Haßfurt

Name der Stadt/der Gemeinde/des Landkreises: 
Haßfurt
Typ: 
kreisangehörig
Bundesland: 
Bayern
Einreichende Dienststelle: 
Stadt Haßfurt (Kreisstadt des Landkreises Haßberge)
Ansprechpartner/in: 
1. Bürgermeister Günther Werner
Straße/Postfach: 
Hauptstr. 5
PLZ: 
97437
Telefon: 
+49 9521 688-110
Ort: 
Haßfurt
Fax: 
+49 9521 688-283

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Titel des Wettbewerbsbeitrags

„Zusammenhalt fördern, Integration stärken“

Kurzfassung des Wettbewerbsbeitrags

„Zusammenhalt fördern, Integration stärken“ verzahnt kommunale Angebote und ehrenamtliches Engagement. Integration wird als Querschnittsthema über die Kernbereiche der Verwaltung hinaus im Sozialraum verankert und mit dem Mehrgenerationenhaus als Knotenpunkt in der Stadt gelingt es, Menschen mit Fluchtgeschichte in weitere gesellschaftliche Bereiche mit vielen Partnern im Netzwerk erfolgreich zu integrieren. Elemente des Projektes sind eine wertschätzende Willkommenskultur und interkulturelle Öffnung von Angeboten, Sprachförderung auf verschiedenen und individuellen Niveaus, die Ermöglichung von Teilhabe durch ehrenamtliches Engagement, die Förderung von Zugängen zu Bildung, Ausbildung und Beschäftigung mit Projektpartnern sowie die Vermittlung in privaten Wohnraum. Die Menschen kommen an, werden durch eine Willkommens- und Anerkennungskultur aufgenommen und lernen ihr Leben durch unterschiedliche Einzelprojekte wieder selbst in die Hand zu nehmen. Durch die positiven Erfolge wird eine offene Haltung der Stadtgesellschaft gegenüber Zuwanderung gestärkt und gesichert.

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Haßfurt mit seinen aktuell 14.343 Einwohnern ist Kreisstadt des Landkreises Haßberge, Mittelzentrum der Region Main-Rhön und ein hervorragend gelegener Wirtschaftsstandort.
Unsere Stadt hat eine interessante Geschichte, deren Zeugnisse insbesondere in der historischen Altstadt allerorts zu finden sind. Das alte und das neue Rathaus, der Marktplatz, Bürger- und Geschäftshäuser, die historische  und  renovierte  Ritterkapelle, das Dokumentationszentrum in der St. Michaelskapelle und andere Kirchen sowie die Stadthalle Haßfurt laden zum Besichtigen und Verweilen  ein. Mit Stolz verweisen wir auf die modernen, kommunalen  Einrichtungen,  auf  die heutzutage gerade junge Familien besonders ihren Blick richten: Kindertagesstätten, Grundschule, Mittelschule, Realschule, Gymnasium, Waldorfschule, Jugendzentrum, Musikschulen, Ballettschule und vieles andere mehr. Umgeben von einer herrlichen Landschaft, mit den Naturparks Haßberge und Steigerwald, findet sich hier eine ausgezeichnete Infrastruktur, Verkehrslandeplatz, Anbindung an die Autobahn A 70 und der Main als Wasserstraße. Wir haben eine große Anzahl leistungsfähiger Gewerbe- und Industriebetriebe, Geschäfte und Gaststätten, Banken und Arztpraxen, ein Krankenhaus, vielfältige Sport- und Freizeiteinrichtungen und ein hochwertiges Kulturangebot.

