Kall

Name der Stadt/der Gemeinde/des Landkreises: 
Kall
Typ: 
kreisangehörig
Bundesland: 
Nordrhein-Westfalen
Einreichende Dienststelle: 
Der Bürgermeister
Ansprechpartner/in: 
Dipl. Soz.-Päd. Alice Gempfer
Straße/Postfach: 
Bahnhofstr. 9
PLZ: 
53925
Telefon: 
+49 2441 888-76
Ort: 
Kall
Fax: 
+49 2441 888-70

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Titel des Wettbewerbsbeitrags

Haus der Begegnung – ein Haus für alle

Kurzfassung des Wettbewerbsbeitrags

Die Gemeinde Kall baut mit Fördermitteln des Landes NRW im Rahmen des Sonderprogramms „Hilfen im Städtebau für Kommunen zur Integration von Flüchtlingen“ ein „Haus der Begegnung“. Unter dem Motto „Ein Haus für alle“ entsteht ein zweigeschossiger Anbau mit direkter Verbindung zum Rathaus mitten im Ort.
Rund 25 Partner aus den Bereichen Integration, Bildung und Kultur haben ihr Mitwirken zugesagt. Sie bringen eigene Programme und Angebote mit. Eine Sonderrolle nehmen die Kaller Gemeindebücherei und die Geno Eifel e.G. ein, die feste Räumlichkeiten beziehen, sowie die Flüchtlingshilfe Kall. Ein Büro wird von wechselnden Partnern genutzt, insb. für mobile Beratungsangebote. Ein großer Begegnungsraum kann multifunktional von verschiedenen Partnern, insbesondere der Flüchtlingshilfe Kall und Integrationskursträgern, genutzt werden.
„Begegnung“ soll nicht nur im Rahmen der jeweiligen Angebote stattfinden, sondern auch „nebenbei“. Auch über die Bücherei sind alle Kaller Bürger einbezogen. Gleichzeitig bildet die sehr aktive Integrationsarbeit von Flüchtlingshilfe und Verwaltung mit ihren Angeboten und Erfahrungen eine solide Basis des Miteinanders. Ein offener Ort der Begegnung mit den geplanten Partnern und Inhalten unterstützt den Aufbau einer solidarischen Gesellschaft und macht Kall auch attraktiv für Neubürger.

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Ausgangssituation

Die Gemeinde Kall, Kreis Euskirchen, liegt im äußersten Südwesten des Landes Nordrhein-Westfalen nahe der Ballungszentren Aachen, Köln und Bonn. Die Fläche umfasst rund 66 Quadratkilometer. Die Bevölkerung verteilt sich auf etwa 4.000 Haushalte in 23 Ortschaften. In Kall leben 11.445 (Stand 30.09.2017) Einwohner, die sich auf den Kernort (5.141 Einwohner) sowie 22 Außenorte verteilen. Auch in Kall macht sich der demografische Wandel bemerkbar. 36 Prozent der Bevölkerung sind über 55 und 15 Prozent über 70 Jahre alt (Stand 29.10.2017). In ländlichen Regionen wie der Eifel stehen Begegnungszentren vor ganz besonderen Herausforderungen. Die Wege sind weit und die Einwohnerdichte ist gering. Durch die teils eingeschränkte öffentliche Verkehrsanbindung können Menschen im ländlichen Raum häufig nur auf eine begrenzte Zahl von Bildungs-, Kultur- oder Freizeitangeboten zugreifen. Betroffen sind davon insbesondere weniger mobile Bevölkerungsgruppen wie etwa Senioren oder auch geflüchtete Menschen. Für den Südkreis Euskirchen gilt zudem, dass viele Angebote u.a. im Bildungsbereich sich in Euskirchen und somit dem Nordkreis konzentrieren. Das Haus der Begegnung soll mit seinen Angeboten dazu beitragen, in der Gemeinde Kall bestehende Lücken zu schließen. Die sehr gute Lage sowohl im Herzen des Kreises Euskirchen als auch des Kernortes in unmittelbarer Nähe von Bus- und Zugbahnhof ermöglicht Menschen aus den Außenorten sowie dem gesamten eher strukturschwachen Süden des Kreises Euskirchen die Teilhabe.

