Erlangen

Name der Stadt/der Gemeinde/des Landkreises: 
Erlangen
Typ: 
kreisfrei
Bundesland: 
Bayern
Einreichende Dienststelle: 
Sozialreferat
Ansprechpartner/in: 
Amil Sharifov
Straße/Postfach: 
Rathausplatz 1
PLZ: 
91052
Telefon: 
+49 9131 86-1947
Ort: 
Erlangen
Fax: 
+49 9131 86-2633

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Titel des Wettbewerbsbeitrags

Integration auf Datengrundlage

Kurzfassung des Wettbewerbsbeitrags

Die Zentrale Flüchtlingsdatenbank der Stadt Erlangen, welche wir als unseren Wettbewerbsbeitrag vorstellen möchten, löste für Erlangen schon sehr viele Probleme, womit andere Kommunen wahrscheinlich heute noch zu kämpfen haben. Sie ermöglicht den Vorteil einer Vernetzung und Kooperation verschiedener öffentlicher und nicht-öffentlicher Akteure und bietet einige technische Funktionen, die neue Möglichkeiten erschaffen. Die Datenbank ist außerdem so konzipiert, dass sie auf weiter Sicht, also noch in Monaten und Jahren, als Hilfsinstrument zur Integration von Geflüchteten beitragen kann – und zwar nicht nur Integration auf sprachlicher und arbeitsmarkttechnischer, sondern auch auf kultureller Ebene. Die Datenbank hat den Schwerpunkt einer vereinfachten Integration von Geflüchteten auf gesamtkommunaler Ebene und stellt eine Vorbildfunktion für andere Kommunen dar.

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Die Ausgangssituation für das Erstellen der Zentralen Flüchtlingsdatenbank, welche wir als unseren Wettbewerbsbeitrag vorstellen möchten, besteht auf einer akuten Notlage, die Anfang 2016 in gesamt Deutschland herrschte. Viele Medien, zum Beispiel Zeit Online berichteten damals über die Problematik, dass Asylsuchende nicht auffindbar seien; Focus Magazin schrieb am 24.04.2016: „Keine Behörde kann sagen, wieviele Migranten wirklich in Deutschland sind – weil die Bürokratie versagt. Tausende Minderjährige bleiben deshalb schutzlos“. Bis zu diesem Zeitpunkt arbeiteten die verschiedenen Akteure im Bereich Flüchtlinge der Stadt Erlangen tatsächlich an eigenen, nicht oder nur unzureichend abgestimmten Datensätzen. Da die Daten ständig wiederholt bei den unterschiedlichen Behörden erhoben wurden, wurden manche Personen doppelt oder nur unvollständig erfasst, es war kein schneller Informationsfluss zwischen den zentralen Akteuren gewährleistet und es bestand ein massiver Arbeitsmehraufwand. Durch das Fehlen einer gemeinsamen Datenbank gab es zum Beispiel keinen Überblick über die bereits bestehenden Deutschkurse und so kam es dort öfter zu Doppelversorgungen, was gleichzeitig lange Wartezeiten für andere bedeutete. Auch die Agentur für Arbeit – zuständig für die Arbeitsmarktintegration der Asylbewerber - und das Jobcenter bzw. die Gesellschaft zur Förderung der Arbeit (GGFA AöR) – zuständig für die Arbeitsmarktintegration Asylberechtigter - arbeiteten mit verschiedenen Datensätzen. In diesem Bereich mussten die Daten nach jedem Rechtszuständigkeitswechsel erneut erfasst werden.

