Stadt Schwäbisch Gmünd

Name der Stadt/der Gemeinde/des Landkreises: 
Stadt Schwäbisch Gmünd
Typ: 
kreisangehörig
Bundesland: 
Baden-Württemberg
Einreichende Dienststelle: 
Amt für Familie und Soziales
Ansprechpartner/in: 
Dieter Lehmann
Straße/Postfach: 
Marktplatz 37
PLZ: 
73525
Telefon: 
+49 7171 60350-10
Ort: 
Schwäbisch Gmünd
Fax: 
+49 7171 60350-99

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Titel des Wettbewerbsbeitrags

Der Gmünder Weg für alle schafft Heimat!

Kurzfassung des Wettbewerbsbeitrags

„Der Gmünder Weg für alle schafft Heimat“ beschreibt die Integrationsbemühungen in einer süddeutschen Mittelstadt (62.000 EW). Dieser Weg wird seit Mitte der 80er Jahre gegangen und hat dabei bis heute verschiedene Wellen der Integration erlebt. Mit einem Migrantenanteil von 38% und einem aktuellen Bevölkerungszuwachs der Stadt, bei dem 90% der Zugewanderten internationale Wurzeln haben, sind Integrationsstrukturen, -orte und -projekte essentiell. Derzeit entsteht in einem bürgerschaftlichen Prozess eine „Charta der Gemeinsamkeit“ als Leitbild für den Gmünder Weg für alle. Das freiwillige Engagement von Flüchtlingen und Migranten sowie die Stadtteilarbeit sind dabei wesentliche Ansätze. Mit Hilfe der beiden Ansätze, eingesetzt im Quartier, wird die „neue Heimat“ Schwäbisch Gmünd für Zugewanderte konkret. Mit einem Preisgeld sollen zwei Projekte in den Quartieren Hardt und Oststadt, beide mit dem höchsten städtischen Migrantenanteil (ca. 68%) und jeweils mit Gemeinschaftsunterkünften für Geflüchtete, umgesetzt werden.

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Ausgangssituation in Ihrer Kommune

Die Stadt Schwäbisch Gmünd (62.000 EW) hat einen verhältnismäßig hohen Migrantenanteil mit 38%. In den Altersklassen der Gmünder Kinder und Jugendlichen hat zwischenzeitlich mehr als jedes zweites Kind einen Migrationshintergrund. Die Situation der Migration und Integration in der Stadt wird in einem regelmäßig erstellten Integrationsbericht erfasst, welcher die allgemeinen Basisindikatoren (siehe Anlage 1) enthält und auch die Weiterentwicklung des Gmünder Integrationskonzeptes. Der aktuellste Integrationsbericht ist in zwei Teilen erstellt worden in den Jahren 2016 und 2017.

Anlass (konkrete Auslöser/Gründe für Konzept/Projekt/Maßnahme)

Nachdem in Schwäbisch Gmünd in den letzten Jahren das Bevölkerungswachstum kontinuierlich zunimmt, stellte sich heraus, dass rund 90% der Neubürger internationale Wurzeln haben. Damit ist die Integrationspolitik in der Stadt, auch im Hinblick auf die Demografie, ein kommunalpolitisches Handlungsfeld mit höchster Priorität, dem auch der Oberbürgermeister der Stadt persönlich vorsteht.

