Gemeinde Aarbergen

Name der Stadt/der Gemeinde/des Landkreises: 
Gemeinde Aarbergen
Typ: 
kreisangehörig
Bundesland: 
Hessen
Einreichende Dienststelle: 
Gemeinde Aarbergen
Ansprechpartner/in: 
Beate Schmitt
Straße/Postfach: 
Rathausstr. 1
PLZ: 
65326
Telefon: 
+49 6120 27-32
Ort: 
Aarbergen
Fax: 
+49 6120 27-44

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Titel des Wettbewerbsbeitrags

Aarbergen - Interkulturelle Projektvielfalt

Kurzfassung des Wettbewerbsbeitrags

Die Gemeinde Aarbergen ist in der Gestaltung des Zusammenlebens von schutzsuchenden Menschen, Migranten/Migrantinnen und der einheimischen Bevölkerung ganz eigene Wege gegangen. Mit einem unkonventionellen Konzept hat sie ein weitgehend gutes Miteinander von Zuwanderern und Einheimischen erreicht.

Die Gemeinde Aarbergen veranstaltet seit vielen Jahren interkulturelle Projekte. So wurden 2010 im Rahmen des Projekts Lerncafé Integrationslotsinnen und Integrationslotsen ausgebildet. Da viele der sogenannten „Zugereisten“ inzwischen Aarbergen als neue Heimat schätzen, wurden durch das Projekt „Kultursensible Altenhilfe“ die Seniorenarbeit durch spezielle Angebote weiter geöffnet.

Im Juni 2016 bewarb sich die Gemeinde Aarbergen mit ihrem Projekt „Vielfalt leben in Aarbergen“ als Modellkommune für die Integration von Flüchtlingen im ländlichen Raum.

Zielsetzung ist und bleibt es, auch nach Ablauf der Förderung, die Fertigkeiten und evtl. Ausbildungsrichtung der Asylbewerber zu ermitteln und weiterhin Praktika und Ausbildungsstellen sowie Arbeitsstellen zu vermitteln.

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Die Gemeinde Aarbergen ist in der Gestaltung des Zusammenlebens von schutzsuchenden Menschen, Migranten/Migrantinnen und der einheimischen Bevölkerung ganz eigene Wege gegangen. Mit einem unkonventionellen Konzept hat sie ein weitgehend gutes Miteinander von Zuwanderern und Einheimischen erreicht.

In der Gemeinde Aarbergen sind 6.341 Personen gemeldet. Davon sind 35% der Gesamtbevölkerung über 55 Jahre alt und dieser Anteil wird sich bis zum Jahr 2030 auf ca. 48-50% erhöhen, so dass eine „Verjüngung“ durch Zuwanderung erstrebenswert ist. Zur Zeit leben Menschen aus 63 Nationen in Aarbergen. 733 Personen sind Zuwanderer aus Drittstaaten, davon sind 131 Personen Asylbewerber bzw. anerkannte Asylbewerber.

Von der Infrastruktur her hat die Gemeinde einiges zu bieten. Es gibt drei gemeindeeigene Kindergärten die sowohl eine Betreuung von einjährigen Kindern anbieten als auch eine Nachmittagsbetreuung für drei- bis sechsjährige Kinder. Vor Ort gibt es eine Grund-und eine Gesamtschule sowie eine Freie Schule. Ärztliche Versorgung und ein vielfältiges Angebot an Einkaufsmöglichkeiten ist vorhanden. Die sechs Ortsteile zeichnen sich durch ein reges Vereinsleben aus.

Neben großen Industriebetrieben sind in Aarbergen auch mittelständige Dienstleistungs- und Handwerksbetriebe ansässig.

Mit dem ÖPNV können die Nachbarkommunen sowie die Städte Wiesbaden, Limburg und Frankfurt/Main gut erreicht werden. Auch die Nähe zur Autobahn ist von Vorteil.

Schon in den 1960er Jahren kamen durch die damalige Firma Passavant aus Italien, Tunesien und der Türkei viele sogenannte Gastarbeiter nach Aarbergen. Die meisten blieben und fanden hier eine zweite Heimat.

