Berlin - Reinickendorf

Name der Stadt/der Gemeinde/des Landkreises: 
Berlin - Reinickendorf
Typ: 
kreisfrei
Bundesland: 
Berlin
Einreichende Dienststelle: 
Bezirksamt Reinickendorf, Integrationsbeauftragter Oliver Rabitsch
Ansprechpartner/in: 
Matthias Mundt
Straße/Postfach: 
Eichborndamm 215
PLZ: 
13437
Telefon: 
+49 30 90294-2015
Ort: 
Berlin
Fax: 
+49 30 90294-6326

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Titel des Wettbewerbsbeitrags

Zwischen Himmel und Erde

Kurzfassung des Wettbewerbsbeitrags

Im Fokus des seit 2016 laufenden Projekts steht der Gedanke, Geflüchteten in Reinickendorf ehrenamtliches Engagement sowie das Ankommen in Arbeit und damit gesellschaftliche Partizipation zu ermöglichen. Zusammen mit aktiven Ehrenamtler*innen, Nachbar*innen, lokalen Firmen sowie der Verwaltung werden durch das Projekt dauerhafte Werte geschaffen, die allen Berliner*innen offen stehen, wie der Bau eines Abenteuerspielplatzes und die Renovierung Reinickendorfer Schulen, die von der Beschlagnahmung ihrer Turnhallen betroffen waren. Durch die gemeinsame Arbeit wurden Vorurteile abgebaut, Freundschaften und Netzwerke entstanden. Die breite mediale Berichterstattung über das Projekt verändert zudem auch die gesellschaftliche Wahrnehmung Geflüchteter in Reinickendorf und berlinweit.

Das gemeinsame Handeln von Akteuren aus Zivilgesellschaft, Verwaltung und Wirtschaft soll Geflüchteten mit der Vermittlung in Arbeit ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen. Einige Teilnehmer*innen konnten so bereits bei den beteiligten Firmen ein Praktikum oder eine feste Ausbildungs- oder Arbeitsstelle antreten. Der besondere Aspekt des Projekts ist, dass sich gesellschaftliche Engagement Ankommender positiv auf die individuelle Lebenssituation auswirken kann.

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Auch nach Reinickendorf kamen im Zuge der Flüchtlingskrise 2015-2017 viele Neuankommende. Die Ankunft so vieler Menschen verlangte auch vom Bezirk zahlreiche Anstrengungen, wie etwa die vorrübergehende Beschlagnahmung von Turnhallen für ihre Unterbringung. Während Verwaltung und viele Ehrenamtliche versuchten, den Menschen zu helfen und Perspektiven zu schaffen, verschlechterte sich das gesamtgesellschaftliche Klima gegenüber den Neuankommenden zusehends. Ängste wurden geschürt und es fehlte an positiven Beispielen gelungener Integration und gutem Zusammenlebens. Gleichzeitig fehlten vielen Menschen, die hier ankamen Perspektiven und sie können nur selten dem tristen Alltag in den Unterkünften und damit in Kontakt mit anderen Bewohnern Reinickendorfs kommen.

