Stadt Heilbronn

Name der Stadt/der Gemeinde/des Landkreises: 
Stadt Heilbronn
Typ: 
kreisfrei
Bundesland: 
Baden-Württemberg
Einreichende Dienststelle: 
Amt für Familie, Jugend und Senioren
Ansprechpartner/in: 
Mona Klenk
Straße/Postfach: 
Gymnasiumstr. 44
PLZ: 
74072
Telefon: 
+49 7131 5641-50
Ort: 
Heilbronn
Fax: 
+49 7131 561641-50

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Titel des Wettbewerbsbeitrags

Arbeitsgemeinschaft „Soziale Betreuung von Flüchtlingen in Heilbronn“ = ARGE Flüchtlingsarbeit

Kurzfassung des Wettbewerbsbeitrags

Im Oktober 2014 hat die Stadt Heilbronn ein Maßnahmenkonzept zum Umgang mit der wachsenden Zahl von Flüchtlingen erstellt. Das Konzept beinhaltet die Einbeziehung von in diesem Bereich tätigen Trägern der Liga der freien Wohlfahrtspflege. Im Dezember 2014 haben daher die Träger Arbeiterwohlfahrt (AWO), Caritas Heilbronn-Hohenlohe und Diakonisches Werk Heilbronn eine Arbeitsgemeinschaft „Soziale Betreuung von Flüchtlingen in Heilbronn“ (ARGE Flüchtlingsarbeit) gegründet. Von städtischer Seite ist das Amt für Familie, Jugend und Senioren, das in seiner Funktion als untere Aufnahmebehörde die Unterbringung und soziale Betreuung der Asylsuchenden und bleibeberechtigten Flüchtlinge übernimmt, Vertragspartner. Parallelstrukturen werden vermieden, die bestehenden Ressourcen werden effektiv eingesetzt. Die ARGE betreut, unterstützt und koordiniert in städtischem Auftrag die ehrenamtlichen Helfer in der Flüchtlingsarbeit und schafft Zugänge zu den Regelangeboten der Träger für Geflüchtete.

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Ausgangssituation in Heilbronn

Heilbronn ist eine kreisfreie Stadt in Baden-Württemberg mit ca. 126.500 Einwohnerinnen und Einwohnern. Hiervon haben 52% der Menschen eine Zuwanderungsgeschichte, bei den Kindern und Jugendlichen sind es bereits 71%.

Als kreisfreie Stadt ist Heilbronn für die vorläufige Unterbringung von Asylbewerbern, wie auch für die Anschlussunterbringung bleibeberechtigter und geduldeter Personen zuständig.

Die höchsten Aufnahmequoten von Asylbewerbern erfüllte Heilbronn im Winter 2015 und Frühjahr 2016, als monatlich bis zu 200 Personen aus der Landeserstaufnahme in den Heilbronner Flüchtlingsunterkünften aufgenommen wurden. Während vor dem Anstieg an Asylanträgen in Deutschland Ende 2013 nur 115 Flüchtlinge und Ende 2014 ca. 300 Flüchtlinge in Heilbronn untergebracht waren, befanden sich im Frühjahr 2016 bereits 1.400 Personen in kommunaler Unterbringung. Zum 31.10.2017 waren es 1.019 Personen.

Die Unterkünfte unterscheiden sich in ihrer Art in Wohnheime, Mehrfamilienhäuser und einzelne Wohneinheiten. Die meisten der rund 40 Unterkünfte konnten von der Verwaltung von privaten Eigentümern angemietet werden und verteilten sich zum Zeitpunkt 31.10.2017 auf 7 der 9 Heilbronner Stadtteile.

Die Aufgaben der unteren Aufnahmebehörde mit den Bereichen Leistungsgewährung nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, Unterbringung und soziale Betreuung sind in der Heilbronner Stadtverwaltung im Amt für Familie, Jugend und Senioren angegliedert. Dieses übernimmt neben der Flüchtlingsarbeit die weiteren Aufgaben eines städtischen Sozial- und Jugendamts.

