Stadt Brühl

Name der Stadt/der Gemeinde/des Landkreises: 
Stadt Brühl
Typ: 
kreisangehörig
Bundesland: 
Nordrhein-Westfalen
Einreichende Dienststelle: 
Stadt Brühl, Stabsstelle 03 - Integration
Ansprechpartner/in: 
Integrationsbeauftragte Daniela Kilian
Straße/Postfach: 
Auguste-Viktoria-Str. 1-19
PLZ: 
50321
Telefon: 
+49 2232 15052-93
Ort: 
Brühl
Fax: 
+49 2232 15052-99

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Titel des Wettbewerbsbeitrags

KOMM-MIT – Kommunales Miteinander – Bildung, Betreuung, Beratung

Kurzfassung des Wettbewerbsbeitrags

Durch die stark gestiegene Zahl Neuzugewanderter sind in den vergangenen Jahren neue Maßnahmen zur Integration erforderlich geworden. Das ursprüngliche Integrationskonzept der Kommune musste durch ‚ad-hoc‘-Maßnahmen im Rahmen der Aufnahme und Betreuung großer Gruppen, die zeitgleich in Brühl angekommen sind, erweitert werden, damit zielgerichtetes und bedarfsgerechtes Handeln möglich war. Unter dem Schlagwort ‚Sprache ist der Schlüssel zur Integration‘ ist das heutige Konzept des KOMM-MIT entstanden. Jeder der Stadt zugewiesene Asylbewerber sollte vom ersten Tag die Möglichkeit erhalten, die deutsche Sprache zu erlernen, um möglichst schnell Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Der Unterricht fand an 3 Vormittagen á 5 UE in den Räumlichkeiten der städt. Kunst- und Musikschule statt. Gleichzeitig wurde dadurch die beengte Situation in den Turnhallen (Gemeinschaftsunterkünften) erheblich entzerrt, da fast alle Bewohner/innen das Schulungsangebot (freiwillig!) wahrgenommen haben. Schnell stellte sich heraus, dass Mütter mit Kindern (die nicht der Schulpflicht unterlagen und keinen Betreuungsplatz hatten) benachteiligt waren. Parallel zu den angebotenen Unterrichtszeiten ist daraufhin eine professionelle Kinderbetreuung installiert worden, der sog. ‚Interimskindergarten‘, in dem Kinder (und ihre Eltern) auf den Übergang in eine Regeleinrichtung vorbereitet werden. Die enge Zusammenarbeit von Padagogen/innen, Sozialarbeiter/innen und Mitarbeiter/innen verschiedenster Dienststellen und Institutionen gewährleistet eine engmaschige Begleitung des Integrationsprozesses. In besonderem Maße wird dieser Erfolg durch das ehrenamtliche Engagement der Brühler Bürger/innen getragen, die im KOMM-MIT begleitet, unterstützt und geschult werden. Regelmäßige Supervisions- und Austauschangebote gehören ebenso zu den Angeboten, wie das jährliche Dankeschön-Treffen des Bürgermeisters.

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Ausgangssituation in Brühl

Die Stadt Brühl ist eine kreisangehörige Kommune im Rhein-Erft-Kreis (NRW) mit rund 46.000 Einwohnern/innen. Seit Spätsommer 2015 sind auch in Brühl überdurchschnittlich viele Asylbewerber/innen zugewiesen worden. Dazu kam die von August 2015-Dezember 2016 installierte Erstaufnahmeeinrichtung des Landes NRW. Zu diesem Zeitpunkt lebten insgesamt  rund 805 Geflüchtete Personen(225 davon in der EA) in Brühl (Stand 31.01.2016).

Aufgrund der Kürze der Zeit zur Bereitstellung ausreichender Unterbringungsmöglichkeiten mussten auch in Brühl zunächst Turnhallen umfunktioniert werden, da die vorhandenen Unterkünfte schnell vollständig belegt waren.

Zwar lagen zunehmend Angebote Brühler Bürger/innen vor, die Wohnraum für Geflüchtete zu Verfügung gestellt haben, aber auch diese Ressourcen waren aufgrund der Situation Ende 2015 schnell erschöpft.

Anlass (konkrete Auslöser, Gründe für die Konzeption)

Die Situation in den Turnhallen war beengt und führte unvermeidbar auch zu Konflikten. Trotz einer 24-Stunden-Präsenz vor Ort durch Mitarbeiter/innen einer Security-Firma waren Maßnahmen erforderlich, die die Gesamtsituation aller Beteiligten in erheblichem Maße entspannen konnten.