Das Projekt „Haus der Begegnung“ mit angrenzendem „Hof der Begegnung“ ist eingebunden in das „Integrierte Handlungskonzept“ (IHK) auf der Basis des Masterplans zur Kernortgestaltung. Dieses wird in enger Abstimmung mit der Verwaltung und unter Beteiligung von Politik und Bürgerschaft erstellt vom Planungsbüro „RaumPlan“ in Kooperation mit dem Institut für Städtebau und Landesplanung der RWTH Aachen. Aufgabe des IHK ist die Entwicklung einer integrierten, realistischen und realisierbaren Konzeption zur Erneuerung des Ortskerns im Rahmen der Förderrichtlinien des Landes NRW. Einzelprojekte sollen dabei unter Einbeziehung vielfältiger Förderprogramme profiliert und in einen umfassenden stadträumlichen Zusammenhang gestellt werden. Eines der Projekte ist das „Haus der Begegnung“. An der Planung zum „Haus der Begegnung“ (Gebäude und Inhalte) waren die kommunalen politischen Gremien (Fachausschüsse und Rat) beteiligt. Die Planung wurde schließlich am 8. November 2016 im Rat beschlossen wie von der Verwaltung vorgeschlagen. Die Kosten wurden auf 1,5 Millionen Euro gedeckelt. Auch die Integration der seit 1988 bestehenden Gemeindebücherei in das Haus der Begegnung (aktueller Standort ist im Hauptschulgebäude) ist politisch abgestimmt. Aktuell wird in Kooperation mit der Bezirksregierung Düsseldorf angestrebt, den Status „Bibliothek Stufe 1“ inklusive der damit einhergehenden Förderungen zu erreichen.

Bereits 2016 sprach sich die Kaller Politik einstimmig dafür aus, dass eine feste Kraft als Integrationsbeauftragte/r eingestellt werden soll. Diese Aufgabe übernahm zum 1. Mai 2016 Frau Dipl. Soz.-Päd. Alice Gempfer, die nun auch mit der Konzeption sowie dem Betreuungsmanagement zum Haus der Begegnung beauftragt ist. Für den Bereich Integration wurde mit Herrn Paul Neufeld zum 1. Oktober 2017 eine weitere Kraft eingestellt. Eine ausführliche Analyse der Ausgangssituation bietet das Konzept zum „Haus der Begegnung“.

Anlass (konkrete Auslöser/Gründe für Konzept/Projekt/Maßnahme)

Im August 2016 lebten in der Gemeinde Kall noch 215 Asylbewerber, die in 35 Unterkünften dezentral im Kern- und den Außenorten untergebracht waren. Mittlerweile (Stand 2.11.2017) leben in gemeindeeigenen bzw. von der Gemeinde angemieteten Unterkünften 67 Asylbewerber sowie 80 als schutzbedürftig Anerkannte – also insgesamt 147 Geflüchtete. Weitere anerkannte Einzelpersonen und Familien haben bereits eigene Mietverträge. Insgesamt werden im Zuge der Integration über 200 Personen betreut. Sie haben neben den ehrenamtlichen Integrationshelfern zwei feste Ansprechpartner im Rathaus.

Nach dem Integrationsgesetz geht mit dem Erhalt des Schutzstatus eine dreijährige Wohnsitzauflage einher, in NRW gilt diese für die konkrete Kommune, in die zugewiesen wurde. Das bedeutet für die Gemeinde Kall, dass sie die Integration dieser Menschen in der Regel über Jahre weiter begleiten und fördern wird. Die Kommune unterstützt die Neubürger also definitiv auch in den kommenden Jahren gemeinsam mit dem Ehrenamt dabei, Wohnraum zu finden sowie sich im sozialen wie beruflichen Leben zu integrieren. Im besten Falle werden sie dauerhafte Mitglieder der Bürgerschaft.

Bereits im Frühjahr 2015 hat sich die Flüchtlingshilfe Kall gegründet, koordiniert wurde die freiwillige Arbeit zunächst ehrenamtlich. Unterstützt wurden die Integrationshelfer von Beginn an von der Kaller Verwaltung sowie den Kirchen. Spontan räumte die katholische Pfarrgemeinde Termine im engen Belegungsplan des Pfarrheims ein, ein Jugendraum wurde für Angebote der Flüchtlingshilfe zur Verfügung gestellt. Dies war immer als Provisorium gedacht. Im Sinne der nachhaltigen Etablierung sowie Weiterentwicklung der festen Angebote der Flüchtlingshilfe (u.a. monatliches Begegnungscafé und Internationale Sprechstunde) galt es, perspektivisch neue Räumlichkeiten zu finden. Diese sollten im Kernort und für nicht mobile Menschen gut erreichbar sein. Auch treten die Träger von Sprach- und Integrationskursen auf der Suche nach passenden Räumlichkeiten immer wieder an die Verwaltung heran. Ebenso die VHS, die gerne weitere - derzeit nicht vorhandene - Räumlichkeiten nutzen würde, etwa, um im Süden des Kreises Euskirchen einen PC-Kurs für Senioren anzubieten. Für Kommunen im eher strukturschwachen Südkreis ist es wichtig, Integrations- und Bildungs- und Freizeitangebote vor Ort zu etablieren. Dies gilt insbesondere auch im Hinblick auf weniger mobile Menschen oder z.B. auch Frauen mit Kindern, die häufig nur ganz enge Zeitfenster haben, um selbst Bildungs-, Begegnung- und Freizeitangebote wahrzunehmen. Ein weiterer Aspekt ist die fehlende Raumkapazität, über die die Kaller Gemeindebücherei am jetzigen Standort in der Hauptschule verfügt. Im Jahr 2016 wurde die Einrichtung, die rund 17.300 Medien vorhält, von 2.159 Mitgliedern genutzt, 1079 von ihnen waren unter zwölf und 113 über 60 Jahre alt. Diese (physischen) Zahlen sind trotz der Einführung der „Onleihe“ steigender Tendenz. Geflüchteten wurden bereits 2015 in der Bücherei Internetplätze zur Verfügung gestellt.

