Stadt Hessisch Oldendorf

Name der Stadt/der Gemeinde/des Landkreises: 
Stadt Hessisch Oldendorf
Typ: 
kreisangehörig
Bundesland: 
Niedersachsen
Einreichende Dienststelle: 
Fachbereich 2
Ansprechpartner/in: 
Margareta Seibert, Ali Gürpinar
Straße/Postfach: 
Marktplatz 13
PLZ: 
31840
Telefon: 
+49 5152 782-170
+49 5152 782-189
Ort: 
Hessisch Oldendorf
Fax: 
+49 5152 782-302

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Titel des Wettbewerbsbeitrags

Hessisch Oldendorf packt Integration an.

Kurzfassung des Wettbewerbsbeitrags

Hess. Oldendorf besteht aus 24 Ortsteilen, hat im Grundzentrum 18119 Einwohner (12/2015), besitzt starkländlich geprägte Struktur. Sie hat keine Sozialverbände oder freien Träger, die Integrationsangebote machen. Es gibt ein ehrenamtlich kirchliches Angebot zur Hausaufgabenhilfe. Die Kommune ist Motor und Initiator der neu geschaffenen Integrationsarbeit. Seit 2014 bis 2016 wurden 348 Geflüchtete im Stadtgebiet aufgenommen.Thematischer schwerpunkt ist: die Entwicklung einer kommunalen ehrenamtlich gestützten sozialen Infrastruktur zur Integration der Geflüchteten zu realisieren.

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Ausgang:

Eine Kommune, die 15 Km.vom Mittelzentrum Hameln entfernt liegt, hat 24 Ortsteile und im Grundzentrum ca. 18 Tausend Bewohner.

Anlass:

Wegen des Flüchtlingszustroms in Europa und gezielten Zuteilungen der Flüchtlinge nach "Königsteiner Schlüssel"-Verteilungsquote, musste die Kommune 348 Flüchtlinge aufnehmen und dezenzentral unterbringen. Sie musste eine hohe Anzahl von Maßnahmen in Bezug auf Unterbringung, Schule, Kindergarten,Versorgung, Mobilität einleiten.

Ziel:

Ein Ziel war es, die kurzfristig zugeteilten Flüchtlinge dezentral, möglichst in Ortsteilen verteilt, in privat gemieteten und eingerichteten Wohnungen unterzubringen. Die Kinder mussten in das Bildungssystem eingeführt werden. Alle Flüchtlinge wurden mit Hilfe der Sozialarbeiterin, der ehrenamtlichen Paten, i-Lotsen, Rathausmitarbeiter unterstützt. Dafür wurden Anfänger-Deutschkurse, Kleiderkammer,Fahrradwerkstatt, Begegnungscafe, Großtagrespflege gegründet, entwickelt und als Dauerangebot bereit gestellt.

Ergebnisse:

Alle Kinder wurden in das Bildungssystem, Kita und Schule aufgenommen. Die erwachsene Flüchtlinge lernen bei den von den ehrenamtlicehn Kursleitern geführten Deutschkursen die Sprache und die Lebensweisen in Deutschland. Der Koordinator, dessen Stelle mit der Leader-Förderung finanziert wurde, organisiert mit Unterstützung von Ehrenamtler vielseitige Integrationskurse und Bildungsreisen für die Ehrenamtler und Geflüchtete. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Vermittlung in die Arbeitswelt, Unterstützung bei der Suche nach Praktikums- u. Arbeitsstellen und Bewerbungen.

Bewertungskriterienerfüllung:

Das Gesamtkonzept zielt zur Integration und zum Zusammenleben der Flüchtlinge. Die dezentrale Unterbringung, die Deutschkurse und andere Projekte unterstützen und beschleunigen die Integration. Die enge Begleitung der Geflüchtete ermöglicht zielgruppenspezifische Angebote zu entwickeln und an die Adressaten zu vermitteln. Die Vernetzung der ehrenamtlichen Paten und i-Lotsen und die Unterstützung der Projekte, wird von dem Koordinator im Rathaus koordiniert und aktualisiert. Zur Zeit werden insgesamt 312 Flüchtlinge betreut. Von den 169 Erwachsenen gehen 40 in die professionelle Deutschkurse, 37 arbeiten bzw. machen eine Ausbildung, 13 gehen in die Schule. 