Unternehmen und Stiftungen haben gespendet und so standen überplanmäßig erhebliche finanzielle Mittel zur Umsetzung zielgerichteter und bedarfsgerechter Angebote zur Verfügung.

Darüber hinaus konnten weitere Finanzierungsmöglichkeiten durch Fördermittel sichergestellt werden.

Auch die Brühler Bürger/innen haben in erheblichem Maße ihre Hilfsbereitschaft demonstriert. Sie haben Kleidung gespendet, Unterstützung angeboten, um den Neuanfang in Brühl so angenehm, wie möglich zu machen, sie haben mit administrativer Unterstützung und pragmatischem Handeln dazu beigetragen, dass die Mitarbeiter/innen der Kommune grundlegend unterstützt worden sind.

Die Vielzahl der Herausforderungen im alltäglichen Leben (Ordnen von Papieren, Anmeldung in Schulen, Termine bei Ärzten und Behörden, zwischenmenschliche Schwierigkeiten, auch aufgrund voneinander getrennter Familien, etc.) und die Unsicherheit ihrer individuellen Situation, sowie die Nachwirkungen teilweise monatelanger Flucht sind ohne das ehrenamtliche Engagement in der erfolgten Form nicht zu bewältigen gewesen.

Konzeption, Ziele und Zielgruppen

1. Konzeption

Die Kommunen sind gem. § 12 Abs. 1 S. 1 des Teilhabe- und Integrationsgesetzes des Landes NRW für die Aufnahme und Betreuung der Zielgruppe Neuzugewanderter (vgl. § 11) zuständig.

Diese kommunale Zuständigkeit beinhaltet die Verpflichtung zur Vorhaltung ausreichender Unterbringungsmöglichkeiten, sowie die Schaffung von Beratungsmöglichkeiten, die im Grunde durch Sprechzeiten in der Abteilung Soziales abgedeckt sind.

Weiter sind auch bspw. die Zuständigkeiten von Jugend- und Schulamt, sowie weiterer kommunaler Beratungseinrichtungen zu nennen.

Die Installation ehrenamtlicher Integrationslotsen, die durch das Förderprogramm KOMM-IN bereits seit 2009 in Brühl in Kooperation mit der AWO und der VHS  bereits in Lehrgangseinheiten ausgebildet wurden und seither im Einsatz sind, unterstützen und erweitern das Angebot der sog. ‚Betreuung‘.

Mehr als 200 Interessierte folgten Anfang September 2015 der Einladung des Bürgermeisters aufgrund zahlreicher Anfragen zum ehrenamtlichen Engagement in der Flüchtlingshilfe. Die Angebote erstreckten sich von Spenden und Spielenachmittagen, über die Einladungen zu regelmäßigen Kaffeenachmittagen bis hin zu 1:1-Betreuungen im Rahmen von Patenschaften. Aber auch Fahrdienste oder administrative Beratungs- und Unterstützungsangebote, sowie Terminvereinbarungen oder Übersetzungshilfen und Sprachunterstützung vervollständigten die Angebotspalette.

Auch ehrenamtliches Engagement bedarf einer strukturierten und effektiven Organisation. So wurde das ‚Ehrenamt in der Flüchtlingshilfe‘ aufgebaut und organisatorisch der Stabsstelle ‚Integration‘ zugeordnet.

In diesem Zusammenhang wurden die Ehrenamtlichen geschult (3 Module: interkulturelle Kompetenz, administrative Herausforderungen (Asylverfahren, Krankenhilfe, Bildungssystem) und die Bedeutung des Ehrenamtes) und durch die Koordination in der Stabstelle eingesetzt und durchweg begleitet.

So konnten in den Turnhallen Büros eingerichtet werden, in denen Ehrenamtliche – mit Unterstützung der Integrationsbeauftragten – Sprechstunden abgehalten haben. So konnten anstehende Termine bei bspw. der Ausländerbehörde zeitnah vereinbart werden, Arzttermine organisiert und alltäglichen Erfordernissen entsprochen werden (bspw. einkaufen, Geld abholen, KiTa- und Schultermine wahrnehmen, etc.).

2. Ziele

Die ehrenamtliche Unterstützung war von Anfang an deutlich als Hilfe zur Selbsthilfe installiert, mit dem Ziel, den Betreffenden das entsprechende Handwerkszeug zur selbständigen Existenz möglichst zeitnah mitzugeben. Unter dem Schlagwort ‚Sprache ist der Schlüssel zur Integration‘ ist die Vermittlung der deutschen Sprache das Hauptziel des Konzeptes.