Konzeption, Ziele und Zielgruppen

Die Gmünder Integrationsbemühungen lassen sich in vier Phasen beschreiben. In der ersten Phase entstand mit wissenschaftlicher Begleitung des Instituts „Europäisches Forum für Migrationsstudien“ an der Universität Bamberg“ erstmalig in der Stadt ein Integrationskonzept (siehe Anlage 2) , welches mit großer Bürgerbeteiligung erarbeitet wurde und bis heute die Leitlinien der Integrationsarbeit in Schwäbisch Gmünd festlegt. Die damals definierten Handlungsfelder gelten bis heute. Diese sind: Sprache und Bildung, Wirtschaft und Arbeit, Wohnen und Stadtentwicklung, Soziales, Gesundheit und Sport, Aktives Zusammenleben und schließlich interkulturelle Öffnung der Institutionen. Die dabei formulierten grundlegenden Ziele, die Strategie des Gender-Mainstreaming gelten ebenfalls bis heute (siehe S. 14 ff in der Anlage 2). Auch für die Handlungsfelder wurden Leit- und Teilziele formuliert. Insgesamt wird das Zielsystem vom Grundgedanken getragen, dass die Stadt auf Zuwanderer unterschiedlicher Nationalitäten angewiesen ist und ein „Miteinander in Schwäbisch Gmünd“, so lautet auch der Titel des Integrationskonzeptes, bedeutet ein aufeinander zu bewegen der Ur-Gmünder und der Menschen mit Migrationshintergrund. Gmünd soll Heimat für alle sein. Dazu entsteht derzeit in einem bürgerschaftlichen Prozess die sogenannte „Charta der Gemeinsamkeit“ (siehe Anlage 3). In dieser sind die Grundprinzipien für ein gutes Zusammenleben in der Gmünder Stadtgesellschaft formuliert und gehen dabei auf Gleichberechtigung, den interreligiösen Dialog, Heimat für alle, Deutsch als Sprache, Teilhabe für alle Menschen, bürgerschaftliches Engagement, die sorgende Gemeinschaft sowie Einkommen, Armut, Bildung und Wohnen für alle ein. Dieser Verhaltenskodex soll das gute Zusammenleben aller Gmünder Bürger in ihrer Heimat Schwäbisch Gmünd sicherstellen. Die wichtigsten zugewanderten Gruppen in Schwäbisch Gmünd sind Ausländer (ca. 16%), Eingebürgerte und Doppelstaater (über 13%) und Aussiedler (ca. 8%). Die wichtigsten Herkunftsländer der Gmünder Migranten sind dabei die ehemalige Sowjetunion (23%), das ehemalige Jugoslawien (11%) und Rumänien (ca. 8%). Hinzu kommen rund 800 Geflüchtete in Schwäbisch Gmünd in der vorläufigen Unterbringung und besonderen Anschlussunterbringung. Dabei ist zu sagen, dass Schwäbisch Gmünd im Ostalbkreis, aufgrund seiner Bemühungen in der Flüchtlingspolitik, die Kommune mit den meisten aufgenommenen Geflüchteten ist.

Vorgehen und Umsetzung

Nach der Phase 1 der Erarbeitung des Gmünder Integrationskonzeptes in 2008/2009 und den damit gemachten Erfahrungen, wurde in einer Phase 2 mit Hilfe des Forschungs-Praxis-Projektes „Integrationspotentiale ländlicher Regionen im Strukturwandel“ der Schader-Stiftung Ende 2012 die Bewertung der Gmünder Integrationsarbeit vorgenommen. Mit den daraus resultierenden Handlungsempfehlungen wurde der Gmünder Weg fortgesetzt, kommunale Strukturen weiter gestärkt, um zielgerichtet eine Willkommens- und Anerkennungskultur aufzubauen. Seit 2015 wurde in Phase 3 auch ganz bewusst das Handlungsfeld Flüchtlinge in die Integrationsbemühungen einbezogen und früher wie andere Kommunen eine hauptamtliche Flüchtlingsbeauftragte, zusätzlich zum Integrationsbeauftragten, eingestellt. Auslöser für das spezielle Integrationskonzept von Flüchtlingen „Vom Flüchtling zum Bürger – Der Gmünder Weg“ war die Kofferträger-Aktion der Flüchtlinge am Gmünder Bahnhof, die bundesweit für Schlagzeilen sorgte (siehe Anlage 4). Grundsatz dieser Aktion war, dass Flüchtlinge sich ehrenamtlich und sichtbar in der Stadt engagieren, in dem sie, aufgrund einer Baustelle, am Bahnhof Koffer über eine Brücke trugen. Diese Aktion beherrschte im Sommer 2013 bundesweit die Schlagzeilen. Seit diesem Zeitpunkt ist der ehrenamtliche Einsatz von Flüchtlingen ein Erfolgskriterium Gmünder Integration von Flüchtlingen. Sie sind in der Folge auf der Landesgartenschau 2014 tätig, beim Stauferfestival und bei der Feuerwehr sowie in verschiedenen Vereinen. In der vierten Phase, die derzeit andauert, werden die Erfahrungen des „Gmünder Wegs für Flüchtlinge“ ausgewertet und umgesetzt zum „Gmünder Weg für alle“. Außerdem spielt die Internationalität konzeptionell zusehends eine Rolle. Das heißt, zur bisherigen Defizitorientierung der Integrationspolitik, kommt der Blick auf die Ressourcen von Migranten sowie die Bedeutung und der Mehrwert kultureller Vielfalt, als gesellschaftliche und wirtschaftliche Chance, für die Stadt hinzu. Damit spielen internationale Unternehmen, internationale Mitarbeiterschaft und internationale Studenten sowie die Besucher aus dem Ausland in der Stadt ebenfalls eine wichtige Rolle. Die Diversitätspolitik und Internationalisierung nimmt damit neue und erweiterte Ansätze des Gmünder Zusammenlebens „Hand in Hand“ auf, welche die Stadt gestalten. In der Anlage 5 ist der gesamt Weg der Integration in Schwäbisch Gmünd beschrieben.