Die Stadt Erlangen sah die Notwendigkeit eines schnellen und sicheren Datenaustausches zwischen wichtigen Akteuren und setzte das Ziel, eine gemeinsame Datenbank, die zur Aufgabenerfüllung notwendigen Daten gleichzeitig von den sowohl öffentlichen als auch nicht öffentlichen Stellen genutzt werden können, zu etablieren. Also hat die Stabstelle der Flüchtlingskoordination im Frühjahr 2016 angefangen eine zentrale Flüchtlingsdatenbank zu konzipieren. Die Zielgruppen sind alle Personen mit einer Bescheinigung über die Meldung als Asylsuchende (BÜMA), einer Aufenthaltsgestattung, einer Duldung nach § 60a des Aufenthaltsgesetzes und alle Asylberechtigte, also im Grunde alle in Erlangen lebenden Geflüchtete. Die zuständigen Stellen pflegen Daten der Kunden ein und sehen gleichzeitig die eingetragenen Daten anderer Stellen. Dadurch kann der Bearbeiter direkt sehen, in welcher Stufe der Integration der Kunde ist. So bündeln und optimieren die Akteure im Bereich Flüchtlingsarbeit ihre Aufgaben, es entsteht eine deutlich bessere Transparenz in der Zusammenarbeit und dadurch wird Arbeit und Zeitaufwand reduziert und Kosten eingespart. Auch die Geflüchteten profitieren von mehr Transparenz bei den Behördengängen und von verbesserten Strukturen.

Folgende Institutionen haben Zugang zur Datenbank und können Daten einpflegen: zu den Ämtern der Stadt Erlangen gehören das Rechtsamt bzw. der Datenschutzbeauftragte, die Ausländerbehörde, das eGouvernement bzw. die KommunalBit, das Sozialamt (der Koordinator der Flüchtlingshilfe), die Volkshochschule (die Deutschkurskoordinatorin), das Jugendamt und das Amt für Statistik; und weitere Institutionen, nämlich die Staatliche Berufsschule, das Jobcenter bzw. die GGFA, die Agentur für Arbeit und die Asyl- und Migrationsberatung der AWO bzw. des ASB können auf die Datenbank zugreifen.

Die Datenbank wurde in den Server der Stadt Erlangen integriert. Konzipiert wurde sie von einer Erlanger IT-Firma in Zusammenarbeit mit der Stabstelle zur Flüchtlingskoordination.

Die Datenschutzbeauftragte der Stadt Erlangen stellte hohe Anforderungen an die Datenbank, da von der Stadt persönliche Daten niemals an Unberechtigte weitergegeben werden. Deswegen bietet die Datenbank einige raffinierte technische Möglichkeiten. Es kann festgelegt werden, wer welche Altersgruppen, Herkunftsländer etc. einsehen darf und wer insgesamt wie viele Daten bzw. Personen sehen darf. So wird sichergestellt, dass jeder Nutzer nur diejenigen Daten einsehen kann, die er zur jeweiligen Aufgabenerfüllung benötig. Beispielsweise kann die staatliche Berufsschule nur Personen im Alter zwischen 16 und 21 Jahren sehen. Die Datenbank bietet auch eine Filterfunktion, die nach Alter, Geschlecht, Unterkunft, Herkunftsland usw. sortieren kann. Eine weitere technische Möglichkeit ist, dass klar definiert werden kann, welcher Akteur in welcher Spalte das Schreib- bzw. Leserecht besitzt. Durch die Upload-Funktion können Dateien wie z.B. Zeugnisse von den Nutzern hochgeladen werden und es können außerdem Familienkonstellationen festgelegt werden. Letztendlich ermöglicht die Exportfunktion es, eine Gesamtliste aus der Datenbank zu generieren. Die technischen Möglichkeiten betreffend ist die Datenbank auf einem außerordentlichen, multifunktionellen Niveau. Nachdem die Anforderungen der Datenschutzbeauftragten und viele weitere Modulationen technisch umgesetzt wurden, konnte im August 2016 die Datenbank datenschutzrechtlich freigegeben werden.