Das Integrationskonzept in Aarbergen ist insofern bemerkenswert, da es sehr vielseitig ist und als flexibles Konstrukt gehandhabt werden kann. Das heißt, nicht die Realität wird in das Konzept gepresst, sondern dieses passt sich den jeweiligen Situationen und geänderten Bedarfen an. Es wird bis heute vom dafür zuständigen Team nach den aktuellen Bedürfnissen modifiziert, so dass eine zeitnahe Reaktion erfolgt. Um die einheimischen Bevölkerung grundsätzlich mit einzubeziehen, sind fast alle Angebote prinzipiell für alle Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Aarbergen offen. Dadurch wird zusätzlich noch die Begegnung und das Miteinander dieser Gruppen gefördert.

Die Gemeinde Aarbergen veranstaltet seit vielen Jahren interkulturelle Projekte. So wurden 2010 im Rahmen des Projekts Lerncafé Integrationslotsinnen und Integrationslotsen ausgebildet (derzeit sind im Team nur noch Frauen aktiv). Diese hatten unter anderem die Aufgabe, ausländische Mitbürger-/innen bei Sprachproblemen zu unterstützen, was schließlich auch der Gemeinde zu Gute kam, da Kontakte geknüpft und Sprachbarrieren überwunden werden konnten. Die Integrationslotsinnen helfen auch den jetzigen Zuwanderern und Flüchtlingen beim Einleben in und Anpassen an die Aufnahmegesellschaft. Wobei Integration nicht als Assimilation verstanden wird, so dass die kulturelle Vielfalt im Rahmen von Verfassung und Grundgesetz gelebt werden kann.

Viele der sogenannten „Zugereisten“ sehen Aarbergen inzwischen als neue Heimat an, schätzen ihr Herkunftsland als schönes Urlaubsziel, wollen jedoch ihren Lebensabend hier verbringen. Die Seniorenarbeit sollte sich daher auch für Mitbürger aus anderen Kulturkreisen durch spezielle Angebote weiter öffnen. Das gab den Anstoß für das Projekt „Kultursensible Altenhilfe“.

Mithilfe von ausgebildeten Integrationslotsinnen wurden unter anderem Alphabetisierungskurse, Frühstücke, Filmabende und Kulturtage durchgeführt. Auch heute noch findet drei bis vier Mal im Jahr ein „Mach-Mit-Kochkurs“ statt, bei dem Senioren/Seniorinnen unterschiedlichster Nationen mit Interessierten gemeinsam Gerichte aus ihrer Heimat kochen. Das Projekt fand nicht nur in der Bevölkerung Zuspruch – es wurde im Jahre 2012 mit dem Hessischen Integrationspreis sowie dem Demografie-Preis des Rheingau-Taunus-Kreises ausgezeichnet.

Mit den Preisgeldern konnte das im Jahre 2014 gestartete Projekt „Internationale Gärten“ in Kooperation mit den Kindergärten in Michelbach und Kettenbach finanziert werden. Ein Landschaftsgärtner half dabei, die Flächen auf den Kindergartengeländen einzufassen und zu Nutzgärten umzugestalten. Ältere Mitbürger-/innen bewirtschaften nun die Areale gemeinsam mit den Kindergartenkindern, ihren Eltern und Erziehern/Erzieherinnen. Das Projekt wurde nicht nur mit schmackhaften Erträgen belohnt, die beim gemeinsamen Erntefest verarbeitet und verspeist wurden, sondern im Jahr 2014 zum Preisträger des Hessischen Demografie-Preises gekürt.

Ein Teil des Geldes wurde für das im Dezember 2014 erschienene Buch „Menschen und ihre Geschichten in der Gemeinde Aarbergen“ verwendet. Es enthält Lebensgeschichten von Senioren und Seniorinnen der verschiedensten Herkunftsländer, Erzählungen aus ihren jeweiligen Kulturen, über ihre Familien und ihre ganz persönliche Lebensgeschichte. Außerdem sind ein paar grundlegende Informationen zum jeweiligen Herkunftsland und natürlich Wissenswertes über dessen Küche enthalten. Rezepte sollen anregen, sich fremden Kulturen auch kulinarisch zu nähern und dabei auf eine schmackhafte Entdeckungsreise zu gehen.

Seit Oktober 2014 läuft das Projekt „Girls Club“, ein interkulturelles Projekt für Mädchen zwischen zehn und sechszehn Jahren mit und ohne Migrationshintergrund. Es soll der Förderung und Initiierung kultureller Projekte für und von weiblichen Jugendlichen dienen. Im Girls Club werden die entsprechenden Multiplikatorinnen ausgebildet. Ziel ist die Persönlichkeitsbildung und der Erwerb sozialer Kompetenzen, so dass sich weibliche Jugendliche als aktive Gestalter ihres Lebensumfeldes in die Gemeinschaft einbringen können. Darüber hinaus dient es der Förderung des ehrenamtlichen Engagements und lehrt, eigene Ideen zu verwirklichen.