Für das Projekt, welches durch den Integrationsbeauftragten Reinickendorf, die Apostel-Petrus-Gemeinde, das Diakonische Werk Reinickendorf sowie WiR e.V. (Willkommen in Reinickendorf) 2016 initiiert wurde, begannen ca. 20 Geflüchtete und ehrenamtliche Helfer*innen gemeinsam mit Mitarbeiter*innen lokaler Firmen einen Kletterseilgarten auf dem Gelände der Apostel-Petrus-Gemeinde im Märkischen Viertel aufzubauen. Durch die partnerschaftliche Arbeit von Neuangekommenen und Mitarbeiter*innen der Privatwirtschaft wurden ein Abenteuerspielplatz und ein öffentlicher Raum geschaffen, der nun für alle Kinder im Märkischen Viertel nutzbar ist (http://www.berliner-zeitung.de/berlin/maerkisches-viertel-fluechtlinge-bauen-spielplatz-fuer-berliner-kinder-24768896). Das Projekt verfolgt einerseits den geäußerten Wunsch vieler Geflüchteter, „etwas zurückzugeben“ und sich für die Hilfsbereitschaft der Aufnahmegesellschaft zu bedanken. Anderseits ermöglicht der Spielplatzbau die aktive Einbindung geflüchteter Menschen in ihr neues Wohnumfeld, den Kontakt von alten und neuen Bewohner*innen und ansässigen Firmen sowie ein gemeinsames bürgerschaftliches Engagement. Die Kontakte zwischen lokalen Helferinnen und Helfern und Geflüchteten wurden weiter gepflegt und viele Teilnehmer*innen besuchen seither regelmäßig das von der Apostel-Petrus-Gemeinde organisierte Begegnungscafé International. Dort kochen sie gemeinsam mit alteingesessenen Bewohner*innen, nehmen das Angebot von Deutschkursen war oder lernen sich einfach kennen. Andere haben bei den am Projekt beteiligten Firmen die Möglichkeit genutzt, sich über ein Praktikum weiterzubilden und eine Ausbildung oder Arbeit dort begonnen.

Das erste erfolgreiche Kennenlernen und gemeinsame Schaffen der Beteiligten hat ein aktives Netzwerk entstehen lassen, das sich weiteren Herausforderungen stellt. Denn die Idee des Projekts war von Anfang an, ein langfristiges Engagement mit dauerhaften Effekten auf die Förderung gegenseitiger Toleranz und die Weiter- und Ausbildung durch praktische Erfahrungen und Kommunikation zu ermöglichen. Der zweite Teil des Projekts steht unter dem Motto „Das Projekt macht Schule“. Hier werden Reinickendorfer Schulen renoviert, die besonders stark von der Belegung von Turnhallen zur provisorischen Unterbringung Geflüchteter seit 2015 betroffen waren (http://www.berliner-woche.de/heiligensee/soziales/etwas-zurueck-geben-integrationsprojekt-zwischen-himmel-und-erde-geht-weiter-d122371.html). Geflüchtete, die größtenteils bereits zuvor beim Spielplatzbau dabei waren, Eltern sowie zahlreiche ehrenamtliche Helfer*innen und Mitarbeiter*innen der Partnerfirmen greifen seit März 2017 gemeinschaftlich zu Pinsel und Farbe und machen sowohl die Schulen als auch den gesellschaftlichen Austausch ein großes Stück bunter. Mitte April wurde die Ellef-Ringnes-Grundschule als erste von insgesamt drei ausgewählten Schulen in Reinickendorf fertig (www.morgenpost.de/berlin/article210108245/Fluechtlinge-streichen-Klassenraeume-in-Reinickendorfer-Schule.html). Mit einem großen Fest, welches u.a. durch den Schirmherrn des Projekts Robert Harting eröffnet wurde, konnten die renovierten Räume feierlich an die Kinder übergeben werden. Die Lauterbach-Grundschule im Märkischen Viertel wurde im Juli des Jahres vom Team renoviert. Momentan befindet sich die Grundschule am Vierrutenberg im Fokus der gemeinschaftlichen Anstrengungen. Erstmals war es hierfür möglich, auch eine eigenständig arbeitende Gruppe für geflüchtete Frauen zu organisieren. Zusammen mit anderen ehrenamtlich aktiven Anwohner*innen werden sie Renovierungsarbeiten durchführen, ein Wandgemälde erstellen und miteinander in Austausch treten können.

Durch die Zusammenarbeit von Freiwilligen, Firmen, aber auch Eltern der betroffenen Schulen werden Vorurteile abgebaut und Möglichkeiten des gegenseitigen Kennenlernens geschaffen. Der sich negativ entwickelnden öffentlichen Stimmungslage gegenüber Neuankommenden nach der Beschlagnahmung der Turnhallen in Berlin wird hier ein positives Beispiel gelungenen Zusammenlebens und -arbeitens entgegengesetzt. Die Effekte bürgerschaftlichen Engagements werden durch die gemeinsame Sanierung direkt sichtbar und die Bereitschaft zu einem toleranteren Miteinander wächst.

