.600.

Im Vergleich zu 2014 ist der Ausländeranteil 2015 insbesondere durch die Zunahme von Asylbewerber/innen im Kreis von 13,4% auf 14,8% angestiegen (http://www.integrationsmonitoring.nrw.de/integrationsberichterstattung_n...).

Die vom KoBIZ koordinierte gute Zusammenarbeit zwischen den Fachabteilungen der Kreisverwaltung, den kreisangehörigen Kommunen, Wohlfahrtsverbänden, den zahlreichen lokalen Initiativen, der Bürgerschaft und einer Vielzahl von Kooperationsparter/innen (Jobcenter, Agentur für Arbeit, Schulaufsicht, Handwerks- und Industriekammer usw.) bieten zahlreiche Möglichkeiten, die Integration der Zugewanderten effizient zu verbessern.

Durch die Bildung eines eigenen Geschäftsbereichs "Jugend und Integration" in 2016, bestehend aus den Abteilungen Jugend und Familie und dem KoBIZ unter der direkten Leitung des Allgemeinen Vertreter des Landrates, wurden die Voraussetzungen für eine hocheffiziente Integrationsarbeit geschaffen, die zunehmend Früchte trägt. Dem Kreis Euskirchen wurde im November 2017 durch Ministerpräsident Armin Laschet der Sonderpreis zur Integration von Geflüchteten im Leitprogramm „Europaaktive Kommune“ verliehen.

Konzeption, Ziele und Zielgruppen

Teilhabe an Bildung, Ausbildung und am gesellschaftlichen Leben ist ein entscheidender Faktor für die Verhinderung von sozialer Segregation und der Bildung von Parallelgesellschaften und gleichzeitig Zukunftsgarant im demografischen Wandel. Jedoch belegen die Daten des Integrationsprofils 2016 für den Kreis Euskirchen eine immer noch erhebliche Diskrepanz zwischen den Bildungsabschlüssen sowie der Arbeitslosenquote von Menschen mit und ohne deutsche Staatsangehörigkeit.

Ziel bleibt die Verbesserung der Bildungs- und Teilhabechancen sowohl von nichtdeutschen als auch von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit und ohne Migrationshintergrund als zentrale Aufgabe des Kreises Euskirchen.

Dieses Ziel, aufgeteilt in sieben Teilziele, verfolgt der Kreis Euskirchen durch eine vielfältige Projektarbeit, die überwiegend in Kooperation mit internen und externen Partnern durchgeführt wird.

Ziel: Begegnung schaffen

Eine erste sichtbare Zusammenarbeit im Feld der Integration im Kreis Euskirchen war die Durchführung des Friedenstages Euskirchen, eines von Bürger/innen mit Migrationshintergrund gestalteten "Fest der Kulturen", welches in enger Kooperation mit dem DRK, dem Jugendmigrationsdienst und engagierten Bürger/innen durchgeführt wurde. Der alle zwei Jahre im Kreishaus stattfindende Friedenstag unter Federführung einer engagierten Persönlichkeit mit eigenem Migrationshintergrund, führt mit Tanz, Musik und internationalen Spezialitäten zu einem Fest der Begegnung, zwischen den "Zugewanderten" und den "Einheimischen" und macht erlebbar, wie Zuwanderung das Zusammenleben bereichern kann.

Mit ähnlicher Zielsetzung und in Kooperation mit vielen weiteren Partner/innen finden im Kreis Euskirchen seit 2015 jährlich Veranstaltungen im Rahmen der bundesweiten „Interkulturellen Woche“ statt.

Seit 2016 arbeiten zwei syrische Flüchtlinge im Rahmen des Bundefreiwilligendienstes (BFD) im KoBIZ und unterstützen dort aktiv die interkulturelle Arbeit mit Menschen mit Migrationshintergrund sowie den praktischen interkulturellen Öffnungsprozess der kommunalen Verwaltungen. Ein BFDler führt in Kooperation mit dem Jugendamt Informations- und Austauschrunden für Eltern von Kindergartenkindern auf Arabisch durch, wodurch ein direkter Zugang zu dieser Zielgruppe ermöglicht wird.

Gemeinsam mit BFDlern von kreisangehörigen Kommunen und vom Jobcenter EU-aktiv wurde ein Format konzipiert, bei dem die BFDlerInnen in ihrer jeweiligen Landessprache junge Geflüchtete auf Augenhöhe über Themen wie Bildungssystem, Berufsorientierung oder Werte in Deutschland informieren und  Fragen beantworten.

