Stadt Dormagen

Name der Stadt/der Gemeinde/des Landkreises: 
Stadt Dormagen
Typ: 
kreisangehörig
Bundesland: 
Nordrhein-Westfalen
Einreichende Dienststelle: 
Stadt Dormagen – Fachbereich Integration
Ansprechpartner/in: 
Gregor Loibl
Straße/Postfach: 
Paul-Wierich-Platz 2
PLZ: 
41539
Telefon: 
+49 2133 257-478
Ort: 
Dormagen
Fax: 
+49 2133 257-77478

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Titel des Wettbewerbsbeitrags

Integrationskonzept der Stadt Dormagen mit zwei Beispielen

Kurzfassung des Wettbewerbsbeitrags

Im Rahmen der Flüchtlingswelle 2015 wurde seitens der Stadt Dormagen angestrebt, dieser Situation systematisch zu begegnen. In Zusammenarbeit aller beteiligten Fachbereiche, wurde Anfang 2016 damit begonnen, ein Integrationskonzept zu erstellen, welches die Prozesskette und die beteiligten Akteure auf kommunaler Ebene zusammenfasst. Die Beiträge des Konzeptes werden von den beteiligten Fachbereichen selbständig regelmäßig aktualisiert, so dass es sich hierbei um ein lebendes Konzept handelt, das einen aktuellen Stand der Flüchtlingsarbeit in Dormagen widerspiegelt. Das Konzept richtet sich in erster Linie an MigrantInnen und Flüchtlinge, welche eine Bleibeperspektive in Dormagen haben.
Der Wettbewerbsbeitrag der Stadt Dormagen beinhaltet neben dem Integrationskonzept mit Maßnahmenkatalog exemplarisch zwei Projekte aus den Bereichen Sport (TuS Germania Hackenbroich) und Ehrenamt (Café Grenzenlos). Diese beiden Projekte werden im Rahmen dieser Bewerbung noch genauer erläutert.

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Ausgangssituation in Ihrer Kommune und Anlass

(konkrete Auslöser/Gründe für Konzept/Projekt/Maßnahme)

Zuwanderung hat in Dormagen Tradition

Migration hat eine lange Geschichte in Dormagen. Aufgrund der industriellen Entwicklung sind seit Jahrzehnten immer wieder Menschen aus anderen Ländern nach Dormagen gekommen, um hier zu arbeiten. Viele haben dauerhaft und seit Generationen ihren Lebensmittelpunkt in Dormagen gefunden und sich gut in unserem Gesellschaftssystem integriert.

Dormagen als kreisangehörige Stadt des Rhein-Kreises Neuss steht, wie andere großstädtische Siedlungsräume in industriell geprägten Räumen Deutschlands auch, im Zentrum von Wanderungsbewegungen. Eine große Einwanderungswelle in die Bundesrepublik Deutschland gab es bereits vor ihrer Gründung. Durch Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950 kamen rund 6 Millionen Menschen, die rund 15 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmachten.

Eine weitere Migration setzte in den 1950er und 1960er-Jahren ein, als im Zuge des „Wirtschaftswunders“ Hunderttausende von Arbeitern vor allem aus den südlichen Ländern Europas (Italien, Spanien, Griechenland, Jugoslawien, Türkei) als Gastarbeiter beschäftigt wurden. Auch durch die deutsche Einheit und den Zuzug aus der ehemaligen Sowjetunion kamen weitere Menschen dauerhaft nach Dormagen.

Die Zuwanderung prägt seit Jahrzehnten die Stadtgeschichte und -gesellschaft und die kulturelle Vielfalt Dormagens. Zuwanderung hat in Dormagen Tradition. Die über Jahrzehnte hinweg gesammelten Erfahrungen und erprobten Integrationsansätze in der Stadtgesellschaft waren erfolgreich. Die Herausforderungen, aber auch die Chancen, die die Integration von Menschen mit sich bringt, hat Dormagen angenommen.