Damit einher geht die Vermittlung westlicher Wertevorstellungen und gesetzlicher Bestimmungen, die sich im Alltag tagtäglich widerspiegeln und die anfänglich in den Hintergrund rückte. Sehr schnell ist klar geworden, dass genau dieses Mangelwissen zu erhöhten Konflikten führen kann und demnach entsprechend vermittelt werden muss.

Unter Berücksichtigung aller weiteren individuellen Begebenheiten ist die Vermittlung der Sprache primäres Ziel des ‚Brühler Modells‘. Darauf folgt der Besuch von weitergehenden Angeboten, je nach persönlichen Voraussetzungen (Status, Sprachniveau, Erfordernis der Kinderbetreuung, Berücksichtigung von Schulzeiten, etc.). Zum Schluss steht das Ziel, mit den erworbenen Kenntnissen und Fähigkeiten in den Ausbildungs- und/ oder Arbeitsmarkt zu münden.

3. Zielgruppe

Zielgruppe waren hier zunächst ausschließlich die der Kommune zugewiesenen Asylbewerber zu deren Aufnahme die Kommune verpflichtet ist.

Zwischenzeitlich hat sich die Situation vor Ort erheblich verändert. Aufgrund der rechtlichen Begebenheiten erfolgten von Seiten des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge Anerkennungen, Ablehnungen und Entscheidungen im Rahmen der Dublin-III-Verordnung.

Einige Personen sind aus Brühl verzogen, andere zugezogen, sodass sich die ursprüngliche Zielgruppe zwangsläufig verändert hat. Mit den Anerkennungen haben sich auch die Voraussetzungen zur Teilnahme an den Integrationskursen des BAMF geändert.

Die Intention der Kommune, Integration zu ermöglichen, kann sich aber nicht ausschließlich auf eine so eng eingegrenzte Zielgruppe beschränken. Somit sind auch die Angebote der Kommune und der Kooperationspartner auf die erweiterte Zielgruppe angepasst worden.

Letztendlich ist auf absehbare Zeit auch die derzeit nicht offensichtliche Gruppe der Personen zu berücksichtigen, die im Rahmen des Familiennachzuges nach Brühl kommen werden.

Die Herausforderungen bleiben die gleichen – und potenzieren sich ggfs. um die Problematik, dass bereits Mitglieder einer Familie in Deutschland seit mehr als zwei Jahren sozialisiert werden und andere aus differenzierten Kulturkreisen jetzt erst dazu kommen. Die damit einhergehenden Herausforderungen in Bezug auf innerfamiliäres und gesamtgesellschaftliches Konfliktpotenzial sind zwar derzeit nicht absehbar, werden aber in den Planungen für künftige Integrationsangebote bereits umfassend berücksichtigt.

Vorgehen und Umsetzung

Durch erhebliche Spenden ist es gelungen ein umfassendes Sprachkursangebot zu initiieren. Allen der Kommune zugewiesenen Asylbewerber/innen ist nach Ankunft ein Platz angeboten worden. Der Anfang verlief schleppend, da festgelegte Uhrzeiten und der Schulungsort intensiver und mehrfach kommuniziert werden mussten. Schnell hat sich gezeigt, dass das Niveau der einzelnen Teilnehmer/innen so unterschiedlich war, dass die Kurse nach Niveaustufen geteilt werden mussten.

Innerhalb weniger Wochen fanden die Unterrichtseinheiten, die an 3 Vormittagen zu je 5 UE in den Räumlichkeiten der städt. Kunst- und Musikschule stattfanden, für Analphabeten, Anfänger und fortgeschrittene Anfänger statt.

Dadurch entzerrte sich auch die Situation in den Turnhallen, da der Großteil der Bewohner/innen an 3 Vormittagen bis mittags grundsätzlich nicht vor Ort war und an den weiteren Tagen Termine außerhalb wahrnahm oder Besorgungen erledigte. Die Sprechstunden der Ehrenamtlichen sind auf diese Begebenheiten abgestimmt gewesen, sodass sie außerhalb der Unterrichtszeiten angeboten wurden.

