Burgenlandkreis

(Landkreis in Sachsen-Anhalt; 184.081 Einwohnerinnen und Einwohner)

 

Viele Wettbewerbsbeiträge – insbesondere von (kleineren) kreisangehörigen Städten und Gemeinden – verfolgen keinen umfänglichen, „vollständigen“ Integrationsansatz. Bei ihnen geht es oftmals weniger um dezidierte Integrationskonzepte, die Berücksichtigung unterschiedlicher (kommunaler) Handlungsfelder im Sinne eines integrativen Ansatzes oder institutionalisierte Arbeitsteilungen innerhalb der Verwaltung und mit verwaltungsexternen Akteuren. Vielmehr zeigen einige dieser Beiträge Facetten auf, wie in einzelnen Handlungsfeldern zu bestimmten Themen und/oder im Rahmen ausgewählter Einzelmaßnahmen, Projekte oder Aktionen Integration sehr „pragmatisch“ und mit einem Aufwand, der auch für kleinere und mittlere Gemeinden gut leistbar ist, angegangen wird. Damit werden allerdings Wettbewerbskriterien wie „kommunale Gesamtkonzeption“, „Qualitätsmanagement“, „verbindlich vereinbarte Vernetzung und Kooperation verschiedener Akteure“, „Berücksichtigung von Gender- und Diversity-Aspekten“ oder „Know-how-Transfer in andere Kommunen“ kaum oder gar nicht erfüllt.

Um jedoch auch Einzelprojekte, die aus inhaltlicher Sicht besonders bemerkenswert sind, bei der Prämierung nicht unberücksichtigt zu lassen, wurden sie in der Sonderkategorie „Bemerkenswerte Einzelprojekte“ zusammengefasst. Sie ergeben in der Querschau ein „buntes“ und lebendiges Bild davon, mit welchen kreativen Ideen sich insbesondere kleinere Gemeinden – im ersten Fall auch ein Landkreis – der Herausforderung Integration stellen (können).

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Foto: Auf einem Tisch sind Schulungsmaterialien ausgebreitet: Fotos, Sticker, Modelle u.a.
Gestaltete Mitte, Foto: Damaris Berger
In dem Wettbewerbsbeitrag geht es darum, auf Basis von Fortbildungen, Gesprächsrunden und einer wissenschaftlichen Kooperation mit der Hochschule Merseburg einen Dialog zwischen Neuzugewanderten und Alteingesessenen, deutschen und nicht-deutschen Fachkräften, Ehrenamtlichen sowie Bürgerinnen und Bürgern zum Thema Sexualität und Beziehungsgestaltung anzustoßen.

Dabei greift das zugrundeliegende Verständnis von Sexualbildung sehr weit, indem es auch Themen wie Liebe, Partnerschaft und Familie, Werte und Normen, Geschlechterrollen im Sinne einer umfassenderen Persönlichkeitsbildung umfasst. Konkret werden Fachkräfte der Verwaltung und verwaltungsexterne Multiplikatoren umfassend geschult, anlassbezogen Gesprächsrunden mit Geflüchteten vor Ort durchgeführt sowie Workshops mit Neuzugewanderten veranstaltet.

 

Zum Originalwettbewerbsbeitrag des Burgenlandkreises.