Die Daten, die erhoben werden, beinhalten sämtliche weitreichende Informationen über die Geflüchteten: nicht nur grundlegende Fakten wie den Namen und das Alter sondern auch persönliche Aspekte wie Sprachkompetenzen und kulturelle Interessen werden festgehalten. Basisdaten, genauer die Spalten Aktenzeichen, Nachname, Vorname, Geschlecht, Geburtsdatum, Alter, Geburtsort, Familienstand, Staatsangehörigkeit, Adresse, Aufenthaltsstatus und Alternative Namen, werden ohne großen Aufwand aus dem Ausländerzentralregister generiert. Dies ergibt die Vorteile, dass die Namen einheitlich geschrieben sind, was bis zu diesem Zeitpunkt nicht immer der Fall war, dass die Daten mit denen der Ausländerbehörde übereinstimmen, und die Daten einfach zu importieren und aktualisieren sind. Es findet jeden Monat eine Aktualisierung statt, wobei die bereits eingetragenen Daten nicht verloren gehen, da die Einträge technisch an das Aktenzeichen gekoppelt sind; die Aktualisierung ist also ohne Aufwand möglich. Weitere Spalten der Datenbank sind folgende: die Schulbildung des Geflüchteten, der erlernte Beruf, die Berufsausbildung, die Berufserfahrung, die Ausbildung, die Fachrichtung der Ausbildung, das Studium, die Fachrichtung des Studiums, die Sprachkenntnisse, die Muttersprache, die Alphabetisierung, das Datum der Antragstellung für einen Sprachkurs, der Kursantrag, ob der Antrag abgelehnt ist, das Datum, wann die Berechtigung erhalten wurde, der jeweilige Träger, der Einstufungstest, das Testergebnis, der Kursbeginn, das Kursende, die aktuelle Arbeit, Sportinteressen, Musikinteressen, Deutschkenntnisse, die E-Mail-Adresse des Deutschkurses, der individuelle Wunsch nach Ausbildung, der Betreuer, mögliche Arbeitszeiten, Zeugnisse des Geflüchteten, anerkannte Zeugnisse, die Telefonnummer, ob eine Behinderung besteht, ob der Geflüchtete einen Führerschein besitzt, die Hobbys, usw. werden abgefragt.

In erster Linie fungiert die Datenbank als Arbeitsplattform der Asylsozial- und Migrationsberater. Die Ergebnisse der Beratungsgespräche wie z.B. der Berufswunsch oder Hobbies werden in der Datenbank festgehalten. Bereits in der Testphase im August 2016 hat sich herausgestellt, dass die Datenbank für die Asylsozial- und Migrationsberater vom ASB und der AWO als Arbeitsplattform ein sehr geeignetes Werkzeug ist, das den Datenaustausch untereinander erheblich erleichtert. Durch die Datenbank konnte eine Verzahnung zwischen Außenstellen und Rathaus auch in Vertretungsfällen hergestellt werden. Zudem kann nun in dieser Hinsicht größtenteils papierlos gearbeitet werden. Durch die Etablierung der Datenbank kann nun auch ohne Aufwand darüber Auskunft gegeben werden, wie viele Geflüchtete derzeit in Erlangen leben, wie der Altersdurchschnitt welcher Herkunftsländer ist usw. Die Datenbank dient auch als Managementtool bei der Erreichung des vom Oberbürgermeister und dem Stadtrat angegebenen Ziels zur Vollversorgung der Geflüchteten mit Deutschkursen. Im Herbst  2016 wurde die Vollversorgung in Erlangen kurzzeitig erreicht.

Die Erlanger Flüchtlingsdatenbank ist multifunktionell, bietet sehr viele Vorteile, umfasst eine Vernetzung und Kooperation von verschiedenen Akteuren und hat den Schwerpunkt einer vereinfachten Integration von Geflüchteten in Erlangen. Eingebunden und festgehalten ist das Projekt Flüchtlingsdatenbank in den Maßnahmen zur Integration von Flüchtlingen bzw. in den Verwaltungsberichten der Stadt Erlangen. Die Datenbank legt durch die einzelnen Spalten Integrationsziele fest: alle Geflüchteten sollen womöglich in Integrationskurse bzw. Sprachkurse und anschließend in den Arbeitsmarkt integriert werden. Aber auch auf weite Sicht sollen Geflüchtete in das Leben in Erlangen integriert werden: nach bzw. neben der sprachlichen und arbeitsmarkttechnischen Integration soll die kulturelle Inklusion geschehen. Den Geflüchteten sollen individuelle und auf ihre Interessen ausgerichtete Freizeitaktivitäten von den Beratern angeboten werden. Der nachhaltige und weitsichtige Aspekt wurde beim der Erstellung der Flüchtlingsdatenbank berücksichtigt und wird in der Praxis sehr gut umgesetzt.