Auch die involvierten Institutionen, wie bspw. das Sozialamt, haben entsprechende Terminvergaben unter Berücksichtigung des genannten Konzeptes umgesetzt. Auch die örtliche Tafel hat kooperiert, so dass nicht plötzlich ganze Kurse dem Unterricht fernblieben, weil sie dort Marken ziehen mussten/ konnten. Bereits in den ersten Tagen fiel auf, dass kaum Frauen dem Angebot folgten, die kleine Kinder hatten. Sie blieben in den Unterkünften.

Umgehend ist eine professionelle Kinderbetreuung während der Unterrichtszeiten installiert worden, die wiederum durch Fördermittel finanziert werden konnte. Die Installation des sog. ‚Interimskindergartens‘ sollte Eltern und deren Kinder auf den Übergang in eine Regeleinrichtung vorbereiten und die Institution der ‚Kinderbetreuung‘ für viele erstmalig bekannt zu machen. So konnten die Mütter ebenfalls die deutsche Sprache lernen während ihre Kinder im Raum nebenan betreut wurden. Wann immer allerdings die Notwendigkeit bestand, die Mutter zu holen, war diese praktisch vor Ort. So sind Bindungsängste vermieden worden und gegenseitiges Vertrauen - auch mit den Mitarbeiterinnen im ‚Interimskindergarten‘ – kontinuierlich aufgebaut worden.

Teilweise waren so die Unterkünfte zu den Unterrichtszeiten leer. Die Gesamtsituation vor Ort entspannte sich erheblich. Binnen kurzer Zeit konnten grundlegende Worte im Alltag angewandt werden und die Motivation der Schüler/innen wuchs stetig.

Das Engagement der Dozentinnen erstreckte sich weit über das Vermitteln der Sprache. So nahmen sie Rücksicht auf die individuellen Bedürfnisse, vermittelten über die Stabsstelle individuelle Unterstützung oder sorgten dafür, dass drängende Fragen zeitnah geklärt werden konnten.

Im Sommer 2016 hat die Stadt von einem in der Kommune ansässigen Energieanbieter (RWE) das ehemalige Schulungszentrum zur Verfügung gestellt bekommen. Mit der Installation der Stabsstelle ‚Integration‘ vor Ort ist der Startschuss für das heutige KOMM-MIT offiziell erfolgt.

Ende Juni 2016 eröffnete der damalige Minister für Arbeit, Integration und Soziales des Landes NRW, Rainer Schmeltzer, zusammen mit Bürgermeister Dieter Freytag die neuen Räumlichkeiten, in denen fortan auch die Sprachkurse, Schulungsangebote und Treffen der Ehrenamtlichen, der Kooperationspartner und des gesamten Netzwerkes stattfanden. Die Angebote und Kurse sind zunehmend über Drittmittel finanziert worden, so dass Kooperationen mit Bildungsträgern vor Ort möglich waren. Mittlerweile finden drei Integrationskurse des BAMF zusätzlich zu dem kommunalen Angebot statt. Der erste Kurs hat im Dezember 2017 die Prüfung absolviert.

Besonders innovativ ist das Angebot der Nutzung ‚Neuer Medien‘. Die bestehenden Hemmnisse im Alltag bezogen auf den Umgang mit digitalen Medien werden dadurch abgebaut. Die Nutzung bspw. von Geldautomaten, Ticketautomaten, der digitalisierten Verlängerung von Medien (Büchern, CDs, Zeitschriften, Spielen, etc.) in der städt. Bücherei und vielen anderen Herausforderungen werden alltagstauglich gemacht. Die Vermittlung des Wissens im Umgang mit ‚Lern-APPS‘ fördert die Orientierung im Umgang mit diesen Medien auch außerhalb des KOMM-MITs und ermöglicht damit den selbständigen Umgang mit weiteren APPs und digitalen Lernangeboten.

Durch den steten Ausbau der Angebote in den Räumlichkeiten ist ein Begegnungs-, Schulungs- und Beratungszentrum entstanden, das allen Brühler/innen mit und ohne Migrationshintergrund offen steht (Beratung Jobcenter/ Jugendmigrationsdienst, Schulungen der Verbraucherzentrale, etc.)

Die kommunale Integrationsarbeit wird hier gebündelt und Kooperationen gelebt und umgesetzt. Da die Nutzung der derzeitigen Räumlichkeiten auf ungefähr zwei Jahre begrenzt ist, sind alternative Möglichkeiten zur künftigen Umsetzung des Konzeptes frühzeitig zu entwickeln gewesen.