Neben der Förderung von Ankommenstreffpunkten und Begegnungsangeboten in den Kommunen über das Programm KOMM-AN NRW, organisiert der Kreis Veranstaltungen, an denen Geflüchtete, Migrant/innen, Ehrenamtliche und Bürger/innen teilnehmen können (z.B. „Interkulturelles Kochen“, „Interreligiöse Feier zum Fastenbrechen,“ „Interkultureller Garten Zülpich“, Familientage im Zoo, Freilicht- und Industriemuseum).

Ziel: Betreuung sicherstellen

Während die kreisangehörigen Kommunen die Unterbringung und Versorgung der im Kreis zugewiesenen Flüchtlinge bestmöglich zu organisieren, ist der Kreis für die Integration und seit 2016 für die Versorgung und Integration der zugewiesenen unbegleiteten ausländischen Minderjährigen (UAM) zuständig. Förderlich ist hierfür die enge Zusammenarbeit von KoBIZ und Jugendamt in einem Geschäftsbereich. Gemeinsam wurde in kurzer Zeit eine Informationsveranstaltung organisiert. Das KoBIZ informierte die mehr als 130 Interessierten zu Fluchtursachen, Fluchtwege und kulturellen Hintergründe, das Jugendamt zeigte die Aufgaben und Verfahrensschritte (Prüfungsverfahren, Schulung) auf. Es konnte gelingen, mehr als die Hälfte der zugewiesenen Jugendlichen in familiäre Betreuung unterzubringen. Der Unterbringung war eine (oft kurze) Klärungsphase in einer eigens eingerichteten provisorischen stationären Einrichtung vorgeschaltet, jede Gastfamilie wurde mit ca. 4-6 Stunden in der Woche durch die ambulante Erziehungshilfe von Fachkräften unterstützt.

Dadurch war es möglich, gemeinsam eine tragfähige Struktur für die Unterbringung von bis zu 40 UAM in professionell begleiteten Gastfamilien zu schaffen, die häufig auch die ehrenamtlichen Vormundschaften übernommen haben.

Das Konzept wurde von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft nach einem Gespräch mit den Jugendlichen und ihren Familien im August 2016 als vorbildlich bewertet.

Ziel: Mehrsprachigkeit fördern

Sprache ist der Schlüssel für Integration und Teilhabe, Mehrsprachigkeit ist ein wichtiges Potenzial,das Kinder und Familien mit Migrationshintergrund mitbringen.

Mit dem „Rucksack Programm“ zur Elternbildung, Elternpartizipation, zur Sprach(en)förderung und zur Interkulturellen Schulentwicklung wird dieses Potenzial gezielt gefördert. Das Angebot besteht für Kinder von 3-6 Jahren in Kindertagesstätten (KiTa) und für Kinder im Grundschulalter. Die Eltern treffen sich einmal in der Woche in der KiTa und bekommen Tipps, Informationen und Material für die Förderung des Kindes in der Muttersprache zu Hause. Zeitgleich werden die Themen, welche zu Hause in der Familiensprache behandelt werden, in der KiTa in der deutschen Sprache aufgegriffen. „Rucksack Grundschule“ baut auf den Rucksackgruppen in den benachbarten Kindertagesstätten auf. Durch die Teilnahme an der Rucksackgruppe werden Eltern besser in das Schulleben eingebunden, beteiligen sich aktiv an Veranstaltungen der Schule und finden besseren Zugang zum deutschen Bildungssystem.

Sowohl die Elternbegleiter/innen, als auch die beteiligten Fachkräfte erhalten während des Rucksackprogramms Fortbildungen und Reflexionstreffen, die vom Jugendamt und dem KoBIZ durchgeführt werden. Rucksack erfährt seit 2014 eine Anschubförderung durch Mittel aus der DemografieInitiative Kreis Euskirchen mit dem Ziel der Etablierung als Daueraufgabe in den Kommunen.

Ebenfalls durch das KoBIZ umgesetzt wird das SmiLe (Sprachbildung mit individuellem Lernerfolg)-Sprachpaten-Projekt. Mit dem Projekt "SmiLe" werden KiTa- und Schulkinder auf dem Weg zur sprachlichen und damit zur gesellschaftlichen Integration unterstützt. (siehe Einzelprojekt)

Ziel: Verständigung ermöglichen

Das KoBIZ verfügt und pflegt einen Pool von Übersetzungshelfenden, die die Integrationsarbeit in das Bildungssystem vor Ort erleichtert.