Seit vielen Jahren funktioniert die Integration von Flüchtlingen in unserer Stadt. Ein auf die individuellen Bedürfnisse der Flüchtlinge abgestimmtes Maßnahmenpaket dient zur Eingliederung, aber auch zum Kennenlernen und Verstehen der deutschen Kultur. Derzeit leben in Haßfurt und den Stadtteilen über 200 Flüchtlinge. Eine ganze Reihe an Aktivitäten durch ehrenamtliche Helfer, soziale Vereine, dem Roten Kreuz, dem Mehrgenerationenhaus (MGH) Haßfurt, ortsansässiger Vereine und Angebote des Landkreises fördern zusätzlich die soziale Integration. Die Integration erfolgt im Allgemeinen immer dort am besten, wo die Menschen Kontakt zu Einheimischen  haben:

Das Mehrgenerationenhaus Haßfurt (MGH) unter der Trägerschaft des Bayerischen Roten Kreuzes liegt mitten am Marktplatz der Kreisstadt Haßfurt. Es besteht seit September 2008 und ist zentrale Anlaufstelle und Knotenpunkt für Bürgerinnen und Bürger aller Generationen. Durch die weitreichenden Öffnungszeiten gelingt es, unbürokratisch und flexibel auf die Bedarfe und  Bedürfnisse der Bürgerinnen und Bürger einzugehen und ihnen in enger Zusammenarbeit mit vielen Partnern im Netzwerk individuelle und passgerechte Lösungen für Menschen aller Generationen mit und ohne Migrations- und Fluchtgeschichte  anzubieten. Die  Angebote  des  MGH  Haßfurt zeichneten   sich   im   Jahr   2016   durch   insgesamt 44.637 Besuche und Nutzungen aus. Das MGH erhält eine Bundesförderung durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Seit vielen Jahren ist das MGH ein verlässlicher und konstruktiver Partner der Stadtverwaltung, wenn es um die Beratung und Unterstützung der Bürger zu vielfältigen Belangen geht, wo niedrigschwellige, unbürokratische und flexible Lösungen notwendig sind. Das MGH ist auch zukünftig fester Bestandteil der kommunalen Planungen zum demografischen Wandel und zur Sozialraumentwicklung der Stadt Haßfurt.
Mit dem MGH ist eine soziale Infrastruktur in der Stadt geschaffen worden, die die Integration von Zugewanderten aktiv, zukunftsorientiert und nachhaltig mit Partnern in Netzwerken und in Zusammenarbeit mit der Kommune gestaltet und in Zukunft weiterentwickeln wird. So wurde das MGH Haßfurt 2016 für das Sonderprogramm „Zusammenhalt fördern, Integration stärken" vom Bayerischen Staatsministerium ausgewählt. Die Stadt Haßfurt unterstützt das MGH seit seinem Bestehen mit finanziellen Mitteln, die über das gesetzlich geforderte Mindestmaß hinausgehen, um den Betrieb sicherzustellen und das Engagement zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger zu unterstützen. Ziele und Handlungsschwerpunkte im Projekt „Zusammenhalt fördern, Integration stärken" waren von Anfang an der bedarfsgerechte Ausbau bestehender Strukturen und die interkulturelle Öffnung von Angeboten , die Einbindung und aktive Teilhabe von Zugewanderten unter der Berücksichtigung von migrantenspezifischen Themen und der Abbau von Hemmnissen bei der Nutzung von Angeboten. Nach der Unterbringung und den Ausbau von Sprachangeboten seitens der Stadtverwaltung wurden zusätzliche Integrationsmaßnahmen bedarfsgerecht für Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte in enger Zusammenarbeit mit dem MGH geschafften.