Die dritte im Oktober 2017 anlaufende Etappe des Projekts mit dem Titel „Work in Progress“ sieht vor, Geflüchtete aus Reinickendorfer Gemeinschaftsunterkünften mit Berliner Unternehmen zusammenzuführen. Menschen mit einem Fluchthintergrund bekommen in bereits geschaffenen „Infopoints“ vor Ort die Möglichkeit, sich selbst als zukünftige Ausbildungs- und Arbeitskräfte für Berliner Unternehmen zu präsentieren. Hier werden Geflüchtete durch kompetente Haupt- und Ehrenamtliche beraten, Deutschkurse vermittelt oder gemeinsam Lebensläufe und Bewerbungen erstellt. Der „Infopoint“ ist zudem der Ort, an dem die Menschen mit den organisierten Firmen und Institutionen, wie etwa dem Jobcenter, in Kontakt treten können.

Weitere Informationen:
www.reinickendorfer-allgemeine.de/nachrichten/soziales-senioren-kirche/item/2762-arbeit-als-mittel-zur-integration
www.berlin.de/ba-reinickendorf/aktuelles/pressemitteilungen/2017/pressemitteilung.627528.php

Dass dabei die bereits beteiligten Firmen, aber auch neue Projektpartner*innen partizipieren, zeigt den nachhaltigen Erfolg von „Zwischen Himmel und Erde“. Alle Projektbeteiligten sind sich darüber einig, dass der zentrale Punkt gelungener Integration ein selbstbestimmtes und unabhängiges Leben ist und der Weg dorthin über Sprachförderung, Bildung, Arbeit und das Schaffen eines toleranten Miteinanders führt.

Durch die gemeinsame Arbeit traten – teilweise erstmals – neue und alte Bewohner*innen im Märkischen Viertel und rund um die drei renovierten Schulen in Reinickendorf in Kontakt. Dadurch konnten bestehende Vorurteile, insbesondere in den durch die Turnhallenbeschlagnahmung betroffenen Schulen, abgebaut werden und über die gemeinsame Arbeit und den Kontakt wuchs das Verständnis füreinander. Heute sind durch die bisherigen Etappen von Zwischen Himmel und Erde zahlreiche Bekanntschaften und Freundschaften entstanden. Ein großes Netzwerk aus Ehrenamtlichen, Institutionen und Firmen ist entstanden und bietet bei Fragen von Spracherwerb, Ausbildung und Arbeit bis über die Beschaffung von Wohnraum einen stetigen und direkten Austausch. Bis zu 50 Personen sind im Rahmen des Projekts aktiv und bieten darüber hinaus weitere integrative Möglichkeiten für Geflüchtete, wie etwa die im Café International organisierten Sprachkurse. Durch die stetig anwachsende Teilnehmer*innenzahl ist es nun auch möglich, Genderaspekte zu berücksichtigen und die bisher zu einem großen Teil aus geflüchteten Männern bestehende Gruppe um eine eigenständig tätige Frauengruppe zu erweitern. Durch Kinderbetreuung und eine Übersetzerin wird ihnen die Möglichkeit gegeben, sich unabhängig und sicher in einem „männlich“ konnotierten Arbeitsfeld zu bewegen, dort erste Erfahrungen, auch für eine eventuelle spätere Aus- oder Weiterbildung, zu sammeln und in den Austausch mit anderen Frauen zu treten.