Mit Ausschreibung des Sonderprogramms „Hilfen im Städtebau für Kommunen zur Integration von Flüchtlingen“ wurde auf dieser Basis die Idee geboren, ein „Haus der Begegnung“ als feste Anlaufstelle für alle Geflüchteten und Migranten (Beratung, Schulungen und Kurse, Freizeitangebote, Bibliothek, Selbstorganisation) aber auch alle anderen Kaller Bürger zu schaffen.

Konzeption, Ziele und Zielgruppen

Ziel der Konzeption zum „Haus der Begegnung“ ist die frühe wie nachhaltige Integration von nach Kall geflüchteten Menschen. Dabei werden auch bewährte Angebote und Partner eingebunden. Gleichzeitig soll ein Begegnungsraum mit breit gefächerten Angeboten geschaffen werden, den alle Kaller nutzen können. Menschen, die sich durch ganz verschiedene Merkmale auszeichnen. Sie stammen vor allem aus Kall aber möglicherweise auch einer anderen Kommune im Kreis Euskirchen, aus verschiedenen Herkunftsländern, Generationen, Kulturkreisen und Bildungskulissen. Sie gehören unterschiedlichen Geschlechtern und Religionen an. Sie leben alleine oder in Familien, mit oder ohne Handicap. Begegnung schafft Verständnis, gemeinsames Erleben schafft Verbundenheit. So können Barrieren ab- sowie Vertrauen und Solidarität aufgebaut werden.

Im Haus der Begegnung sollen die Ressourcen der kooperierenden Partner – und auch die der verschiedenen Zielgruppen - unter einem Dach gebündelt werden. Durch Begegnung und/oder gemeinsam verbrachte Zeit werden Vorurteile abgebaut und Toleranz erhöht. Ein respektvoller Umgang, der von gegenseitiger Wertschätzung geprägt ist, ist die Basis.

Weiterführend soll diese Begegnung durch Vernetzung der Projektpartner bzw. gemeinsame Angebote und Projekte vertieft werden. Die Steuerung über das Betreuungsmanagement, die Vernetzung aller Partner, der regelmäßige Austausch und eine gemeinsame Bewerbung des Hauses der Begegnung sollen dies befördern. Geplant sind zunächst unter anderem Partnerkonferenzen sowie ein „Tag der offenen Tür“ erstmals zur Eröffnung, bei dem sich alle Partner mit ihren Angeboten vorstellen können. Im weiteren Verlauf sollen regelmäßige „Runde Tische“ es befördern, gemeinsame Ideen zu entwickeln. Im Rahmen der ersten Pressekonferenz etwa haben der Musikschulzweckverband und die Stiftung Evangelisches Altenheim bereits über die Gründung eines Seniorenchors nachgedacht. Auch von der gemeinsamen Bewerbung der Angebote sowie Pressearbeit für das Haus der Begegnung sollen alle Besuchergruppen und Veranstalter profitieren.

Ziel des Projektes „Haus der Begegnung“ ist es, Räume zu schaffen, in denen Integration sowohl möglichst niederschwellig und „nebenbei“ als auch mithilfe gezielter Förder- und Beratungsangebote stattfindet. Die Bündelung an einem Standort soll Kaller Neubürgern auch helfen, sich frühzeitig zu orientieren. Im Hinblick auf die Integration Geflüchteter sowie aller Menschen mit Migrationshintergrund geht es insbesondere um Begegnungsmöglichkeiten zwischen Kaller Bürgern und ihren „neuen Nachbarn“, eine möglichst frühe sowie nachhaltige Integration der Menschen inklusive des Bereitstellens von Orientierungs- und Willkommensangeboten, sprachliche Bildung, Beratung zu Schul- und Berufsausbildung sowie der Jobsuche, Beratung zum Asylverfahren sowie Leistungsansprüchen etc., Beratung in kritischen Lebenssituationen inkl. Vermittlung weiterführender Hilfen, Beratung für Wohnungssuchende und Neumieter, Interkulturelle und ggf. –religiöse Angebote, die Bündelung von Angeboten in einem Haus, Selbstorganisation und politische Mitbestimmung sowie Freizeitangebote.