Aufgrund der Flüchtlingssituation wurden ab dem Jahre 2013 zahlreiche Projekte zur Willkommenskultur initiiert, in denen sich Ehrenamtliche bereit erklärt haben, Asylbewerbern zu helfen. Es werden Deutschkurse angeboten, die gut besucht waren. Auch die Organisation notwendiger Kleidungsstücke oder Alltagsgegenstände für den persönlichen Bedarf erfolgte über Ehrenamtliche. Es wurden „Dorfbegehungen“ durchgeführt und wichtige Anlaufstellen erläutert. Die Integrationslotsinnen und die zuständigen Mitarbeiterinnen im Rathaus sind für die unterschiedlichsten Probleme ansprechbar: Behördenschreiben, Schule, Kindergarten, Ärzte, Hausordnung, Mülltrennung, Probleme mit und in der Nachbarschaft usw. Ziel ist die Hilfe zur Selbsthilfe.

Eine Begleitung zur Ausländerbehörde erfolgt daher beispielswiese nicht, sondern es wird im Vorfeld Hilfe geleistet. Unterstützt werden die Geflüchteten außerdem beim Ausfüllen von Formularen sowie bei Telefonaten mit Sachbearbeitern öffentlicher Stellen, bei Ärzten oder anderen Terminen. Auch ein Dolmetschen per Telefon ist möglich. Die Selbständigkeit der Asylbewerber und das Anwenden der deutschen Sprache stehen dabei ein oberster Stelle.

Im Dezember 2014 hat sich die Gemeindevertretung der Gemeinde Aarbergen einstimmig für eine „Offene Willkommenskultur“ zur Aufnahme von Flüchtlingen in der Gemeinde Aarbergen ausgesprochen.

Aufgrund der Präsenz, der für die Flüchtlinge zuständigen Mitarbeiterinnen der Gemeinde Aarbergen sowie der sie von Beginn an begleitenden Integrationslotsinnen sind in Aarbergen keine großen Konflikte aufgetreten. Kleinere Probleme konnten oft bereits im Vorfeld geklärt werden.

Das „Lerncafé“ im Vereinshaus Michelbach wurde im Jahre 2016 zum „Vielfalt Café – Füreinander-Miteinander“ umbenannt. Dank Preis- und Spendengeldern konnte gemeinsam mit den Landfrauen, der Kulturvereinigung, den Asylbewerbern und Lotsen eine Umgestaltung des Raumes vorgenommen werden. Das Café dient als Treffpunkt der Generationen und Nationen.

Es wird weiterhin für Deutschkurse genutzt, aber auch als Lotsenbüro und steht für Veranstaltungen zu speziellen Themen zur Verfügung. Über das Projekt „Aarbergen schafft Nähe“ findet hier regelmäßig ein Nähtreff für Frauen statt. In Kürze folgen Bastelnachmittage für Kinder. Von der Volkshochschule werden Sprachkurse (englisch, französisch, spanisch, italienisch) angeboten. In Planung sind Filme, Diskussionen und Vorträge zu interkulturellen Themen, Theatervorführungen, Wellnesstage und Spieleabende. Im Raum stehen auch vier Geräte zur Internetnutzung zur Verfügung.

Nicht alleine die Auszeichnungen, auch die Dankbarkeit und Unterstützung der Menschen dieser Zielgruppen zeigt, dass Aarbergen mit seinen Projekten bezüglich Demografischer Wandel, Integration und Flüchtlingen auf dem richtigen Weg ist. Weitere Ideen und Projekte werden folgen, um Aarbergen und seinem Motto „Vielfalt leben“ auch in der Zukunft gerecht zu werden.

Im Rahmen des Projektes „start-Sport überspringt kulturelle Hürden“ wurden drei Personen zu Übungsleiterinnen ausgebildet. Die Gemeinde Aarbergen hat zwischenzeitlich einen Sportcoach benannt und ist am Förderprogramm des Hessischen Ministeriums „Sport und Flüchtlinge“ beteiligt.