Bereits in der ersten Phase der Erstellung des Integrationskonzeptes war klar, dass die Integration als Querschnittsaufgabe zu verstehen und umzusetzen ist. Dazu wurde die Position des Integrationsbeauftragten gestärkt als Stabstelle der Verwaltungsspitze. Außerdem wurde die Moderation der Handlungsfelder an verschiedene Ämter delegiert und vom Integrationsbeauftragten koordiniert. Damit das gelingt, gibt es innerhalb der Verwaltung eine Fachgruppe Zuwanderung, welcher der Oberbürgermeister persönlich vorsteht. Für die Beteiligung der zivilgesellschaftlichen Akteure und Migrantengruppen gibt es ein sogenanntes Integrationsforum, welches regelmäßig tagt. Auch die politische Vertretung durch den Integrationsbeirat wurde gestärkt, in dem die Sprecher des Integrationsforums zu allen wichtigen Sitzungen des Gemeinderats und seinen Ausschüssen eingeladen werden und auch Rederecht haben. Die Integrations- und Flüchtlingspolitik wurde gebündelt in der „PFIFF-Projektstelle für Integration und Flüchtlinge“. Diese Anlaufstelle symbolisch am Gmünder Bahnhof gelegen, um Ankommen und Willkommen zu symbolisieren, beherbergt Mitarbeiter verschiedener Ämter unter einem Dach und soll damit den Durchlauf von Geflüchteten durch Ämter und Institutionen optimieren. In dieser Anlaufstelle vertreten sind die Flüchtlingsbeauftragte, das Amt für Familie und Soziales, der Integrationsbeauftragte, die Bundesagentur für Arbeit, das Jobcenter, der Arbeitskreis Asyl, das Projekt NIFU „Netzwerk von Flüchtlingen“ in Ost-Württemberg, zur Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit von Flüchtlingen, die Projektstelle für jesidische Frauen sowie die Integrationsmanager aus dem Landesprogramm Pakt für Integration Baden-Württemberg.

In der Anlaufstelle Pfiff arbeiten sowohl die Flüchtlingsbeauftragte, wie auch der Integrationsbeauftragte mit dem Instrument des Casemanagements im Einzelfall der Geflüchteten und Zuwanderer.

Immer stärker in den Fokus rücken dabei die Orte der Integration im Quartier und damit die Stadtteilarbeit. In Schwäbisch Gmünd wird es ab 2018 in sieben Gmünder Stadtteilen hauptamtliches Quartiersmanagement geben. Alle diese Stadtteile haben knapp unter 50% bis 70% Migrationsanteil.

In den Innenstadtteilen gibt es zwei Soziale Stadt-Gebiete, welche über ihre Projekte und Ansätze besonderes Augenmerk auf die Bevölkerung mit internationalen Wurzeln legen. So z.B. in der Oststadt mit einem BIWAQ-Projekt mit dem Schwerpunkt der Beschäftigung von Migranten im Stadtteil und auch Unterstützung von Migranten, welche dort als Einzelhändler oder Gewerbetreibende sind. Dagegen spielt auf dem Hardt das Thema Bildung von Migrantenkindern eine große Rolle. So entstand über das Bundesförderprogramm des Wohnungsbauministeriums „Orte der Integration im Quartier“ das sogenannte Bildungs- und Familienzentrum (BIKIFA). Das Hauptziel des Projektes ist die Verbesserung der Bildungschancen durch eine lückenlose Begleitung der Kinder und der Eltern im Stadtteil von der Geburt bis zum Übergang in eine weiterführende Schule. Dabei liegt das besondere Augenmerk bei Kindern aus sozialschwachen, bildungsfernen Familien, meist mit Migrationshintergrund. In diesem Zentrum arbeiten Grundschule, Kindergarten, Familienzentrum, Jugendtreff, Quartiersmanagement eng zusammen und bearbeiten gemeinsam konkrete Projekte in den Arbeitsfeldern Begegnung, Elternbildung, Sozialberatung, Seniorenarbeit, Multiplikatorenbildung und Sport. Beispielsweise werden in die Arbeit des BIKIFA die sogenannte Elternmentoren, alle mit Migrationshintergrund, ehrenamtlich mit einbezogen. Sie haben dafür eine Qualifizierung durch die Elternstiftung Baden-Württemberg erhalten. Sowohl im Kindergarten als auch in der Grundschule haben nahezu 100% der Kinder einen Migrationshintergrund. Grundsätzlich wird versucht, das Quartiersmanagement in einen größeren Zusammenhang zu stellen, d.h. es nicht separat unterzubringen, sondern z.B. in den Kontext von solchen Bildungs- und Familienzentren oder auch Mehrgenerationenhäusern.