Dabei stand die Stärkung sozialer Kompetenzen insbesondere die Stärkung von Erziehungskompetenzen von Familien mit Fluchtgeschichte und die Stärkung der aktiven Partizipation am gesellschaftlichen und politischen Leben in unserer Stadt im Vordergrund. Mit der interkulturellen Öffnung von zahlreichen Angeboten des MGH und die damit verbundene Motivation und Anleitung zu bürgerschaftlichem Engagement gelang es, zusätzliche Integrationsmaßnahmen und Teilhabe zu Bildung erfolgreich durchzuführen. Durch den niedrigschwelligen Zugang zum MGH nehmen die zugewanderten Familien die Angebote schnell wahr und für sich in Anspruch . Sie bringen sich mit ihren eigenen Talenten gestaltungsorientiert in die verschiedenen Angebote ein und werden professionell begleitet. Dabei ist es uns wichtig, den Fokus auf die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Mädchen zu legen. Die Frauen werden durch Eltern-Kind-Gruppen und Familienpatenschaften sowie durch individuelle Kontakte zu den Fachkräften des MGH und vielen Kooperationspartnern gestärkt, ihre elterlichen Ressourcen zu nutzen und so ihre Erziehungskompetenzen zu erweitern. Den Mädchen ermöglichen wir den Ausbau einer gleichberechtigten Geschlechterrolle. Dies erhöht das Selbstbewusstsein und die Zugewanderten merken, dass sie dadurch ihre eigene Integration voranbringen. Die einheimischen Familien fungieren hier als Vorbilder und Brückenbauer. Davon profitieren alle. Die positiven Erlebnisse transportieren die Zugewanderten in ihre Familien zurück. Fortbildungen, Supervision und  Coaching für  freiwillig  Engagierten   sowie  Mitarbeiterinnen und  Mitarbeitern organisiert das MGH mit uns gemeinsam und Bürgerinnen und Bürger werden professionell in ihrem Engagement begleitet.So wurde eigens ein „Motivationstraining" mit einer Familientherapeutin umgesetzt, um auf die ganz speziellen Bedürfnisse unserer freiwilligen Engagierten und unserer engagierten Zugewanderten reagieren zu können. Die gecoachten Engagierten mit und ohne Fluchtgeschichte fungieren somit als Multiplikatoren für den Umgang mit Menschen aus anderen Kulturen in unserer Stadt.

Durchgeführte  Maßnahmen  und Umsetzung  im Projekt ,,Zusammenhalt fördern, Integration stärken"

