Pirmasens

Name der Stadt/der Gemeinde/des Landkreises: 
Pirmasens
Typ: 
kreisfrei
Bundesland: 
Rheinland-Pfalz
Einreichende Dienststelle: 
Stadtverwaltung Pirmasens, Pakt für Pirmasens
Ansprechpartner/in: 
Sabine Kober
Straße/Postfach: 
Marienstr. 6
PLZ: 
66955
Telefon: 
+49 6331 14447-40
Ort: 
Pirmasens
Fax: 
+49 6331 14447-49

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Titel des Wettbewerbsbeitrags

Pakt für Pirmasens - ein Netzwerk von Haupt- und Ehrenamtlichen/ Zusammenarbeit der Kommune mit der Zivilgesellschaft

Kurzfassung des Wettbewerbsbeitrags

Der "Pakt für Pirmasens" wurde vom Oberbürgermeister der kreisfreien Stadt Pirmasens - Herrn Dr. Bernhard Matheis - aus Sorge um die Entwicklungs- und Zukunftschancen der Pirmasenser Kinder und Jugendlichen ins Leben gerufen, welche in problematischen sozialen Verhältnissen aufwachsen. Ein städtisches Koordinierungsbüro ist seitdem zentrale Anlaufstelle des weitreichenden Engagements haupt- und ehrenamtlich tätiger Personen, Vereinen und Institutionen. Hier laufen die Fäden der staatlichen und ehrenamtlichen Initiativen zusammen, werden gebündelt und von fachlich ausgebildetem Personal individuell nach den Bedürfnissen der Hilfesuchenden koordiniert. Wo staatliche Hilfe ihre Grenzen hat, erhalten Pirmasenser Kinder und Jugendliche im Pakt für Pirmasens darüber hinausgehende Entwicklungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten in Form von niederschwelliger Familienhilfe, gezielter Lernförderung, Integration in Vereine und Vermittlung in eine Vielzahl von interessanten Gemeinschaftsprojekten.

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Ausgangssituation in Ihrer Kommune

In Pirmasens leben seit dem Niedergang der lokalen Schuhindustrie und dem Abzug der amerikani-schen Streitkräfte (zu) viele Kinder und Jugendliche, denen der Zugang zu gesellschaftlicher Teilhabe und insbesondere Bildung durch ihr bildungsfernes familiäres und soziales Umfeld erheblich erschwert wird.

Anlass (konkrete Auslöser/Gründe für Konzept/Projekt/Maßnahme)

Sozialdaten der Stadt Pirmasens

Konzeption, Ziele und Zielgruppen

Durch gezielte und bedarfsgerechte Koordinierung staatlicher und ehrenamtlicher Hilfen sowie niederschwelliger ehrenamtlicher Familienbegleitung bereits im Vorschulalter erhalten Familien rechtzeitig einen Zugang zu Bildung und kultureller Teilhabe. Der Kontakt zum Koordinierungsbüro Pakt für Pirmasens wird bereits zum Zeitpunkt der Geburt in Form eines kostenlosen "Begrüßungspakets" hergestellt, für welches alle Eltern Neugeborener einen Gutschein vom städtischen Standesamt erhalten. Ziel ist die Senkung der Anzahl von Personen, die staatliche Transferleistungen zum Lebensunterhalt benötigen. Zielgruppe sind im Bezug staatlicher Transferleistungen stehende Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene.

(geplantes) Vorgehen und Umsetzung

Der Pakt für Pirmasens bietet selbst keine sozialen Projekte an, sondern koordiniert, unterstützt und finanziert über Spendengelder vorhandenes haupt- und ehrenamtliches Engagement bedarfsgerecht. Die vom Pakt für Pirmasens unterstützten sozialen Projekte sind rein spendenfinanziert. Über die Mittelvergabe entscheidet ein gewählter Förderausschuss. Neue Projekte sowie Entscheidungen vom Förderausschuss werden an einem offenen und für alle Interessierten zugänglichen "Runden Tisch" regelmäßig vorgestellt.

ggf.: Ergebnisse und (bislang) Erreichtes

Hohe kommunale Akzeptanz und Außenwahrnehmung und damit einhergehender stark gestiegener Kundenzulauf sowie Spendenaufkommen. Das Koordinierungsbüro ist ein städtisches Amt und kann den Anstieg staatlicher Sozialausgaben durch niederschwellige Hilfen reduzieren, ohne als "Amt" mit bürokratischen Hürden wahrgenommen zu werden.
Inwiefern sich unser Projekt auf andere Regionen oder Zielgruppen übertragen lässt, untersucht der-zeit die Bertelsmann Stiftung in ihrem Projekt "Synergien vor Ort" in enger und seit dem Jahr 2015 bestehender Kooperation u.a. mit dem Pakt für Pirmasens.