In Kooperation mit dem Deutschen Roten Kreuz, dem Jugendmigrationsdienst und dem Caritasverband Euskirchen wurde 2015/2016 ein “Übersetzungshilfe-Pool” aufgebaut und zentral vom KoBIZ verwaltet. Übersetzungshelfende aus ca. 40 Sprachen werden an anfragende Institutionen (u.a. Fachabteilungen, Schulen, KiTas, Verbände, Vereine) vermittelt. Im Rahmen ihrer Tätigkeit können die Übersetzungshelfenden außerdem an Schulungen und Netzwerktreffen des Übersetzungshilfe-Pools teilnehmen.

Damit unterstützt das KoBIZ auch die Integration der jungen UAM, da zur Ergänzung der zugelassenen Dolmetscher/innen auch für die Jugendlichen und Familien schnell und unkompliziert bei Verständigungsproblemen Hilfe verfügbar ist.

Ziel: Information vermitteln/Bildungsmöglichkeiten aufzeigen

2015 haben sich in jeder Kommune im Kreis Euskirchen Initiativen gegründet, um Geflüchteten zu helfen und ihnen hier eine Orientierung zu geben. Mittlerweile gibt es in allen kreisangehörigen Kommunen zuständige Ansprechpersonen für Integrationsfragen. Wohlfahrtsverbände, kirchliche Vereinigungen und diverse Beratungsstellen haben auf die Situation reagiert und erstellen Angebote, teilweise in Kooperation untereinander, um Kommunen und freiwillig engagierte Bürger/innen zu unterstützen.

Der Ehrenamtskoordinator des KoBIZ unterstützt diesen Prozess durch Vernetzung, Schulung und Informationsweitergaben der kommunalen Integrationsbeauftragten und fördert so die positive Entwicklung von Integrationsbemühungen vor Ort. (siehe Einzelprojekt)

Durch die seit September 2016 im KoBIZ tätige Bildungskoordinatorin wird Transparenz im Bildungsangebot für Neuzugewanderte hergestellt und die Identifizierung von Lücken ermöglicht.

Alle durch die o.g. Stellen zusammengetragenen Informationen für Geflüchtete und ehrenamtlich Helfende werden in der App "InteGreat" in vier Sprachen zusammengefasst. „Wer kann mich beraten,  wo finde ich eine Wohnung, welche Sportangebote gibt es im Kreis?“ - das sind nur einige Fragen, die mit Hilfe der App beantwortet werden können. Vorteilhaft ist zudem, dass die App nur einmal heruntergeladen werden muss und die Informationen dann jederzeit auf dem Smartphone verfügbar sind - auch ohne Internetverbindung. Die App kann kostenfrei heruntergeladen werden. Darüber hinaus können die Inhalte der App auch über eine Webseite im Internet aufgerufen werden (https://web.integreat-app.de).

Ziel: Berufsorientierung unterstützen

Jungen Migrant/innen nach der Schule möglichst rasch eine Anschlussperspektive für eine Berufsbildung oder ein Studium zu eröffnen, ist eine besondere Herausforderung, wenn sich das Bildungs- und Ausbildungssystem im Herkunftsland stark vom hiesigen unterscheidet. Durch die vom KoBIZ koordinierte Maßnahme "KAoA kompakt" und durch die im KoBIZ verortete Bildungskoordination wird ermittelt, welche Perspektiven und Angebote für die Jugendlichen bestehen bzw. geschaffen werden müssen, was gerade auch den UMA zugutekommt. Derzeit ist eine konzeptionelle Schärfung in den Berufsvorbereitungsklassen (inkl. "Internationale Förderklassen" und "Fit für mehr") in Arbeit, dabei ist der Ausbau von bürgerschaftlich gestalteten Patenschaftsmodellen für den Übergang in Ausbildung und Arbeit im Fokus.