  • Cafe-Bistro „Offener Treff"
    Das Cafe Bistro „Offener Treff" ist täglich von 09.00 bis in die Abendstunden Anlaufstelle und beliebter Treffpunkt zum Austausch und Lernen für Menschen mit Fluchtgeschichte und freiwillig Engagierten.
  • Familien- und Bildungspatenschaften und Musikpatenschaften
    Durch das überdurchschnittliche Engagement von Bürgerinnen und Bürgern aus dem gesamten Landkreis konnten zahlreiche Familien- und Bildungspatenschaften für Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte geschlossen werden und zusätzlich zahlreiche Musikpatenschaften für zugewanderte Kinder ins Leben gerufen werden. Alle Patenschaften werden vom Team des MGH professionell begleitet.
  • Baby- und Kleinkindtreffs
    Durch eine qualifizierte Elternbegleiterin konnten Eltern mit Fluchtgeschichte und deren Kinder im Alter von O bis drei Jahren in die Baby- und Kleinkindtreffs eingebunden werden und einheimische Eltern für die Unterstützung dieser Familien gewonnen werden. Die professionelle Begleitung ermöglicht auch die Überleitung in weitere familienunterstützende und sprachfördernde Dienstleistungen aller Akteure im Netzwerk. So wird auch der Kita Einstieg und die damit verbundenen Herausforderungen für die Eltern mit Fluchtgeschichte gut gemeistert.
  • Freizeitpädagogische Ferienprogramme
    Durch den Einsatz von zusätzlichem Fachpersonal konnten Kinder mit Fluchtgeschichte im Alter von 5 bis 13 Jahren und deren spezifische Bedarfe in die vielseitigen Ferienprogramme der Stadt Haßfurt im Mehrgenerationenhaus und in der Mittags- und Ganztagsbetreuung an Grundschulen integriert werden. Die Eltern wurden dabei beim Anmeldeprozess und Ausfüllen von Anträgen (z.B. Bildung und Teilhabe) unterstützt und konnten so ihre Alltagskompetenzen ausbauen.
  • Sprachcafe
    Seit der Eröffnung des Sprachcafes in Haßfurt nutzen Menschen jeder Herkunft dieses einmal wöchentlich zum sprachlichen und kulturellen Austausch, um sich kennenzulernen, nachhaltig Berührungsängste und Vorurteile abzubauen. Hier werden Zugewanderte dafür begeistert, sich mit ihren Talenten einzubringen. So gestalten Sie zu verschiedensten Themen das Sprachcafe und fördern dadurch ihre eigene soziale Integration. Zusätzlich gibt es durch die Kooperationspartner im Netzwerk Themennachmittage mit „Wissenswertes" über die deutsche Kultur.
  • Individuelle Sprachförderung
    Neben bestehenden Angeboten der Bildungsträger haben wir den Bedarf erkannt, dass Menschen mit Fluchtgeschichte, vor allem Frauen mit Kindern durch die Betreuung  ihrer Kinder und fehlende Krippenplätze individuell beim Spracherwerb unterstützt werden müssen. Dies wurde durch individuelle Sprachförderung von pensionierten Lehrern erfolgreich umgesetzt und stetig dem Bedarf anpasst. Die Frauen konnten, teilweise mit ihren Partnern, in die bestehenden Eltern-Kind-Gruppen übergeleitet und während der Treffen begleitet werden. Zusätzlich wurden nach Bedarf Einzeltermine zur individuellen Sprachförderung ins Leben gerufen.
  • Integrations- und Kreativtage unter dem Motto „Hand-in-Hand"
    Über gemeinsames künstlerisches Tun wurde eine sinnstiftende Freizeitbeschäftigung unter Berücksichtigung der kulturellen Vielfalt und Wege zur Kommunikation zwischen engagierten Einheimischen und Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte ermöglicht. Durch die Anleitung eines Counselors für Kunst- und Gestalttherapie und dem kunsttherapeutischen Ansatz konnte zusätzlich eine Traumabewältigung stattfinden.
  • Spielenachmittag mit dem Seniorenbeirat der Stadt Haßfurt
    Über gemeinsame Karten- und Gesellschaftsspiele kommen die Zugewanderten  mit den Alteingesessenen und älteren Menschen in Kontakt. Patenkinder aus den Bildungspatenschaften mit Fluchtgeschichte spielen mit den Seniorinnen und Senioren und lernen dabei „spielerisch" ihr Deutsch zu verbessern.

In regelmäßigen Reflektionsgesprächen überprüfen wir die Wirksamkeit unserer Integrationsmaßnahmen und entwickeln dafür Qualitätsstandards. Dabei stehen wir im stetigen Dialog mit den freiwillig Engagierten und den zugewanderten Menschen. Es wurden Interviews mit Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte geführt und diese auch der Öffentlichkeit bei der gemeinsam organisierten Fotodokumentation in unserem Kunsthaus der Stadt Haßfurt präsentiert. Nicht zuletzt geben die wachsenden Teilnehmerzahlen und die daraus resultierende Statistik, Aufschluss über den steigenden Zulauf in den Integrationsprojekten.

Basierend auf hoher Fachkompetenz und der vielen Partner im Netzwerk bieten wir mit dem MGH und vielen Akteuren in unserer Stadt eine Plattform der interkulturellen Begegnung und ermöglichen benachteiligten Kindern und Jugendlichen sowie Migranten-  und Flüchtlingsfamilien durch  professionelle Integrations- und Bildungsprojekte die aktive Teilhabe am Gemeinwesen und Möglichkeiten zum persönlichen Erfolg. Menschen jeder Herkunft werden in das Haus und an weitere Bildungseinrichtungen im Netzwerk integriert und in Projekte und Angebote eingebunden. Die Ziele sind die Schaffung von gleichen Chancen und mehr Bildung für Menschen aller Generationen, mit und ohne Migrationshintergrund.

