Hamminkeln

Name der Stadt/der Gemeinde/des Landkreises: 
Hamminkeln
Typ: 
kreisangehörig
Bundesland: 
Nordrhein-Westfalen
Einreichende Dienststelle: 
FD 61
Ansprechpartner/in: 
Jan-Christian Sweers
Straße/Postfach: 
Brüner Str. 9
PLZ: 
46499
Telefon: 
+49 2852 88271
Ort: 
Hamminkeln
Fax: 
+49 2852 8844271

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Titel des Wettbewerbsbeitrags

Das Integrationsprojekt der Stadt Hamminkeln

Kurzfassung des Wettbewerbsbeitrags

Hamminkeln ist eine dörflich strukturierte Mittelstadt, die ihre ersten Erfahrungen im Bereich der Flüchtlingsarbeit  Anfang der 90er Jahre machte, als in Folge des Balkankrieges zahlreiche Menschen nach Deutschland flüchteten. Jedoch widerfuhr der Flüchtlingshilfe erst im Rahmen der aktuellen Flüchtlingskrise eine Strukturierung. In Zusammenarbeit zwischen der „Akteurstriade“, Verwaltung/Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft wurden klare Zuständigkeiten geschaffen und seitens der Stadt die Stelle der Flüchtlingskoordinatorin geschaffen, um kurze Wege zu ermöglichen.

Zudem entwickelten sich drei eigenständige Flüchtlingshilfen, die primär in den einzelnen Ortsteilen tätig sind und den geflüchteten Menschen in Form von Paten in alltäglichen Dingen helfen. Des Weiteren gibt es zahlreiche Beschäftigungsangebote und Deutschkurse, an denen die Menschen partizipieren können. Um den Austausch und das Zusammenkommen der Herkunft sowie der Aufnahmegesellschaft zu intensivieren und so die Integration zu fördern, wird zudem auf eine soziale Durchmischung  Wert gelegt.

Langfristige Ziele sind die dezentrale Unterbringung der geflüchteten Menschen, die Verstetigung  aber auch der Ausbau der bisher etablierten Strukturen sowie eine Stärkung des Ehrenamtes.

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

1. Einleitung

Das Jahr 2015 wird in Deutschland häufig mit der sogenannten Flüchtlingskrise verbunden, ein Begriff der aufgrund einer Verbindung zweier Konzepte als äußerst kritisch zu betrachten ist. Fakt ist jedoch, dass allein im Jahr 2015 etwa 900.000 Menschen nach Deutschland flüchteten, weitere 280.000 folgten im Jahr 2016 und stellten die Bundesrepublik und ihre Gebietskörperschaften vor zahlreiche Herausforderungen, so auch Hamminkeln. Insbesondere die Themenkomplexe Wohnen, Sprache/Bildung und Beschäftigung sind elementarer Bestandteil auf dem Weg zu einer gelingenden Integration.

Derweil liegt der Beginn des Zustroms zahlreicher Geflüchteter zwei Jahre zurück. Die Stadt Hamminkeln konnte, unter Einbezug der Verwaltung, Zivilgesellschaft und lokaler Ökonomie, die aktive Flüchtlingsarbeit stark intensivieren. In Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteurskonstellationen konnten zahlreiche Projekte angestoßen und Erfolge auf dem Weg zur Integration geleistet werden, wohlgleich erwähnt werden muss, dass auch in Zukunft ehrenamtliches Engagement und finanzielle Unterstützungen unabdingbar sind, um eine nachhaltige Integration der Menschen zu erzielen.
Auf kommunalpolitischer Ebene bestand hinsichtlich dieser Thematik eilends Konsens, was sich in der Zielsetzung wiederfindet. Die beschlossenen Ziele des Rates der Stadt zur Integration liegen in der Unterstützung des ehrenamtlichen und bürgerschaftlichen Engagements, Orte der Begegnung für Flüchtlinge zu bieten, die positive Teilhabe aller Bevölkerungsgruppen am Integrationsprozess zu fördern und die Akzeptanz für die Situation der Flüchtlinge vor Ort zu verbessern.

Im Folgenden werden zunächst die Integrationsstrukturen in Hamminkeln schematisch dargestellt, ehe die eigenständigen Flüchtlingshilfen sowie einzelne Projekte der in Hamminkeln herrschenden Integrationslandschaft näher beleuchtet werden. Eine detaillierte und allumfassende Beschreibung ist aufgrund des Umfangs des vorliegenden Beitrags nicht realisierbar.

