Stadt Duisburg

Name der Stadt/der Gemeinde/des Landkreises: 
Stadt Duisburg
Typ: 
kreisfrei
Bundesland: 
Nordrhein-Westfalen
Einreichende Dienststelle: 
Dezernat für Familie, Bildung und Kultur
Ansprechpartner/in: 
Klaus Peter Müller
Straße/Postfach: 
Burgplatz 19
PLZ: 
47051
Telefon: 
+49 203 283-3844
Ort: 
Duisburg
Fax: 
-

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Titel des Wettbewerbsbeitrags

Bildung als Chance – ein Kooperationsprojekt von Kommune, Bildungsorganisationen und Stiftungen an Duisburger Schulen

Kurzfassung des Wettbewerbsbeitrags

Das Kooperationsprojekt „Bildung als Chance“ arbeitet seit sieben Jahren in einem Verbund aus fünf festen Partnern, dazu gehören: Die Kommune Duisburg (Dezernat für Familie, Bildung und Kultur sowie dessen Büro Bildungsregion), die drei Bildungsorganisationen apeiros e.V., Chancenwerk e.V. und Teach First Deutschland gGmbH und die Haniel Stiftung.

Gemeinsam bündeln Sie ihre Expertisen und Ressourcen, um Duisburger Schulen ein breitgefächertes und abgestimmtes Unterstützungsnetzwerk anzubieten.

Aufgrund der aktuellen Herausforderungen im Duisburger Norden intensivieren sie ihre Arbeit stadtteilzentriert, beginnend im Stadtteil Duisburg-Marxloh.

Thema des Wettbewerbbeitrags ist deswegen der strategische und operative Lösungsansatz der Kooperation und die notwendige Ausdehnung des Projekts auf Grundschulen und die Zusammenarbeit im Stadtteilverbund.

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

1. Ausgangssituation in der Kommune

Laut einer Studie der Caritas1 zu bundesweiten Schulabbrecherquoten verlassen in Duisburg rund 7 Prozent der Schülerinnen und Schüler die Schule ohne einen Abschluss. Damit liegt die Stadt deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt von 5,6 Prozent. Das Kooperationsprojekt „Bildung als Chance“ hat sich zum Ziel gesetzt, diese Zahl deutlich zu senken und mehr Schülerinnen und Schülern zu einem Schulabschluss zu verhelfen. Ein Blick auf weitere vergleichende Sozialraumdaten Duisburgs und anderer Städte zeigt, dass Duisburg darüber hinaus auch mit weiteren Problemen als dem der hohen Schulabbrecherquote zu kämpfen hat. Exemplarisch genannt sei die überdurchschnittlich hohe Arbeitslosigkeit. Einen Schulabschluss zu erreichen, so kann man die Zahlen der Schulabbrecherinnen und Schulabbrecher in Verbindung mit den Arbeitslosenzahlen (s.u.).

Interpretieren, reicht für heranwachsende Jugendliche nicht aus. Vielmehr brauchen die Jugendlichen auch Selbstmotivation, tiefer gehende Einblicke in die Berufswelt sowie Zuspruch und Begleitung, um eine Anschlussperspektive zu erhalten und erfolgreich in das Berufsleben zu starten.

Duisburg ist zudem wie fast keine andere Stadt im Ruhrgebiet und in Deutschland von Zuwanderung geprägt. Bei einem bundesweit durchschnittlichen Anteil von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund von 7,21 Prozent pro Kommune, kommt Duisburg auf einen Durchschnitt von über 20 Prozent, an Grundschulen sogar 30 Prozent. In kaum einem anderen Industrieland allerdings ist der berufliche Erfolg so stark von der Herkunft und dem Einkommen der Familie abhängig wie in Deutschland. Es ist insofern wenig verwunderlich, dass die Arbeitslosenquote in Duisburg (12,9 Prozent) doppelt so hoch ist wie im Bundesdurchschnitt. Der Norden Duisburgs ist wie die nördlichen Sozialräume vieler Ruhrgebietsstädte besonders von Armut betroffen. So sind rund 20 Prozent der Stadtteilbewohnerinnen und -bewohner Marxlohs Zuwanderinnen und Zuwanderer aus Südosteuropa, davon sind die Hälfte Kinder und Jugendliche unter 15 Jahren. 39% der Marxloher Familien mit Kindern und Jugendlichen sind Bedarfsgemeinschaften.