In einem gemeinsamen Projekt mit der Kulturvereinigung wurde im April 2017 mit der Gestaltung eines geschmiedeten Rosenbogens zur Darstellung der Nationenvielfalt in Aarbergen begonnen. Zehn Schmiede aus Deutschland und den Niederlanden sind an dem Projekt ehrenamtliche beteiligt. Gemeinsam mit vierzehn Menschen mit Migrationshintergrund wurden 27 Rosen handgeschmiedet. Insgesamt werden ca. 4000 Std. ehrenamtlicher Arbeit geleistet, damit das Objekt künstlerischer Vielfalt am Außengelände des Vielfalt Cafés seinen Platz finden kann. Für die Materialkosten gibt es eine Zuwendung vom Land Hessen in Höhe von 3.000,-- Euro.

Die Wirtschaftskraft der Gemeinde Aarbergen war über Generationen durch den Kanalguss der Firma Passavant geprägt. In den 1980er Jahren vollzog sich die Zersplitterung des ehemaligen Familienunternehmens. Re- und Umstrukturierungen wurden vorgenommen und vorsichtiges Wachstum ist erkennbar. Die Gemeinde hat sich aus der Abhängigkeit von einem großen Arbeitgeber gelöst und bietet nun einer Reihe von Dienstleistungsbetrieben eine neue Heimat. Gerade aus dem Handwerk und dem Dienstleistungssektor steigt die Nachfrage nach Arbeitskräften.

Im Juni 2016 bewarb sich die Gemeinde daher mit ihrem Projekt „Vielfalt leben in Aarbergen“ als Modellkommune im Land Hessen für die Integration von Flüchtlingen im ländlichen Raum. Das Konzept überzeugte und wird bis Ende 2017 mit einem Betrag in Höhe von 57.000,-- Euro gefördert.

Zielsetzung ist und bleibt es, auch nach Ablauf der Förderung, die Fertigkeiten und evtl. Ausbildungsrichtung der Asylbewerber zu ermitteln. Praktika und Ausbildungsplätze sowie Arbeitsstellen wurden und werden vermittelt und somit die Asylbewerber an Aarbergen gebunden. Durch Einbindung des bürgerschaftlichen Engagements wird die Sprachförderung vorangetrieben. Unser Know-how hat sich durch kontinuierliche Netzwerkarbeit stark erweitert. Die Anlaufstelle unterstützt Unternehmen bei Bürokratiebarrieren und hilft, kulturelle Hürden zu überwinden. Geflüchtete erhalten Profil-Pass-Beratungen und Unterstützung.

Seit Juni 2016 wurde 23 Personen ein Berufsorientierungspraktikum vermitteln; 4 Personen sind in einer Ausbildung bzw. beginnen eine Ausbildung; 2 Personen wurden an das Projekt „First Step“ (Vorstufe zum Pflegeberuf) vermittelt; 1 Person hat ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Behindertenwerkstatt absolviert; 1 Person nimmt am Projekt „Berufsorientierung Plus“ der Handwerkskammer Wiesbaden teil; 8 Personen haben eine Arbeitsstelle; 6 Personen haben Arbeitsgelegenheiten nach dem Asylbewerberleistungsgesetzt angenommen; 3 Personen haben am Projekt AIDA (Einstieg in die Arbeitswelt) teilgenommen.

Auch bei der Wohnraumsuche unterstützen wir und stehen als Ansprechpartner für die Wohnungsbauunternehmen und Vermieter zur Verfügung.

Die Integrationsarbeit in Aarbergen erfolgt über Projektarbeit zu den unterschiedlichsten Zielen und für die unterschiedlichsten Zielgruppen. Es ist geplant, das Projekt „Aarbergen schafft Nähe“ weiter zur entwickeln. Diesbezüglich fand am 16. November 2017 ein „Theater-Improvisations-Workshop“ für Frauen statt. Frauen der unterschiedlichsten Nationen und Altersstufen haben mit Begeisterung und Offenheit an diesem ersten Workshop teilgenommen. Dieses Projekt soll weitergeführt werden, denn es hat sich gezeigt, dass es einen großen wirkungsvollen Baustein zum Thema Integration darstellt.

Projekte nur für Männer werden folgen. Im nächsten Jahr wird auch das Projekt zur Förderung der Integrationsbereitschaft und des Selbstbewusstseins von Mädchen mit Migrationshintergrund im Grundschulalter über gemeinsames Musizieren gestartet.