Insgesamt genießt die Quartiersarbeit in Schwäbisch Gmünd eine hohe Akzeptanz und ist ein wichtiger Ansatz für dezentrale Integrationsbemühungen. Die Gmünder Quartiersarbeit wird in der Anlage 6 beschrieben.

Ergebnisse und bislang Erreichtes

In der Gmünder Integrationspolitik hat sich bewährt, sich immer wieder externer Evaluation zu unterziehen und dann mit Impulsen von außen die Integrationsarbeit weiterzuentwickeln. So hat sich beispielsweise der 5-Stufenplan zur Integration von Flüchtlingen in Schwäbisch Gmünd bewährt.

Die einzelnen Stufen sind dabei:

  1. Ankommen – das Willkommensgespräch,
  2. Sprachförderung auf verschiedenen Niveaus,
  3. Teilhabe im Ehrenamt und Erprobung in Gemeinnützigkeit
  4. Bildung, Ausbildung und Beschäftigung
  5. Vermittlung von Wohnraum.

Selbst wenn Asylverfahren nicht zum Erfolg führen oder aber Flüchtlinge freiwillig in ihre Herkunftsländer zurück wollen, bietet die Stadt Schwäbisch Gmünd Unterstützung an, sozusagen als sechste Stufe das Projekt „QUARK“ (Qualifizierung und Unterstützung, Arbeitsperspektiven, Re-integration und kommunale Rückkehrhilfen), welches seit 2005 besteht. Es bietet individuelle Rückkehrhilfen für Menschen an, die in ihre Heimatländer zurück müssen oder zurück wollen. Ziel ist dabei, den Geflüchteten eine qualifizierte Rückkehr zu ermöglichen. Dazu werden finanzielle Hilfen bei Existenzgründungen oder Starthilfen in den Heimatländern gewährt. Im Ostalbkreis wurden 2016 129 Personen solche Rückkehrhilfen vermittelt. Welche Möglichkeiten die fünf Stufen des Gmünder Wegs für Flüchtlinge bieten, können der Anlage 4 entnommen werden.

Bitte erläutern Sie, inwieweit die Bewertungskriterien des Wettbewerbs erfüllt sind (vgl. Merkblatt, Ziffer 5)

Auf die meisten Bewertungskriterien des Wettbewerbs wurde in den oben genannten Punkten bereits eingegangen. Noch erwähnt werden muss, dass die Integration und das Zusammenleben zentrale kommunalpolitische Handlungsfelder sind, welche einerseits in der Person des Oberbürgermeisters engagiert vertreten werden und regelmäßig darüber im Gemeinderat und seinen Gremien berichtet wird. Gleichzeitig gibt es zahlreiche Querverbindungen der Integration zu anderen Themenfeldern, wie der Inklusion oder auch der Jugendbeteiligung im Jugendgemeinderat. In wichtigen, strategischen Papieren und kommunalpolitischen Prozessen ist das Handlungsfeld der Integration immer prominent gesetzt, so beispielsweise im Stadtentwicklungsprozess Gmünd 2020, im aktuellen Demografie-Bericht und auch in der Wohnraumoffensive. Aufgrund der zahlreichen Bemühungen in der Stadt durch die Stadtverwaltung und zahlreiche zivilgesellschaftliche Akteure, laden andere Kommunen gerne Vertreter aus Schwäbisch Gmünd ein, um dort Gmünder Ansätze und Projekte zu präsentieren.