Aufgrund des Sonderprogramms Hilfen im Städtebau für Kommunen zur Integration von Flüchtlingen konnte die Stadt Brühl den Bau eines soziokulturellen Begegnungszentrums, das planmäßig mit dem Ende der Nutzungszeit der derzeitigen Räumlichkeiten fertig gestellt werden wird und in dem die derzeitigen Angebote dann unter den zeitlichen und bedürfnisorientierten Voraussetzungen fortgeführt werden.

Ergebnisse und (bislang) Erreichtes

Die Installation des KOMM-MIT ermöglicht die Organisation und Umsetzung der kommunalen Integrationsarbeit in Kooperation mit allen vor Ort tätigen Institutionen, Vereinen und Interessierten. Aufgrund der vielfältigen Finanzierungsmöglichkeiten kann das gesamtstädtische Konzept situationsbedingt angepasst und flexibel umgesetzt werden.

Die ursprünglich zur Verfügung gestellten Spendenmittel reichen nicht mehr aus, um das Gesamtangebot weiterhin aufrecht zu erhalten und nachhaltig zu implementieren. Trotz zusätzlich durch den Rat der Stadt Brühl zur Verfügung gestellter Mittel bedarf es weiterhin der stetigen Unterstützung durch Fördermittel bzw. die Kooperationen Dritter und deren Mittelbereitstellungen.

Durch die intensive Betreuung der Mütter und deren Kinder kommen auch Mütter in das Angebot zurück, die wegen der Geburt eines Kindes kurzfristig nicht teilgenommen haben. Dieser Erfolg ist besonders erwähnenswert, da diese Zielgruppe im Rahmen der rechtlichen Vorgaben grundsätzlich nicht zur Teilnahme an entsprechenden Maßnahmen verpflichtet werden kann. Hier beruht der offensichtliche Integrationswille ausschließlich auf der individuellen Freiwilligkeit und in Einzelfällen auch der Intervention ehrenamtlicher Paten.

Einige Verfahren dauern überdurchschnittlich lange. Daher wäre diesem Personenkreis (bspw. Afghanistan, Bangladesch, etc.) die Teilnahme an Sprachkursen grds. nicht möglich. Im KOMM-MIT wird im Frühling ein Kurs die B-1-Prüfung absolvieren, der ausschließlich freiwillig besucht wird und im Rahmen eines kommunalen Angebotes mit teilweiser finanzieller Unterstützung örtlicher Bildungsträger durchgeführt werden konnte.

Die enge Kooperation mit weiteren Institutionen, bspw. dem Jugendmigrationsdienst, eröffnet regelmäßig jungen Geflüchteten den Zugang in das institutionelle Bildungssystem.

Auch die in das Bildungssystem bereits eingegliederten Jugendlichen ab Klasse 5, die nicht mehr von den Betreuungsangeboten der OGS während der Ferienzeiten profitieren, haben nachweislich einen Bedarf der auf Betreuung, psychosoziale Unterstützung sprachliche Förderung basiert.

Diesem entsprach ein Angebot im KOMM-MIT während der Sommerferien 2017, aus kommunalen Mitteln finanziert wurde. Der Bedarf besteht weiterhin in erheblichem Umfang. Das Ministerium für Schule und Bildung des Landes NRW hat Brühl als eine von 8 Kommunen in NRW mit der Durchführung des Pilotprojektes zur Beschulung von Kindern aus neuzugewanderten Familien in den Herbstferien 2017 beauftragt.

Die Stadt Brühl trägt damit im Rahmen der Nachbereitung und Evaluation des Projektes erheblich zur Implementation eines Angebotes des Landes in 2018 bei. Die Resonanz der Zielgruppe war erheblich höher als erwartet und zielte zum Ende des Projektes darauf ab, dass ein entsprechendes Angebot ‚hoffentlich auch in den nächsten Ferien im KOMM-MIT stattfände‘.

Die Ausschreibung des Ministeriums für das entsprechende Angebot im Jahr 2018 wird voraussichtlich über ein Bewerbungsverfahren erfolgen. Ob sich die Kommune daran beteiligen wird, hängt von den entsprechenden Bewerbungsvoraussetzungen ab.

Die Implementation der Beratungsangebote im KOMM-MIT führt zu einer anderen Akzeptanz der Angebote, da die Zielgruppe sich der Institution KOMM-MIT zugehörig fühlt und viele aufgrund der sich dort etablierten persönlichen Atmosphäre eine Veränderung ablehnen. Auch Teilnehmer/innen, die bereits vor längerer Zeit in ‚offizielle Integrationskurse‘ bei anderen Bildungsträgern gewechselt sind, finden immer wieder den Weg ins KOMM-MIT, um Fragen zu klären, Probleme zu lösen oder Unterstützung zu erfragen.