2. Integrationsstrukturen

Die Integrationsstrukturen (Abb. 1) in Hamminkeln sind „zweigleisig“ aufgebaut. Zum einen gibt es die Verwaltung (Hauptamtliche) und zum anderen gibt es die ehrenamtliche Flüchtlingshilfe, durch dessen Zusammenspiel sich die Strukturen gebildet, entwickelt und nachhaltig verfestigt haben. Die Flüchtlingshilfe in Hamminkeln wurde Anfang der 90er gegründet, als in Folge des Balkankrieges zahlreiche Menschen nach Deutschland flüchteten. Mit der zunehmenden Integration der Menschen flachte die Tätigkeit der Flüchtlingshilfe ab, ehe sie im Zuge der bekannten Entwicklungen wieder stark anstieg und die Anzahl Ehrenamtlicher zunahm. Neben der Flüchtlingshilfe in Hamminkeln gründeten sich eigenständige Flüchtlingshilfen in den Ortsteilen Mehrhoog, Dingden, bei denen Ehrenamtler als Integrationshelfer tätig sind. Da die Stadt Hamminkeln über keine formellen Steuerungsstrukturen verfügte, wurde zum Ende des Jahres 2015 durch den Bürgermeister eine Task-Force gegründet, bestehend aus dem Verwaltungsvorstand. Zu Beginn tagte diese Gruppe täglich, mit der Aufgabe, sich allen Belangen der Integration anzunehmen, auf gegenwärtige als auch perspektivische Probleme zu reagieren und die Bürger über aktuelle Entwicklungen sowie künftige Planungen zu informieren, umso Transparenz und Akzeptanz im Handeln zu erzeugen. Darüber hinaus tagt alle sechs Wochen die AG Integration, bestehend aus Mitarbeitern der Fachdienste „Soziales“ (FD 50) und „Bildung, Sport, Kultur und Jugend“ (FD 40), Mitgliedern der Flüchtlingshilfe und dem Jugendamt des Kreises Wesel.

In dieser Zusammensetzung wird sich primär mit Fragen und Herausforderungen im Bereich der Bildung/Sprache und (schulischer) Betreuung auseinandergesetzt. Ein enger Austausch mit den Bildungsträgern sowie die Installation von Personen mit entsprechendem sprachlichen Hintergrund führen zu einem schnellen Handeln und Lösen der Probleme im Bereich Sprache und Bildung. Zudem wurde die Arbeitsgruppe Flüchtlingsunterkünfte gegründet.
Diese AG besteht aus Verwaltungsmitgliedern sowie Ehrenamtlern der einzelnen Flüchtlingshilfen und befasste sich zunächst primär mit der Unterbringung der Geflüchteten und der künftigen Aufgabe, die Menschen in den Wohnungsmarkt zu integrieren. Oberstes Ziel ist eine dezentrale Unterbringung in bestehenden Nachbarschaften, um über das Wohnen einen weiteren Beitrag zur Integration zu leisten. Mittlerweile arbeitet diese Arbeitsgruppe bedarfsorientiert und befasst sich mit unterschiedlichen Aspekten der Flüchtlingsarbeit, um das Hauptziel Integration zu erreichen. Insbesondere der Erfahrungsaustausch kristallisiert sich als Synergieeffekt heraus. Zudem wurde durch den Bürgermeister eine Flüchtlingskoordinatorin installiert, die für alle Akteure als Ansprechpartner und somit als Schnittstelle fungiert, Hierdurch werden „kurze Wege“ ermöglicht, die der schnellen Handlungsfähigkeit dienen. Die Koordinatorin ist zudem Ansprechpartnerin für Flüchtlingsfragen zu den Themen Gesundheit, Kindergarten- und Schulanmeldung, Wohnungs- und Jobsuche.
Unterstützt werden die Akteure der Flüchtlingsarbeit durch die eigens eingestellten Personen mit Migrationshintergrund, die vor allem bei sprachlichen und kulturellen Barrieren eine immense Hilfe darstellen. Durch die Installation der Flüchtlingskoordinatorin, ebenfalls Bestandteil der AG Flüchtlingsunterkünfte, kombiniert mit den Arbeitsgruppen, können die Akteure ideal vernetzt, Kooperationen initiiert und ein Know-How-Transfer realisiert werden. Ergebnis ist ein effizientes und auf die aktuellen Herausforderungen sowie die Gesamtstrategie abgestimmtes Handeln.