Auch dieses Projekt richtet sich nicht nur an Teilnehmerinnen mit Migrationshintergrund, sondern an alle interessierte Mädchen.

Die Integrationsarbeit in Aarbergen basiert auf einer Ausgangs- und Bedarfsanalyse.

Aufgrund der Einwohnerzahlen, unterschieden nach Alter und Nationalität wurden diverse Projekte initiiert, um ein Zusammenleben der Nationen und Generationen seitens der Kommune zu unterstützen.

Die Projekte sind nachhaltig angelegt und werden kontinuierlich weiter entwickelt. Ein Know-how-Transfer in andere Kommunen ist auf Wunsch möglich. Es werden festgelegte Ziele mit verschiedenen Projekten verfolgt und basierend auf vorliegenden Statistiken passen wir unsere Integrationsstrategie je nach dem Bedarf an. Wir kooperieren mit den verschiedensten Akteuren: Integrationslotsinnen, vhs –Volkshochschule Rheingau-Taunus, vie – Verein für individuelle Erziehungshilfe, Wohnungsbauunternehmen in Aarbergen, Unternehmen, Ehrenamtlichen, BUND, Sportvereine/Vereine, Verbraucherzentrale Wetzlar, Fresko e.V., Aarbergener Schulen und Kindergärten, Caritas/Kirchen, WIR-Koordinatorinnen, JobCenter, Amt für Migration, Ausländerbehörde, Bildungswerk der Hess. Wirtschaft, Pro Job, Willkommenslotsen von IHK und Handwerkskammer.

Fragen zum Wettbewerbsbeitrag

C1 Fragen zur gesamtkommunalen Einbindung des Wettbewerbsbeitrags

C 10 Gibt es in Ihrer Kommune ein Integrationskonzept?: 
ja
nein
C 11 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag in dieses Integrationskonzept eingebunden?: 
ja
nein
C 12 Unterstützt der/die (Ober-)Bürgermeister/in bzw. Landrat/-rätin Ihren Wettbewerbsbeitrag öffentlich?: 
ja
nein

C2 Fragen zur Konzeption und Ausrichtung des Wettbewerbsbeitrags

C 20 Gibt es zu Ihrem Wettbewerbsbeitrag ein schriftliches Konzept? : 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 21 Sind die Ziele des Wettbewerbsbeitrags im Hinblick auf Integration und Zusammenleben detailliert beschrieben & festgelegt?: 
ja
nein
C 22 Wurde vor der Festlegung der Ziele eine Ausgangs- und Bedarfsanalyse erstellt?: 
ja
nein
C 23 An welche Gruppen richtet sich Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
Kinder (Einrichtungen der Kindertagesbetreuung)
Kinder (Schule)
Jugendliche
junge Erwachsene
Erwachsene
Mädchen/Frauen
Jungen/Männer
aktuelle Zuwanderer (2015-2017)
jeweils differenziert nach Herkunftsgebieten
bereits seit mehreren Jahren in Deutschland lebende Zuwanderer
Bevölkerung vor Ort
Multiplikatoren
Weitere
C 23a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Senioren, Nachbarkommunen
C 24 Bezieht sich Ihr Wettbewerbsbeitrag auf: 
die Gesamtstadt?
einen Teilraum/Quartier?
ein Projekt?
C 25 An welche Orte und Einrichtungen knüpft Ihr Wettbewerbsbeitrag an?: 
Quartier als Ganzes
Nachbarschaftshäuser/Stadtteilzentren
Jugendeinrichtungen
Sportvereine
Flüchtlingsunterkünfte
Einrichtungen der Kindertagesbetreuung
Schulen
Ausbildungsstätten
Bildungseinrichtungen (VHS u.a.)
Soziale Treffpunkte für Zuwanderer
Migrantenselbstorganisationen
Weitere
C 26: 

Welche Handlungsfelder zur Integration von Zuwanderern und zur Förderung des Zusammenlebens mit der Bevölkerung vor Ort stehen in Ihrem Wettbewerbsbeitrag im Mittelpunkt? Bitte geben Sie an, ob sich das Handlungsfeld auf die Gesamtstadt oder das Quartier bezieht bzw., ob es sich um ein Projekt handelt.