Bei regelmäßigen Workshops in den Firmenzentralen erläutern Mitarbeiter*innen Geflüchteten die Grundlagen der jeweiligen Arbeiten und geben ihnen darüber hinaus einen Einblick in die Arbeitsweise moderner Berliner Unternehmen. Für einige Geflüchtete bedeutet das gemeinsame Projekt sogar den Übergang in eine neue Phase des Ankommens, indem sie bei den beteiligten Firmen ein Praktikum absolvieren oder gar eine Ausbildung beginnen konnten. Die erfolgreiche multisektorale Zusammenarbeit von Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft wird am besten am Beispiel des 2015 aus dem Irak geflohenen Ihab Habeeb deutlich: Bei einer Familie der am Spielplatzbau beteiligten Kirchengemeinde Apostel-Petrus im Märkischen Viertel fand er im Rahmen des Projekts ein möbliertes Zimmer und konnte die Notunterkunft verlassen. Im Anschluss an den Bau bot ihm die Firma Aufzugswerke Schmitt + Sohn GmbH & Co. KG ein Praktikum an. Herr Habeeb konnte anschließend einen Arbeitsvertrag bei der Firma unterzeichnen. Auch an den nachfolgenden Etappen von „Zwischen Himmel und Erde“ beteiligt sich Ihab Habeeb als neuer Mitarbeiter von Schmitt + Sohn weiterhin ehrenamtlich.

Neben dem gegenseitigen Kennenlernen, dem Abbau von Vorurteilen und der Vermittlung in Arbeit und Ausbildung stand auch das Schaffen von „dauerhaften“ Werten im Fokus, die allen Reinickendorfer*innen zur Verfügung stehen. Der Kletterseilgarten und die renovierten Schulen bieten nun Begegnungsräume für neue und alte Bewohner*innen. Ohne die großzügigen Geld- und Sachspenden der beteiligten Firmen für WiR e.V. und die Freistellung ihrer Mitarbeiter*innen wären die Vorhaben nicht umsetzbar gewesen. Allein der Materialwert des Kletterseilgartens beträgt geschätzte 70.000 €, dazu kommen zahlreiche Sachleistungen der Firmen, wie Arbeitskleidung für die Teilnehmenden und Malermaterialien, die Freistellung ihrer Mitarbeiter für u.a. Workshops und die Arbeit vor Ort. Auch für die aktuellen Projektphasen der Plakataktion „Danke Berlin“ und „Work in Progress“ wurden noch einmal ca. 15.000 € durch WiR e.V. von den Firmen eingeworben. Die Berliner Firmen zeigen mit ihrem Engagement „Gesicht“ für bürgerschaftliches Engagement, Toleranz und die Integration Neuzugewanderter.

Auf das Reinickendorfer Projekt wurden sowohl lokale als auch überregionale Medien aufmerksam und wirkten mit ihrer Berichterstattung positiv auf das öffentliche Bild geflüchteter Menschen. So berichteten etwa die Reinickendorfer Allgemeine, Die Morgenpost, der Berliner Kurier, der Radiosender 91.4, der RBB, aber auch RTL über die gemeinsame Unternehmung (eine Übersicht findet sich auf der Projektseite: www.zwischen-himmel-und-erde.berlin/presse). Unter dem Zeichen der Förderung von Toleranz und der Sensibilisierung der Öffentlichkeit stand auch die 2017 gestartete Plakataktion „Danke Berlin“ (www.wir-netzwerk.de/index.php/netzwerk/news), bei der die geflüchteten Teilnehmer*innen und ihre ehrenamtliche Arbeit vorgestellt wurden. Hierdurch sollte auf die Wahrnehmung Geflüchteter in der Öffentlichkeit eingewirkt werden: Statt als „Hilfeempfänger*innen“ werden sie hier als aktive Mitglieder der Bürgergesellschaft portraitiert, die sich selbst gesellschaftlich engagieren und partizipieren. Die gemeinsamen Aktivitäten von privatwirtschaftlichen und ehrenamtlichen Helfer*innen sollen auch dazu beitragen, der öffentlichen Wahrnehmung geflüchteter Menschen über Reinickendorf hinaus in Gesamtberlin einen positiven und gemeinschaftsstiftenden Aspekt hinzuzufügen.

Die Geflüchteten, die oft nur wenig in ihren Unterkünften tun können, werden durch die Projektarbeit für den Einstieg in die Aus- und Weiterbildung oder den Arbeitsmarkt vorbereitet. Sie kommen in Kontakt mit Nachbar*innen, mit potentiellen Arbeitgeber*innen und dienen als positive Beispiele gelungener Integration. Die Gesellschaft vor Ort erhält darüber hinaus einen direkten gesamtgesellschaftlichen Nutzen, durch bspw. Spielplatzbau oder Schulrenovierung. Das gesellschaftliche Klima für die Akzeptanz Neuankommender hat sich, auch durch die breite Berichterstattung und die Plakataktion „Danke Berlin“, in den betroffenen Stadtbereichen Berlin Reinickendorfs positiv verändert.