2. Anlass

Um die Bildungssituation dieser Kinder und Jugendlichen zu verbessern, wurde das Gemeinschaftsprojekt „Bildung als Chance“ (kurz: BaC) etabliert. In diesem Projekt kooperieren die drei Bildungsorganisationen apeiros e.V., Chancenwerk e.V. und Teach First Deutschland gGmbH seit mittlerweile sieben Jahren gemeinsam mit der Kommune und der Haniel Stiftung.

Die Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure: Die drei Organisationen kooperieren eng mit der Haniel Stiftung und der Stadt Duisburg.

BaC arbeitet direkt in den Kooperationsschulen und wird dabei von der Haniel Stiftung finanziell und organisatorisch unterstützt. Die Kommune leistet durch Bereitstellung wichtiger Netzwerkstrukturen einen wichtigen Teil. Durch die Kooperation konnten viele weitere regionale und überregionale Förderer gewonnen werden, darunter weitere Unternehmensstiftungen, die Sparkasse Duisburg Stiftung, die Welker Stiftung und verschiedene Unternehmen der Region.

Eine Koordinatorin der Haniel Stiftung organisiert den Austausch zwischen allen Beteiligten. Dies beinhaltet u.a. die regelmäßige Befragung der Akteure sowie eine Dokumentation der Arbeiten in den jeweiligen Schulen.

BaC ist mittlerweile fest in der Bildungsregion Duisburg verankert und wird von vielen Stakeholdern als Leuchtturmprojekt, das zeigt, wie Sozialunternehmen, Kommune und Zivilgesellschaft erfolgreich zusammenarbeiten können, gewürdigt.

Alle drei Akteure von BaC engagieren sich für bildungsferne Schichten und arbeiten damit im Diversity Aspekt der Chancengerechtigkeit. Sie arbeiten an einem positiveren Bild Duisburgs und für bessere Chancen von Duisburger Kinder und Jugendliche. Durch die Schwerpunktsetzung im Duisburger Norden leistet BaC einen wertvollen Beitrag zur Verbesserung der Bildungschancen der Kinder und Jugendliche aus diesen Sozialräumen, indem sie sich für alle – insbesondere sozial benachteiligte - Schülerinnen und Schüler, gleich ob mit oder ohne Migrationshintergrund, einsetzen.

Das Ziel ist, Bildung für alle zu ermöglichen. Denn Bildung ist ein Schlüsselfaktor für eine erfolgreiche Integration in die Gesellschaft. Die einzelnen Akteure sind für verschiedene Themen im Bereich von Schulen spezialisiert. Sie unterstützen dabei Kinder und Jugendliche bei der Überwindung ihrer akuten und längerfristigen Probleme (z.B. Schulabstinenz, Integration durch entsprechende Integrationsprojekte, Lernschwierigkeiten durch ein kostengünstiges Lernfördersystem). Sie fördern so mit ihrer Arbeit die soziale, kulturelle und wirtschaftliche Integration von Schülerinnen und Schülern. Rund 50 Personen setzt das Kooperationsprojekt gemeinsam in Duisburger Schulen ein. So werden kurzfristig Schülerinnen, Schüler und Schulen unterstützt und auf langer Sicht ganze Bildungsbiografien positiv beeinflusst.

Die aktuellen und zunehmenden Herausforderungen im Duisburger Norden und speziell im Stadtteil Marxloh veranlassten BaC dazu, die gemeinsame Strategie auf diesen Stadtteil spezifisch anzupassen.