Mit der Gemeindebücherei wird das Haus von Beginn an feste Anlaufstelle für alle Kaller sowie auch spezielle Gruppen wie etwa Schulklassen, Senioren oder Geflüchtete, die die Bücherei bereits jetzt nutzen bzw. Mitglied sind. Ziel ist, dass sich daraus auch Schnittmengen zu den anderen Angeboten ergeben. Menschen haben die Möglichkeit, Gleichgesinnte zu treffen, aber durch die Bündelung der Angebote in einem Haus auch ganz „nebenbei“ - also absolut niederschwellig - auch für sie zunächst „ganz anderen“ Menschen zu begegnen.

(geplantes) Vorgehen und Umsetzung

Angebote sind u.a. in den Bereichen Begegnung, Bildung, Kultur, Integration, Beratung, Demografie, Inklusion, Jugend und Sport geplant. Träger des Hauses der Begegnung ist die Gemeinde Kall, die auch die Haus- und Raumverwaltung koordiniert. Für das Betreuungsmanagement ist zunächst eine Dipl.-Sozialpädagogin in Vollzeit vorgesehen. Über das Betreuungsmanagement soll auch gewährleistet werden, dass sich die Partner untereinander keine Konkurrenz machen, sondern sinnvoll ergänzen. Die Konzeption sieht ausdrücklich vor, dass die Partner im Haus der Begegnung ihre Angebote eigenverantwortlich durchführen, auch die Teilnehmer werden selbständig generiert. Unterstützt und koordiniert werden sie über das Betreuungsmanagement in der Gemeindeverwaltung. Synergieeffekte sind ausdrücklich erwünscht und vorgesehen. Im Rahmen einer ersten Pressekonferenz zum Haus der Begegnung haben sich im Februar 2017 erstmals Vertreter aller Partner getroffen. Die Partner haben in einem „Letter of Intent“ zugestimmt, sich an den Bewirtschaftungskosten zu beteiligen.

Alle Partner (Stand Nov. 2017): Kommunales Bildungs- und Integrationszentrum (KoBiz) Kreis Euskirchen, VHS Kreis Euskirchen, Gemeindebücherei Kall, Flüchtlingshilfe Kall, Jugendmigrationsdienst Euskirchen/ kath. Jugendagentur Bonn, Flüchtlingsseelsorge im Bistum Aachen, kath. Pfarrgemeinde St. Nikolaus, evangelische Trinitatis-Kirchengemeinde Schleidener Tal, GenoEifel eG, Caritas, DRK, Familienzentrum Kall, Förderschule St. Nikolaus, Berufskolleg Eifel, Musikschulzweckverband Schleidener Tal, Netzwerk an Urft und Olef (55 plus), Stiftung evangelisches Altenheim (EvA), Rentenberatung, Bundeswehrberatung, Wirkstatt Kall e.V., Kaller SC, Shotokan Karate-Do Kall e.V.

Ergebnisse und (bislang) Erreichtes

Gemäß Bewilligungsbescheid muss das Projekt bis 31. Dezember 2018 abgewickelt sein. Der symbolische erste Spatenstich zum „Haus der Begegnung“ und somit Beginn der Rohbauarbeiten fand am 1. September 2017 statt. Die Fertigstellung des Rohbaus erfolgt im Dezember 2017, Restarbeiten sind für Januar 2018 vorgesehen. Ein Logo sowie eine Internetpräsenz werden gerade erstellt. Alsbald soll dann auf der Homepage über den Fortschritt der Bauarbeiten sowie die Inhalte und Partner im Haus der Begegnung informiert werden. In der ersten Hälfte des Jahres 2018 soll eine erste Partnerkonferenz einberufen sowie mit der konkreten Raum- und Programmplanung begonnen werden.

Bewertungskriterien des Wettbewerbs

Wie oben dargestellt, wird das Konzept „Haus der Begegnung“ zum einen eingebunden in das Integrationskonzept (wird gerade erstellt, siehe Gliederung anbei). Zum anderen ist es Bestandteil des Integrierte Handlungskonzept der Gemeinde Kall.