„Der Gmünder Weg für alle schafft Heimat“ hat sieben Gelingensfaktoren: öffentliche Flagge zeigen zur Integration (1), Interkulturalität und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben beiderseits fördern (2), gemeinsame Projekte der Stadtgesellschaft durchführen (3), Arbeit mit Multiplikatoren aus den verschiedenen Communities (4), Bildung von Kulturtandems und Bildungspartnerschaften (5), Anerkennung und Respekt vor kulturellen Unterschieden (6), Orte der Begegnung und Kommunikation vor Ort schaffen 87). Diese Faktoren sind genau in der Anlage 4, S. 799-82 beschrieben.

Da die oben beschriebenen konzeptionellen Ansätze und Projekte in der Regel finanziert sind durch städtische Mittel, Förderprogramme und Stiftungen, werden am Ende zwei Einzelprojekte in den Fokus gestellt. Beide Projekte sind Bestandteil einerseits der Quartiersarbeit in der Oststadt und auf dem Hardt und stellen andererseits eine konkrete Weiterentwicklung dar. Sofern die Stadt Schwäbisch Gmünd im Wettbewerb erfolgreich sein sollte, werden Preisgelder in diesen beiden Projekten eingesetzt.

Fragen zum Wettbewerbsbeitrag

C1 Fragen zur gesamtkommunalen Einbindung des Wettbewerbsbeitrags

C 10 Gibt es in Ihrer Kommune ein Integrationskonzept?: 
ja
nein
C 11 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag in dieses Integrationskonzept eingebunden?: 
ja
nein
C 12 Unterstützt der/die (Ober-)Bürgermeister/in bzw. Landrat/-rätin Ihren Wettbewerbsbeitrag öffentlich?: 
ja
nein

C2 Fragen zur Konzeption und Ausrichtung des Wettbewerbsbeitrags

C 20 Gibt es zu Ihrem Wettbewerbsbeitrag ein schriftliches Konzept? : 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 21 Sind die Ziele des Wettbewerbsbeitrags im Hinblick auf Integration und Zusammenleben detailliert beschrieben & festgelegt?: 
ja
nein
C 22 Wurde vor der Festlegung der Ziele eine Ausgangs- und Bedarfsanalyse erstellt?: 
ja
nein
C 23 An welche Gruppen richtet sich Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
Kinder (Einrichtungen der Kindertagesbetreuung)
Kinder (Schule)
Jugendliche
junge Erwachsene
Erwachsene
Mädchen/Frauen
Jungen/Männer
aktuelle Zuwanderer (2015-2017)
jeweils differenziert nach Herkunftsgebieten
bereits seit mehreren Jahren in Deutschland lebende Zuwanderer
Bevölkerung vor Ort
Multiplikatoren
Weitere
C 24 Bezieht sich Ihr Wettbewerbsbeitrag auf: 
die Gesamtstadt?
einen Teilraum/Quartier?
ein Projekt?
C 25 An welche Orte und Einrichtungen knüpft Ihr Wettbewerbsbeitrag an?: 
Quartier als Ganzes
Nachbarschaftshäuser/Stadtteilzentren
Jugendeinrichtungen
Sportvereine
Flüchtlingsunterkünfte
Einrichtungen der Kindertagesbetreuung
Schulen
Ausbildungsstätten
Bildungseinrichtungen (VHS u.a.)
Soziale Treffpunkte für Zuwanderer
Migrantenselbstorganisationen
Weitere
C 25a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Lernwerkstatt und Weltgarten
C 26: 

Welche Handlungsfelder zur Integration von Zuwanderern und zur Förderung des Zusammenlebens mit der Bevölkerung vor Ort stehen in Ihrem Wettbewerbsbeitrag im Mittelpunkt? Bitte geben Sie an, ob sich das Handlungsfeld auf die Gesamtstadt oder das Quartier bezieht bzw., ob es sich um ein Projekt handelt.

C 26a Handlungsfeld Wohnen und Wohnumfeld: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26b Handlungsfeld Soziale Infrastrukturen, z.B. Kindergarten, Schulen, Jugendeinrichtungen: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26c Handlungsfeld Bildung/Qualifizierung/Ausbildung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26d Handlungsfeld Beschäftigung/lokale Wirtschaftsförderung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26e Handlungsfeld Kultur: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26f Handlungsfeld Sport: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26g Handlungsfeld Gesundheit: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26h Handlungsfeld Umwelt/Grün: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26i Handlungsfeld Beteiligung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26j Handlungsfeld Engagementförderung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 27a Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe der Zielgruppe "Zuwander" ausgerichtet?: 
ja
nein
C 27b Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe der Zielgruppe "Bevölkerung vor Ort" ausgerichtet?: 
ja
nein