Nur durch erhöhten Personaleinsatz und den Einsatz von  zusätzlichen  Fachkräften in allen Angeboten sowie den Ausbau von Netzwerken zum Beispiel mit Schulen und engagierten Lehrerinnen und Lehrern, Mittags- und Ganztagsbetreuungen, Jugendsozialarbeit an Schulen, Migrationserstberatungsstellen, Kooperationspartnern etc. wird es uns gelingen erfolgreich die Basis für die Integration von Familien mit Migrations- und Fluchtgeschichte in unserer Kommune zu schaffen und so den bedarfsgerechten Ausbau  der Angebote  zu verwirklichen.

Damit diese wertvolle Arbeit weitergehen und ausgebaut werden kann, brauchen wir Unterstützung und zusätzliche Fördergelder.

Wir würden uns freuen, wenn Sie uns dafür Ihr Vertrauen schenken und uns für das Projekt „Zusammenleben Hand in Hand -  Kommunen gestalten"  auswählen.

Fragen zum Wettbewerbsbeitrag

C1 Fragen zur gesamtkommunalen Einbindung des Wettbewerbsbeitrags

C 10 Gibt es in Ihrer Kommune ein Integrationskonzept?: 
ja
nein
C 11 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag in dieses Integrationskonzept eingebunden?: 
ja
nein
C 12 Unterstützt der/die (Ober-)Bürgermeister/in bzw. Landrat/-rätin Ihren Wettbewerbsbeitrag öffentlich?: 
ja
nein

C2 Fragen zur Konzeption und Ausrichtung des Wettbewerbsbeitrags

C 20 Gibt es zu Ihrem Wettbewerbsbeitrag ein schriftliches Konzept? : 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 21 Sind die Ziele des Wettbewerbsbeitrags im Hinblick auf Integration und Zusammenleben detailliert beschrieben & festgelegt?: 
ja
nein
C 22 Wurde vor der Festlegung der Ziele eine Ausgangs- und Bedarfsanalyse erstellt?: 
ja
nein
C 23 An welche Gruppen richtet sich Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
Kinder (Einrichtungen der Kindertagesbetreuung)
Kinder (Schule)
Jugendliche
junge Erwachsene
Erwachsene
Mädchen/Frauen
Jungen/Männer
aktuelle Zuwanderer (2015-2017)
jeweils differenziert nach Herkunftsgebieten
bereits seit mehreren Jahren in Deutschland lebende Zuwanderer
Bevölkerung vor Ort
Multiplikatoren
Weitere
C 23a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Freiwillig Engagierte aller Generationen
C 24 Bezieht sich Ihr Wettbewerbsbeitrag auf: 
die Gesamtstadt?
einen Teilraum/Quartier?
ein Projekt?
C 25 An welche Orte und Einrichtungen knüpft Ihr Wettbewerbsbeitrag an?: 
Quartier als Ganzes
Nachbarschaftshäuser/Stadtteilzentren
Jugendeinrichtungen
Sportvereine
Flüchtlingsunterkünfte
Einrichtungen der Kindertagesbetreuung
Schulen
Ausbildungsstätten
Bildungseinrichtungen (VHS u.a.)
Soziale Treffpunkte für Zuwanderer
Migrantenselbstorganisationen
Weitere
C 26: 

Welche Handlungsfelder zur Integration von Zuwanderern und zur Förderung des Zusammenlebens mit der Bevölkerung vor Ort stehen in Ihrem Wettbewerbsbeitrag im Mittelpunkt? Bitte geben Sie an, ob sich das Handlungsfeld auf die Gesamtstadt oder das Quartier bezieht bzw., ob es sich um ein Projekt handelt.