Ziel: Bürgerschaftliches Engagement ausbauen

Im Rahmen der „4. Entwicklungswerkstatt Zukunftsfaktor Bürgerengagement des Landes NRW“ wird der Kreis Euskirchen neue Projekte konzipieren und umsetzen, mit denen insbesondere verstärkt Migrant/innen als Engagierte gewonnen und mit ihren Kompetenzen in das kommunale Leben eingebunden werden sollen. In einer Ideenwerkstatt mit Geflüchteten / Migrant/innen sollen Projekte von den Beteiligten selbst initiiert werden. Neben den bereits erwähnten Sprachmittler/innen, könnten Migrant/innen als Kulturmittler/innen tätig werden und somit anderen helfen können, sich aktiv in neue soziale Beziehungen einzubringen. Ein beratendes Gremium aus Geflüchteten / Migrant/innen soll installiert werden mit dem Ziel, die künftige Integrationsarbeit bedarfsgereicht und gewinnbringend für alle Akteure zu gestalten.

Fragen zum Wettbewerbsbeitrag

C1 Fragen zur gesamtkommunalen Einbindung des Wettbewerbsbeitrags

C 10 Gibt es in Ihrer Kommune ein Integrationskonzept?: 
ja
nein
C 11 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag in dieses Integrationskonzept eingebunden?: 
ja
nein
C 12 Unterstützt der/die (Ober-)Bürgermeister/in bzw. Landrat/-rätin Ihren Wettbewerbsbeitrag öffentlich?: 
ja
nein

C2 Fragen zur Konzeption und Ausrichtung des Wettbewerbsbeitrags

C 20 Gibt es zu Ihrem Wettbewerbsbeitrag ein schriftliches Konzept? : 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 21 Sind die Ziele des Wettbewerbsbeitrags im Hinblick auf Integration und Zusammenleben detailliert beschrieben & festgelegt?: 
ja
nein
C 22 Wurde vor der Festlegung der Ziele eine Ausgangs- und Bedarfsanalyse erstellt?: 
ja
nein
C 23 An welche Gruppen richtet sich Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
Kinder (Einrichtungen der Kindertagesbetreuung)
Kinder (Schule)
Jugendliche
junge Erwachsene
Erwachsene
Mädchen/Frauen
Jungen/Männer
aktuelle Zuwanderer (2015-2017)
jeweils differenziert nach Herkunftsgebieten
bereits seit mehreren Jahren in Deutschland lebende Zuwanderer
Bevölkerung vor Ort
Multiplikatoren
Weitere
C 23a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Vormünder, Gasteltern
C 24 Bezieht sich Ihr Wettbewerbsbeitrag auf: 
die Gesamtstadt?
einen Teilraum/Quartier?
ein Projekt?
C 25 An welche Orte und Einrichtungen knüpft Ihr Wettbewerbsbeitrag an?: 
Quartier als Ganzes
Nachbarschaftshäuser/Stadtteilzentren
Jugendeinrichtungen
Sportvereine
Flüchtlingsunterkünfte
Einrichtungen der Kindertagesbetreuung
Schulen
Ausbildungsstätten
Bildungseinrichtungen (VHS u.a.)
Soziale Treffpunkte für Zuwanderer
Migrantenselbstorganisationen
Weitere
C 26: 

Welche Handlungsfelder zur Integration von Zuwanderern und zur Förderung des Zusammenlebens mit der Bevölkerung vor Ort stehen in Ihrem Wettbewerbsbeitrag im Mittelpunkt? Bitte geben Sie an, ob sich das Handlungsfeld auf die Gesamtstadt oder das Quartier bezieht bzw., ob es sich um ein Projekt handelt.

C 26a Handlungsfeld Wohnen und Wohnumfeld: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26b Handlungsfeld Soziale Infrastrukturen, z.B. Kindergarten, Schulen, Jugendeinrichtungen: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26c Handlungsfeld Bildung/Qualifizierung/Ausbildung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26d Handlungsfeld Beschäftigung/lokale Wirtschaftsförderung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26e Handlungsfeld Kultur: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26f Handlungsfeld Sport: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26g Handlungsfeld Gesundheit: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26h Handlungsfeld Umwelt/Grün: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26i Handlungsfeld Beteiligung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26j Handlungsfeld Engagementförderung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 27a Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe der Zielgruppe "Zuwander" ausgerichtet?: 
ja
nein
C 27b Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe der Zielgruppe "Bevölkerung vor Ort" ausgerichtet?: 
ja
nein