Bitte erläutern Sie, inwieweit die Bewertungskriterien des Wettbewerbs erfüllt sind:

Erläuterungen siehe Kommunaler Schlussbericht der Bertelsmann Stiftung in Anlage

Fragen zum Wettbewerbsbeitrag

C1 Fragen zur gesamtkommunalen Einbindung des Wettbewerbsbeitrags

C 10 Gibt es in Ihrer Kommune ein Integrationskonzept?: 
ja
nein
C 11 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag in dieses Integrationskonzept eingebunden?: 
ja
nein
C 12 Unterstützt der/die (Ober-)Bürgermeister/in bzw. Landrat/-rätin Ihren Wettbewerbsbeitrag öffentlich?: 
ja
nein

C2 Fragen zur Konzeption und Ausrichtung des Wettbewerbsbeitrags

C 20 Gibt es zu Ihrem Wettbewerbsbeitrag ein schriftliches Konzept? : 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 21 Sind die Ziele des Wettbewerbsbeitrags im Hinblick auf Integration und Zusammenleben detailliert beschrieben & festgelegt?: 
ja
nein
C 22 Wurde vor der Festlegung der Ziele eine Ausgangs- und Bedarfsanalyse erstellt?: 
ja
nein
C 23 An welche Gruppen richtet sich Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
Kinder (Einrichtungen der Kindertagesbetreuung)
Kinder (Schule)
Jugendliche
junge Erwachsene
Erwachsene
Mädchen/Frauen
Jungen/Männer
aktuelle Zuwanderer (2015-2017)
jeweils differenziert nach Herkunftsgebieten
bereits seit mehreren Jahren in Deutschland lebende Zuwanderer
Bevölkerung vor Ort
Multiplikatoren
Weitere
C 24 Bezieht sich Ihr Wettbewerbsbeitrag auf: 
die Gesamtstadt?
einen Teilraum/Quartier?
ein Projekt?
C 25 An welche Orte und Einrichtungen knüpft Ihr Wettbewerbsbeitrag an?: 
Quartier als Ganzes
Nachbarschaftshäuser/Stadtteilzentren
Jugendeinrichtungen
Sportvereine
Flüchtlingsunterkünfte
Einrichtungen der Kindertagesbetreuung
Schulen
Ausbildungsstätten
Bildungseinrichtungen (VHS u.a.)
Soziale Treffpunkte für Zuwanderer
Migrantenselbstorganisationen
Weitere
C 26: 

Welche Handlungsfelder zur Integration von Zuwanderern und zur Förderung des Zusammenlebens mit der Bevölkerung vor Ort stehen in Ihrem Wettbewerbsbeitrag im Mittelpunkt? Bitte geben Sie an, ob sich das Handlungsfeld auf die Gesamtstadt oder das Quartier bezieht bzw., ob es sich um ein Projekt handelt.

C 26a Handlungsfeld Wohnen und Wohnumfeld: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26b Handlungsfeld Soziale Infrastrukturen, z.B. Kindergarten, Schulen, Jugendeinrichtungen: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26c Handlungsfeld Bildung/Qualifizierung/Ausbildung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26d Handlungsfeld Beschäftigung/lokale Wirtschaftsförderung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26e Handlungsfeld Kultur: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26f Handlungsfeld Sport: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26g Handlungsfeld Gesundheit: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26h Handlungsfeld Umwelt/Grün: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26i Handlungsfeld Beteiligung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26j Handlungsfeld Engagementförderung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 27a Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe der Zielgruppe "Zuwander" ausgerichtet?: 
ja
nein
C 27b Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe der Zielgruppe "Bevölkerung vor Ort" ausgerichtet?: 
ja
nein