Im Januar 2008 hat die Stadt Dormagen sich am Bundesprogramm „Ort der Vielfalt“ beteiligt und bekam von der Bundesregierung 2009 den Titel "Ort der Vielfalt" verliehen. Diese Auszeichnung erhielt Dormagen "für vorbildliches Engagement und zur Stärkung von Vielfalt, Toleranz und Demokratie!“

Voraussetzungen

Modellvorhaben „Kein Kind zurücklassen“ bei der Projektentwicklung

Es gibt in Dormagen bereits gute Erfahrungen mit dem Leitprojekt „Kein Kind zurücklassen“ (Kekiz). Hier werden von der Geburt oder dem Zuzug nach Dormagen bis zum Übergang Schule/Ausbildung, Beruf bzw. Schule/Studium alle Altersbereiche bezogen auf Erziehung, Bildung, Ausbildung, Arbeit in den Fokus genommen. Die Integration von Migranten ist hier bereits als Querschnittsaufgabe implementiert. Der Projektbericht KeKiz zeigt anhand konkreter Ergebnisse, dass die Stadt Dormagen von der konzeptionellen und inhaltlichen Herangehensweise auf dem richtigen Weg ist. Nachfolgend beispielhaft einige Ergebnisse aus dem Bericht:

Es gibt ein Gesamtkonzept und eine Gesamtstrategie: Der Aufbau einer Präventionskette von der Schwangerschaft bis zum Übergang Schule / Beruf / Studium (soziale, gesellschaftliche, berufliche Integration).

Das Konzept ist strategisch ausgerichtet und gleichzeitig sozialräumlich organisiert. Dabei finden die Besonderheiten eines jeden Sozialraums Beachtung.

Die Projektstruktur berücksichtigt die altersbezogenen, sozialraumbezogenen und fachspezifischen Sichtweisen gleichberechtigt. Gleichzeitig arbeiten öffentliche und freie Träger Hand in Hand.

Durch eine erhebliche Zuwanderung stößt das „Netzwerk für Familien“ (NeFF Dormagen) allerdings an seine quantitativen Grenzen. Über die Zielgruppen von NeFF Dormagen hinaus stellen sich neue Herausforderungen. Diese sind:

  • Vielfalt der Sprachen und Kulturen der zugewanderten Menschen
  • Gelingende Integration in gegenseitigem Respekt und unter Wahrung eines Gleichgewichts zwischen der Beachtung der in der Bundesrepublik geltenden Werte und Normen auf der Basis des Grundgesetzes.
  • Anerkennung persönlicher und individueller Werte aufgrund eines anderen Kulturverständnisses
  • Die besonderen Problemlagen von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen
  • Die Arbeitsintegration von Erwachsenen
  • Die oft noch gar nicht bekannten besonderen Belastungen der Flüchtlinge durch „traumatische Lebenserfahrungen“.

Seit Anfang des Jahres 2016 hat die Stadt nach der starken Einwanderung von Flüchtlingen einen eigenen Fachbereich Integration aufgebaut.
Für das Thema unbegleitete minderjährige Ausländer wurde im Jugendamt (März 2016) ein eigener Schwerpunkt eingerichtet. Seit November 2015 gibt es eine Jugendeinrichtung für unbegleitete minderjährige Ausländer, das JUMA in dem zwischen 23 und 25 Jugendliche leben. Inhaltlich befasst sich das Jugendamt in Kooperation mit internen Akteuren (Vormundschaften, Ausländeramt etc.) und verschiedenen Trägern der freien Wohlfahrtspflege sowie professionellen Dolmetschern und Dolmetscherinnen mit einer Alterseinschätzung, einem Clearing, der Statusklärung und einer einzelfallorientierten Hilfeplanung mit dem Ziel der Verselbständigung.

Für die Arbeit mit den UMA´s wurden Qualitätsstandards entwickelt und ein Praxisleitfaden für die soziale Arbeit mit den Jugendlichen entworfen. In allen Lenkungsgruppen des „Netzwerk für Familien“ sitzt ein Vertreter aus dem Fachbereich Integration.

Im März 2016 wurde eine kommunale Entwicklungskonferenz zum Thema „Vom Flüchtling zum Nachbarn“ durchgeführt, unter anderem mit dem Ergebnis ein kommunales Integrationskonzept unter Einbeziehung der Empfehlungen aus der Entwicklungskonferenz zu entwickeln.

Seit Herbst liegt das Konzept mit einem anschließenden Maßnahmenkatalog vor und wurde im Jugendhilfeausschuss und Ausschuss für soziale Angelegenheiten, Schulausschuss, Sport- und Kulturausschuss und Integrationsrat vorgestellt und diskutiert. Anregungen aus den Ausschüssen wurden in das Konzept aufgenommen und das Konzept ist als Arbeitsgrundlage der Verwaltung beschlossen. Am 20.12.2016 wurde das Kommunale Integrationskonzept im Stadtrat als Grundlage kommunalen Handelns beschlossen und bildet somit den Rahmen für die Integrationsarbeit in Dormagen.