Aus dem beigefügten Konzept ist ersichtlich, dass es auf einer Ausgangs- und Bedarfsanalyse basiert. Zudem haben sich die Angebote der Flüchtlingshilfe ebenso wie die Beratungsangebote weiterer Partner in Kall bereits bewährt und fest etabliert (siehe auch: www.fluechtlingshilfe-kall.de). Gleiches gilt für die Gemeindebücherei sowie die GenoEifel e.G., die übergangsweise ein Büro im Kaller Rathaus bezogen hat.

Das Projekt verfolgt die festgelegten Integrationsziele, der frühen und nachhaltigen Integration nach Kall geflüchteter Menschen sowie der Schaffung von Rahmenbedingungen für ein wertschätzendes, im Idealfall solidarisches Miteinander aller in Kall lebender Menschen.

Die Erstellung und Umsetzung der Konzeption zum Haus der Begegnung wurde und wird begleitet von der NRW.ProjektSoziales GmbH (www.nrw-projektsoziales.de). Die NRW.ProjektSoziales GmbH (NRW.PS) ist eine hundertprozentige Tochter des Landes NRW. Sie ist angeschlossen an das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales. Auch das Kommunale Integrations- und Bildungszentrum des Kreises Euskirchen (KoBiz) begleitet das Projekt. Nach Eröffnung sollen Besucherzahlen sowie Projektverläufe und -ergebnisse erfasst und evaluiert werden.

Die Kooperation mit den Partnern wurde verbindlich vereinbart. Von nahezu allen „festen“ Partnern liegt bereits ein „Letter of Intent“ vor (siehe Anlage).

Zur nachhaltigen Integration Geflüchteter findet unter anderem eine enge Vernetzung mit Jobcenter, Ausländerbehörde sowie der ansässigen Unternehmerschaft statt. So konnten bereits mehrere Ausbildung- und Arbeitsplätze vermittelt werden. Da aktuell das Gros der Geflüchteten noch in Integrationskursen ist, wird die Aufgabe der Ausbildungs- und Arbeitsvermittlung künftig noch mehr Raum einnehmen. Hierzu können die mit Computern ausgestatteten Räumlichkeiten im Haus der Begegnung von Geflüchteten selbst oder ehrenamtlichen Integrationshelfern zur Onlinerecherche oder dem Erstellen von Bewerbungsunterlagen genutzt werden. Hierzu sind auch gezielte Projekte geplant. Auch die Unterstützung bei der Wohnungssuche für Geflüchtete mit Aufenthaltstitel ist ein wichtiger Aspekt zur nachhaltigen Integration. Bereits im Frühjahr 2018 wird hierzu auf Anregung der Flüchtlingshilfe in Kall vom Caritasverband ein Kursus „Mieterführerschein“ angeboten. Schließlich werden über die Kooperationen u.a. mit dem Familienzentrum und Schulen auch Kinder von Beginn an eingebunden. Perspektivisch soll das Haus der Begegnung auch der Migrantenselbstorganisation Raum geben. In Ehrenamtsaktivitäten sind bereits jetzt auch Geflüchtete eingebunden, dies soll ausgebaut werden (u.a. im Bereich Senioren).

Wie geschildert, wurden die Planungen zum Haus der Begegnung im Gemeinderat beschlossen. Auch die weiteren Schritte werden von der Politik begleitet. Zudem ist der Kreis Euskirchen mit dem KoBiz (kommunales Bildungs- und Integrationszentrum) sowie der VHS eingebunden. An den bisherigen Presseterminen haben u.a. der Bürgermeister und sein allg. Vertreter, Fraktionsvorsitzende sowie der stellvertretende Landrat und Integrationsbeauftragte des Kreises Euskirchen teilgenommen. Auch beim Begegnungscafé sind regelmäßig lokal- und kreispolitische Vertreter anwesend.

Gender- und Diversity-Aspekte sind im Konzept impliziert. Zudem möchte die Flüchtlingshilfe in den neuen Räumlichkeiten auch spezielle Angebote für Frauen installieren. Das Haus der Begegnung ist zudem ausdrücklich auch offen für Selbsthilfegruppen, die Räumlichkeiten nutzen möchten.

Bereits erfolgt ist Know-How-Transfer im Zusammenhang mit dem Begegnungscafé, das nach bewährtem Muster seit 2017 auch in den Nachbarkommunen Hellenthal sowie Mechernich angeboten wird (Artikel anbei). Speziell in Hellenthal haben das Ehrenamtsteam sowie die Koordinatorin der Flüchtlingshilfe Kall die dortige Integrationsbeauftragte im Vorfeld beraten und beim ersten Café auch aktiv unterstützt. Aber auch andere Angebote wie die interkulturelle Band Kalimba sowie der geplante Projektchor, Ehrenamtsprojekte mit Geflüchteten und Senioren etc. können problemlos auch in anderen Kommunen funktionieren.