Durch die Einrichtung der Patenschaften und die Intensivbetreuung in allen Lebensbereichen, sind bisher einige Teilnehmer/innen in Ausbildung und Arbeit vermittelt worden. Viele ehemalige Asylbewerber, die mittlerweile gute Kenntnisse der deutschen Sprache besitzen, engagieren sich ehrenamtlich und haben dazu beigetragen, dass in Brühl heute ‚Tandem-Patenschaften‘ möglich sind. Dabei werden Paten durch Muttersprachler unterstützt, die beim Übersetzen helfen, aber auch grundlegend dazu beitragen, das Verständnis des hiesigen Werte- und Rechtssystems als selbst Betroffene zu vermitteln.

Das Konzept ist einem Video des Städte- und Gemeindebundes NRW vorgestellt worden (www.kommunen-in-nrw.de/videos/video-integgration.html)

Anlage zur Erläuterung der Wettbewerbskriterien

Bewertungskriterien des Wettbewerbs sind wie folgt erfüllt:

  1. Das Konzept ist in das gesamtstädtische Konzept eingebunden (Integrationskonzept, Konzept zur Integration von Geflüchteten),
  2. Das Konzept basiert auf der dargestellten Ausgangs- und Bedarfsanalyse (Situation in Brühl, ‚ad-hoc‘-Maßnahmen zur Beschäftigung/ Ermöglichung von Teilhabechancen/ Bedarfsermittlung anhand Zuweisungen/ Altersstruktur, danach Einrichtung entsprechender Kurse bedarfsgerecht (Sprachniveau, etc.)),
  3. Das Konzept verfolgt das Ziel der Integration mit Hilfe der Vermittlung von Sprach-, Werte- und Rechtskenntnissen, sowie einem umfassenden bedarfsgerechten Beratungsangebot,
  4. Bedürfnisorientierte, zielgerichtete und flexible Anpassung der Angebote nach Bedarfen, die regelmäßig offensichtlich sind oder erfragt und dokumentiert werden – Erfolgsquote,
  5. Alle in der Kommune aktiven Akteure der Integrationsarbeit sind vernetzt, erhalten regelmäßig KOMM-MIT-Informationen, Kooperationen mit Bildungsträgern (KOMM-MIT ist über VHS anerkannter Schulungsort für BAMF-Integrationskurse),
  6. Das Konzept zielt aufgrund der umfassenden Berücksichtigung aller individuellen Bedürfnisse der Zielgruppe auf Nachhaltigkeit ab (auch: Tandem-Modell!),
  7. Das Konzept ist kommunalpolitisch verankert und wird unterstützt, neben Presse- und Öffentlichkeitsarbeit stehen auch Mittel im Haushalt zur Verfügung,
  8. Gender- und Diversity: Ehrenamtliche (ehemalige Ärzte) betreuen körperlich Beeinträchtigte hinsichtlich Prothesen, Reha-Maßnahmen, Physiotherapie, aber auch in Bezug auf Beratung im psychologischen Kontext in Kooperation mit entsprechenden Fachstellen/ die intensive Zusammenarbeit mit den Beauftragten der Kommune ermöglichen gezielte Unterstützung, auch GLB, bspw. häusliche Gewalt (Hilfetelefon,..)-
  9. s. 6.7, darüber hinaus ist die Integrationsbeauftragte Mitglied beim RT der Integrationsbeauftragten im Rhein-Erft-Kreis, im MigNetz Rhein-Erft, nimmt teil an den Treffen der Integrationsbeauftragten des Bundes, der Länder und der Kommunen und verfügt so über ein weitgefächertes Netzwerk/ Pressearbeit, Homepage, etc.

Über Veröffentlichungen auch auf anderen Portalen ist die kommunenübergreifende Information gesichert (Portal Integration des StGB NRW, Video auf dessen Homepage, etc.)