Konzeption, Ziele und Zielgruppen

Das Integrationskonzept richtet sich an Menschen, die nach Dormagen zugewandert sind und die aktuell und in den kommenden Jahren in Dormagen zuwandern werden. Sie gehören dann zu den Adressaten des Integrationskonzeptes, wenn sie eine Bleibeperspektive haben und Integrationsbedarf und Integrationswillen mit sich bringen, der sich vorrangig auf folgende Bereiche erstreckt:

  • Sprachliche Integration: Fehlende oder mangelhafte Kenntnisse der deutschen Sprache
  • Bildungsintegration: Fehlende oder mangelhafte schulische Bildung und Bildungsabschlüsse
  • Berufliche Integration: Fehlende Berufsausbildung und andere Vermittlungshemmnisse
  • Soziale Integration: Fehlende Einbindung in die sozialen Netzwerke, ggf. fehlende Voraus-setzungen zur sozialen Integration
  • Kulturelle/politische Integration: Fehlende Bereitschaft bzw. fehlende Kompetenzen, sich auf Basis des grundgesetzlich fundierten Wertesystems gesellschaftlich einbringen zu können

Aufgrund der weltweiten Sicherheitslage ist nicht abzusehen, wie viele Menschen im laufenden Jahr nach Dormagen einwandern werden. Zusätzlich zur Integration der hier neu ankommenden Flüchtlinge besteht nach wie vor auch bei Menschen mit Migrationshintergrund Hilfebedarf, sich in unsere Gesellschaft einzufinden.

Dieses Konzept richtet sich in erster Linie an MigrantInnen und Flüchtlinge, welche eine Bleibeperspektive in Dormagen haben. Bei diesen Menschen soll über die nachfolgenden Punkte eine bestmögliche Integration in die Dormagener Bevölkerung erreicht werden. Bei Personengruppen, welche aufgrund ihrer Herkunft keine hohe Bleibeperspektive haben, ist eine Integration aufgrund rechtlicher und zeitlicher Aspekte nicht so umfassend möglich. Die Verwaltung versucht jedoch auch in diesem Fällen, die Menschen in ehrenamtliche Angebote zu vermitteln. Gleichzeitig vermittelt die Stadtverwaltung Dormagen Menschen, die ausreisen müssen, an die Rückkehrberatung der Caritas, welche mit diesen Menschen dann die für sie bestmögliche Lösung erarbeitet.

Da das Integrationskonzept der Stadt Dormagen als „lebendiges Konzept“ erstellt wurde, wird das Konzept selbst einmal jährlich und der Maßnahmenkatalog zweimal jährlich von den beteiligten Fachbereichen aktualisiert.

(geplantes) Vorgehen und Umsetzung

Zur Umsetzung der in diesem Konzept genannten Ziele wurde im Januar 2016 ein neuer Fachbereich F 57 „Integration“ geschaffen, in welchem die Bereiche „Soziales Wohnen“, „Ausländeramt“ und „Integrationsbüro“ zusammengeführt wurden. Gleichzeitig hat sich die Stadt Dormagen zum Ziel gesetzt, ein kommunales Integrationsmanagement zu entwickeln. Dieses Integrationsmanagement basiert auf dem Grundsatz, den Integrationsprozess soweit wie möglich innerhalb der vorhandenen Regelstrukturen des Sozial-, Jugendhilfe- Bildungs- und Arbeitssystems zu gestalten und die migrantenspezifischen Anliegen im Fachbereich zu begleiten und zu steuern.

Integration als Querschnittsaufgabe

Der qualitative und quantitative Umfang des geplanten kommunalen Integrationsmanagements macht eine gesonderte Struktur erforderlich. Hierbei werden die bereits bestehenden Arbeitsstrukturen des „Netzwerk Für Familien - NeFF Dormagen“ genutzt und, wo fachlich notwendig, erweitert. Dabei stehen folgende Prämissen im Vordergrund:

  • Möglichst schlanke Organisation und zügige Entscheidungswege
  • Beteiligung von Politik, Wohlfahrtsverbänden, Vereinen und Initiativen
  • Gute Kommunikation und Information zwischen den Fachkräften in der kommunalen Verwaltung, den Fachkräften von Kooperationspartnern, den ehrenamtlich Tätigen und den Zuwanderern.
  • Ämter-, instituts- und dezernatsübergreifende Arbeitsstruktur zu den betreffenden Themenfeldern
  • Federführung eines politischen Gremiums (hier JHA)
  • Interkulturelle Öffnung der Stadtverwaltung
  • Sozialräumliche Umsetzung