Die soziale Betreuung der vorläufig untergebrachten Flüchtlinge, die im Flüchtlingsaufnahmegesetz Baden-Württemberg vorgesehen ist, wird in Heilbronn von städtischen Sozialbetreuerinnen und Sozialbetreuern wahrgenommen. Hiermit bietet die Sozialbetreuung eine Ergänzung zu den Angeboten der Migrationsberatungsdienste der Träger der freien Wohlfahrtspflege, die ab der Anerkennung eines Asylantrages von den Geflüchteten aufgesucht werden können.

Sowohl in den Aufgabengebieten Flüchtlingsarbeit, wie auch in den weiteren Aufgabenbereichen eines Sozial- und Jugendamtes (u.a. Suchthilfe, Vermeidung Obdachlosigkeit, Jugendhilfemaßnahmen, Betreuung unbekleideter Minderjähriger Ausländer) arbeitet das Amt für Familie, Jugend und Senioren mit Trägern der freien Wohlfahrtspflege zusammen.

Anlass

Mit dem erhöhten Zugang von Asylsuchenden im Herbst 2015 stiegen in Heilbronn, wie in ganz Deutschland, die Unterstützungsangebote ehrenamtlich engagierter Einwohnerinnen und Einwohner. Täglich gingen bei der Stadtverwaltung Hilfeangebote für Geflüchtete ein, die sich über Spendenangebote, Unterstützung bei der Aufnahme und den Aufbau unterschiedlicher Anlaufstellen erstreckten. Daher wurde es notwendig, von hauptamtlicher Seite Unterstützungsangebote anzunehmen, zu koordinieren und weiterzuleiten. Fragen und Anliegen Ehrenamtlicher sollten entsprechend beantwortet und ihre Aktivitäten unterstützt werden. Daher gründete das Amt für Familie, Jugend und Senioren die „Arbeitsgemeinschaft Flüchtlingshilfe“.

Vertragspartner der freien Wohlfahrtspflege sind die Arbeiterwohlfahrt Heilbronn e.V., die Caritas Heilbronn-Hohenlohe und das Diakonischer Werk für den Stadt- und Landkreis Heilbronn. Die AWO ist aufgrund ihrer Betreuung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen, die Caritas und die Diakonie durch ihre Migrationsberatungsstellen und unterschiedlichen Projekte seit längerem Partner der Stadtverwaltung in den Bereichen Flüchtlingsarbeit und Migration. Bestandteil des Vertrags der ARGE ist auch die Öffnung von Angeboten der Träger für Asylsuchende und Flüchtlinge.

Konzeption, Ziele und Zielgruppen

Im Rahmen der ARGE Flüchtlingsarbeit finanziert die Stadtverwaltung jedem Träger eine halbe Personalstelle. Hinzu kommen weitere finanzielle Mittel, die von der ARGE zur Erledigung ihrer Aufgaben in städtischem Auftrag verwendet werden können.

Die Stadt Heilbronn sowie die Liga-Verbände sehen sich in einer Mitverantwortungspartnerschaft bei der Integration von Zuwanderern in die Stadt Heilbronn, insbesondere von Flüchtlingen. Ziel der gemeinsamen, arbeitsteiligen Tätigkeit ist dabei die Schaffung einer umfassenden Willkommenskultur für Flüchtlinge zur Wahrung des hohen sozialen Friedens und der Stärkung des Wirtschaftsstandortes im Sinne einer nachhaltigen Integrationsarbeit. Um die Arbeit und Entwicklung der Aufgabenfelder der ARGE Flüchtlingsarbeit regelmäßig in den Blick zu nehmen, wurde eine Steuerungsgruppe eingerichtet. Diese besteht aus den Geschäftsführern der AWO, Caritas, Diakonie, der Sozialbürgermeisterin, in deren Dezernat das Amt für Familie, Jugend und Senioren angegliedert ist, sowie dessen Amtsleitung.