Fragen zum Wettbewerbsbeitrag

C1 Fragen zur gesamtkommunalen Einbindung des Wettbewerbsbeitrags

C 10 Gibt es in Ihrer Kommune ein Integrationskonzept?: 
ja
nein
C 11 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag in dieses Integrationskonzept eingebunden?: 
ja
nein
C 12 Unterstützt der/die (Ober-)Bürgermeister/in bzw. Landrat/-rätin Ihren Wettbewerbsbeitrag öffentlich?: 
ja
nein

C2 Fragen zur Konzeption und Ausrichtung des Wettbewerbsbeitrags

C 20 Gibt es zu Ihrem Wettbewerbsbeitrag ein schriftliches Konzept? : 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 21 Sind die Ziele des Wettbewerbsbeitrags im Hinblick auf Integration und Zusammenleben detailliert beschrieben & festgelegt?: 
ja
nein
C 22 Wurde vor der Festlegung der Ziele eine Ausgangs- und Bedarfsanalyse erstellt?: 
ja
nein
C 23 An welche Gruppen richtet sich Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
Kinder (Einrichtungen der Kindertagesbetreuung)
Kinder (Schule)
Jugendliche
junge Erwachsene
Erwachsene
Mädchen/Frauen
Jungen/Männer
aktuelle Zuwanderer (2015-2017)
jeweils differenziert nach Herkunftsgebieten
bereits seit mehreren Jahren in Deutschland lebende Zuwanderer
Bevölkerung vor Ort
Multiplikatoren
Weitere
C 23a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Senioren Kinder & Jugendliche mit Handicap Erwerbslose Kulturinteressierte
C 24 Bezieht sich Ihr Wettbewerbsbeitrag auf: 
die Gesamtstadt?
einen Teilraum/Quartier?
ein Projekt?
C 25 An welche Orte und Einrichtungen knüpft Ihr Wettbewerbsbeitrag an?: 
Quartier als Ganzes
Nachbarschaftshäuser/Stadtteilzentren
Jugendeinrichtungen
Sportvereine
Flüchtlingsunterkünfte
Einrichtungen der Kindertagesbetreuung
Schulen
Ausbildungsstätten
Bildungseinrichtungen (VHS u.a.)
Soziale Treffpunkte für Zuwanderer
Migrantenselbstorganisationen
Weitere
C 25a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Ansässige Unternehmen
C 26: 

Welche Handlungsfelder zur Integration von Zuwanderern und zur Förderung des Zusammenlebens mit der Bevölkerung vor Ort stehen in Ihrem Wettbewerbsbeitrag im Mittelpunkt? Bitte geben Sie an, ob sich das Handlungsfeld auf die Gesamtstadt oder das Quartier bezieht bzw., ob es sich um ein Projekt handelt.

C 26a Handlungsfeld Wohnen und Wohnumfeld: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26b Handlungsfeld Soziale Infrastrukturen, z.B. Kindergarten, Schulen, Jugendeinrichtungen: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26c Handlungsfeld Bildung/Qualifizierung/Ausbildung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26d Handlungsfeld Beschäftigung/lokale Wirtschaftsförderung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26e Handlungsfeld Kultur: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26f Handlungsfeld Sport: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26g Handlungsfeld Gesundheit: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26h Handlungsfeld Umwelt/Grün: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26i Handlungsfeld Beteiligung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26j Handlungsfeld Engagementförderung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26k Weitere Handlungsfelder: 
Demografie Selbstorganisation v. Geflüchteten/Migranten
C 27a Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe der Zielgruppe "Zuwander" ausgerichtet?: 
ja
nein
C 27b Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe der Zielgruppe "Bevölkerung vor Ort" ausgerichtet?: 
ja
nein