Steuerung des Integrationsprozesses

Für die Steuerung des Kommunalen Integrationsmanagements wird folgende Struktur entwickelt (siehe Schaubild unten):

  • Entscheidungsebene: Rat der Stadt Dormagen, Jugendhilfeausschuss, Integrationsrat, Schul-ausschuss
  • Steuerungsebene: Bürgermeister, Dezernent und Fachbereichsleitung, NeFF-Steuerungs-gruppe, Kommunale Entwicklungskonferenz
  • Operative Ebene: Kooperative Steuerung über die Fachbereiche F 57, F 51 und Netzwerk für Familien – NeFF Dormagen (NeFF-Lenkungsgruppe Frühe Hilfen, NeFF-Lenkungsgruppe Schule, NeFF-Lenkungsgruppe Ausbildung Beruf)
  • NeFF Lenkungsgruppe Integration wäre neu aufzubauen und ist somit ein Ziel des Antrages

Ergebnisse und (bislang) Erreichtes

Über die Angebote der Café Grenzenlos ist es den dort tätigen Ehrenamtlichen gelungen, Flüchtlinge auf Ihrem Lebensweg zu begleiten und Ihnen, durch kontinuierliche Angebote zur Sprachförderung, ein schnelleres Erlernen der deutschen Sprache zu ermöglichen. Gleichzeitig waren sie dabei behilflich, die Menschen in Arbeit bzw. Praktika zu integrieren. Über die Erfolge des TuS Germania Hackenbroich informiert der TuS regelmäßig auf seiner Webseite: http://www.tus-hackenbroich.de/. Des Weiteren wurde dem TuS Germania Hackenbroich Anfang des Monats der Integrationspreis für vorbildliche Initiativen des Rhein-Kreis Neuss verliehen.

Geplante Maßnahmen werden im Maßnahmenkatalog festgehalten. Maßnahmen, die im laufenden Jahr durchgeführt wurden, werden im Rahmen der Aktualisierung entfernt, so dass der Maßnahmenkatalog immer auf dem aktuellen Stand ist.

Bitte erläutern Sie, inwieweit die Bewertungskriterien des Wettbewerbs erfüllt sind

(vgl. Merkblatt, Ziffer 5)

  • in eine kommunale Gesamtkonzeption mit den Schwerpunkten Integration und Zusammenleben eingebunden sein - Das Integrationskonzept als zentraler Bestandteil der Bewerbung erfüllt diesen Punkt. Die bei-den Projekte sind, im Rahmen des Ehrenamtes (Café Grenzenlos) und Sport (TuS Germania Hackenbroich) in dieses Konzept eingebunden.
  • auf einer Ausgangs- und Bedarfsanalyse basieren - Zur Bedarfsanalyse siehe „Ausgangslage“.
  • festgelegte Integrationsziele verfolgen - Die für die Integration festgelegten Ziele sowie die Schritte zu deren Erreichung können Sie Kapitel 1 und 2 des Integrationskonzeptes (siehe Anhang) entnehmen.
  • Instrumente des Qualitätsmanagements und der Evaluation einsetzen - Hinweise zur Qualitätssicherung finden Sie in Kapitel 1.1 des Maßnahmenkataloges
  • eine verbindlich vereinbarte Vernetzung und Kooperation von verschiedenen Akteuren umfassen - Die Integration der Menschen in Dormagen ist eine Querschnittsaufgabe von vielen unterschiedlichen Akteuren, welche im Integrationskonzept genannt werden und mit Maßnahmen im Maßnahmenkatalog vertreten sind.
  • Integration und Zusammenleben in der jeweiligen Kommune nachhaltig anlegen - Das Integrationskonzept sowie die vorgestellten Produkte sind in den Jahren 2015 und 2016 entstanden und sollen dauerhaft angeboten werden
  • auf der kommunalpolitischen Ebene verankert sein und von dieser unterstützt werden - Das Integrationskonzept wurde Ende 2016 von allen kommunalpolitischen Gremien verabschiedet. Sämtliche Änderungen von Maßnahmenkatalog und Konzept werden ebenfalls als Vorlagen vorgestellt.
  • Gender- und Diversity-Aspekte berücksichtigen - Die Vorgestellten Beiträge richten sich grundsätzlich an alle Menschen. Aufgrund der speziellen Situation von Flüchtlingsfrauen wurde jedoch ein eigenes Kapitel (3.1.13 Förderung/Stärkung von Flüchtlingsfrauen und -müttern) erstellt, in dem diese Gruppe hervorgehoben wird. Über alltagsnahe Angebote wie Gemeinsames Kochen, Entspannungsmethoden, Tanzen, Sport etc. soll eine vertrauensvolle, entspannte Gruppenatmosphäre entstehen zu lassen, die es ermöglicht, schwierige Beratungs-themen wie (Rollen-)Konflikte zwischen Ehepartnern, Verhütung oder Integrations- od. Erziehungsprobleme offen zur Sprache zu bringen.
  • einen Know-how-Transfer in andere Kommunen ermöglichen - Das kommunale Integrationskonzept wird allen interessierten Gemeinden zur Verfügung gestellt und es besteht die Möglichkeit, sich das Konzept von der Webseite der Stadt herunterzuladen. Gleichzeitig erfolgte eine Veröffentlichung im Forum des StGb.