C3 Fragen zur Umsetzung des Wettbewerbsbeitrags

C 30 Welche Akteure aus Kommunalpolitik und Kommunalverwaltung beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbei: 
Stadt-, Gemeinde-, bzw. Kreisrat
Amt/Bereich Soziales
Amt/Bereich Jugend
Amt/Bereich Wohnen
Amt/Bereich Grün(-planung)
Bürgermeister/in bzw. Landrat/-rätin
Amt/Bereich Stadtplanung/ Stadtentwicklung
Integrationsbeauftragte/r
Amt/Bereich Sport
Amt/Bereich Gesundheit
Weitere
C 30a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Flüchtlingsbeauftragte und Quartiersmanagement
C 31 Welche verwaltungsexternen lokal relevanten Akteure beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbeitrags?: 
Quartiersmanagement
Stadtteilzentren/ Nachbarschaftshäuser
Wohlfahrtsverbände
Kirchen
Migrantenselbstorganisationen
Sponsoren
Lokale Medien
Stiftungen
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Nachbarschaftsvereine
Kleingartenvereine
Unternehmen, Betriebe
Weitere
C 32 Gibt es schriftliche und verbindliche Vereinbarungen zur Vernetzung und Kooperation der Akteure?: 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 33 Welche Laufzeit hat Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
C 34 Wie finanzieren Sie Ihren Wettbewerbsbeitrag?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
C 35 Wie lange ist die Finanzierung des Wettbewerbsbeitrags gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
C 36 Wird der Wettbewerbsbeitrag in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
C 36a wenn ja oder geplant: 
Fremdevaluation
C 37 Werden im Rahmen der Umsetzung von anderen entwickelte Projekte und Maßnahmen übernommen und eingesetzt?: 
ja
nein
C 37a Wenn ja ... Welche? : 
Weiterentwicklung der HuT-Werkstatt (Handwerk und Technik) und auch der Idee der Internationalen Gärten im Gmünder Weltgarten
C 38 Sind umgekehrt im Rahmen Ihres Wettbewerbsbeitrags entwickelte Projekte und Maßnahmen bereits andernorts übernommen worden?: 
ja
nein
C 38a Wenn ja ... Welche?: 
Viele Gmünder Praxisbeispiele werden im Rahmen des Handbuchs für Kommunen – interkulturelle Öffnung und Willkommenskultur in strukturschwachen ländlichen Regionen genannt durch den Herausgeber, die Schlader-Stiftung, Dezember 2014. Zusätzlich ist die Stadt Schwäbisch Gmünd in das dreijährige Forschungs-Praxis-Projekt (2015-2018) „Vielfalt in den Zentren von Klein- und Mittelstädten eingebunden, welches vom difu Berlin durchgeführt und vom Bundesinnenministerium gefördert wird mit Inputs und mit der Präsentation von best-practice-Beispielen, wie dem Integrationskonzept für Flüchtlinge oder den Orten für Integration im Quartier. Dieses Projekt verknüpft integrations- und stadtentwicklungspolitische Handlungsansätze und versucht diese über Netzwerkarbeit in Kommunen zu implementieren. Andere Städte, wie Konstanz oder Michelstadt, haben dabei Projekte bzw. Gmünder Ansätze übernommen. Auch das Land Baden-Württemberg hat sich am Gmünder Weg für Flüchtlinge orientiert und in Landesförderprogramme für Flüchtlinge Gmünder Gedanken übernommen.

Einzelprojekte

Einzelprojekt 1

D 10 Titel des Einzelprojekts Nr. 1: 
Gemeinsam Heimat gestalten in der Oststadt – Kooperation der Lernwerkstatt für Flüchtlinge mit dem Werkhof Ost
D 11 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
trifft nicht zu
D 12 Wie lange ist die Finanzierung des Projekts gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
trifft nicht zu
D 13 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 14 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
trifft nicht zu
D 14a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
trifft nicht zu
D 15 Kurzbeschreibung des Projekts: 

Gemeinsam Heimat schaffen - Kooperation der Lernwerkstatt für Flüchtlinge mit dem Werkhof Ost

Der Werkhof Ost, seit 2005 Teil des Vereins für Jugend-, Familien- und Gemeinwesenarbeit JuFuN e.V., ist ein handwerklicher Sozialbetrieb zur Förderung der Qualifizierung, Beschäftigung und Integration von Menschen ohne Erwerbsarbeit. Im Vordergrund stehen die Persönlichkeitsstabilisierung und handwerkliche Grundqualifizierung vornehmlich schwer vermittelbarer Menschen mit und ohne Migrationshintergrund. Auch Geflüchtete nehmen regelmäßig an Qualifizierungsmaßnahmen teil. Eine engmaschige sozialpädagogische Betreuung hilft den Teilnehmern bei der Stabilisierung ihrer Lebenssituation und beim Abbau von Vermittlungshemmnissen.