3. Konzeption, Integrationsziele und Zielgruppen

Aufbauend auf den Erfahrungen der letzten Jahre entwickelte BaC eine Strategie, um alle fünf Schulen (drei Grundschulen und zwei weiterführende Schulen) in Duisburg-Marxloh mit der Arbeit der Projektpartner erreichen zu können. Dafür mussten die Akteure ihren Ansatz auf die Arbeit an Grundschulen erweitern und stadtteilzentriert arbeiten. Allen Kindern und Jugendlichen der Kooperationsschulen wird auf unterschiedlichen Ebenen der Zugang zum Projekt ermöglicht. Für ihre Arbeit in Duisburg-Marxloh haben sich die Organisationen folgende drei Ziele gesetzt:

Ziel 1: Alle weiterführenden Schulen und die Grundschulen in Duisburg-Marxloh werden mit einer Konstellation aus allen drei Partnern erreicht.

Durch die Dreierkonstellation an jeder Schule wird allen Schülerinnen und Schülern dieser Schulen eine breitgefächerte, koordinierte und nachhaltige Unterstützung ermöglicht, die unterschiedliche Expertisen vereint.

Ziel 2: Die Schulabbrecherquote in Duisburg-Marxloh wird gesenkt.

Wir möchten innerhalb von zwei Jahren 500 Schülerinnen und Schüler in Duisburg-Marxloh durch die individuellen und die gemeinsamen operativen Lösungsansätze des BaC-Projektes unterstützen, so dass sie regelmäßig und gerne die Schule besuchen.

Ziel 3: Mehr Schülerinnen und Schülern wird zu einem Schulabschluss verholfen und somit die Jugendarbeitslosigkeit in Duisburg-Marxloh gesenkt.

Jedes Kind und jeder Jugendliche soll das eigene Potential entfalten können. Der Bildungs- und Berufsweg darf nicht vom Elternhaus abhängen. Das BaC-Konzept arbeitet langfristig für eine Stärkung der Chancengerechtigkeit, so dass alle Schülerinnen und Schüler, unabhängig ihrer sozialen Herkunft, einen Schulabschluss erlangen und ihnen somit ein erfolgreicher Start in das Berufsleben ermöglicht wird.

4. Vorgehen und Umsetzung

Um auf die neuen und wachsenden Herausforderungen reagieren zu können, ist eine multiperspektivische Herangehensweise gefragt. Durch die Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure werden die Schülerinnen und Schüler nicht nur durch ein breites Netzwerk unterstützt, vielmehr werden zusätzliche personelle Kapazitäten in der Schule freigesetzt, sodass die Schule und das Lehrerkollegium entlastet werden.

Um die Schülerinnen und Schüler mit bildungsfernem Hintergrund in Duisburg - und intensivierend in Marxloh - zu erreichen, verfolgt BaC verschiedene Lösungsansätze: die individuellen Lösungsansätze, der gemeinsame strategische Lösungsansatz und der gemeinsame operative Lösungsansatz.

Die individuellen Lösungsansätze

apeiros e.V. arbeitet mit Kindern und Jugendlichen, die unregelmäßig am Unterricht teilnehmen und denen wegen Schulverweigerung der Schulabbruch droht. Um die Abwesenheitsrate an Schulen zu verringern, schult apeiros e.V. Lehrer darin, die regelmäßige Abwesenheit von Schülerinnen und Schülern früh zu erkennen und zu dokumentieren. In der Implementierungsphase wird durch therapeutische Gespräche mit den betroffenen Schülerinnen und Schülern, deren Eltern sowie den Schul- und Jugendamtsvertretern versucht, die Schülerinnen und Schüler wieder zu einer regelmäßigen Teilnahme am Unterricht zu motivieren. Für Jugendliche, die dennoch nicht wieder in die Schule finden, bietet apeiros e.v. am eigenen Institut eine Tagesbetreuung über mehrere Monate an.

Chancenwerk e.V. etabliert an seinen Kooperationsschulen Lernkaskaden: Schülerinnen und Schüler der höheren Jahrgänge bekommen in einem Fach ihrer Wahl wöchentlich 90 Minuten Unterstützung durch Studierende. Das Angebot ist für diese Schülerinnen und Schüler kostenfrei, die Bezahlung der Studierenden übernimmt Chancenwerk e.V. Im Gegenzug geben die älteren Schülerinnen und Schüler ihr Wissen unter studentischer Anleitung an Kinder der unteren Jahrgänge weiter. Für rund drei Stunden Betreuung pro Woche wird bei den jüngeren Schülerinnen und Schüler lediglich ein geringer Monatsbeitrag erhoben. Im Vergleich zu kommerziellen Nachhilfeangeboten hebt sich Chancenwerk e.V. dabei deutlich ab, indem es vor allem auch Bildungszugänge und Selbstwirksamkeitserfahrungen für Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien schafft.