C3 Fragen zur Umsetzung des Wettbewerbsbeitrags

C 30 Welche Akteure aus Kommunalpolitik und Kommunalverwaltung beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbei: 
Stadt-, Gemeinde-, bzw. Kreisrat
Amt/Bereich Soziales
Amt/Bereich Jugend
Amt/Bereich Wohnen
Amt/Bereich Grün(-planung)
Bürgermeister/in bzw. Landrat/-rätin
Amt/Bereich Stadtplanung/ Stadtentwicklung
Integrationsbeauftragte/r
Amt/Bereich Sport
Amt/Bereich Gesundheit
Weitere
C 30a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Abteilung Kommunales Bildungs- und Integrationszentrum
C 31 Welche verwaltungsexternen lokal relevanten Akteure beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbeitrags?: 
Quartiersmanagement
Stadtteilzentren/ Nachbarschaftshäuser
Wohlfahrtsverbände
Kirchen
Migrantenselbstorganisationen
Sponsoren
Lokale Medien
Stiftungen
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Nachbarschaftsvereine
Kleingartenvereine
Unternehmen, Betriebe
Weitere
C 32 Gibt es schriftliche und verbindliche Vereinbarungen zur Vernetzung und Kooperation der Akteure?: 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 33 Welche Laufzeit hat Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
C 34 Wie finanzieren Sie Ihren Wettbewerbsbeitrag?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
C 35 Wie lange ist die Finanzierung des Wettbewerbsbeitrags gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
C 36 Wird der Wettbewerbsbeitrag in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
C 36a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
C 37 Werden im Rahmen der Umsetzung von anderen entwickelte Projekte und Maßnahmen übernommen und eingesetzt?: 
ja
nein
C 37a Wenn ja ... Welche? : 
Rucksack-Landeskoordinierungsstelle Kommunale Integrationszentren SmiLe-KI Kreis Düren Übersetzungshilfepool-andere Städte/Kreise Interkulturelle Woche-bundesweit
C 38 Sind umgekehrt im Rahmen Ihres Wettbewerbsbeitrags entwickelte Projekte und Maßnahmen bereits andernorts übernommen worden?: 
ja
nein

Einzelprojekte

Einzelprojekt 1

D 10 Titel des Einzelprojekts Nr. 1: 
SmiLe - Sprachbildung mit individuellem Lernerfolg
D 11 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
trifft nicht zu
D 12 Wie lange ist die Finanzierung des Projekts gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
trifft nicht zu
D 13 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 14 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
trifft nicht zu
D 14a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
trifft nicht zu
D 15 Kurzbeschreibung des Projekts: 

Der Kita- und Schulbesuch bietet allen Kindern, insbesondere aber Kindern mit Migrationshintergrund und Flüchtlingskindern einen zentralen Ort des Spracherwerbs und eine Stabilisierung des Alltags. Der sichere Umgang mit der deutschen Sprache ist wesentliche Voraussetzung für den Schulerfolg und damit auch für die gesellschaftliche Integration dieser Kinder. Pädagogische Fachkräfte unterstützen diese Kinder beim Erwerb und Erlernen von Deutsch als Zweitsprache im Rahmen ihrer Möglichkeiten meist im Gruppen- oder Klassenverbund.

Das SmiLe-Projekt zielt auf die individuelle Unterstützung der sprachlichen Bildung von Kindern mit Zuwanderungsgeschichte durch ehrenamtliche SprachpatInnen und ist damit wiederum als eine Unterstützung der professionellen Arbeit in KiTa und Schule zu sehen.

Von Anfang an wird das „SmiLe“-Projekt vom KoBIZ begleitet. Interessierte Ehrenamtliche werden in vier Modulen sowohl über didaktische und methodische Herangehensweisen informiert, als auch in interkultureller Sensibilisierung, Vorurteilsbewusstsein, Umgang mit Heterogenität und Vielfalt geschult. Anschließend werden die SprachpatInnen wohnortnah an Schulen oder KiTa vermittelt, um dort mit Kindern spielerisch in die deutsche Sprache einzutauchen. Der Einsatzort ist die jeweilige Schule oder Kindertagesstätte des Kindes. PatInnen bieten ihrem Sprachpatenkind für eine Stunde pro Woche ihre ungeteilte Aufmerksamkeit, schaffen eine vertrauensvolle Atmosphäre und entdecken gemeinsam mit ihm durch Spielen, Vorlesen, Malen, Singen, Basteln oder einfach nur Erzählen und Zuhören die deutsche Sprache. Dabei geht es nicht um Nachhilfeunterricht im Fach Deutsch, sondern vielmehr darum, eine persönliche Beziehung zum Patenkind aufzubauen, sein Selbstwertgefühl zu stärken und in entspannter Atmosphäre mit ihm auf spielerische Weise seine Lebenswirklichkeit zu entdecken und zu verbalisieren.