Die handwerklichen Dienstleistungen werden von vielen älteren Menschen, u. a. über das Seniorennetzwerk Schwäbisch Gmünd, von Privatpersonen aber auch von größeren Einrichtungen wie dem städtischen und Organisationen aus der Sozialwirtschaft nachgefragt. Die Grundqualifizierungen finden in den Bereichen Holz- und Metallbau, Malerhandwerk sowie Garten- und Landschaftsbau statt.

Der Werkhof Ost hat wie der JuFuN e. V. seinen Sitz im Stadtteilzentrum Ost in der Oststadt von Schwäbisch Gmünd. Die Oststadt ist ein Stadtteil mit rund 4.300 Bewohnern und einem sehr hohen Anteil an Menschen mit Migrationsbiografie (ca. 68% gegenüber 38% in der Gesamtstadt). Die Menschen stammen überwiegend aus Russland, der Türkei, Ex-Jugoslawien und Italien. Hinzu kommen Geflüchtete in der seit 2014 bestehenden Gemeinschaftsunterkunft (GU) mit 90 Plätzen in unmittelbarer Nähe des Stadtteilzentrums Ost. Zu der Gemeinschaftsunterkunft bestehen enge Kontakte, die über das Quartiersmanagement der Oststadt im Rahmen von Projekten entstanden sind und weitergeführt werden sollen. So hat der Werkhof Ost beispielsweise zusammen mit Geflüchteten und der fachlichen Unterstützung des Gmünder Weltgartens die Außenanlagen der GU verschönert, ebenso wurden gemeinsam Malerarbeiten durchgeführt.

Zusammen mit der Lernwerkstatt für Flüchtlinge, die ab Frühjahr 2018 ihren Sitz auf dem Gelände der GU haben wird, wird der Werkhof Ost seine Initiativen zur Integration von Geflüchteten fortsetzen. Dazu gehört auch das Angebot einer sozialpädagogischen Begleitung. Durch die räumliche Nähe können zum einen noch mehr Geflüchtete noch enger in Maßnahmen eingebunden und ihre neuen Kenntnisse in direktem „Kundenkontakt“ erproben auch im Rahmen des ESF-Beschäftigungsprojektes BIWAQ, das im Stadtteil durchgeführt wird. Zum anderen arbeiten Menschen im Werkhof Ost, die an Maßnahmen zur Beschäftigungsförderung teilnehmen z.B. über das Jobcenter, künftig in der Lernwerkstatt mit, lernen neue Arbeitsbereiche kennen und geben wiederum ihr Wissen weiter. Übergreifend wirken beide Gruppen in den Stadtteil und setzen Projekte zur Gestaltung und Verbesserung des Lebensumfelds (z.B. Plätze, Wege, Sitzgelegenheiten etc.) um. Sie nehmen so eine Vorbildfunktion ein mit dem Ziel, Vorbehalte und Ängste in der Bevölkerung abzubauen. Auch der direkte Kontakt der Gruppen untereinander fördert gegenseitiges Kennenlernen und gegenseitigen Respekt.

Einzelprojekt 2

D 20 Titel des Einzelprojekts Nr. 2: 
Der Gmünder Weg für alle – umgesetzt im Quartier auf dem Hardt und ausgebaut im Gmünder Weltgarten
D 21 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
trifft nicht zu
D 22 Wie lange ist die Finanzierung des Projekts gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
trifft nicht zu
D 23 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 24 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
trifft nicht zu
D 24a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
trifft nicht zu
D 25 Kurzbeschreibung des Projekts: 

Der Gmünder Weg für alle – umgesetzt im Quartier auf dem Hardt und ausgebaut im Gmünder Weltgarten

Im Gmünder Stadtteil Hardt, seit 2016 Gebiet der sozialen Stadt, leben ca. 2.900 Menschen, davon haben ca. 68% einen Migrationshintergrund. Ebenfalls im Viertel gelegen ist die neu erbaute Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge, in der zurzeit ca. 80 Menschen leben. Das Hardt ist geprägt durch eine große kulturelle Vielfalt, die am jährlich stattfindenden Stadtteilfest sehr gut sichtbar wird.

