Stadt Hanau

(kreisangehörige Stadt in Hessen; 92.643 Einwohnerinnen und Einwohner)

 

Viele Wettbewerbsbeiträge – insbesondere von (kleineren) kreisangehörigen Städten und Gemeinden – verfolgen keinen umfänglichen, „vollständigen“ Integrationsansatz. Bei ihnen geht es oftmals weniger um dezidierte Integrationskonzepte, die Berücksichtigung unterschiedlicher (kommunaler) Handlungsfelder im Sinne eines integrativen Ansatzes oder institutionalisierte Arbeitsteilungen innerhalb der Verwaltung und mit verwaltungsexternen Akteuren. Vielmehr zeigen einige dieser Beiträge Facetten auf, wie in einzelnen Handlungsfeldern zu bestimmten Themen und/oder im Rahmen ausgewählter Einzelmaßnahmen, Projekte oder Aktionen Integration sehr „pragmatisch“ und mit einem Aufwand, der auch für kleinere und mittlere Gemeinden gut leistbar ist, angegangen wird. Damit werden allerdings Wettbewerbskriterien wie „kommunale Gesamtkonzeption“, „Qualitätsmanagement“, „verbindlich vereinbarte Vernetzung und Kooperation verschiedener Akteure“, „Berücksichtigung von Gender- und Diversity-Aspekten“ oder „Know-how-Transfer in andere Kommunen“ kaum oder gar nicht erfüllt.

Um jedoch auch Einzelprojekte, die aus inhaltlicher Sicht besonders bemerkenswert sind, bei der Prämierung nicht unberücksichtigt zu lassen, wurden sie in der Sonderkategorie „Bemerkenswerte Einzelprojekte“ zusammengefasst. Sie ergeben in der Querschau ein „buntes“ und lebendiges Bild davon, mit welchen kreativen Ideen sich insbesondere kleinere Gemeinden – im ersten Fall auch ein Landkreis – der Herausforderung Integration stellen (können).

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Foto: Eine Gruppe von Menschen steht vor einem Schwimmbecken.
Bäder-Lotsen, Foto: Andreas Jäger (Stadt Hanau)
Schwerpunkt des von der Stadt Hanau eingereichten Einzelprojektes „Integrations-Büro für Kinder und Jugendliche“ ist die (dauerhafte) Vermittlung von Kindern und Jugendlichen aus der Gemeinschaftsunterkunft der Stadt Hanau sowie von dezentral untergebrachten jungen Geflüchteten in bestehende lokale Freizeitangebote. Das Vermittlungsangebot richtet sich auch an Hanauer Kinder und Jugendliche ohne Migrationshintergrund. Zwar liegt ein Schwerpunkt auf der Vermittlung in Sportvereine und deren vielfältige Angebote, doch werden auch Kulturangebote, solche zur politischen Bildung oder sonstige Veranstaltungen wie Ferienspiele in den Blick genommen. Der Idee liegt die Auffassung zugrunde, Kindern und Jugendlichen über einen solch pragmatischen Weg schnell und unkompliziert einen integrierenden Alltag in einem „normalen“ Freizeitumfeld zu bieten und hier Kontakte zwischen Einheimischen und Geflüchteten zu fördern.

 

Zum Originalwettbewerbsbeitrag der Stadt Hanau.