Es gab zahlreiche Anfargen aus anderen Kommunen und Landkreisen zur der Flüchtlingsdatenbank der Stadt Erlangen.

Fragen zum Wettbewerbsbeitrag

C1 Fragen zur gesamtkommunalen Einbindung des Wettbewerbsbeitrags

C 10 Gibt es in Ihrer Kommune ein Integrationskonzept?: 
ja
nein
C 11 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag in dieses Integrationskonzept eingebunden?: 
ja
nein
C 12 Unterstützt der/die (Ober-)Bürgermeister/in bzw. Landrat/-rätin Ihren Wettbewerbsbeitrag öffentlich?: 
ja
nein

C2 Fragen zur Konzeption und Ausrichtung des Wettbewerbsbeitrags

C 20 Gibt es zu Ihrem Wettbewerbsbeitrag ein schriftliches Konzept? : 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 21 Sind die Ziele des Wettbewerbsbeitrags im Hinblick auf Integration und Zusammenleben detailliert beschrieben & festgelegt?: 
ja
nein
C 22 Wurde vor der Festlegung der Ziele eine Ausgangs- und Bedarfsanalyse erstellt?: 
ja
nein
C 23 An welche Gruppen richtet sich Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
Kinder (Einrichtungen der Kindertagesbetreuung)
Kinder (Schule)
Jugendliche
junge Erwachsene
Erwachsene
Mädchen/Frauen
Jungen/Männer
aktuelle Zuwanderer (2015-2017)
jeweils differenziert nach Herkunftsgebieten
bereits seit mehreren Jahren in Deutschland lebende Zuwanderer
Bevölkerung vor Ort
Multiplikatoren
Weitere
C 24 Bezieht sich Ihr Wettbewerbsbeitrag auf: 
die Gesamtstadt?
einen Teilraum/Quartier?
ein Projekt?
C 25 An welche Orte und Einrichtungen knüpft Ihr Wettbewerbsbeitrag an?: 
Quartier als Ganzes
Nachbarschaftshäuser/Stadtteilzentren
Jugendeinrichtungen
Sportvereine
Flüchtlingsunterkünfte
Einrichtungen der Kindertagesbetreuung
Schulen
Ausbildungsstätten
Bildungseinrichtungen (VHS u.a.)
Soziale Treffpunkte für Zuwanderer
Migrantenselbstorganisationen
Weitere
C 25a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Jobcenter Agentur für Arbeit Wohlfahrtsverbände Staatliche Berufsschule
C 26: 

Welche Handlungsfelder zur Integration von Zuwanderern und zur Förderung des Zusammenlebens mit der Bevölkerung vor Ort stehen in Ihrem Wettbewerbsbeitrag im Mittelpunkt? Bitte geben Sie an, ob sich das Handlungsfeld auf die Gesamtstadt oder das Quartier bezieht bzw., ob es sich um ein Projekt handelt.

C 26a Handlungsfeld Wohnen und Wohnumfeld: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26b Handlungsfeld Soziale Infrastrukturen, z.B. Kindergarten, Schulen, Jugendeinrichtungen: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26c Handlungsfeld Bildung/Qualifizierung/Ausbildung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26d Handlungsfeld Beschäftigung/lokale Wirtschaftsförderung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26e Handlungsfeld Kultur: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26f Handlungsfeld Sport: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26g Handlungsfeld Gesundheit: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26h Handlungsfeld Umwelt/Grün: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26i Handlungsfeld Beteiligung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26j Handlungsfeld Engagementförderung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 27a Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe der Zielgruppe "Zuwander" ausgerichtet?: 
ja
nein
C 27b Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe der Zielgruppe "Bevölkerung vor Ort" ausgerichtet?: 
ja
nein