Teach First Deutschland gGmbH schafft bessere Bildungschancen für benachteiligte Kinder und Jugendliche. Persönlich und fachlich herausragende Hochschulabsolventinnen und -absolventen aller Fachrichtungen unterstützen als Lehrkräfte auf Zeit (sogenannte Fellows) zwei Jahre lang in Vollzeit Schulen in sozial benachteiligten Stadtteilen. Die Fellows unterrichten z.B. zusammen mit einer Lehrkraft Klassen im Team oder in Teilungsgruppen und fördern Schülerinnen und Schüler durch eigenen Förderunterricht und durch außerschulische Projektangebote individuell. In Duisburg sind fast alle Fellows außerdem im DAF-/DAZ-Bereich (Deutsch als Fremd- und Zweitsprache) tätig und unterstützen neuzugewanderte Kinder und Jugendliche beim Ankommen und Spracherwerb in Deutschland.

Der gemeinsame strategische Lösungsansatz

Die Grundschulen des Stadtteils Marxloh nennen deutlich steigende Anmeldezahlen von Kindern, die kaum ein Wort Deutsch sprechen. Trotz des damit erhöhten Bedarfs individueller Betreuung haben die Grundschulen zusätzlich mit dem großen Problem des Lehrermangels zu kämpfen, der sich im Duisburger Norden noch ausgeprägter als im Rest der Stadt zeigt. BaC antwortet darauf, in dem das Projekt seinen ursprünglich auf weiterführende Schulen konzipierten Ansatz auf die Grundschulen und die Gestaltung des Übergangs von Grund- zur weiterführenden Schule ausgeweitet hat. Zum Schuljahr 2017/2018 konnten so zwei Teach First Deutschland-Fellows an den weiterführenden Schulen eingesetzt werden, die unter anderem am Übergang zwischen Primarstufe und weiterführende Schule aktiv sind. Chancenwerk e.V. ist seit Beginn des Schuljahres am Elly-Heuss-Knapp-Gymnasium und wird im nächsten Schritt auch den Kindern der Grundschulen die Möglichkeit der Lernförderung anbieten. Da auch Schulabsentismus ein Thema der Grundschulen in Marxloh ist, weitete auch apeiros e.V. seinen Ansatz auf die Grundschulen aus und konnte an einer der drei Grundschulen bereits mit seiner Arbeit beginnen. Zusätzlich zu dieser personellen Entlastung ist es zudem für die Schulen in Duisburg eine Entlastung, dass sie keine Zeit dafür investieren müssen, zwischen den schulexternen Organisationen zu vermitteln. Diese Koordination ist bei BaC durch dessen projektimmanenter guter Kommunikation und regelmäßige Treffen der Projektpartner gewährleistet.

Der gemeinsame operative Lösungsansatz bezieht sich ganz konkret auf die Arbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Schulen. Hier konnten wie berichtet in Marxloh schon die ersten Erfolge erreicht werden, indem BaC die Arbeit gezielt auf den Stadtteil ausgerichtet hat und zum Ziel hat, alle Schulen Marxlohs mit allen drei Bildungsorganisationen zu erreichen. Dies ermöglicht auch die enge Zusammenarbeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verschiedener Schulformen. In regelmäßigen Treffen tauschen sich beispielsweise die Mitarbeiter von BaC in Schulund Projektteams zu ihrer Arbeit und den Herausforderungen aus, hospitieren bei den jeweils anderen Organisationen und anderen Schulformen und führen gemeinsame AGs und Projekte durch.

Die Haniel Stiftung organisiert dabei für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jährlich drei bis vier große BaC-Treffen, um Probleme zu definieren, gemeinsame Lösungen zu finden und den aktuellen Stand zu reflektieren.