C3 Fragen zur Umsetzung des Wettbewerbsbeitrags

C 30 Welche Akteure aus Kommunalpolitik und Kommunalverwaltung beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbei: 
Stadt-, Gemeinde-, bzw. Kreisrat
Amt/Bereich Soziales
Amt/Bereich Jugend
Amt/Bereich Wohnen
Amt/Bereich Grün(-planung)
Bürgermeister/in bzw. Landrat/-rätin
Amt/Bereich Stadtplanung/ Stadtentwicklung
Integrationsbeauftragte/r
Amt/Bereich Sport
Amt/Bereich Gesundheit
Weitere
C 31 Welche verwaltungsexternen lokal relevanten Akteure beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbeitrags?: 
Quartiersmanagement
Stadtteilzentren/ Nachbarschaftshäuser
Wohlfahrtsverbände
Kirchen
Migrantenselbstorganisationen
Sponsoren
Lokale Medien
Stiftungen
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Nachbarschaftsvereine
Kleingartenvereine
Unternehmen, Betriebe
Weitere
C 31a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Beirat für Migration und Integration
C 32 Gibt es schriftliche und verbindliche Vereinbarungen zur Vernetzung und Kooperation der Akteure?: 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 33 Welche Laufzeit hat Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
C 34 Wie finanzieren Sie Ihren Wettbewerbsbeitrag?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
C 35 Wie lange ist die Finanzierung des Wettbewerbsbeitrags gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
C 36 Wird der Wettbewerbsbeitrag in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
C 36a wenn ja oder geplant: 
Fremdevaluation
C 37 Werden im Rahmen der Umsetzung von anderen entwickelte Projekte und Maßnahmen übernommen und eingesetzt?: 
ja
nein
C 38 Sind umgekehrt im Rahmen Ihres Wettbewerbsbeitrags entwickelte Projekte und Maßnahmen bereits andernorts übernommen worden?: 
ja
nein

Einzelprojekte

Einzelprojekt 1

D 10 Titel des Einzelprojekts Nr. 1: 
Interkulturelle Lernförderung
D 11 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
trifft nicht zu
D 12 Wie lange ist die Finanzierung des Projekts gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
trifft nicht zu
D 13 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 14 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
trifft nicht zu
D 14a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
trifft nicht zu
D 15 Kurzbeschreibung des Projekts: 

Studentinnen, Studenten, Schüler der höheren Klassen sowie sonstige Ehrenamtliche verschiedener Nationalitäten mit höherem Bildungsgrad betreuen bedürftige Schülerinnen und Schüler beim Bearbeiten der Hausaufgaben in ehrenamtlicher Funktion. Aufgrund des kulturübergreifenden Aspekts handelt es sich nicht um eine bloße Nachhilfe - vielmehr werden innerhalb dieses Projekts ganzheitliche Kompetenzen vermittelt.

Davon profitieren nicht nur die Schülerinnen und Schüler, auch für die Lernförderer bedeutet die Maßnahme eine Hilfe bei der Integration in die Pirmasenser Gesellschaft. Nicht nur Kinder mit Migrationshintergrund profitieren hiervon außerordentlich. Die gegenseitige Toleranz, das Verständnis für andere Kulturen und deren Anerkennung stehen hier neben der Verbesserung schulischer Leistungen im ganz besonderen Fokus des Pakts für Pirmasens.

Die Interkulturelle Lernförderung findet in den Räumlichkeiten des Koordinierungsbüros Pakt für Pirmasens statt, wo ein geeigneter Schulungsraum sowie Lehrmaterial zur Verfügung gestellt werden. Sie kann bei Bedarf aber auch in der Schule oder sogar zu Hause erfolgen.

Der Pakt für Pirmasens gewährt den Lernförderern eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 8,-- € pro Unterrichtseinheit je 45 Minuten.

Einzelprojekt 2

D 20 Titel des Einzelprojekts Nr. 2: 
Eltern-Kind-Gruppe
D 21 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
trifft nicht zu
D 22 Wie lange ist die Finanzierung des Projekts gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
trifft nicht zu
D 23 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 24 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
trifft nicht zu
D 24a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
trifft nicht zu
D 25 Kurzbeschreibung des Projekts: 

Frau Zahire Sevilir gründete im Herbst 2009 die Mutter-Kind-Gruppe, welche im Sommer 2016 aufgrund des inzwischen zahlreichen Engagements vieler Väter zur Eltern-Kind-Gruppe erweitert werden konnte. Ein Angebot, das sich an bedürftige Eltern und Kinder mit multiplen Beeinträchtigungen richtet.

Es finden regelmäßige Treffen einmal im Monat statt. Das gemeinsame Kochen, der Besuch von Veranstaltungen und Seminaren, Exkursionen sowie Freizeitaktivitäten verschiedenster Arten werden in der Gemeinschaft organisiert und durchgeführt.

Der Pakt für Pirmasens unterstützt dieses Projekt durch Übernahme der Kosten für Einkäufe, Bastelutensilien, Eintrittsgeldern und Fahrtkosten. Vom Koordinierungsbüro werden die jeweiligen Einladungen an alle vom Pakt unterstützten Familien erstellt und verschickt.

Anlagen