C 26a Handlungsfeld Wohnen und Wohnumfeld: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26b Handlungsfeld Soziale Infrastrukturen, z.B. Kindergarten, Schulen, Jugendeinrichtungen: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26c Handlungsfeld Bildung/Qualifizierung/Ausbildung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26d Handlungsfeld Beschäftigung/lokale Wirtschaftsförderung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26e Handlungsfeld Kultur: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26f Handlungsfeld Sport: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26g Handlungsfeld Gesundheit: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26h Handlungsfeld Umwelt/Grün: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26i Handlungsfeld Beteiligung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26j Handlungsfeld Engagementförderung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 27a Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe der Zielgruppe "Zuwander" ausgerichtet?: 
ja
nein
C 27b Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe der Zielgruppe "Bevölkerung vor Ort" ausgerichtet?: 
ja
nein

C3 Fragen zur Umsetzung des Wettbewerbsbeitrags

C 30 Welche Akteure aus Kommunalpolitik und Kommunalverwaltung beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbei: 
Stadt-, Gemeinde-, bzw. Kreisrat
Amt/Bereich Soziales
Amt/Bereich Jugend
Amt/Bereich Wohnen
Amt/Bereich Grün(-planung)
Bürgermeister/in bzw. Landrat/-rätin
Amt/Bereich Stadtplanung/ Stadtentwicklung
Integrationsbeauftragte/r
Amt/Bereich Sport
Amt/Bereich Gesundheit
Weitere
C 31 Welche verwaltungsexternen lokal relevanten Akteure beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbeitrags?: 
Quartiersmanagement
Stadtteilzentren/ Nachbarschaftshäuser
Wohlfahrtsverbände
Kirchen
Migrantenselbstorganisationen
Sponsoren
Lokale Medien
Stiftungen
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Nachbarschaftsvereine
Kleingartenvereine
Unternehmen, Betriebe
Weitere
C 32 Gibt es schriftliche und verbindliche Vereinbarungen zur Vernetzung und Kooperation der Akteure?: 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 33 Welche Laufzeit hat Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
C 34 Wie finanzieren Sie Ihren Wettbewerbsbeitrag?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
C 35 Wie lange ist die Finanzierung des Wettbewerbsbeitrags gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
C 36 Wird der Wettbewerbsbeitrag in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
C 36a wenn ja oder geplant: 
Fremdevaluation
C 37 Werden im Rahmen der Umsetzung von anderen entwickelte Projekte und Maßnahmen übernommen und eingesetzt?: 
ja
nein
C 38 Sind umgekehrt im Rahmen Ihres Wettbewerbsbeitrags entwickelte Projekte und Maßnahmen bereits andernorts übernommen worden?: 
ja
nein
C 38a Wenn ja ... Welche?: 
Sprachcafé, Familien- und Bildungspatenschaften

Einzelprojekte

Einzelprojekt 1

D 10 Titel des Einzelprojekts Nr. 1: 
Sprachcafé im Café Bistro „Offener Treff“ im Mehrgenerationenhaus
D 11 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
trifft nicht zu
D 12 Wie lange ist die Finanzierung des Projekts gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
trifft nicht zu
D 13 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 14 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
trifft nicht zu
D 14a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
trifft nicht zu
D 15 Kurzbeschreibung des Projekts: 

Das Mehrgenerationenhaus mit seinem Café Bistro „Offener Treff“ mitten am Marktplatz ist ein neutraler Ort mit niedrigschwelligem Zugang, der seit den Flüchtlingsströmen vermehrt von Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte angesteuert wird. Dort verweilen die Menschen mit Fluchtgeschichte zwischen Ämtergängen, zum Lernen und knüpfen Kontakte zu Einheimischen aller Generationen.

Im Sprachcafé wird ein Rahmen geschaffen, der die professionelle Begleitung der Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte während ihrer Anwesenheit sicherstellt. Sowohl die Menschen der Aufnahmegesellschaft, als auch die Flüchtlingsfamilien sollen die Möglichkeit erhalten sich kennenzulernen, um nachhaltig Berührungsängste und Vorurteile abzubauen. Der persönliche Kontakt ist hier ein zentrales Thema und kaum etwas ist so wichtig, um sich an einem Ort willkommen zu fühlen. Durch das vorhandene Netzwerk und die vielen Kooperationen des Mehrgenerationenhauses mit relevanten Partnern kann hier schnell und unbürokratisch unterstützt und zur Förderung der Chancengleichheit und Teilhabe beigetragen werden. Weitere Akteure in der Stadt werden bei Bedarf eingebunden.