C3 Fragen zur Umsetzung des Wettbewerbsbeitrags

C 30 Welche Akteure aus Kommunalpolitik und Kommunalverwaltung beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbei: 
Stadt-, Gemeinde-, bzw. Kreisrat
Amt/Bereich Soziales
Amt/Bereich Jugend
Amt/Bereich Wohnen
Amt/Bereich Grün(-planung)
Bürgermeister/in bzw. Landrat/-rätin
Amt/Bereich Stadtplanung/ Stadtentwicklung
Integrationsbeauftragte/r
Amt/Bereich Sport
Amt/Bereich Gesundheit
Weitere
C 30a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Jobcenter Ausländerbehörde Datenschutzbeauftragte
C 31 Welche verwaltungsexternen lokal relevanten Akteure beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbeitrags?: 
Quartiersmanagement
Stadtteilzentren/ Nachbarschaftshäuser
Wohlfahrtsverbände
Kirchen
Migrantenselbstorganisationen
Sponsoren
Lokale Medien
Stiftungen
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Nachbarschaftsvereine
Kleingartenvereine
Unternehmen, Betriebe
Weitere
C 31a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Bundesagentur für Arbeit
C 32 Gibt es schriftliche und verbindliche Vereinbarungen zur Vernetzung und Kooperation der Akteure?: 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 33 Welche Laufzeit hat Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
C 34 Wie finanzieren Sie Ihren Wettbewerbsbeitrag?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
C 35 Wie lange ist die Finanzierung des Wettbewerbsbeitrags gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
C 36 Wird der Wettbewerbsbeitrag in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
C 36a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
C 37 Werden im Rahmen der Umsetzung von anderen entwickelte Projekte und Maßnahmen übernommen und eingesetzt?: 
ja
nein
C 38 Sind umgekehrt im Rahmen Ihres Wettbewerbsbeitrags entwickelte Projekte und Maßnahmen bereits andernorts übernommen worden?: 
ja
nein

Einzelprojekte

Einzelprojekt 1

D 10 Titel des Einzelprojekts Nr. 1: 
Flüchtlingsforum
D 11 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
trifft nicht zu
D 12 Wie lange ist die Finanzierung des Projekts gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
trifft nicht zu
D 13 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 14 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
trifft nicht zu
D 14a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
trifft nicht zu
D 15 Kurzbeschreibung des Projekts: 

Um in Erlangen die Partizipation der Flüchtlinge zu erleichtern und die Flüchtlinge in den Flüchtlingsunterkünften besser erreichen zu können, wurde Anfang 2016 ein Forum mit 12 englischsprechenden Geflüchteten aus den verschiedenen Stadtteilen gegründet. Das Forum trifft sich monatlich und wird durch den Flüchtlingskoordinator der Stadt begleitet. Durch die regelmäßigen Austausche zwischen den Forumsmitgliedern und den Einrichtungen in Erlangen soll  gewährleistet werden, dass die Flüchtlinge in Planungsprozessen miteinbezogen werden können und ihr Anliegen zum Ausdruck bringen. Bisher fanden bereits einige erfolgreiche Gespräche mit verschiedenen Instanzen, zum Beispiel dem Oberbürgermeister, der Sozialreferentin, dem Zentrum für selbstbestimmtes Leben, Siemens, der Polizei, dem Stadtmuseum, dem Amt für Soziokultur, dem Bayerischem Roten Kreuz, dem Jobcenter, der GGFA usw. statt. Ein Projekt, das dabei entstand, welches ich als unser Einzelprojekt vorstellen möchte, wurde diesen Juli auf der viel besuchten Erlanger Bergkirchweih durchgeführt. Die Mitglieder des Forums haben zuvor bei dem Bayrischen Roten Kreuz einen Erste-Hilfe-Kurs absolviert und eine spezielle Einweisung für ihren Einsatz auf dem „Berch“ erhalten, da während der fünften Jahreszeit Erlangens der Alkoholkonsum der Stadtbewohner und Gäste sprunghaft ansteigt. Vom 1. bis zum 12. Juni halfen sie dann vor Ort auf der Wache des Arbeiter-Samariter-Bunds und des BRK ehrenamtlich mit. Sie brachten dabei nicht nur ihre Kenntnisse als Ersthelfer, sondern auch ihre Sprachkenntnisse ein. Im Notfall konnten sie für das medizinische Personal, die Polizei oder die Organisatoren übersetzen. ((Für den Erlanger Oberbürgermeister Florian Janik zeigte der Einsatz der Geflüchteten bei der diesjährigen Bergkirchweih, "dass wir uns jetzt weniger um sie kümmern müssen, sondern dass wir miteinander etwas machen können". Thomas Heideloff (BRK) und Jürgen Seiermann (ASB) bezeichneten die Mitarbeit der Flüchtlinge während der Bergkirchweih als besonders gelungenes Beispiel von gelebter Integration.)) Die Flüchtlinge würden die Arbeit der Sanitäter bei der Bergkirchweih erleichtern, sagen Heideloff und Seiermann. Nicht nur sprachlich würden sie einige Hürden nehmen, sondern auch bei kulturellen Unterschieden ihre Kompetenz einbringen. Flüchtlinge seien ein "wichtiger Baustein, eine Bereicherung und auch ein Rückhalt", so Heideloff und Seiermann. Ziel dieses Projektes war die Stärkung der Akzeptanz der Flüchtlinge in der Stadtgesellschaft sowie die Partizipation von Flüchtlingen an gesellschaftlichen Aufgabenfeldern.