Soweit es sich bei dem Wettbewerbsbeitrag Ihrer Kommune um ein Konzept handelt, das verschiedene Einzelprojekte umfasst, haben Sie die Möglichkeit, bis zu zwei Einzelprojekte gesondert in Abschnitt D des Bewerbungsbogens darzustellen.

Die Stadt Dormagen bewirbt sich im Rahmen dieses Wettbewerbes mit zwei Beispielen, die sich in den letzten beiden Jahren als sehr erfolgreich bewährt haben. Mithilfe dieser beiden Projekte ist es den dort Tätigen gelungen, hier eingereiste Flüchtlinge erfolgreich in unsere Gesellschaft zu integrieren.

Fragen zum Wettbewerbsbeitrag

C1 Fragen zur gesamtkommunalen Einbindung des Wettbewerbsbeitrags

C 10 Gibt es in Ihrer Kommune ein Integrationskonzept?: 
ja
nein
C 11 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag in dieses Integrationskonzept eingebunden?: 
ja
nein
C 12 Unterstützt der/die (Ober-)Bürgermeister/in bzw. Landrat/-rätin Ihren Wettbewerbsbeitrag öffentlich?: 
ja
nein

C2 Fragen zur Konzeption und Ausrichtung des Wettbewerbsbeitrags

C 20 Gibt es zu Ihrem Wettbewerbsbeitrag ein schriftliches Konzept? : 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 21 Sind die Ziele des Wettbewerbsbeitrags im Hinblick auf Integration und Zusammenleben detailliert beschrieben & festgelegt?: 
ja
nein
C 22 Wurde vor der Festlegung der Ziele eine Ausgangs- und Bedarfsanalyse erstellt?: 
ja
nein
C 23 An welche Gruppen richtet sich Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
Kinder (Einrichtungen der Kindertagesbetreuung)
Kinder (Schule)
Jugendliche
junge Erwachsene
Erwachsene
Mädchen/Frauen
Jungen/Männer
aktuelle Zuwanderer (2015-2017)
jeweils differenziert nach Herkunftsgebieten
bereits seit mehreren Jahren in Deutschland lebende Zuwanderer
Bevölkerung vor Ort
Multiplikatoren
Weitere
C 23a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Ehrenamtlich Tätige
C 24 Bezieht sich Ihr Wettbewerbsbeitrag auf: 
die Gesamtstadt?
einen Teilraum/Quartier?
ein Projekt?
C 25 An welche Orte und Einrichtungen knüpft Ihr Wettbewerbsbeitrag an?: 
Quartier als Ganzes
Nachbarschaftshäuser/Stadtteilzentren
Jugendeinrichtungen
Sportvereine
Flüchtlingsunterkünfte
Einrichtungen der Kindertagesbetreuung
Schulen
Ausbildungsstätten
Bildungseinrichtungen (VHS u.a.)
Soziale Treffpunkte für Zuwanderer
Migrantenselbstorganisationen
Weitere
C 26: 

Welche Handlungsfelder zur Integration von Zuwanderern und zur Förderung des Zusammenlebens mit der Bevölkerung vor Ort stehen in Ihrem Wettbewerbsbeitrag im Mittelpunkt? Bitte geben Sie an, ob sich das Handlungsfeld auf die Gesamtstadt oder das Quartier bezieht bzw., ob es sich um ein Projekt handelt.