Durch BaC werden so die Schülerinnen und Schüler in der Gemeinschaft aber auch in ihrer individuellen Entwicklung unterstützt.

5. Ergebnisse und bislang Erreichtes

Von 2013 bis 2017 wurde das Projekt durch eine externe, qualitativ ausgerichtete Evaluation des CSI – Centrum für soziale Investitionen und Innovationen - der Universität Heidelberg begleitet, an deren Vorschläge zur Weiterentwicklung sich BaC orientiert. Darauf aufbauend überprüft BaC seine Arbeit regelmäßig – auf der individuellen, strategischen und operativen Ebene. Hierfür wurden jeweils unterschiedliche Erfolgskriterien definiert.

Die Erfolgskriterien des individuellen Lösungsansatzes definieren die drei Organisationen selber. Alle drei haben eigene interne wie externe Wirkungsmessungen in ihre Arbeit etabliert. Dazu zählen zum Beispiel die Erhebungen von individuellen Kennzahlen wie die Anzahl der erreichten Schülerinnen und Schüler, die erhobenen Fehlstunden und der Noten- wie Lernfortschritt.

Die Erfolgskriterien des gemeinsamen strategischen Ansatzes sind unter anderem die stete Zunahme erreichter Schülerinnen und Schüler sowie ihrer Schulen, die positive Wahrnehmung der Kooperation in der Stadt und über die Stadtgrenzen hinaus sowie die eingeworbenen Mittel durch weitere Förderer und Co-Finanzierungen.

Wieviel Mehrwert die Kooperation darüber hinaus hat, macht BaC daran fest, wie verbunden und aktiv die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in BaC sind, wie häufig sie sich treffen und welche gemeinsamen Erfolge sie für ihre Schulen und den jeweiligen Stadtteil erzielen. Aktuell erreicht das Projekt rund 1.300 Schülerinnen und Schüler jährlich, beschäftigt 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ist an 25 Schulen in ganz Duisburg tätig.

6. Das Bildung als Chance-Projekt in der Kommune und Möglichkeiten des Know-how Transfers

Die Stadt Duisburg das Ziel formuliert, mehr Bildungsgerechtigkeit zu erreichen. Zur Erreichung dieses Ziels wurde u.a. das Büro Bildungsregion bei dem Dezernat für Familie, Bildung und Kultur eingerichtet. Einkommen, Sprache und Wohnumfeld dürfen nicht entscheidend für die individuellen Bildungsverläufe sein. Gute Bildungschancen für alle Duisburger unabhängig ihrer Herkunft ist das Ziel, weshalb die Bildungsregion Duisburg u.a. auch die beiden Handlungsfelder „Deutsch als Verkehrs- und Bildungssprache“ sowie „Scheitern von Bildungslaufbahnen vermeiden“ seit Neukonstituierung der Bildungsregion in 2014 sowie das Handlungsfeld „Kommunale Koordinierung der Bildungsangebote für Neuzugewanderte“ seit 2016 einen großen Teil der Arbeit in der Bildungsregion Duisburg ausmachen.

Dies, verbunden mit dem aktualisierten gesamtkommunalen Integrationskonzept aus 2016 unterstreicht die kommunalen Aktivitäten für eine Integration der in Duisburg Zugewanderten.

Dieses gesamtkommunale Integrationskonzept legt einen seiner Schwerpunkte auf den Bereich Bildung. Das Büro Bildungsregion hat als Mitautor in diesen Kapiteln genau die Schwerpunkte gesetzt, die auch mit BaC in die Schulen getragen werden: Abbau von Zugangsbarrieren, niederschwellige, integrationsfördernde Bildungsangebote, Sprachförderung, Eltern- und Familienbildung sowie Förderung der Kinder und Jugendliche möglichst dort, wo sie erreicht werden können (=Schule). Das Bildung und damit die Gestaltung von Rahmenbedingungen, die gelingende Bildungsbiographien ermöglichen, eine elementare Rolle spielen, ist selbsterklärend. Auch deshalb fördert die Stadt Duisburg die Aktivitäten von BaC. Letztlich erfährt die Bildungsregion Duisburg durch die Teilprojekte apeiros, Chancenwerk und Teach First eine wertvolle Unterstützung bei ihren Aktivitäten für mehr Chancengerechtigkeit und dem Abbau von Hürden bei den Bildungszugängen.