Zukunftsperspektive

Der dem Projekt zugrundeliegende Ansatz, die Zivilgesellschaft durch die praktische Zusammenarbeit von Geflüchteten, Firmen und Anwohnern zu stärken, konnte bisher vorbildlich umgesetzt werden. Es hat sich ein aktives Netzwerk gebildet, welches zivilgesellschaftliches Engagement mit gelungener Sprachförderung, Weiterbildungsmöglichkeiten und Arbeitsmarktintegration verbindet. Dafür sind die Firmen bereit, Mitarbeiter*innen freizustellen, auf Einnahmen zu verzichten und ihr Engagement weiter zu verstetigen. Die Nachhaltigkeit des Projekts „Zwischen Himmel und Erde“ zeigt sich unter anderem darin, dass die Partner*innen bereits im zweiten Jahr mit dabei sind, das Netzwerk stetig wächst und ein weiterer Ausbau der Zusammenarbeit vorbereitet wird.

Es ist das erklärte Ziel der Partner*innen, dass die Projektidee, Firmen, Freiwillige, Geflüchtete und Nachbar*innen im ehrenamtlichen Engagement zusammenzubringen, über die Grenzen Reinickendorfs in andere Bezirke der Stadt zu übertragen. „Zwischen Himmel und Erde“ soll als Vorbild für integrative Maßnahmen dienen, die einen ähnlichen praktischen und direkten Zugang für die Toleranz-, Sprach- und Bildungsförderung verfolgen. Dafür befindet sich der Integrationsbeauftragte Reinickendorf bereits in Gesprächen mit Kolleg*innen anderer Bezirke, zunächst den Teil der Aus-, Weiterbildungs- und Arbeitsmarktförderung unter dem Titel „Work in Progress“ auch in anderen Unterkünften für Geflüchtete in der Stadt anzudocken. Ziel ist es den Projektcharakter von „Work in Progress“ zu verstetigen. In den weiteren Unterkünften sollen dafür „Infopoints“ nach Reinickendorfer Vorbild aufgebaut werden. Mit dem Berliner Staatssekretär für Integration Daniel Tietze ist eine Ausweitung des Teilprojekts "Work in Progress" auf andere Berliner Bezirke geplant.

Des Weiteren wird daran gearbeitet, den Kreis der teilnehmenden Institutionen auf Sportvereine der Stadt auszuweiten. Denn Sportvereine stellen mit ihrem reichhaltigen Angebot eine wichtige Säule gesellschaftlich integrativer Arbeit dar: Sport verbindet über kulturelle und sprachliche Grenzen hinweg, hierbei lernen sich Menschen kennen und finde eine gemeinsame Sprache. Oft bildet der Eintritt in einen Sportverein die ersten Möglichkeiten ein wirkliches soziales Netzwerk zu bilden und hier ist der geeignete Ort, um vorhandene Vorurteile durch direkten Kontakt abzubauen – für ein tolerantes und weltoffenes Miteinander. Dafür sind etwa die gemeinsame Renovierung von Sportvereinen oder die Veranstaltung integrativer Sportfeste geplant.

Fragen zum Wettbewerbsbeitrag

C1 Fragen zur gesamtkommunalen Einbindung des Wettbewerbsbeitrags

C 10 Gibt es in Ihrer Kommune ein Integrationskonzept?: 
ja
nein
C 11 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag in dieses Integrationskonzept eingebunden?: 
ja
nein
C 12 Unterstützt der/die (Ober-)Bürgermeister/in bzw. Landrat/-rätin Ihren Wettbewerbsbeitrag öffentlich?: 
ja
nein