Zeitungsartikel ‚Eröffnung KOMM-MIT‘:

Zeitungsartikel ‚Zeitkapsel InterCultra‘:

Link zum Video (Brühl ist die zweite Kommune, die dort vorgestellt wird):

Exkursionen im Rahmen der Sprachkursangebote:

Fragen zum Wettbewerbsbeitrag

C1 Fragen zur gesamtkommunalen Einbindung des Wettbewerbsbeitrags

C 10 Gibt es in Ihrer Kommune ein Integrationskonzept?: 
ja
nein
C 11 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag in dieses Integrationskonzept eingebunden?: 
ja
nein
C 12 Unterstützt der/die (Ober-)Bürgermeister/in bzw. Landrat/-rätin Ihren Wettbewerbsbeitrag öffentlich?: 
ja
nein

C2 Fragen zur Konzeption und Ausrichtung des Wettbewerbsbeitrags

C 20 Gibt es zu Ihrem Wettbewerbsbeitrag ein schriftliches Konzept? : 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 21 Sind die Ziele des Wettbewerbsbeitrags im Hinblick auf Integration und Zusammenleben detailliert beschrieben & festgelegt?: 
ja
nein
C 22 Wurde vor der Festlegung der Ziele eine Ausgangs- und Bedarfsanalyse erstellt?: 
ja
nein
C 23 An welche Gruppen richtet sich Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
Kinder (Einrichtungen der Kindertagesbetreuung)
Kinder (Schule)
Jugendliche
junge Erwachsene
Erwachsene
Mädchen/Frauen
Jungen/Männer
aktuelle Zuwanderer (2015-2017)
jeweils differenziert nach Herkunftsgebieten
bereits seit mehreren Jahren in Deutschland lebende Zuwanderer
Bevölkerung vor Ort
Multiplikatoren
Weitere
C 23a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Kooperationspartner
C 24 Bezieht sich Ihr Wettbewerbsbeitrag auf: 
die Gesamtstadt?
einen Teilraum/Quartier?
ein Projekt?
C 25 An welche Orte und Einrichtungen knüpft Ihr Wettbewerbsbeitrag an?: 
Quartier als Ganzes
Nachbarschaftshäuser/Stadtteilzentren
Jugendeinrichtungen
Sportvereine
Flüchtlingsunterkünfte
Einrichtungen der Kindertagesbetreuung
Schulen
Ausbildungsstätten
Bildungseinrichtungen (VHS u.a.)
Soziale Treffpunkte für Zuwanderer
Migrantenselbstorganisationen
Weitere
C 25a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Brühler/innen
C 26: 

Welche Handlungsfelder zur Integration von Zuwanderern und zur Förderung des Zusammenlebens mit der Bevölkerung vor Ort stehen in Ihrem Wettbewerbsbeitrag im Mittelpunkt? Bitte geben Sie an, ob sich das Handlungsfeld auf die Gesamtstadt oder das Quartier bezieht bzw., ob es sich um ein Projekt handelt.

C 26a Handlungsfeld Wohnen und Wohnumfeld: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26b Handlungsfeld Soziale Infrastrukturen, z.B. Kindergarten, Schulen, Jugendeinrichtungen: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26c Handlungsfeld Bildung/Qualifizierung/Ausbildung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26d Handlungsfeld Beschäftigung/lokale Wirtschaftsförderung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26e Handlungsfeld Kultur: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26f Handlungsfeld Sport: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26g Handlungsfeld Gesundheit: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26h Handlungsfeld Umwelt/Grün: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26i Handlungsfeld Beteiligung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26j Handlungsfeld Engagementförderung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 27a Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe der Zielgruppe "Zuwander" ausgerichtet?: 
ja
nein
C 27b Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe der Zielgruppe "Bevölkerung vor Ort" ausgerichtet?: 
ja
nein

C3 Fragen zur Umsetzung des Wettbewerbsbeitrags

C 30 Welche Akteure aus Kommunalpolitik und Kommunalverwaltung beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbei: 
Stadt-, Gemeinde-, bzw. Kreisrat
Amt/Bereich Soziales
Amt/Bereich Jugend
Amt/Bereich Wohnen
Amt/Bereich Grün(-planung)
Bürgermeister/in bzw. Landrat/-rätin
Amt/Bereich Stadtplanung/ Stadtentwicklung
Integrationsbeauftragte/r
Amt/Bereich Sport
Amt/Bereich Gesundheit
Weitere
C 31 Welche verwaltungsexternen lokal relevanten Akteure beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbeitrags?: 
Quartiersmanagement
Stadtteilzentren/ Nachbarschaftshäuser
Wohlfahrtsverbände
Kirchen
Migrantenselbstorganisationen
Sponsoren
Lokale Medien
Stiftungen
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Nachbarschaftsvereine
Kleingartenvereine
Unternehmen, Betriebe
Weitere
C 31a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Ehrenamtliche, weitere Kooperationspartner/ Initiativen
C 32 Gibt es schriftliche und verbindliche Vereinbarungen zur Vernetzung und Kooperation der Akteure?: 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 33 Welche Laufzeit hat Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
C 34 Wie finanzieren Sie Ihren Wettbewerbsbeitrag?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
C 34a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Kooperationspartner (bspw. Mittel, die VHS beantragt hat und einsetzt)
C 35 Wie lange ist die Finanzierung des Wettbewerbsbeitrags gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
C 36 Wird der Wettbewerbsbeitrag in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
C 36a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
C 37 Werden im Rahmen der Umsetzung von anderen entwickelte Projekte und Maßnahmen übernommen und eingesetzt?: 
ja
nein
C 37a Wenn ja ... Welche? : 
Integrationskurse, Sportangebote/ Ferienfreizeiten, Nachhilfeangebote
C 38 Sind umgekehrt im Rahmen Ihres Wettbewerbsbeitrags entwickelte Projekte und Maßnahmen bereits andernorts übernommen worden?: 
ja
nein