Der Transfer der hier gemachten Erfahrungen in weitere Sozialräume und weitere Teilsegmente der Bildungsregion ist ein weiteres Ziel, welches die Kommune verfolgt.

Das gebündelte Auftreten von BaC öffnet auch die Türen zur Politik und erleichtert die Lobbyarbeit. Für die Kommune ermöglicht die Kooperation eine schnelle und effektive Abstimmung mit mehreren Bildungsorganisationen gleichzeitig. Die Zusammenarbeit mit den drei Partnern erleichtert es auch, verschiedene finanzielle Mittel entsprechend der kommunalen Bildungsstrategie effektiv zu bündeln.

Es müssen nicht jedes Mal neue Projekte initiiert und an die Schulen gebracht werden, sondern die Kommune kann sich auf die Expertise erfahrener Organisationen und deren etablierten Projekte und Zugänge in die Bildungseinrichtungen beziehen.

Verschiedene Städte und andere zivilgesellschaftliche Akteure haben bereits angefragt, ob das Projekt skaliert werden kann. Dafür braucht es jedoch ebenfalls regionale Förderer, die sich eng mit der jeweiligen Kommune abstimmen und bereit sind, eine längerfristige Zusage, d.h. über einen Zeitraum von mindestens 3 bis 5 Jahren, zu tätigen. Insgesamt ist das Konzept der Zusammenarbeit gut auf andere Kommunen und Städte übertragbar. In der Tat wird BaC bereits regelmäßig für Präsentationen und Best Cases deutschlandweit angefragt. Hier liegt der Fokus häufig auf der Frage: Wie schaffen es drei unterschiedliche Organisationen, eine Kommune und eine Unternehmensstiftung trotz unterschiedlicher Anforderungen und Arbeitsprozesse fruchtbar und wirkungsvoll zusammenzuarbeiten?

 

1http://www.caritas.de/fuerprofis/fachthemen/kinderundjugendliche/bildung... (aufgerufen am 14.04.2016 um 09:13 Uhr)

Fragen zum Wettbewerbsbeitrag

C1 Fragen zur gesamtkommunalen Einbindung des Wettbewerbsbeitrags

C 10 Gibt es in Ihrer Kommune ein Integrationskonzept?: 
ja
nein
C 11 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag in dieses Integrationskonzept eingebunden?: 
ja
nein
C 12 Unterstützt der/die (Ober-)Bürgermeister/in bzw. Landrat/-rätin Ihren Wettbewerbsbeitrag öffentlich?: 
ja
nein

C2 Fragen zur Konzeption und Ausrichtung des Wettbewerbsbeitrags

C 20 Gibt es zu Ihrem Wettbewerbsbeitrag ein schriftliches Konzept? : 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 21 Sind die Ziele des Wettbewerbsbeitrags im Hinblick auf Integration und Zusammenleben detailliert beschrieben & festgelegt?: 
ja
nein
C 22 Wurde vor der Festlegung der Ziele eine Ausgangs- und Bedarfsanalyse erstellt?: 
ja
nein
C 23 An welche Gruppen richtet sich Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
Kinder (Einrichtungen der Kindertagesbetreuung)
Kinder (Schule)
Jugendliche
junge Erwachsene
Erwachsene
Mädchen/Frauen
Jungen/Männer
aktuelle Zuwanderer (2015-2017)
jeweils differenziert nach Herkunftsgebieten
bereits seit mehreren Jahren in Deutschland lebende Zuwanderer
Bevölkerung vor Ort
Multiplikatoren
Weitere
C 24 Bezieht sich Ihr Wettbewerbsbeitrag auf: 
die Gesamtstadt?
einen Teilraum/Quartier?
ein Projekt?
C 25 An welche Orte und Einrichtungen knüpft Ihr Wettbewerbsbeitrag an?: 
Quartier als Ganzes
Nachbarschaftshäuser/Stadtteilzentren
Jugendeinrichtungen
Sportvereine
Flüchtlingsunterkünfte
Einrichtungen der Kindertagesbetreuung
Schulen
Ausbildungsstätten
Bildungseinrichtungen (VHS u.a.)
Soziale Treffpunkte für Zuwanderer
Migrantenselbstorganisationen
Weitere
C 26: 