Eine wichtige Aufgabe der drei ARGE Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellt die Gewinnung, Schulung, Koordination und Unterstützung der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer in der Flüchtlingsarbeit Heilbronn dar. Weiterhin schafft die ARGE Zugänge für Geflüchtete in die Beratungsstrukturen der Wohlfahrtspflege und unterstützt die Bereitstellung deren bereits vorhandenen Angebote für die Zielgruppe der Geflüchteten (wie z.B. Kleiderkammern und Tafelläden).

Durch die enge Zusammenarbeit mit städtischen Ämtern wirkt die ARGE bei der Weiterentwicklung des Beratungsangebots für Flüchtlinge mit.

Vorgehen und Umsetzung

Aufgrund der vielen dezentralen Flüchtlingsunterkünfte in Heilbronn haben sich seit 2015 14 Arbeitskreise gebildet, in denen rund 400 Personen ehrenamtlich aktiv sind. Neben den ehrenamtlichen Bürgerinnen und Bürgern sind auch kirchliche oder kulturelle Einrichtungen (Stadtbibliothek, Hochschule Heilbronn) in den Arbeitskreisen aktiv. Die Arbeitskreise bieten vielseitige kulturelle und integrative Angebote für Geflüchtete. Einige Beispiele sind Sprachangebote, Nachhilfe für Kinder, Betreiben einer Kleiderkammer, Freizeitausflüge, Kulturbesuche, Patenprogramme oder Behördenbegleitungen. Beim Aufbau der Angebote, der Vernetzung der Ehrenamtlichen, zur Beantwortung von Fragen und finanziellen Unterstützung hat jeder Arbeitskreis eine Ansprechperson aus der ARGE Flüchtlingsarbeit.

Des Weiteren veranstaltet die ARGE kostenfreie Schulungsangebote für die Ehrenamtlichen. In den Schulungen werden relevante Hintergrundinformationen zur Ausübung des Ehrenamts angeboten wie asyl- und ausländerrechtliche Themen. Ergänzt werden diese Angebote durch Themenabende, die bedarfsorientiert besucht werden können. In den monatlichen Terminen werden Inhalte wie Informationen zur Sprachförderung, Arbeitsmarktzugang und Akteure in der Heilbronner Migrations- und Integrationsarbeit vorgestellt. Auch Inhalte wie Möglichkeiten und Grenzen des Ehrenamts oder das Thema Abschied nehmen im Falle von Rückreisen in das Herkunftsland werden in den Themenabenden behandelt.

Zu den Aufgabenfeldern der ARGE gehört zudem die Gewinnung von neuen interessierten Ehrenamtlichen und die Vermittlung in passende Angebote eines Arbeitskreises oder in eine Patenschaft. In Erstgesprächen, die auch als Gruppengespräche stattfinden, werden die Vorstellungen und Erfahrungen der ehrenamtlich Interessierten besprochen und unterschiedliche ehrenamtliche Einsatzgebiete aufgezeigt. Durch die Zugänge der ARGE Mitarbeitenden in die Strukturen ihrer Arbeitgeber werden auch von den Trägern der freien Wohlfahrtsverbände ehrenamtliche Unterstützer oder interessierte Ehrenamtliche an die ARGE vermittelt.

Die ARGE Flüchtlingsarbeit betreibt Öffentlichkeitsarbeit, unter anderem durch die Facebookseite „Heilbronner für Flüchtlinge“ oder den Versandt eines monatlichen Newsletters, in den auch die Flüchtlingsabteilung des Amts für Familie, Jugend und Senioren relevante Themen einbringt oder Veranstaltungen und Termine der Stabsstelle Partizipation und Integration beworben werden. Schulungen und allgemeine Informationen über die ARGE Flüchtlingsarbeit sind in der städtischen Internetseite http://heilbronn.de eingebettet.