Nach Bedarf finden in regelmäßigen Abständen Austauschtreffen aller „SmiLe“-Sprachpatinnen und Sprachpaten statt.

Die Spannbreite der ehrenamtlich Tätigen reicht von OberstufenschülerInnen umliegender Schulen über Berufstätige bis hin zu Menschen, die im Ruhestand sind.

Rund 250 PatInnen werden seit 2014 geschult und betreut und können so die Betreuungs- und Bildungseinrichtungen effizient unterstützen.

Einzelprojekt 2

D 20 Titel des Einzelprojekts Nr. 2: 
Info-Reihen für in der Flüchtlingshilfe ehrenamtlich Engagierte
D 21 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
trifft nicht zu
D 22 Wie lange ist die Finanzierung des Projekts gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
trifft nicht zu
D 23 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 23a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Katholisches Bildungswerk Kreis Euskirchen
D 24 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
trifft nicht zu
D 24a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
trifft nicht zu
D 25 Kurzbeschreibung des Projekts: 

Die Welle der Solidarität und Hilfsbereitschaft vieler ehrenamtlich engagierter BürgerInnen hatte 2015 auch den Kreis Euskirchen erfasst. Innerhalb kürzester Zeit haben sich in allen Kommunen Ehrenamtsinitiativen und Flüchtlingshilfegruppen gebildet, die wesentlich dazu beigetragen haben, dass sich  viele Geflüchtete beim Ankommen und Sich-zurecht-Finden in Ihrer neuen Umgebung unterstützt fühlen konnten. Vielerorts wurden den kommunalen Unterkünften ehrenamtliche Koordinatoren zugewiesen, die eine oder mehrere Personen und Familien bei Behördengängen, Artzbesuchen, bei Fahrten zum Supermarkt, zur Tafel oder zur Kleiderkammer begleiteten.

Um das Ehrenamt in der Flüchtlingshilfe bestmöglich zu unterstützen, hat das KoBIZ in Kooperation mit dem Caritasverband Euskirchen Ende 2015 eine Veranstaltungsreihe konzipiert, die unterschiedliche Themenschwerpunkte und Fragestellungen der Ehrenamtlichen aufgreift. Die Kooperation wurde 2016 auf den Caritasverband Eifel ausgebaut, so dass nun im gesamten Kreisgebiet dezentral Veranstaltungen stattfinden.

Die bisherigen Termine umfassten Informationen zu den Herkunftsländern Syrien, Eritrea, Irak, Afghanistan und den Maghreb-Staaten sowie zu Ethnien wie Roma und Kurden. Daneben gab es Vorträge u.a. zu den Themen Asylrecht, Arbeit und Ausbildung, Trauma und interreligiösen Dialog. Das Programm wurde 2017 ergänzt durch Workshops zum Thema „Argumente gegen Stammtischparolen“ oder zur Ehrenamtsarbeit und Partizipation „Auf Augenhöhe“ sowie durch offene Gesprächsrunden, Einzelberatung und Supervisionsangebote.
Die Veranstaltungen werden im Durchschnitt von 20-30 Teilnehmenden besucht. Auf besonders großes Interesse mit jeweils über 100 Gästen stießen bisher zwei Filmabende. Im Dezember 2016 konnte der Menschenrechtsaktivist Elias Bierdel gewonnen werden, der seinen Film „Im Schatten Europas“ präsentierte, Fragen beantwortete und die Diskussion moderierte.
Im April und im Juni 2017 wurde das syrische Drama „Meine Heimat“ gezeigt, das Bundesfreiwilligendienstler mit Erlaubnis des Regisseurs Safwan Mostafa Nemo mit deutschen Untertiteln versehen, hatten, um den Film möglichst vielen Menschen im Kreisgebiet zeigen zu können. Nach Ende des Filmes wurde für die Opfer eine Schweigeminute abgehalten. Im Anschluss daran konnten die Besucherinnen und Besucher eine Kerze für alle Menschen, die die Flucht nicht überlebt haben, anzünden. In der anschließenden Gesprächsrunde wurde deutlich, wie ergriffen die Zuschauerinnen und Zuschauer von dem Film waren.

Anlagen