C 26a Handlungsfeld Wohnen und Wohnumfeld: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26b Handlungsfeld Soziale Infrastrukturen, z.B. Kindergarten, Schulen, Jugendeinrichtungen: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26c Handlungsfeld Bildung/Qualifizierung/Ausbildung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26d Handlungsfeld Beschäftigung/lokale Wirtschaftsförderung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26e Handlungsfeld Kultur: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26f Handlungsfeld Sport: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26g Handlungsfeld Gesundheit: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26h Handlungsfeld Umwelt/Grün: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26i Handlungsfeld Beteiligung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26j Handlungsfeld Engagementförderung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 27a Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe der Zielgruppe "Zuwander" ausgerichtet?: 
ja
nein
C 27b Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe der Zielgruppe "Bevölkerung vor Ort" ausgerichtet?: 
ja
nein

C3 Fragen zur Umsetzung des Wettbewerbsbeitrags

C 30 Welche Akteure aus Kommunalpolitik und Kommunalverwaltung beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbei: 
Stadt-, Gemeinde-, bzw. Kreisrat
Amt/Bereich Soziales
Amt/Bereich Jugend
Amt/Bereich Wohnen
Amt/Bereich Grün(-planung)
Bürgermeister/in bzw. Landrat/-rätin
Amt/Bereich Stadtplanung/ Stadtentwicklung
Integrationsbeauftragte/r
Amt/Bereich Sport
Amt/Bereich Gesundheit
Weitere
C 31 Welche verwaltungsexternen lokal relevanten Akteure beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbeitrags?: 
Quartiersmanagement
Stadtteilzentren/ Nachbarschaftshäuser
Wohlfahrtsverbände
Kirchen
Migrantenselbstorganisationen
Sponsoren
Lokale Medien
Stiftungen
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Nachbarschaftsvereine
Kleingartenvereine
Unternehmen, Betriebe
Weitere
C 31a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Bildungswerk der Hess. Wirtschaft, Pro Job, Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammer, Rheingau-Taunus-Kreis
C 32 Gibt es schriftliche und verbindliche Vereinbarungen zur Vernetzung und Kooperation der Akteure?: 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 33 Welche Laufzeit hat Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
C 34 Wie finanzieren Sie Ihren Wettbewerbsbeitrag?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
C 34a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Preisgelder
C 35 Wie lange ist die Finanzierung des Wettbewerbsbeitrags gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
C 36 Wird der Wettbewerbsbeitrag in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
C 36a wenn ja oder geplant: 
Fremdevaluation
C 37 Werden im Rahmen der Umsetzung von anderen entwickelte Projekte und Maßnahmen übernommen und eingesetzt?: 
ja
nein
C 37a Wenn ja ... Welche? : 
Profil-Pass, Improvisationstheater, Integrationslotsinnen- und Integrationslotsen
C 38 Sind umgekehrt im Rahmen Ihres Wettbewerbsbeitrags entwickelte Projekte und Maßnahmen bereits andernorts übernommen worden?: 
ja
nein
C 38a Wenn ja ... Welche?: 
bzw. nicht bekannt

Einzelprojekte

Einzelprojekt 1

D 10 Titel des Einzelprojekts Nr. 1: 
Kultursensible Altenhilfe
D 11 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
trifft nicht zu
D 12 Wie lange ist die Finanzierung des Projekts gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
trifft nicht zu
D 13 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 13a Wenn "Weitere"... Welche?: 
2010-2013 Anschubfinanzierung des Rheingau-Taunus-Kreises; Preisgelder
D 14 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
trifft nicht zu
D 14a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
trifft nicht zu
D 15 Kurzbeschreibung des Projekts: 

Zur stärkeren Einbindung der Senioren mit Migrationshintergrund wurde im Jahre 2010 das Projekt „kultursensible Altenhilfe“ ins Leben gerufen. Mit einer Anschubfinanzierung durch den Rheingau-Taunus-Kreis für drei Jahre konnten die ersten Schritte in Angriff genommen werden.
Bestehende Sprachbarrieren und Berührungsängste können durch intensive Unterstützung der Integrationslotsinnen überwunden werden. Die Lotsinnen unterstützen auch bei Schwierigkeiten mit Behörden, Ärzten usw.

In dem Projekt werden vielfältige Angebote – gebündelt in einem Konzept- realisiert.