C2 Fragen zur Konzeption und Ausrichtung des Wettbewerbsbeitrags

C 20 Gibt es zu Ihrem Wettbewerbsbeitrag ein schriftliches Konzept? : 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 21 Sind die Ziele des Wettbewerbsbeitrags im Hinblick auf Integration und Zusammenleben detailliert beschrieben & festgelegt?: 
ja
nein
C 22 Wurde vor der Festlegung der Ziele eine Ausgangs- und Bedarfsanalyse erstellt?: 
ja
nein
C 23 An welche Gruppen richtet sich Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
Kinder (Einrichtungen der Kindertagesbetreuung)
Kinder (Schule)
Jugendliche
junge Erwachsene
Erwachsene
Mädchen/Frauen
Jungen/Männer
aktuelle Zuwanderer (2015-2017)
jeweils differenziert nach Herkunftsgebieten
bereits seit mehreren Jahren in Deutschland lebende Zuwanderer
Bevölkerung vor Ort
Multiplikatoren
Weitere
C 23a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Reinickendorfer Firmen
C 24 Bezieht sich Ihr Wettbewerbsbeitrag auf: 
die Gesamtstadt?
einen Teilraum/Quartier?
ein Projekt?
C 25 An welche Orte und Einrichtungen knüpft Ihr Wettbewerbsbeitrag an?: 
Quartier als Ganzes
Nachbarschaftshäuser/Stadtteilzentren
Jugendeinrichtungen
Sportvereine
Flüchtlingsunterkünfte
Einrichtungen der Kindertagesbetreuung
Schulen
Ausbildungsstätten
Bildungseinrichtungen (VHS u.a.)
Soziale Treffpunkte für Zuwanderer
Migrantenselbstorganisationen
Weitere
C 25a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Reinickendorfer Unternehmen
C 26: 

Welche Handlungsfelder zur Integration von Zuwanderern und zur Förderung des Zusammenlebens mit der Bevölkerung vor Ort stehen in Ihrem Wettbewerbsbeitrag im Mittelpunkt? Bitte geben Sie an, ob sich das Handlungsfeld auf die Gesamtstadt oder das Quartier bezieht bzw., ob es sich um ein Projekt handelt.

C 26a Handlungsfeld Wohnen und Wohnumfeld: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26b Handlungsfeld Soziale Infrastrukturen, z.B. Kindergarten, Schulen, Jugendeinrichtungen: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26c Handlungsfeld Bildung/Qualifizierung/Ausbildung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26d Handlungsfeld Beschäftigung/lokale Wirtschaftsförderung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26e Handlungsfeld Kultur: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26f Handlungsfeld Sport: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26g Handlungsfeld Gesundheit: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26h Handlungsfeld Umwelt/Grün: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26i Handlungsfeld Beteiligung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26j Handlungsfeld Engagementförderung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 27a Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe der Zielgruppe "Zuwander" ausgerichtet?: 
ja
nein
C 27b Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe der Zielgruppe "Bevölkerung vor Ort" ausgerichtet?: 
ja
nein

C3 Fragen zur Umsetzung des Wettbewerbsbeitrags

C 30 Welche Akteure aus Kommunalpolitik und Kommunalverwaltung beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbei: 
Stadt-, Gemeinde-, bzw. Kreisrat
Amt/Bereich Soziales
Amt/Bereich Jugend
Amt/Bereich Wohnen
Amt/Bereich Grün(-planung)
Bürgermeister/in bzw. Landrat/-rätin
Amt/Bereich Stadtplanung/ Stadtentwicklung
Integrationsbeauftragte/r
Amt/Bereich Sport
Amt/Bereich Gesundheit
Weitere
C 30a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Stellvertretender Bürgermeister/ Stadtrat Wirtschaft, Gesundheit, Integration, Soziales
C 31 Welche verwaltungsexternen lokal relevanten Akteure beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbeitrags?: 
Quartiersmanagement
Stadtteilzentren/ Nachbarschaftshäuser
Wohlfahrtsverbände
Kirchen
Migrantenselbstorganisationen
Sponsoren
Lokale Medien
Stiftungen
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Nachbarschaftsvereine
Kleingartenvereine
Unternehmen, Betriebe
Weitere
C 32 Gibt es schriftliche und verbindliche Vereinbarungen zur Vernetzung und Kooperation der Akteure?: 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 33 Welche Laufzeit hat Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
C 34 Wie finanzieren Sie Ihren Wettbewerbsbeitrag?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
C 35 Wie lange ist die Finanzierung des Wettbewerbsbeitrags gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
C 36 Wird der Wettbewerbsbeitrag in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
C 36a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
C 37 Werden im Rahmen der Umsetzung von anderen entwickelte Projekte und Maßnahmen übernommen und eingesetzt?: 
ja
nein
C 38 Sind umgekehrt im Rahmen Ihres Wettbewerbsbeitrags entwickelte Projekte und Maßnahmen bereits andernorts übernommen worden?: 
ja
nein
C 38a Wenn ja ... Welche?: 
Gemeinsam mit dem Berliner Staatssekretär für Integration Daniel Tietze ist eine Ausweitung des Teilprojekts "Work in Progress" auf andere Berliner Bezirke geplant.