3. Projekte

Die räumliche Verteilung von Einzelorten über das gesamte Stadtgebiet Hamminkelns erfordert eine kleinteilige, an der Gesamtstrategie ausgerichtete Flüchtlingsarbeit. Demzufolge existiert in Hamminkeln eine breite Projekt- und Angebotslandschaft. Die Projekte und Angebote richten sich in der Regel an die Bewohner der einzelnen Ortsteile, wobei auch immer wieder ortsteilübergreifend gearbeitet wird. Die Bekanntmachung erfolgt über soziale Medien und Mundpropaganda. Bei Betrachtung jener Projektlandschaft wird deutlich, dass die Angebote individueller Natur sind und häufig geschlechts- und/oder altersspezifisch orientiert sind, umso die Teilhabe aller Bevölkerungsgruppen zu gewährleisten. Zudem sind zahlreiche Angebote kulturübergreifend, richten sich an alle Bewohner und sollen somit eine Begegnung und einen Austausch der Kulturen herbeiführen. Finanziert werden die Projekte über Spendengelder oder Förderprogramme (z.B.: Komm-An NRW; 500 Landinitiativen; nrw hält zusammen). Wie bereits erläutert, lässt sich das Projekt Integration in Hamminkeln in diesem Beitrag nicht in seinen Einzelheiten beschreiben, so dass hier lediglich ein Teilausschnitt dargestellt wird.

3.1. Hamminkeln

Wie eingangs erwähnt, hat die organisierte Flüchtlingsarbeit ihren Ursprung im Ortsteil Hamminkeln, in welcher zurzeit ca. 25 Personen aktiv sind. Die Arbeit der Ehrenamtlichen setzt sich aus folgenden Bausteinen zusammen: Patenschaften, Sprachunterricht, Kinder- & Erwachsenengruppen, Beschaffung von Gegenständen des täglichen Lebens, Fahrradgruppe, Zusammenarbeit mit Kirchen, Sportvereinen und Öffentlichkeitsarbeit. So erfolgt im Rahmen der persönlichen Begleitung eine Begrüßung der neu ankommenden Flüchtlinge mit einer Erstausstattung. Im Anschluss wird sich um die Erstinformation über Schulen und Kindergärten, Einkaufsmöglichkeiten und die medizinische Versorgung gekümmert. Des Weiteren wird sichergestellt, dass die Flüchtlinge an Sprachkursen partizipieren können und eine Kinderbetreuung gewährleistet ist. Die Menschen werden in alltäglichen Dingen „an die Hand genommen“ und bei Behördengängen begleitet. Es existiert eine enge Zusammenarbeit mit den Bildungseinrichtungen, umso auf die Besonderheiten schnell reagieren zu können. Ebenso werden von Seiten der Flüchtlingshilfe Freizeitangebote geschaffen oder die Verbindung zu unterschiedlichen Vereinen hergestellt, um den Flüchtlingen zum einen Abwechslung zu bieten und zum anderen eine Integration in die Gesellschaft zu ermöglichen. Im Kontext der Öffentlichkeitsarbeit werden themenspezifische Vorträge gehalten und über die von der Flüchtlingshilfe geleistete Arbeit informiert, um das Bewusstsein in der Gesellschaft zu stärken und möglicherweise weitere Mitstreiter zu gewinnen.

3.2. Mehrhoog

In Mehrhoog gibt es die Initiative Mehrhooghilft, ein Zusammenschluss von Menschen, die sich aktiv für die Flüchtlinge im Ortsteil Mehrhoog engagieren wollen. Rechtlich ist sie der Caritas – Maria Frieden angegliedert, arbeitet jedoch eigenständig. Wie bereits erwähnt ist die Initiative ein Teil der Flüchtlingshilfe Hamminkeln, mit welcher sie ebenso eng zusammenarbeitet, wie mit Vertretern der Stadt Hamminkeln. Um sich auf die Bedarfe und Probleme der Geflüchteten einzustellen, wurden in Mehrhoog mehrere themenspezifische Arbeitsgruppen eingerichtet. Einige Helferinnen und Helfer sind bereits seit vielen Jahren in der Flüchtlingshilfe aktiv. Der größte Teil der rund 75 Ehrenamtler ist aber erst seit Ende 2015 Teil der Initiative. Anlass hierzu war der zu diesem Zeitpunkt starke Flüchtlingszustrom. Dieser führte im Hamminkelner Ortsteil Mehrhoog dazu, dass die Turnhalle im Hogenbusch mit bis zu 180 Flüchtlingen belegt wurde.  Zwischenzeitlich wurde die Halle wieder geräumt und die Flüchtlinge in Gemeinschaftsunterkünfte und auch in größerem Umfang in Wohnungen untergebracht. Die Mehrhooger  Ehrenamtler sind in verschiedenen Bereichen aktiv. Sie betreuen die Bewohner der Gemeinschaftsunterkünfte, haben Patenschaften für Flüchtlinge übernommen, die in Wohnungen leben, betreiben eine Kleiderkammer und einen Fahrradkeller. In diesen beiden Bereichen sind die Helfer dabei Bekleidung, Haushaltsartikel, Spielwaren und Fahrräder als Spenden entgegenzunehmen. Diese Spenden werden dann auf ihre Tauglichkeit überprüft und im Bedarfsfall durch Reinigung und/oder Reparatur für die Flüchtlinge bereitgestellt. Ein weiterer Aufgabenbereich ist die Integration. In einem Frauencafe, in dem zugleich eine Kinderbetreuung mit stattfindet und in einem Männercafe finden Treffen von Flüchtlingen und Ehrenamtlern statt. Die unterschiedlichen Kulturen sollen hier miteinander erkundet werden. Weiter sollen die Treffen auch zur Vermittlung der deutschen Sprache dienen.  Aktuell ist eine Ausbildung von Ehrenamtlern zu Jobcoaches  in Vorbereitung. Dadurch soll eine Arbeitsvermittlung der „Neubürger“ verbessert werden. Ebenfalls in Vorbereitung ist ein Gartenprojekt.