Im Sprachcafé haben die Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte die Möglichkeit  sich anhand ihrer Talente einzubringen und die verschiedenen Projekte aktiv mitzugestalten. Das fördert den gegenseitigen Respekt und die Akzeptanz aller Beteiligten. Ganz individuelle Sprachförderung während der gemeinsamen Aktivitäten wie zum Beispiel Kochen, Musik, Tanz, Kunst, etc. wird sichergestellt. Professionelle Anleitung zu den einzelnen Themen wird durch den Einsatz von pädagogischem Fachpersonal gewährleistet. Die Kinder und Jugendlichen der Familien mit Fluchtgeschichte werden gleichzeitig in freizeitpädagogische Förderprogramme des Mehrgenerationenhauses und deren Kooperationspartner weitervermittelt und erfolgreich integriert. Das stärkt vor allem die Frauen mit Fluchtgeschichte in ihrer elterlichen Kompetenz und lässt sie stärker am gesellschaftlichen Leben teilhaben.

Einzelprojekt 2

D 20 Titel des Einzelprojekts Nr. 2: 
Familien- und Bildungspatenschaften „Engagement macht stark“
D 21 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
trifft nicht zu
D 22 Wie lange ist die Finanzierung des Projekts gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
trifft nicht zu
D 23 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 24 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
trifft nicht zu
D 24a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
trifft nicht zu
D 25 Kurzbeschreibung des Projekts: 

In den Familien- und Bildungspatenschaften kümmern sich freiwillig engagierte Patinnen und Paten um Familien, Erwachsene, Jugendliche und Kinder mit Migrations- und Fluchtgeschichte. Durch verlässliche und enge Beziehungen helfen sie bei Sprachdefiziten und unterstützen sie in ihrer schulischen, beruflichen und vor allem in ihrer persönlichen Entwicklung. Dabei stehen neben Alltagskompetenzen und  gesellschaftlichen Grundwerten vor allem die Integration in das deutsche Bildungssystem, die Berufsorientierung und die Begleitung in der Schule, Berufsschule oder im Beruf im Vordergrund. Die Patinnen und Paten sind Vorbilder und echte Brückenbauer zwischen den Kulturen, die zum Bildungserfolg beitragen und so auch die erfolgreiche Integration der Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte fördern und sichern. Die engagierten Patinnen und Paten werden durch das Fachpersonal des Mehrgenerationenhauses im Projekt „Zusammenhalt fördern, Integration stärken“ professionell begleitet, fortgebildet und gecoacht. Auch findet in enger Zusammenarbeit mit der Kommune ein Motivationstraining für freiwillig Engagierte im MGH statt. Dadurch konnte bestehendes Engagement nachhaltig gesichert und neues bürgerschaftliches Engagement gewonnen werden.

Auch über die Stadtgrenzen hinaus ist dieses Projekt positiv bekannt, so arbeitet das MGH im Netzwerk mit Nachbarkommunen zusammen. Ein Beispiel ist hier die erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Kinder- und Jugendhilfe in der Stadt Eltmann und mit dem Sozialdienst Katholischer Frauen (SKF). In enger Zusammenarbeit wurden hier zahlreiche Bildungspatenschaften geschlossen und ein Netzwerk von nachhaltiger Begleitung in rechtlichen, persönlichen, beruflichen und Wohnungsangelegenheiten geknüpft. Das Mehrgenerationenhaus stellt zum Beispiel den jungen Männern pensionierte Lehrer an die Seite und begleitet diese. Durch die Bildungspatenschaft kann den individuellen Bedürfnissen des Jugendlichen entsprochen werden und eine zusätzliche Begleitung außerhalb der Integrationsklassen erfolgen. Die Vermittlung in Berufspraktika durch das Netzwerk des Mehrgenerationenhauses und dessen Unternehmenskooperationen wird somit erfolgreich ermöglicht. 

Anlagen