Organisiert wird das Fest durch das Quartiersmanagement, aber die Kirchen, Kindergärten, Schule, Jugendtreff, Pfadfindergruppen, Vereine, Migrantenorganisationen, die Gemeinschaftsunterkunft (GU) für Flüchtlinge – alle beteiligen sich an diesem Fest mit einem Auftritt auf der Bühne, mit einem besonderen Essensangebot, einer Aktivität für Kinder auf dem Spielplatz oder einfach beim Auf- und Abbau. Ein besonderes Highlight ist der interreligiöse Gottesdienst zu Beginn des Festes, den die Pfarrer der verschiedenen Konfessionen mit dem Imam der DiTiB-Moschee vorbereiten. Beim Hardtfest gibt es vielfältige Möglichkeiten, sich mit seinen Talenten einzubringen und die erhaltene Anerkennung motiviert für die nächste Gelegenheit.

Wichtige Orte der Integration und des Miteinanders sind im Quartier die zahlreichen Sport- und Spielplätze. Am Spielplatz an der Falkenbergstraße treffen sich Mütter mit ihren Kindern, picknicken zusammen, verabreden sich zum Laternenlaufen, organisieren eine Halloweenparty usw. Ganz selbstverständlich sind auch die Flüchtlingsfamilien, die in der Falkenbergstraße wohnen, mit einbezogen. Wichtig ist, die Attraktivität des Platzes hoch zu halten. Zusammen mit dem Bürgerverein Hardt hat die Stadt letztes Jahr einen neuen Kletterturm mit Rutsche installiert.

Für die Jugendlichen und die jungen Erwachsenen sind die Sportplätze wichtige Begegnungsorte. Ein neuer Kunstrasenplatz wurde zwischen der GU und dem Jugendtreff gebaut und ist seit der Eröffnung ständig belegt. Sport ist für die Integration und das Ankommen im Quartier gerade für junge Menschen ein guter Zugang. Ziel ist es, diesen Bereich weiter auszubauen und angeleitete Trainingszeiten auf den Plätzen anzubieten. Turniere und „Kick fair“-Projekte sind geplant.

Ein weiteres Mitmachprojekt ist der Gmünder Weltgarten, der auf dem Hardt unterhalb der Grundschule angesiedelt ist. Er ist ein Symbol für naturnahes Leben und zugleich Sinnbild für ein soziales Miteinander: Menschen unterschiedlicher Generationen, Berufe, Kompetenzen und Kulturen gestalten den Garten gemeinsam.

Die Flüchtlinge haben sich von Anfang an am Gartenleben beteiligt und so beigetragen, dass das interkulturelle Projekt sich entfalten konnte. Diese Beteiligung stellt eine gegenseitige Bereicherung dar. Im Weltgarten laufen zurzeit verschiedene Projekte mit sowohl ökologischen Schwerpunkten, wie das sukzessive Anlegen einer Wildobsthecke, als auch mit Bildungsaspekten, wie die Zusammenarbeit mit der Grundschule Hardt und den Kindergarten St. Elisabeth. Darüber hinaus sind Feste im Garten auch wichtiger Teil des interkulturellen Lebens.

In Zukunft soll die Beteiligung aller Bewohner des Hardt-Viertels noch verbessert und den Weltgarten als Ort der Begegnung und als pädagogischen Erlebnisraum weiterentwickelt werden. Geplant sind z.B.:

  • Benutzung der Stadtteilzeitung „Kunterbunt“ und Einladungen in der Gemeinschaftsunterkunft für die Ankündigung der Garten-Aktivitäten,
  • Errichtung eine Komposttoilette
  • Beschilderung mit Erläuterung wichtiger ökologischer Elemente im Garten
  • Beschilderung mit Erläuterung wichtiger ökologischer Elemente im Garten
  • Interkulturelle Feste feiern, wie z.B. das kurdische Nourus-Fest im Frühling
  • Führungen im Garten und Verwertung der Kräuter.

Das niedrigschwellige Bildungsangebot ermöglicht Menschen, die von einer schulischen Weiterbildung entfernt sind, einen praktischen Zugang zu ökologischen Themen zu bekommen. So ein Angebot ist bis jetzt einzigartig in Schwäbisch Gmünd.

Anlagen