Einzelprojekte

Einzelprojekt 1

D 10 Titel des Einzelprojekts Nr. 1: 
Kinderbetreuung während der Kurszeiten im Bereich der Sprachkurse
D 11 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
trifft nicht zu
D 12 Wie lange ist die Finanzierung des Projekts gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
trifft nicht zu
D 13 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 14 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
trifft nicht zu
D 14a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
trifft nicht zu
D 15 Kurzbeschreibung des Projekts: 

Aufgrund der mangelnden Teilnahme der Mütter mit kleinen Kindern, die nicht in institutioneller Kinderbetreuung betreut werden, an den Sprachkursangeboten, hat die Stadt Brühl den sog. Interimskindergarten eingerichtet.

Dieser wird mit professionellen Mitarbeiterinnen im Rahmen des Förderprogramms des Landes NRW ‚Kinderbetreuung in besonderen Fällen‘ finanziert.

Durch die Intention des Angebotes, Kinder und deren Eltern auf den Übergang in die institutionelle Kinderbetreuung vorzubereiten, wird dem Anspruch Rechnung getragen, vielen Teilnehmer/innen das Angebot institutioneller Kinderbetreuung überhaupt erst zu erklären bzw. näher zu bringen.

Die enge Zusammenarbeit mit den entsprechenden Kindertageseinrichtungen, der Abteilung Jugend, sowie weitergehenden Betreuungs- und Beratungsangeboten des Frauenforums, der sozial-pädiatrischen Zentren und weiterer Institutionen gewährleistet bedarfsgerechte und zielführende Beratung und Begleitung von Eltern und betreffenden Kindern.

Die Einbindung ehrenamtlicher Paten/innen und das Erfordernis regelmäßiger Evaluations- und Entwicklungsgespräche erfordert die durchgehende Kooperation mit dem KOMM-MIT, durch das Dolmetscher zur Verfügung gestellt und Kooperations- und Netzwerkkontakte ermöglicht werden.

Einzelprojekt 2

D 20 Titel des Einzelprojekts Nr. 2: 
Patenschaften/ Tandem-Patenschaften
D 21 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
trifft nicht zu
D 22 Wie lange ist die Finanzierung des Projekts gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
trifft nicht zu
D 23 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 24 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
trifft nicht zu
D 24a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
trifft nicht zu
D 25 Kurzbeschreibung des Projekts: 

Aufgrund des überragenden ehrenamtlichen Engagements der Brühler Bürger/innen ist die Koordination des Ehrenamtes in der Flüchtlingshilfe eine unverzichtbare Unterstützung und Optimierung und Erweiterung der kommunalen Integrationsarbeit. Die intensive, teilweise monatelange Begleitung der Betreffenden autorisiert diese später zur eigenständigen ehrenamtlichen Tätigkeit, die durch die muttersprachlichen Fähigkeiten in Kooperation mit den Paten/innen zu ‚Tandem-Patenschaften‘ befähigt. Die eigene Erfahrung befähigt zudem zur empathischen Vermittlung der erforderlichen Kenntnisse in Bezug auf das Werte- und Rechtssystem, sowie das Verhalten im alltäglichen Bezug. Gerade Übersetzungen im institutionellen Bereich durch ehemals Betroffene sind sehr hilfreich, das Verständnis der ‚neuen‘ Zielgruppe zu erreichen. Schulungen, Supervisionen und Austauschtreffen erhöhen gegenseitige Akzeptanz und stärken Helfer/innen bei zukünftigen Aufgaben/Herausforderungen.

Anlagen