Gemeinsam mit der städtischen Flüchtlingsbeauftragten bewirtschaften die ARGE Mitarbeitenden finanzielle Mittel, die zur Unterstützung der Ehrenamtlichen bei ihrer Arbeit mit Heilbronner Flüchtlingen eingesetzt werden. Neben der Finanzierung von Schulungsangeboten werden u.a. Sprachbücher, Materialausstattungen für Begegnungsräume oder Auslagen für sportliche, kulturelle oder soziale Tätigkeiten übernommen.

In der Arbeit für und mit ehrenamtlich Engagierten bilden die drei ARGE Mitarbeiterinnen trotz ihrer unterschiedlichen Arbeitgeber ein Team. Sie verfügen über Büroräume im selben Gebäude wie die Leitung der Abteilung Flüchtlinge, der Flüchtlingsbeauftragten sowie der Sachgebietsleitung der Sozialbetreuung für Flüchtlinge.

Die enge Abstimmung ist für alle Beteiligten notwendig, um Anfragen effektiv koordinieren und Rückfragen zu verschiedenen Themen bestmöglich beantworten zu können. Die ARGE Flüchtlingshilfe ist öffentlichkeitswirksam tätig. Alle zwei Wochen findet eine 2-Stündige Besprechung statt, in der sich alle Beteiligten über den aktuellen Stand der Arbeit und der Flüchtlingssituation austauschen, Projekte planen und Veranstaltungen abstimmen. Zu diesen Austauschtreffen ist immer die Stabsstelle Partizipation und Integration anwesend, in der die Integrationsbeauftragte der Stadt Heilbronn angesiedelt ist. In der Stabsstelle werden Projekte zur Partizipation und Integration aller Heilbronner Migranten durchgeführt, weshalb sich der Flüchtlingsbereich eng mit der Stabsstelle abstimmt.

Ergebnisse und Erreichtes

Die gute und enge Zusammenarbeit der ARGE Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und dem Heilbronner Flüchtlingsbereich ist für die Zielgruppe, den Ehrenamtlich Engagierten in Heilbronn, sichtbar. Dies wurden den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in den Jahren 2016 und 2017 regelmäßig von den Ehrenamtlichen zurückgemeldet. Das Erreichen der Ziele aus der Konzeption sind in der Durchführung gemeinsamer Projekte, der schnellen und effektiven Bearbeitung von Anliegen Ehrenamtlicher, der Vermittlung von Ehrenamtlichen und Geflüchteten in Angebote der freien Träger und der Rückmeldung aus der Bürgerschaft sowie politischen Gremien der Stadtverwaltung ersichtlich. In den politischen Gremien des Gemeinderats wie Ausschüssen (z.B. Sozialausschuss) und Beiräten (Beirat für Partizipation und Integration) wird über die ARGE Flüchtlingsarbeit im Rahmen einer regelmäßigen Berichtserstattung zum Thema Flüchtlingsarbeit berichtet.

Erfüllung der Bewertungskriterien des Wettbewerbs

Die ARGE Flüchtlingsarbeit erfüllt in ihrer Konzeption sowie in ihrer Umsetzung mehrere bewertungsrelevante Kriterien für den Wettbewerb „Zusammenleben Hand in Hand – Kommunen gestalten“. Die Gründung der ARGE wurde durch das höchste politische Gremium in Heilbronn, den Gemeinderat, beschlossen und somit kommunal verankert.

In der Stadtkonzeption 2030 hat sich Heilbronn „Teilhabe an der Stadtgesellschaft“ als Strategiefeld gesetzt. Hierbei wird das Entstehen von Diversität unter anderem durch die unterschiedlichen Aspekte wie kulturelle und religiöse Vielfalt verstanden. Auch die Förderung des ehrenamtlichen Engagements durch Schaffung entsprechender Rahmenbedingungen und Strukturen ist Inhalt des Strategiefelds und wird in Kooperationen wie der ARGE Flüchtlingsarbeit umgesetzt.