C 26a Handlungsfeld Wohnen und Wohnumfeld: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26b Handlungsfeld Soziale Infrastrukturen, z.B. Kindergarten, Schulen, Jugendeinrichtungen: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26c Handlungsfeld Bildung/Qualifizierung/Ausbildung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26d Handlungsfeld Beschäftigung/lokale Wirtschaftsförderung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26e Handlungsfeld Kultur: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26f Handlungsfeld Sport: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26g Handlungsfeld Gesundheit: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26h Handlungsfeld Umwelt/Grün: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26i Handlungsfeld Beteiligung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26j Handlungsfeld Engagementförderung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 27a Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe der Zielgruppe "Zuwander" ausgerichtet?: 
ja
nein
C 27b Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe der Zielgruppe "Bevölkerung vor Ort" ausgerichtet?: 
ja
nein

C3 Fragen zur Umsetzung des Wettbewerbsbeitrags

C 30 Welche Akteure aus Kommunalpolitik und Kommunalverwaltung beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbei: 
Stadt-, Gemeinde-, bzw. Kreisrat
Amt/Bereich Soziales
Amt/Bereich Jugend
Amt/Bereich Wohnen
Amt/Bereich Grün(-planung)
Bürgermeister/in bzw. Landrat/-rätin
Amt/Bereich Stadtplanung/ Stadtentwicklung
Integrationsbeauftragte/r
Amt/Bereich Sport
Amt/Bereich Gesundheit
Weitere
C 30a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Fachbereich Integration
C 31 Welche verwaltungsexternen lokal relevanten Akteure beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbeitrags?: 
Quartiersmanagement
Stadtteilzentren/ Nachbarschaftshäuser
Wohlfahrtsverbände
Kirchen
Migrantenselbstorganisationen
Sponsoren
Lokale Medien
Stiftungen
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Nachbarschaftsvereine
Kleingartenvereine
Unternehmen, Betriebe
Weitere
C 32 Gibt es schriftliche und verbindliche Vereinbarungen zur Vernetzung und Kooperation der Akteure?: 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 33 Welche Laufzeit hat Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
C 34 Wie finanzieren Sie Ihren Wettbewerbsbeitrag?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
C 35 Wie lange ist die Finanzierung des Wettbewerbsbeitrags gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
C 36 Wird der Wettbewerbsbeitrag in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
C 36a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
C 37 Werden im Rahmen der Umsetzung von anderen entwickelte Projekte und Maßnahmen übernommen und eingesetzt?: 
ja
nein
C 37a Wenn ja ... Welche? : 
nicht benannt
C 38 Sind umgekehrt im Rahmen Ihres Wettbewerbsbeitrags entwickelte Projekte und Maßnahmen bereits andernorts übernommen worden?: 
ja
nein
C 38a Wenn ja ... Welche?: 
"Der Flüchtlingsordner"

Einzelprojekte

Einzelprojekt 1

D 10 Titel des Einzelprojekts Nr. 1: 
Café Grenzenlos
D 11 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
trifft nicht zu
D 12 Wie lange ist die Finanzierung des Projekts gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
trifft nicht zu
D 13 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 13a Wenn "Weitere"... Welche?: 
KOMM-AN NRW (2016/2017/2018)
D 14 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
trifft nicht zu
D 14a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
trifft nicht zu
D 15 Kurzbeschreibung des Projekts: 

Ausgangslage:

Im Jahr 2015, als die Zahl der Flüchtlinge kontinuierlich zunahm wurde darüber nachgedacht, wie eine möglichst niederschwellige Integration der hier ankommenden Menschen erfolgen kann. Daher wurden, zusammen mit Trägern und Freiwilligen, die Café Grenzenlos gegründet und über das Stadtgebiet und Wochentage verteilt, eine erste Anlaufstelle etabliert, in der jede Art von Hilfestellung angeboten wird. Zielgruppe dieser Cafés war hierbei sowohl die hiesige Bevölkerung, Menschen mit Migrationshintergrund sowie die neu zugewanderten Menschen.