C3 Fragen zur Umsetzung des Wettbewerbsbeitrags

C 30 Welche Akteure aus Kommunalpolitik und Kommunalverwaltung beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbei: 
Stadt-, Gemeinde-, bzw. Kreisrat
Amt/Bereich Soziales
Amt/Bereich Jugend
Amt/Bereich Wohnen
Amt/Bereich Grün(-planung)
Bürgermeister/in bzw. Landrat/-rätin
Amt/Bereich Stadtplanung/ Stadtentwicklung
Integrationsbeauftragte/r
Amt/Bereich Sport
Amt/Bereich Gesundheit
Weitere
C 30a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Kreis Euskirchen
C 31 Welche verwaltungsexternen lokal relevanten Akteure beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbeitrags?: 
Quartiersmanagement
Stadtteilzentren/ Nachbarschaftshäuser
Wohlfahrtsverbände
Kirchen
Migrantenselbstorganisationen
Sponsoren
Lokale Medien
Stiftungen
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Nachbarschaftsvereine
Kleingartenvereine
Unternehmen, Betriebe
Weitere
C 31a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Genossenschaft GenoEifel
C 32 Gibt es schriftliche und verbindliche Vereinbarungen zur Vernetzung und Kooperation der Akteure?: 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 33 Welche Laufzeit hat Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
C 34 Wie finanzieren Sie Ihren Wettbewerbsbeitrag?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
C 34a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Beteiligung der Nutzer an den Bewirtschaftungskosten
C 35 Wie lange ist die Finanzierung des Wettbewerbsbeitrags gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
C 36 Wird der Wettbewerbsbeitrag in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
C 36a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
C 37 Werden im Rahmen der Umsetzung von anderen entwickelte Projekte und Maßnahmen übernommen und eingesetzt?: 
ja
nein
C 37a Wenn ja ... Welche? : 
Projekte und Angebote der Partner wie Flüchtlingshilfe Kall, Musikschulzweckverband Schleidener Tal, Netzwerk an Urft & Olef, Kaller SC, St. Nikolaus-Schule Kall und andere (siehe hierzu auch Konzept Haus der Begegnung)
C 38 Sind umgekehrt im Rahmen Ihres Wettbewerbsbeitrags entwickelte Projekte und Maßnahmen bereits andernorts übernommen worden?: 
ja
nein
C 38a Wenn ja ... Welche?: 
Konzept des Begegnungscafés der Flüchtlingshilfe Kall wurde in den Kreiskommunen Hellenthal und Mechernich übernommen (siehe Presseberichte anbei)

Einzelprojekte

Einzelprojekt 1

D 10 Titel des Einzelprojekts Nr. 1: 
Musikprojekt „Kalimba“
D 11 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
trifft nicht zu
D 12 Wie lange ist die Finanzierung des Projekts gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
trifft nicht zu
D 13 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 13a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Unterstützung vom Caritasverband für die Region Eifel (kostenfreie Raumnutzung)
D 14 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
trifft nicht zu
D 14a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
trifft nicht zu
D 15 Kurzbeschreibung des Projekts: 

Interkulturelle Band Kalimba

Aus spontanen Sessions im Rahmen des monatlichen Begegnungscafés der Flüchtlingshilfe Kall sowie mit Unterstützung des Caritasverbands für die Region Eifel e.V. entstand das mittlerweile vom Landesmusikrat NRW mit Landesmitteln geförderte „Interkulturelle Percussion-Ensemble Kalimba“. Auf Einladung der Flüchtlingshilfe veranstaltete der Musikpädagoge Reiner Klein über Monate Mitmach-Sessions mit Gästen, insbesondere Geflüchteten Menschen. Die Kosten (Honorar und Fahrtgeld Hr. Klein) wurden über Spendengelder der Flüchtlingshilfe Kall bzw. über „KOMM-AN“-Fördermittel des Landes NRW abgedeckt. Zudem baute er „vor Publikum“ mit Geflüchteten Cachons, diese wurden anschließend von Gästen des Begegnungscafés gemeinsam mit der Künstlerin Maf Räderscheidt gestaltet.

Seit Mai 2017 trifft sich die Gruppe geflüchteter und deutscher Laienmusiker um den Musikpädagogen einmal wöchentlich (mittwochs, 18.30 bis 20 Uhr), um gemeinsam Stücke zu erarbeiten und das Repertoire zu proben. Mittlerweile ist das Projekt fortgeschritten, ein Folgeantrag zur Förderung über den Mai 2018 hinaus wurde gestellt. Die Teilnehmerzahl ist auf 16 gestiegen. Darunter sind Kinder, Jugendliche und Erwachsene, sie stammen aus Syrien, Mali und Deutschland. Geflüchtete aus Syrien haben sehr gute Bleibeperspektiven, weshalb das Projekt zusätzlich nachhaltig angelegt ist. Die Räumlichkeiten, die der Caritasverband für die Region Eifel e.V. unentgeltlich zur Verfügung stellt, werden allerdings langsam zu beengt.

Zu beobachten ist, dass die Gruppe „zusammengewachsen“ ist, d.h. etwa, dass Ältere Jüngere unterstützen und Einzelne mehr Verantwortung übernehmen. Einzelne Ensemble-Mitlieder den Pädagogen organisatorisch wie musikalisch. Eine Syrerin etwa übernimmt Soloparts und entwickelt eigene Stücke, die anschließend gemeinsam einstudiert werden. Aus dem Projekt heraus haben einzelne Teilnehmer die Musik für sich entdeckt. So hat eine Teilnehmerin aus Syrien nun regelmäßig auch Geigenunterricht. Ein Syrer lernt zu Hause Keyboard. Nach eigener Aussage sind die Probentermine für die Geflüchteten auch eine Möglichkeit „mit viel Spaß“ Deutsch zu lernen bzw. die Sprache zu vertiefen. Sie alle sprechen mittlerweile nahezu fließend.