Fragen zum Wettbewerbsbeitrag

C1 Fragen zur gesamtkommunalen Einbindung des Wettbewerbsbeitrags

C 10 Gibt es in Ihrer Kommune ein Integrationskonzept?: 
ja
nein
C 11 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag in dieses Integrationskonzept eingebunden?: 
ja
nein
C 12 Unterstützt der/die (Ober-)Bürgermeister/in bzw. Landrat/-rätin Ihren Wettbewerbsbeitrag öffentlich?: 
ja
nein

C2 Fragen zur Konzeption und Ausrichtung des Wettbewerbsbeitrags

C 20 Gibt es zu Ihrem Wettbewerbsbeitrag ein schriftliches Konzept? : 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 21 Sind die Ziele des Wettbewerbsbeitrags im Hinblick auf Integration und Zusammenleben detailliert beschrieben & festgelegt?: 
ja
nein
C 22 Wurde vor der Festlegung der Ziele eine Ausgangs- und Bedarfsanalyse erstellt?: 
ja
nein
C 23 An welche Gruppen richtet sich Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
Kinder (Einrichtungen der Kindertagesbetreuung)
Kinder (Schule)
Jugendliche
junge Erwachsene
Erwachsene
Mädchen/Frauen
Jungen/Männer
aktuelle Zuwanderer (2015-2017)
jeweils differenziert nach Herkunftsgebieten
bereits seit mehreren Jahren in Deutschland lebende Zuwanderer
Bevölkerung vor Ort
Multiplikatoren
Weitere
C 24 Bezieht sich Ihr Wettbewerbsbeitrag auf: 
die Gesamtstadt?
einen Teilraum/Quartier?
ein Projekt?
C 25 An welche Orte und Einrichtungen knüpft Ihr Wettbewerbsbeitrag an?: 
Quartier als Ganzes
Nachbarschaftshäuser/Stadtteilzentren
Jugendeinrichtungen
Sportvereine
Flüchtlingsunterkünfte
Einrichtungen der Kindertagesbetreuung
Schulen
Ausbildungsstätten
Bildungseinrichtungen (VHS u.a.)
Soziale Treffpunkte für Zuwanderer
Migrantenselbstorganisationen
Weitere
C 26: 

Welche Handlungsfelder zur Integration von Zuwanderern und zur Förderung des Zusammenlebens mit der Bevölkerung vor Ort stehen in Ihrem Wettbewerbsbeitrag im Mittelpunkt? Bitte geben Sie an, ob sich das Handlungsfeld auf die Gesamtstadt oder das Quartier bezieht bzw., ob es sich um ein Projekt handelt.

C 26a Handlungsfeld Wohnen und Wohnumfeld: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26b Handlungsfeld Soziale Infrastrukturen, z.B. Kindergarten, Schulen, Jugendeinrichtungen: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26c Handlungsfeld Bildung/Qualifizierung/Ausbildung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26d Handlungsfeld Beschäftigung/lokale Wirtschaftsförderung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26e Handlungsfeld Kultur: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26f Handlungsfeld Sport: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26g Handlungsfeld Gesundheit: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26h Handlungsfeld Umwelt/Grün: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26i Handlungsfeld Beteiligung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26j Handlungsfeld Engagementförderung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 27a Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe der Zielgruppe "Zuwander" ausgerichtet?: 
ja
nein
C 27b Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe der Zielgruppe "Bevölkerung vor Ort" ausgerichtet?: 
ja
nein