Eine weitere Verankerung der Aufgaben der ARGE Flüchtlingsarbeit findet sich in der Stadtkonzeption im Handlungsfeld „Zusammenleben in der Stadt“. Als Ziel wird formuliert: „Die Integrationsarbeit und Teilhabe von Zuwanderern sowie die Willkommenskultur für alle werden von der Stadtverwaltung und ihren Kooperationspartnern unter Beachtung der kulturellen Vielfalt und der Genderaspekte weitere ausgebaut“.

Die Zusammenarbeit des Amtes für Familie, Jugend und Senioren mit den Trägern der freien Wohlfahrtspflege im Rahmen der ARGE Flüchtlingsarbeit ist in einem verbindlichen Vertrag geregelt. Dieser kann durch veränderte Rahmenbedingungen in der Flüchtlingsarbeit Heilbronn angepasst und erweitert werden. Die Steuerungsgruppe sowie regelmäßige Jahresberichte der ARGE werden als Grundlage für Qualitätsmanagement und Evaluation eingesetzt.,

Die Einrichtung der ARGE erfolgte aufgrund der steigenden Anzahl von Flüchtlingen und der ehrenamtlichen Unterstützung. Das ehrenamtliche Engagement ist auch nach dem Rückgang der Zugangszahlen neuer Asylsuchender beständig, da die Geflüchteten sich in Heilbronn auch in der Anschlussunterbringung befinden. Aufgrund der weiteren Ausgestaltung der Wohnsitzauflage nach §12a Aufenthaltsgesetz durch das baden-württembergische Ministerium für Inneres, Digitalisierung und Migration auf eine bestimmte Stadt, bleiben viele bleibeberechtigte Flüchtlinge auch nach ihrer Anerkennung des Asylantrags weiterhin im Stadtkreis Heilbronn wohnhaft und nutzen die Angebote Ehrenamtlicher.

Die Stellen der ARGE sind unbefristet eingerichtet. Sie sollen langfristig dazu beitragen, dass die Integration von Zugewanderten durch die Förderung des ehrenamtlichen Engagements erreicht wird. Die unterschiedlichen Angebote Ehrenamtlicher finden gesamtstädtisch, aber auch auf verschiedene Heilbronner Stadtteile oder quartiersbezogen statt. Die Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteure mit der ARGE wie z.B. städtische Ämter und Einrichtungen, Jobcenter, Agentur für Arbeit, Migrationsberatungsstellen, Hochschulen, Bibliotheken, kulturelle und soziale Einrichtungen und weitere Beratungsstellen sind Bausteine der nachhaltigen Verankerung von Angeboten, die Integration und Zusammenleben in Heilbronn fördern.

Die Geflüchteten in Heilbronn stammen aus 25 unterschiedlichen Herkunftsländern. Diese Vielfalt von Nationalitäten bilden aufgrund unterschiedlicher Kulturen, Bleibeperspektiven und Religionen die Grundlage für Schulungsangebote oder Informationen der ARGE Flüchtlingsarbeit an die Heilbronner Einwohnerschaft. Hierbei werden sowohl frauenspezifische Themen behandelt und  spezielle Angebote von Ehrenamtlichen für Frauen geschaffen, wie auch eigene Porjekte für unterschiedliche Altersgruppen etabliert (z.B. ein Patenschaftsprojekt für Jugendliche zwischen 16 und 25 Jahren).