Beschreibung des Projektes:

Die Café Grenzenlos haben sich inzwischen zu einer festen Einrichtung in den Stadtteilen etabliert und werden intensiv genutzt. Sie bieten als Begegnungsstätte Unterstützung beim Erlernen der deutschen Sprache und bei vielen alltäglichen Dingen, mit denen die hier ankommenden Menschen hier konfrontiert werden. Dazu gehören zum Beispiel: Übersetzung und Formulierung von Briefen und Formularen, Unterstützung bei Behördengängen und Arztbesuchen, zu zeigen, wie man mit deutschen Lebensmitteln kocht. Dazu kommen noch Vermittlung von Möbeln, Fahrrädern, Arbeits- und Ausbildungsstellen sowie Praktika etc. Damit sich auch die Erwachsenen ungestört auf die aktuellen Herausforderungen konzentrieren können, haben wir eine Kinderbetreuung eingerichtet. Dort wird gespielt, gemalt, gebastelt und Kinder bei der Erledigung der Hausaufgaben betreut. Umgekehrt besteht die Möglichkeit, von den Migranten viel über deren Kultur, Religion und Ansichten sowie auch etwas über Speisen aus den Herkunftsländern zu lernen. Gemeinsam mit den Flüchtlingen werden Veranstaltungen und Events organisiert, wie zum Beispiel: Weihnachtsfeiern, Internationale Buffets, Teilnahme am Integrationsfest in Dormagen, Fußballturniere, gemeinsamer Besuch von Handballspielen, musizieren, Kunstausstellungen arabischer Künstler.

Aus den Begegnungen im Café haben sich inzwischen ein weit verzweigtes Netzwerk sowie viele Patenschaften und Freundschaften entwickelt, die einen wesentlichen Beitrag zur Integration der Flüchtlinge leisten. Das Projekt richtet sich an alle Dormagener Bürger, egal welcher Herkunft. Aufgrund der großen Resonanz gibt es das Café Grenzenlos inzwischen in der oben beschriebenen Form zehn Mal in den verschiedenen Stadtteilen von Dormagen. Aktuell verkehren zu den Öffnungszeiten der Café Grenzenlos in Dormagen in Summe pro Woche ca. 60 ehrenamtliche Helfer und ca. 100 - 150 Migranten.

Evaluation:

Eine Evaluation des Projektes erfolgt regelmäßig, mindestens vier Mal im Jahr, im Rahmen eines Austausches zwischen dem zuständigen Mitarbeiter der Stadt Dormagen und den Teamsprechern der Cafés/den Trägern der Räume, in denen die Cafés angeboten werden. Bei diesen Treffen wird evaluiert, in wie weit das momentan angebotene Programm noch passgenau auf die Bedürfnisse der Zuwanderer ausgerichtet ist oder ob eine Anpassung benötigt wird. Ebenfalls evaluiert wird in diesen Treffen die Anzahl der ehrenamtlichen Personen, welche im Café tätig sind sowie die Anzahl, der das Café frequentierenden Besucher.

Einzelprojekt 2

D 20 Titel des Einzelprojekts Nr. 2: 
TuS Hackenbroich
D 21 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
trifft nicht zu
D 22 Wie lange ist die Finanzierung des Projekts gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
trifft nicht zu
D 23 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 24 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
trifft nicht zu
D 24a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
trifft nicht zu
D 25 Kurzbeschreibung des Projekts: 

Angesichts des durch den Zuzug von Flüchtlingen enorm angestiegenen Integrationsbedarfs schaffen wir schwerpunktmäßig über den Spiel- und Trainingsbetrieb unserer Fußballabteilung, aber auch über die weiteren Sportmöglichkeiten (z.B. Turnen), die wir als Verein anbieten, niederschwellige Angebote zur sportlichen und gesellschaftlichen Teilhabe. Gerne bauen wir das tägliche Engagement unseres Vereins im Bereich der Nachwuchsförderung und auch in sozialen Angelegenheiten kontinuierlich aus und integrieren schwerpunktmäßig die im Dormagener Stadtgebiet lebenden Flüchtlingskinder und Jugendlichen in unsere Jugendarbeit. Mit unseren Sportangeboten sorgen wir für eine sinnvolle Freizeitgestaltung sowie das Erlernen von Fairness, Toleranz und Kameradschaft, bei Jungen sowie bei Mädchen. Seit dem 15.07.2016 bieten wir jeweils freitags ein Schnuppertraining an. Aus dem Schnuppertraining heraus werden die Flüchtlinge in die regulären Mannschaften integriert, sodass kein dauerhaft separates Training angeboten werden muss, sondern eine Einbindung in den Trainings- und Spielbetrieb erfolgen kann. Bislang konnten so 47 Menschen mit Fluchthintergrund gewonnen und integriert werden. Aufgrund der hohen Teilnehmerzahl von Kindern konnten wir zum 23.08.2016 eine E-Jugend-Mannschaft neu gründen. Daneben haben wir mit den erwachsenen Flüchtlingen eine Dritte Seniorenmannschaft gegründet. Fortlaufend werden die Spieler der Zweiten und Dritten Mannschaft gemischt, damit Flüchtlinge und Einheimische auch im Trainings- und Spielbetrieb in Kontakt kommen und nicht die Gefahr besteht, dass dauerhaft parallele Strukturen aufgebaut und gefestigt werden.