3.3. Dingden

Auch in Dingden gibt es eine große Gruppe von gegenwärtig 20-30 Helferinnen und Helfer, die sich aktiv in der Flüchtlingsarbeit einbringen und Flüchtlingsfamilien im Alltag betreuen. Die Familienpaten unterstützen Eltern in der Kinderbetreuung, helfen beim Transport und Aufbau von Möbeln oder sorgen durch Fahrdienste dafür, dass die Menschen Behördengängen oder Arztbesuchen nachgehen können. Als regelmäßige Veranstaltungen werden neben Deutschkursen Alphakurse und A1-Kurse angeboten, um die sprachlichen Fähigkeiten der Menschen zu verbessern. Des Weiteren haben Flüchtlingsfrauen die Gelegenheit den Textilraum der Hauptschule für einen Schneiderkurs zu nutzen. Zusätzlich mehrmals wöchentlich eine Fahrradwerkstatt angeboten, in welcher Flüchtlinge gemeinsam Räder reparieren. In Kooperation mit der Flüchtlingshilfe Hamminkeln läuft seit dem 04.09. ein Deutschkurs "A2/B1-Niveau" in der Grundschule in Ringenberg, den auch Flüchtlinge aus Dingden besuchen.

3.4. Zusammenleben der Kulturen – Ein Projekt von Frauen für Frauen, das „Türen“ öffnen möchte

Unter dem Motto „Frauen für Frauen aus aller Frauen Länder“ findet die Programmreihe „Zusammenleben der Kulturen – Ein Projekt von Frauen für Frauen“ statt. Initiiert durch eine Ehrenamtlerin und finanziert durch das Bundesamt für Landwirtschaft und Entwicklung  gehen Frauen unterschiedlicher Nationen und Kulturen auf Entdeckungsreise und Erfahrungsaustausch. Dies erfolgt durch ein facettenreiches Programm. Neben sportlichen Aktivitäten wie Yoga wird durch kulturell ausgerichtete Themenabende versucht, kulturelle Kompetenzen zu entwickeln, Gemeinsamkeiten aufzuzeigen und Hemmschwellen zu überwinden. Unter dem Namen „Orient trifft Oxident“ finden Kochabende statt, bei welchen sowohl deutsche als auch arabische Spezialitäten zubereitet werden. „1001 Nacht“ umfasst einen Tanzabend zu orientalischer Musik. Zudem wird an Abenden wie „Welche Rolle spielen kulturelle Unterschiede?“ oder „Ich schicke dir einen Engel“ über die unterschiedlichen Kulturen und Religionen aufgeklärt. Die Veranstaltungsorte verteilen sich auf das gesamte Stadtgebiet, so dass allen Frauen die Möglichkeit geboten wird, an jenen Programminhalten teilnehmen zu können. Gestartet im Jahr 2017, wird zurzeit das Programm für das Jahr 2018 geplant, auch vor dem Hintergrund der bisher hohen Partizipation an den Veranstaltungen.