C3 Fragen zur Umsetzung des Wettbewerbsbeitrags

C 30 Welche Akteure aus Kommunalpolitik und Kommunalverwaltung beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbei: 
Stadt-, Gemeinde-, bzw. Kreisrat
Amt/Bereich Soziales
Amt/Bereich Jugend
Amt/Bereich Wohnen
Amt/Bereich Grün(-planung)
Bürgermeister/in bzw. Landrat/-rätin
Amt/Bereich Stadtplanung/ Stadtentwicklung
Integrationsbeauftragte/r
Amt/Bereich Sport
Amt/Bereich Gesundheit
Weitere
C 31 Welche verwaltungsexternen lokal relevanten Akteure beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbeitrags?: 
Quartiersmanagement
Stadtteilzentren/ Nachbarschaftshäuser
Wohlfahrtsverbände
Kirchen
Migrantenselbstorganisationen
Sponsoren
Lokale Medien
Stiftungen
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Nachbarschaftsvereine
Kleingartenvereine
Unternehmen, Betriebe
Weitere
C 32 Gibt es schriftliche und verbindliche Vereinbarungen zur Vernetzung und Kooperation der Akteure?: 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 33 Welche Laufzeit hat Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
C 34 Wie finanzieren Sie Ihren Wettbewerbsbeitrag?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
C 35 Wie lange ist die Finanzierung des Wettbewerbsbeitrags gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
C 36 Wird der Wettbewerbsbeitrag in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
C 36a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
C 37 Werden im Rahmen der Umsetzung von anderen entwickelte Projekte und Maßnahmen übernommen und eingesetzt?: 
ja
nein
C 37a Wenn ja ... Welche? : 
Anregungen zur Realisierung einzelner Projekte durch Informationstausch mit anderen Kommunen eingeholt bzw. recherchiert.
C 38 Sind umgekehrt im Rahmen Ihres Wettbewerbsbeitrags entwickelte Projekte und Maßnahmen bereits andernorts übernommen worden?: 
ja
nein
C 38a Wenn ja ... Welche?: 
Das "HO-Hilft"-Software-Programm zur Vermittlung von Dienstleistung und Sachspenden wurde von mehreren kommunen nachgefragt. Das Programm "HO-Hilft" wurde von einem 21 jährigen Informatikstunden Michael Perk 2015 ehrenamtlich für die Stadt Hess.Oldendorf etwickelt. Dafür bekam er den Innovationspreis "Deutsche Multimedia Preis mb21" zum Jahrestthema "Zeite Heimat" des Bundesministeriums für Familie, senioren, Frauen u. Jugend. Dies wurde überreigional bekannt.

Einzelprojekte

Einzelprojekt 1

D 10 Titel des Einzelprojekts Nr. 1: 
Sprachcamp
D 11 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
trifft nicht zu
D 12 Wie lange ist die Finanzierung des Projekts gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
trifft nicht zu
D 13 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 14 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
trifft nicht zu
D 14a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
trifft nicht zu
D 15 Kurzbeschreibung des Projekts: 

Sprachcamp für Grundschüler in den Sommerferien.Ziel des Projektes ist ein sprachunterstützendes Angebot für schulpflichtige Flüchtlingskinder in den Ferien zu schaffen.Die geplante Teilnehmer bis 12 Kinder soll von zwei Sprachlehrer*innen betreut werden. Das Sprachcamp findet in der Zeit von 12-15 Uhr in Räumlichkeiten der Grundschule statt. Das Angebot strukturiert sich in 90 Min. spielerischen Deutschunterricht, der Sprachkompotenz in einer geignetenDidaktik u. Methodenvielfalt vermittelt. In den weiteren 90 Min. besteht dann die Möglichkeit sich der Ferienbetreuung "anzuschließen", die parallel im Gebäude stattfindet. Hierbei sollen die Kinder weiterhin von den Sprachvermittler*innen begleitet werden, die alltagsorientierte Sprachimpulse steuern u. Kontakte zu den anderen Kindern herstellen. Im gemeinsamen u. kindlichen Spiel sollen Berührungsängste abgebaut u. eine weitere Festigung der deutschen Sprache stattfinden. 

Einzelprojekt 2

D 20 Titel des Einzelprojekts Nr. 2: 
Cafe-International
D 21 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
trifft nicht zu
D 22 Wie lange ist die Finanzierung des Projekts gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
trifft nicht zu
D 23 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 24 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
trifft nicht zu
D 24a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
trifft nicht zu
D 25 Kurzbeschreibung des Projekts: 

Cafe-International findet wöchentlich, montags 15:30 bis 17:30 uhr in dem KulTourismusForum des Rathauses statt. Das Cafe wird von 6 aktiven und einigen unregelmäßig tätigen Ehrenamtlichen organisiert. Dort treffen sich Flüchtlinge aus dem Irak,Syrien, Afghanistan, den Balkan-Staaten, und Eritrea. Die Kinder spielen, malen gemeinsam u. bekommen Hilfe bei den Hausaufgaben. Dort wird z.B. Musik mit Instrumenten gespielt, weihnachtliche Tradition vorgestellt, Alltagsfragen wie z.B. Wohnung betreffend, beantwortet, Kaffee u. Kuchen angeboten. Für Projekte, wie Kulturreisen oder Strickkurs werden die Teilnehmer aktiviert. Das Cafe-International ist eine Informationsbörse für den Austausch alltäglicher Probleme und der Stärkung der Selbsthilfe und gegenseitiger Unterstützung.

Anlagen