Die Band hatte mittlerweile mehrere Auftritte, so etwa beim Jahreskonzert der Musikkapelle Kall, dem „Interkulturellen Fest“ im Rahmen der „Interkulturellen Woche“ im Kreis Euskirchen, bei einer Ausstellungseröffnung im Rathaus der Nachbarkommune Nettersheim, bei der „Geburtstagsfeier“ zum zweijährigen Bestehen des Kaller Begegnungscafés mit 200 Gästen und bei der Bildungskonferenz im Kreishaus Euskirchen. Bereits mehrfach haben sich nach der Probe spontane „Sessions“ ergeben, etwa in einer benachbarten Eisdiele oder der Kaller Traditionsgaststätte Gier.

In der Presse wurde mehrfach über das Projekt berichtet (siehe Pressespiegel zum Konzept), ebenso wie es Erwähnung fand im Erfahrungsbericht des Landesmusikrats (siehe Anlage).

Einzelprojekt 2

D 20 Titel des Einzelprojekts Nr. 2: 
Begegnungscafé und Internationale Sprechstunde
D 21 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
trifft nicht zu
D 22 Wie lange ist die Finanzierung des Projekts gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
trifft nicht zu
D 23 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 23a Wenn "Weitere"... Welche?: 
ehrenamtlicher Einsatz der Migrationshelfer
D 24 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
trifft nicht zu
D 24a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
trifft nicht zu
D 25 Kurzbeschreibung des Projekts: 

Bereits im Juli 2015 fand das erste monatliche Begegnungscafé statt, zu dem über 200 Menschen kamen. Es hat bis heute Bestand, zum zweijährigen Bestehen im Juli 2017 kamen wiederum rund 200 Besucher. Ergänzend finden beim Begegnungscafé regelmäßige Sonderprojekte wie Musik- und Kunstangebote oder Bastelaktionen statt. Zu den Besuchern gehören neben Geflüchteten, Ehrenamtlichen und Kaller Bürgern auch Vertreter der Verwaltung und der Wohlfahrtsverbände, Lokal- und Kreispolitiker, Bewohner und Betreuer der Kaller Senioreneinrichtung „Eva“ sowie Schüler wie jüngst der Schülerrat der Förderschule St. Nikolaus mit ihrer Schulleiterin.

Ergänzt wird das Begegnungscafé durch die „Internationale Sprechstunde“, die ebenfalls im Pfarrheim stattfindet. Zweimal in der Woche (Dienstag und Donnerstag, 16.30 bis 18.30 Uhr) können sich dort Menschen aller Herkunftsländer beraten lassen und erhalten Unterstützung etwa bei der Bearbeitung von Post. Das Angebot gilt ausdrücklich nicht nur für Geflüchtete, sondern auch für alle anderen Ratsuchenden und Interessierten. Eine Teeküche, Billardtisch und Kicker machen die Räumlichkeiten zugleich zu einem beliebten Treffpunkt, an dem Geflüchtete, Ehrenamtliche und Interessierte sich niederschwellig begegnen können. Angedockt war eine Fahrradwerkstatt, so dass alle Geflüchteten schnell mit gespendeten Fahrrädern ausgestattet werden konnten. In Kooperation mit der Polizei, der Caritas und dem DRK fanden Fahrradsicherheitstrainings statt.

Sowohl für das Begegnungscafé als auch die Internationale Sprechstunde gibt es ein festes Team, zu dem mittlerweile auch Geflüchtete selbst gehören. Die Teams tauschen sich regelmäßig aus. Die kath. Pfarrgemeinde hatte die Räumlichkeiten 2015 spontan zur Verfügung gestellt, ist aber mit eigenen Angeboten sehr ausgebucht.

Mit Fertigstellung des Hauses der Begegnung sollen das monatliche Begegnungscafé und die Internationale Sprechstunde dorthin umziehen. Dann kann auch die Zeit des Cafés (freitagmorgens) angepasst werden. Zunächst war dieser einzig freie Termin im Pfarrheim angemessen. Nun aber, da alle Kinder Kita- und Schulplätze haben sowie die meisten Erwachsenen Kurse besuchen oder arbeiten, sind die Besucherzahlen rückläufig. Ein Termin in den späten Nachmittagsstunden soll wieder mehr Interessierten die Teilnahme ermöglichen.

Siehe auch: www.fluechtlingshilfe-kall.de

Anlagen