Bei den Mach-Mit-Kochkurse bieten Senioren der verschiedenen Nationen generationenoffene Kochkurse in loser Folge an. Frauenfrühstücke, Kulturtag 66+, Nähkurse, Sprach- und Alphabetisierungskurse sowie Filmabende zum Thema Demenz wurden durchgeführt. In Zusammenarbeit mit dem Pflegestützpunkt Rheingau-Taunus wurde das Thema „kultursensible Pflege“ erörtert.

Mit dem Projekt „kultursensible Altenhilfe“ waren wir im Jahre 2012 Preisträger beim Hess. Integrationspreis sowie beim Demografie-Preis des Rheingau-Taunus-Kreises. Von den Preisgeldern wurde das im Jahre 2014 gestartete Projekt „Internationale Gärten“ in Kooperation mit den Kindergärten in Michelbach und Kettenbach finanziert. Mit Hilfe eines Landschaftsgärtners wurden Flächen auf den Kindergartengeländen zu Nutzgärten eingefasst und gestaltet. Ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger bewirtschaften die Flächen gemeinsam mit den Kindergartenkindern, Eltern und Erzieherinnen. Mit den „Internationalen Gärten“ waren wir im Jahre 2014 Preisträger beim Hess. Demografie-Preis. Ein Teil des Geldes wurde für das im Dezember 2014 erschienene Buch „Menschen und ihre Geschichten in der Gemeinde Aarbergen“ verwendet. Es enthält Lebensgeschichten von Aarbergener Senioren der verschiedensten Nationen

Seitens der Gemeinde Aarbergen gibt es für die Generation 60+ schon seit vielen  Jahren verschiedene Angebote, um es den Menschen zu ermöglichen, ein eigenständiges Leben zu Hause zu führen und Ansprechpartner vor Ort zu haben:

Einkaufsbus 2 x in der Woche:
Abholung an der Haustür  - zum Einkaufsmarkt oder Frisör, Arzt, Rathaus und zurück.

Servicetelefon „Offenes Ohr“:
Telefonische Senioren-Sprechstunde („Sorgentelefon“).

Das „Sorgentelefon“ vor Ort soll als „Türöffner“ dienen, um Hemmschwellen zu überwinden und wird als Alltagsbegleitung unter fachlicher Anleitung gesehen.

Offener Tanzkreis:
1 x in der Woche trifft sich der offene Tanzkreis, darüber hinaus unregelmäßig Projekttanzkreise, jeweils unter Leitung einer Ehrenamtlichen

Offener PC-Kreis:
1 x in der Woche trifft sich der offene PC-Kreis unter Leitung eines Ehrenamtlichen

Offener Wanderkreis:
1-2 x im Monat trifft sich der offene Wanderkreis regelmäßig unter der Leitung von Ehrenamtlichen.

Theaterkreis:
1 x in der Woche trifft sich der Theaterkreis unter der Leitung einer Ehrenamtlichen

Frühstück der Generation 60+
Alle 2 Monate findet ein Frühstück der Generation 60+ statt, mit Unterstützung Ehrenamtlicher.

Tagesfahrten:
Von April – Oktober finden monatlich Tagesfahrten statt.

Urlaub und Städtefahrt
Es werden pro Jahr ein Urlaub (7 Tage) und eine Städtetour (3-4 Tage) generationenübergreifend angeboten.

Jahresabschlussfeier:
Am Samstag vor dem 1. Advent findet die Jahresabschlussfeier der Senioren statt.

Diverse Vorträge zu verschiedenen Themen finden in loser Folge statt, zum Teil in Zusammenarbeit mit ortsansässigen Vereinen wie z.B. DRK, VdK, Landfrauen, Kulturvereinigung (Demenz, Kräuterkunde, Vorsorgevollmacht/Patientenverfügung, Pflegestützpunkt, Wohnberatung, Brandschutz, Seniorensicherheitsbeauftragter usw.).

Einzelprojekt 2

D 20 Titel des Einzelprojekts Nr. 2: 
Vielfalt leben in Aarbergen
D 21 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
trifft nicht zu
D 22 Wie lange ist die Finanzierung des Projekts gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
trifft nicht zu
D 23 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 23a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Landesmittel von Juni 2016-Dezember 2017, danach kommunale Mittel
D 24 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
trifft nicht zu
D 24a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
trifft nicht zu
D 25 Kurzbeschreibung des Projekts: 

Das Projekt „Vielfalt leben in Aarbergen“ verfolgt das Ziel, Flüchtlinge mit dauerhafter Bleibeperspektive in Aarbergen anzusiedeln und in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

Die Gemeinde Aarbergen ist mit ihrem Projekt eine von sieben Modellkommunen im Land Hessen und erhielt von Juni 2016 bis Dezember 2017 eine Förderung.