Einzelprojekte

Einzelprojekt 1

D 10 Titel des Einzelprojekts Nr. 1: 
Spielplatzbau - ein integratives Nachbarschaftsprojekt
D 11 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
trifft nicht zu
D 12 Wie lange ist die Finanzierung des Projekts gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
trifft nicht zu
D 13 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 14 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
trifft nicht zu
D 14a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
trifft nicht zu
D 15 Kurzbeschreibung des Projekts: 

Auftaktprojekt von "Zwischen Himmel und Erde" (Beschreibung siehe oben). Hier entstand ein aktives Netzwerk von Helfenden, die sich auch bei den nachfolgenden Teilprojekten "Das Projekt macht Schule" und "work in progress" engagieren.

Einzelprojekt 2

D 20 Titel des Einzelprojekts Nr. 2: 
Pilotprojekt „workin progress“ – Integration durch Arbeit
D 21 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
trifft nicht zu
D 22 Wie lange ist die Finanzierung des Projekts gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
trifft nicht zu
D 23 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 24 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
trifft nicht zu
D 24a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
trifft nicht zu
D 25 Kurzbeschreibung des Projekts: 

Nach einer langen Flucht, dem Ankommen in einem fremden Land und der ersten Orientierung, geht es für geflüchtete Menschen im nächsten Schritt nun darum, den Weg in das Erwerbsleben zu finden. Sie bringen häufig Erfahrungen, Talente und Interessen mit, die sie insbesondere auch in Bereiche einbringen können, in denen Arbeitskräfte knapp sind. Im Rahmen unseres Pilotprojekts „workin progress“ möchten wir daher zusammen mit Berliner Unternehmen eine nachhaltige Vermittlung in die Arbeitswelt gestalten. Zum Projektbeginn beteiligen sich zehn Firmen mit Beschäftigungsangeboten an unserem Projekt. Weitere Kooperationen sind geplant. In der größten Gemeinschaftsunterkunft im Bezirk Reinickendorf (mit über 600 Plätzen) bieten wir Geflüchteten eine Möglichkeit, sich beraten zu lassen, konkrete Angebote von Firmen zu finden und den direkten Kontakt zu einer Erwerbsmöglichkeit zu schließen. Wichtig hierbei ist, dass der unbürokratische Weg zur Arbeitswelt in vertrauter Umgebung passiert. Mithilfe eines Fragebogens erfassen wir die Vorerfahrungen und Potentiale der geflüchteten Menschen, möchten sie mit dem Bedarf in den Firmen abgleichen und beides unkompliziert zusammenbringen. Durch Schnuppertage werden erste Kontakte zwischen potentiellen neuen Mitarbeitenden und den Arbeitgebern vor Ort hergestellt werden. Nach einer Vermittlung werden Geflüchtete unddie durch die Firmen bestimmten Paten von externen professionellen bzw. ehrenamtlichen Personen für einen bestimmten Zeitraum begleitet. Darüber hinaus steht uns das Jobcenter mit seiner Expertise für eine regelmäßige Sprechstunde in der Unterkunft beratend zur Seite.

Anlagen