Im Rahmen der Flüchtlingsarbeit finden zahlreiche Schulungs-, Austausch und Tagungsangebote für Hauptamtliche statt. Sowohl regional, wie auch städte- und bundeslandübergreifend nehmen Mitarbeitende des Amtes für Familie, Jugend und Senioren sowie die Mitarbeitenden der ARGE an Treffen teil und gewährleisten somit einen städteübergreifenden Austausch. Ein Beispiel ist der Treffen der Flüchtlingsbeauftragten im Kreis Heilbronn-Hohenlohe, in dem mehrere Landkreise vertreten sind. Gerade im Landkreis Heilbronn sowie in der Region Heilbronn Franken bestehen über die Träger enge Verbindungen, da diese auch im Landkreis tätig sind. So ist ein dauerhafter Infofluss gewährleistet. Es kann von Ideen und Erfahrungswerten anderer Kommunen profitiert oder gemeinsame Veranstaltungen geplant werden, die ressourcenschonend umgesetzt werden können.

Die gute Zusammenarbeit zwischen dem Amt für Familie, Jugend und Senioren der Stadt Heilbronn mit den Trägern der freien Wohlfahrtspflege AWO, Caritas und Diakonie konnte durch Gründung der ARGE im Flüchtlingsbereich noch breiter und verlässlicher aufgebaut werden. Die Synergieeffekte sind wertvolle Hilfen, sowohl bei Projekten wie auch beim täglichen Arbeiten. Es kann direkt und unbürokratisch auf das Fachwissen der Träger im Bereich Flüchtlingsarbeit, Migration und Integration zugegriffen werden und Ressourcen werden gebündelt. Auf diese Weise ist in Heilbronn ein verlässliches, transparentes und dauerhaftes Konstrukt geschaffen worden, auf das Ehrenamtliche mit ihren Angeboten aufbauen und vertrauen können. Mit ihren Angeboten und Informationen bilden sie den wichtigen Grundstein für eine gelingende und nachhaltige Integration der Flüchtlinge in Deutschland sowie in Heilbronn.

Fragen zum Wettbewerbsbeitrag

C1 Fragen zur gesamtkommunalen Einbindung des Wettbewerbsbeitrags

C 10 Gibt es in Ihrer Kommune ein Integrationskonzept?: 
ja
nein
C 11 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag in dieses Integrationskonzept eingebunden?: 
ja
nein
C 12 Unterstützt der/die (Ober-)Bürgermeister/in bzw. Landrat/-rätin Ihren Wettbewerbsbeitrag öffentlich?: 
ja
nein

C2 Fragen zur Konzeption und Ausrichtung des Wettbewerbsbeitrags

C 20 Gibt es zu Ihrem Wettbewerbsbeitrag ein schriftliches Konzept? : 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 21 Sind die Ziele des Wettbewerbsbeitrags im Hinblick auf Integration und Zusammenleben detailliert beschrieben & festgelegt?: 
ja
nein
C 22 Wurde vor der Festlegung der Ziele eine Ausgangs- und Bedarfsanalyse erstellt?: 
ja
nein
C 23 An welche Gruppen richtet sich Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
Kinder (Einrichtungen der Kindertagesbetreuung)
Kinder (Schule)
Jugendliche
junge Erwachsene
Erwachsene
Mädchen/Frauen
Jungen/Männer
aktuelle Zuwanderer (2015-2017)
jeweils differenziert nach Herkunftsgebieten
bereits seit mehreren Jahren in Deutschland lebende Zuwanderer
Bevölkerung vor Ort
Multiplikatoren
Weitere
C 23a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Organisationen und Einrichtungen in der Heilbronner Flüchtlingsarbeit
C 24 Bezieht sich Ihr Wettbewerbsbeitrag auf: 
die Gesamtstadt?
einen Teilraum/Quartier?
ein Projekt?
C 25 An welche Orte und Einrichtungen knüpft Ihr Wettbewerbsbeitrag an?: 
Quartier als Ganzes
Nachbarschaftshäuser/Stadtteilzentren
Jugendeinrichtungen
Sportvereine
Flüchtlingsunterkünfte
Einrichtungen der Kindertagesbetreuung
Schulen
Ausbildungsstätten
Bildungseinrichtungen (VHS u.a.)
Soziale Treffpunkte für Zuwanderer
Migrantenselbstorganisationen
Weitere
C 25a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Hochschule, Bibliothek
C 26: 

Welche Handlungsfelder zur Integration von Zuwanderern und zur Förderung des Zusammenlebens mit der Bevölkerung vor Ort stehen in Ihrem Wettbewerbsbeitrag im Mittelpunkt? Bitte geben Sie an, ob sich das Handlungsfeld auf die Gesamtstadt oder das Quartier bezieht bzw., ob es sich um ein Projekt handelt.