Zu Beginn des Projektes wurde unter Hinzuziehung einer Ethnologin ein Konzept erstellt (s.Anlage). Dabei wurden die Arbeitsmarktintegration, die Sprachförderung von Flüchtlingen und Angebote, die sich speziell an Frauen richten, als thematische Schwerpunkte festgelegt. Das Konzept wurde im Zeitverlauf entsprechend der tatsächlichen Bedarfe überarbeitet, angepasst und weiterentwickelt.

Als ein Teilprojekt ist „Aarbergen schafft Nähe“ entstanden. In ihm werden Angebote für Frauen geschaffen. Beispielsweise können sich Frauen unterschiedlicher Herkunft in einem wöchentlich stattfindenden Nähkurs austauschen und ihre Sprachkenntnisse verbessern. Bei den geflüchteten Frauen ist bereits ein erstarktes Selbstbewusstsein zu erkennen. Auch der Theaterworkshop „Zeit für mich“ stieß auf sehr große Resonanz, bereitet den Teilnehmerinnen viel Freude und fördert soziale Kontakte untereinander sowie zu einheimischen Frauen.

Im persönlichen Kontakt wurde zunächst der Bedarf der Firmen an Unterstützung bei der Beschäftigung von Geflüchteten und zur Bereitstellung von Praktikums- und Ausbildungsplätzen ermittelt.  Daraufhin wurde ein Anlaufstelle für Betriebe und Geflüchtete eingerichtet, um die Gewerbetreibenden zu beraten, in bürokratischen Angelegenheiten zu unterstützen und eine gute Kooperation mit der Ausländerbehörde und dem JobCenter sicherzustellen.

Als wichtige Maßnahme zur Arbeitsmarktintegration wurde der ProfilPass zur Kompetenzerfassung der Bertelsmann Stiftung eingesetzt. Hierbei handelt es sich um eine Methode, mit der  in einem Beratungsprozess die formalen, informalen und informellen Kompetenzen erarbeitet und erfasst werden. Die berufliche und persönliche Eignung, die darüber hinausgehenden vorhandenen Kenntnisse, Wünsche und ggf. Hindernisse von Flüchtlingen werden sichtbar und für den weiteren Berufs- und Lebensweg nutzbar.

Zwei Integrationslotsinnen und zwei weitere Ehrenamtliche wurden in der Anwendung dieser Methode geschult. Eine sozialpädagogisch-therapeutische Fachkraft begleitete in der Umsetzung, dem Kontaktaufbau und im weiteren Verlauf zwischen Geflüchteten und Unternehmen oder Qualifizierungsanbietern. Dadurch können Hindernisse zeitnah und im direkten Kontakt kommuniziert und gemeinsame Lösungen gefunden werden.

Im Rahmen des Modellprojektes  wurde die „Mach‑mit‑Kampagne“ entwickelt. In ihr wird – weit über den Bereich der Hilfe für Flüchtlinge hinaus –  für ein Engagement in den unterschiedlichsten Bereichen geworben. Eine insgesamt gute Resonanz kann bisher hierbei verzeichnet werden.

Probleme in der Arbeitsmarktintegration können dank des Einsatzes der Integrationslotsinnen und der Anlaufstelle in der Verwaltung für Betriebe und Flüchtlinge vielfach erfolgreich vorgebeugt werden. Das Beispiel eines Geflüchteten, der seine Ausbildung aufgrund von Sprachproblemen abbrechen musste, zeigt die Wichtigkeit des vorgeschalteten Spracherwerbs. Die Kooperation mit Akteuren wie Bildungseinrichtungen und Handwerkskammer wird als gelungen erlebt.

Gute Erfahrungen werden damit gemacht, dass die ehrenamtlichen Funktionen auf mehrere Schultern verteilt werden. Ehrenamtliche Sprachlehrer beispielsweise konzentrierten sich auf den Unterricht, die darüber hinausgehende Betreuung der Flüchtlinge erfolgte durch die Mitarbeiterinnen der Kommune in Kooperation mit den Integrationslotsinnen.  Dadurch werden alle Beteiligten vor einem zu engen Verhältnis geschützt und die Selbstständigkeit der Geflüchteten gefördert.

Anlagen