Mit der Integration einher geht ein erhöhter Fortbildungsbedarf unserer Trainer und Betreuer im Bereich der trainingsdidaktischen, sozialen und interkulturellen Kompetenz, der durch entsprechende Lehrgänge und Seminare gedeckt werden muss. Die eingebundenen Trainer wurden im Januar und Februar 2017 trainingsdidaktisch weitergebildet. Insgesamt fünf Trainer haben im Rahmen eines Lehrgangs den Kindertrainerschein gemacht. Zusätzlich wurde mit Ainat Hamo ein weiterer Übungsleiter aus den Reihen der syrischen Flüchtlinge gewonnen und qualifiziert. Ainat Hamo ist zu dieser Spielzeit gemeinsam mit Bernd Miebach in die Betreuung der E-Jugend eingestiegen. Mit Alireza Miri und Fadi Sheikh Mohammed sind nun zwei weitere Menschen mit Fluchthintergrund aus dem Iran und aus Syrien als Übungsleiter in die Betreuung der B-Jugend bzw. der Bambinis eingebunden. Gerade Alireza Miri hat aufgrund seines sportlichen, aber auch gesellschaftlichen Engagements ein hohes Ansehen bei den Vereinsmitgliedern erlangt und darüber hinaus auch den Sprung in die Erste Seniorenmannschaft geschafft. Zusätzlich fand am 09.11.2016 ein Seminar zur Netzwerkbildung und zur Vermittlung von interkultureller Kompetenz mit dem Integrationsrat, dem Landesintegrationsrat und dem Kreissportbund statt. Daneben haben wir am 08.11.2016 einen Vereinsdialog mit Vertretern des Fußballverbands Niederrhein (FVN) sowie des Fußballkreises 5 – Grevenbroich/Neuss durchgeführt. Neben der sportlichen und gesellschaftlichen Teilhabe gehört zu einer gelungenen Integration auch das Erlernen der Sprache und der in Deutschland geltenden Verhaltensregeln sowie Werte und Normen. Von daher begleiten wir das Sportangebot in Kooperation mit dem Kinder- und Jugendtreff St. Katharina und dem Hackenbroicher Lernzentrum „LernMosaik“ durch ergänzende Sprach- und Integrationsangebote für Jugendliche. Neben Sprachkompetenzen werden vor allen Dingen auch Alltagskompetenzen vermittelt. In den Osterferien wurde zudem ein Sprachferiencamp organisiert. Ein weiteres Teilprojekt besteht darin, dass zwei Syrer der Dritten Seniorenmannschaft einen Blog zum Thema „Ankommen in Deutschland“ schreiben, den der Vorsitzende André Heryschek eingerichtet hat: www.igofly.de. Diese Idee soll dabei helfen, Muhamad Suhip Makki und Kamiran Mohammad, beim Spracherwerb und in der Sprachanwendung zu unterstützen. Außerdem soll die Identifikation der Flüchtlinge mit ihrem neuen Umfeld erhöht und Orientierungspunkte für andere Menschen mit Fluchthintergrund geschaffen werden. Daneben können sich beide über den Blog mit ihren Beiträgen der Unternehmerlandschaft präsentieren. Evaluiert wird unser Angebot im Rahmen unserer Vorstandssitzungen sowie im laufenden Betrieb von unseren Trainern, die im direkten Austausch mit den Teilnehmern stehen. Für den Bereich der Sprachförderung erfolgte eine Evaluation des Angebotes durch die Kooperationspartner Kinder- und Jugendtreff St. Katharina und der Realschule Hackenbroich bei der geprüft wurde, ob die Teilnehmer dieses Angebotes davon profitieren.

Anlagen