C 26a Handlungsfeld Wohnen und Wohnumfeld: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26b Handlungsfeld Soziale Infrastrukturen, z.B. Kindergarten, Schulen, Jugendeinrichtungen: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26c Handlungsfeld Bildung/Qualifizierung/Ausbildung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26d Handlungsfeld Beschäftigung/lokale Wirtschaftsförderung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26e Handlungsfeld Kultur: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26f Handlungsfeld Sport: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26g Handlungsfeld Gesundheit: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26h Handlungsfeld Umwelt/Grün: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26i Handlungsfeld Beteiligung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26j Handlungsfeld Engagementförderung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26k Weitere Handlungsfelder: 
Beteiligung von Flüchtlingen (Geflüchtete als Ehrenamtliche)
C 27a Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe der Zielgruppe "Zuwander" ausgerichtet?: 
ja
nein
C 27b Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe der Zielgruppe "Bevölkerung vor Ort" ausgerichtet?: 
ja
nein

C3 Fragen zur Umsetzung des Wettbewerbsbeitrags

C 30 Welche Akteure aus Kommunalpolitik und Kommunalverwaltung beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbei: 
Stadt-, Gemeinde-, bzw. Kreisrat
Amt/Bereich Soziales
Amt/Bereich Jugend
Amt/Bereich Wohnen
Amt/Bereich Grün(-planung)
Bürgermeister/in bzw. Landrat/-rätin
Amt/Bereich Stadtplanung/ Stadtentwicklung
Integrationsbeauftragte/r
Amt/Bereich Sport
Amt/Bereich Gesundheit
Weitere
C 30a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Dezernentin / Bürgermeisterin des Dezernats für Sicherheit und öffentliche Ordnung
C 31 Welche verwaltungsexternen lokal relevanten Akteure beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbeitrags?: 
Quartiersmanagement
Stadtteilzentren/ Nachbarschaftshäuser
Wohlfahrtsverbände
Kirchen
Migrantenselbstorganisationen
Sponsoren
Lokale Medien
Stiftungen
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Nachbarschaftsvereine
Kleingartenvereine
Unternehmen, Betriebe
Weitere
C 32 Gibt es schriftliche und verbindliche Vereinbarungen zur Vernetzung und Kooperation der Akteure?: 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 33 Welche Laufzeit hat Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
C 34 Wie finanzieren Sie Ihren Wettbewerbsbeitrag?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
C 35 Wie lange ist die Finanzierung des Wettbewerbsbeitrags gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
C 36 Wird der Wettbewerbsbeitrag in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
C 36a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
C 37 Werden im Rahmen der Umsetzung von anderen entwickelte Projekte und Maßnahmen übernommen und eingesetzt?: 
ja
nein
C 37a Wenn ja ... Welche? : 
Schulungskonzepte und Inhalte
C 38 Sind umgekehrt im Rahmen Ihres Wettbewerbsbeitrags entwickelte Projekte und Maßnahmen bereits andernorts übernommen worden?: 
ja
nein

Einzelprojekte

Einzelprojekt 1

D 11 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
trifft nicht zu
D 12 Wie lange ist die Finanzierung des Projekts gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
trifft nicht zu
D 13 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 14 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
trifft nicht zu
D 14a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
trifft nicht zu

Einzelprojekt 2

D 21 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
trifft nicht zu
D 22 Wie lange ist die Finanzierung des Projekts gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
trifft nicht zu
D 23 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 24 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
trifft nicht zu
D 24a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
trifft nicht zu

Anlagen