Einzelprojekt 2

D 20 Titel des Einzelprojekts Nr. 2: 
Infopoint von Flüchtlingen für Flüchtlinge
D 21 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
trifft nicht zu
D 22 Wie lange ist die Finanzierung des Projekts gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
trifft nicht zu
D 23 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 24 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
trifft nicht zu
D 24a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
trifft nicht zu
D 25 Kurzbeschreibung des Projekts: 

Im Juli 2016 wurde zur frühzeitigen Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt das „Gemeinsame Arbeitsmarktbüro“ (gemAMB) gegründet. Die Kooperationspartner hierfür sind einerseits die Stadt Erlangen, die Agentur für Arbeit Fürth/Erlangen und das Jobcenter bzw. die GGFA AöR – Anstalt des öffentlichen Rechts – Erlangens. Asylsuchende, anerkannte Flüchtlinge, sowie Geduldete mit Arbeitsgestattung können durch das gemAMB viel früher als bisher durch Arbeitsagenturen und Jobcenter bei der Integration in Ausbildung und Arbeit betreut und unterstützt werden. Mit Hilfe der Beratung sollen berufliche Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten systematisch erschlossen, ggf. mit einer anschließenden Förderung ausgebaut und durch intensive Betreuung eine Integration am Arbeitsmarkt und am Ausbildungsmarkt erreicht werden. Zu den Aufgaben des gemAMB gehören u. a. alle frühzeitigen, zielgruppenbezogenen Dienstleistungen, bereits während des Asylverfahrens und direkt nach der Anerkennung, die vertiefte Kompetenzfeststellungen, eine ganzheitliche Betreuung und Vermittlung in allgemeine Hilfsangebote und Sprachförderung, die Einleitung und Begleitung der Anerkennungsverfahren, Aktivierungs- und Qualifizierungsmaßnahmen, sowie der Aufbau eines strukturierten Übergabemanagements zur Vermeidung von Friktionen durch gemeinsame Beratungen zwischen AA und GGFA bei einem Rechtskreiswechsel.

Im Infopoint, der den Zugang zum Gemeinsamen Arbeitsmarktbüro koordiniert und effizient gestaltet, damit die Mitarbeiter des gemAMB vorab über alle Kunden informiert sind, werden Geflüchtete beschäftigt. Dies hat den Vorteil, dass sie bereits eine gewisse Nähe zu den Kunden haben und es keine sprachliche Barriere gibt.

Der Infopoint der Stadt Erlangen, der ebenso seit Juli 2016 in Betrieb ist, soll der Orientierung von Geflüchteten im Rathaus gelten und lange Wartezeiten für diese vermeiden. Der Infopoint hat außerdem die Aufgabe, das Clearingverfahren von Berufsschulpflichtigen und kurze Dolmetscherleistungen bei Behördengängen im Rathaus durchzuführen.

Anlagen