Welche Handlungsfelder zur Integration von Zuwanderern und zur Förderung des Zusammenlebens mit der Bevölkerung vor Ort stehen in Ihrem Wettbewerbsbeitrag im Mittelpunkt? Bitte geben Sie an, ob sich das Handlungsfeld auf die Gesamtstadt oder das Quartier bezieht bzw., ob es sich um ein Projekt handelt.

C 26a Handlungsfeld Wohnen und Wohnumfeld: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26b Handlungsfeld Soziale Infrastrukturen, z.B. Kindergarten, Schulen, Jugendeinrichtungen: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26c Handlungsfeld Bildung/Qualifizierung/Ausbildung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26d Handlungsfeld Beschäftigung/lokale Wirtschaftsförderung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26e Handlungsfeld Kultur: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26f Handlungsfeld Sport: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26g Handlungsfeld Gesundheit: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26h Handlungsfeld Umwelt/Grün: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26i Handlungsfeld Beteiligung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26j Handlungsfeld Engagementförderung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 27a Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe der Zielgruppe "Zuwander" ausgerichtet?: 
ja
nein
C 27b Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe der Zielgruppe "Bevölkerung vor Ort" ausgerichtet?: 
ja
nein

C3 Fragen zur Umsetzung des Wettbewerbsbeitrags

C 30 Welche Akteure aus Kommunalpolitik und Kommunalverwaltung beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbei: 
Stadt-, Gemeinde-, bzw. Kreisrat
Amt/Bereich Soziales
Amt/Bereich Jugend
Amt/Bereich Wohnen
Amt/Bereich Grün(-planung)
Bürgermeister/in bzw. Landrat/-rätin
Amt/Bereich Stadtplanung/ Stadtentwicklung
Integrationsbeauftragte/r
Amt/Bereich Sport
Amt/Bereich Gesundheit
Weitere
C 30a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Dezernat für Familie, Bildung und Kultur - Büro Bildungsregion
C 31 Welche verwaltungsexternen lokal relevanten Akteure beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbeitrags?: 
Quartiersmanagement
Stadtteilzentren/ Nachbarschaftshäuser
Wohlfahrtsverbände
Kirchen
Migrantenselbstorganisationen
Sponsoren
Lokale Medien
Stiftungen
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Nachbarschaftsvereine
Kleingartenvereine
Unternehmen, Betriebe
Weitere
C 31a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Sozialunternehmen
C 32 Gibt es schriftliche und verbindliche Vereinbarungen zur Vernetzung und Kooperation der Akteure?: 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 33 Welche Laufzeit hat Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
C 34 Wie finanzieren Sie Ihren Wettbewerbsbeitrag?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
C 35 Wie lange ist die Finanzierung des Wettbewerbsbeitrags gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
C 36 Wird der Wettbewerbsbeitrag in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
C 36a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
C 37 Werden im Rahmen der Umsetzung von anderen entwickelte Projekte und Maßnahmen übernommen und eingesetzt?: 
ja
nein
C 38 Sind umgekehrt im Rahmen Ihres Wettbewerbsbeitrags entwickelte Projekte und Maßnahmen bereits andernorts übernommen worden?: 
ja
nein

Einzelprojekte

Einzelprojekt 1

D 11 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
trifft nicht zu
D 12 Wie lange ist die Finanzierung des Projekts gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
trifft nicht zu
D 13 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 14 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
trifft nicht zu
D 14a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
trifft nicht zu

Einzelprojekt 2

D 21 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
trifft nicht zu
D 22 Wie lange ist die Finanzierung des Projekts gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
trifft nicht zu
D 23 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 24 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
trifft nicht zu
D 24a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
trifft nicht zu

Anlagen