4. Schlussbetrachtungen

Die Erfahrungen haben gezeigt, dass die Integration von Geflüchteten eine komplexe Aufgabe und langfristig zu betrachten ist. Um erfolgreiche Integrationsarbeit zu leisten, bedarf es vieler Faktoren. Zum einen muss die Verwaltung personelle Ressourcen bereitstellen, die vornehmlich in koordinierender Funktion tätig sind. Zum anderen bedarf es ein enormes ehrenamtliches Potential, um Integration auf Quartiersebene zu leisten. Eben jene Faktoren sind in Hamminkeln vorhanden, so dass in Hamminkeln erfolgreiche Integrationsarbeit geleistet wird. Die starke Ausprägung des gesellschaftlichen Ehrenamts sowie die außerordentliche Verzahnung zwischen der Verwaltung, der Zivilgesellschaft aber auch der lokalen Ökonomie ermöglichen „kurze Wege“ zwischen den Akteuren und ein bedarfsorientiertes, schnelles Handeln. Insgesamt führt dies zu einem stetigen Austausch und der sozialen Einbindung der Herkunftsgesellschaft in die Aufnahmegesellschaft.

Fragen zum Wettbewerbsbeitrag

C1 Fragen zur gesamtkommunalen Einbindung des Wettbewerbsbeitrags

C 10 Gibt es in Ihrer Kommune ein Integrationskonzept?: 
ja
nein
C 11 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag in dieses Integrationskonzept eingebunden?: 
ja
nein
C 12 Unterstützt der/die (Ober-)Bürgermeister/in bzw. Landrat/-rätin Ihren Wettbewerbsbeitrag öffentlich?: 
ja
nein

C2 Fragen zur Konzeption und Ausrichtung des Wettbewerbsbeitrags

C 20 Gibt es zu Ihrem Wettbewerbsbeitrag ein schriftliches Konzept? : 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 21 Sind die Ziele des Wettbewerbsbeitrags im Hinblick auf Integration und Zusammenleben detailliert beschrieben & festgelegt?: 
ja
nein
C 22 Wurde vor der Festlegung der Ziele eine Ausgangs- und Bedarfsanalyse erstellt?: 
ja
nein
C 23 An welche Gruppen richtet sich Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
Kinder (Einrichtungen der Kindertagesbetreuung)
Kinder (Schule)
Jugendliche
junge Erwachsene
Erwachsene
Mädchen/Frauen
Jungen/Männer
aktuelle Zuwanderer (2015-2017)
jeweils differenziert nach Herkunftsgebieten
bereits seit mehreren Jahren in Deutschland lebende Zuwanderer
Bevölkerung vor Ort
Multiplikatoren
Weitere
C 24 Bezieht sich Ihr Wettbewerbsbeitrag auf: 
die Gesamtstadt?
einen Teilraum/Quartier?
ein Projekt?
C 25 An welche Orte und Einrichtungen knüpft Ihr Wettbewerbsbeitrag an?: 
Quartier als Ganzes
Nachbarschaftshäuser/Stadtteilzentren
Jugendeinrichtungen
Sportvereine
Flüchtlingsunterkünfte
Einrichtungen der Kindertagesbetreuung
Schulen
Ausbildungsstätten
Bildungseinrichtungen (VHS u.a.)
Soziale Treffpunkte für Zuwanderer
Migrantenselbstorganisationen
Weitere
C 25a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Flüchtlingshilfe, Musikschule und sonstige örtliche Vereine
C 26: 

Welche Handlungsfelder zur Integration von Zuwanderern und zur Förderung des Zusammenlebens mit der Bevölkerung vor Ort stehen in Ihrem Wettbewerbsbeitrag im Mittelpunkt? Bitte geben Sie an, ob sich das Handlungsfeld auf die Gesamtstadt oder das Quartier bezieht bzw., ob es sich um ein Projekt handelt.

C 26a Handlungsfeld Wohnen und Wohnumfeld: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26b Handlungsfeld Soziale Infrastrukturen, z.B. Kindergarten, Schulen, Jugendeinrichtungen: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26c Handlungsfeld Bildung/Qualifizierung/Ausbildung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26d Handlungsfeld Beschäftigung/lokale Wirtschaftsförderung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26e Handlungsfeld Kultur: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26f Handlungsfeld Sport: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26g Handlungsfeld Gesundheit: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26h Handlungsfeld Umwelt/Grün: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26i Handlungsfeld Beteiligung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26j Handlungsfeld Engagementförderung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 27a Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe der Zielgruppe "Zuwander" ausgerichtet?: 
ja
nein
C 27b Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe der Zielgruppe "Bevölkerung vor Ort" ausgerichtet?: 
ja
nein

C3 Fragen zur Umsetzung des Wettbewerbsbeitrags

C 30 Welche Akteure aus Kommunalpolitik und Kommunalverwaltung beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbei: 
Stadt-, Gemeinde-, bzw. Kreisrat
Amt/Bereich Soziales
Amt/Bereich Jugend
Amt/Bereich Wohnen
Amt/Bereich Grün(-planung)
Bürgermeister/in bzw. Landrat/-rätin
Amt/Bereich Stadtplanung/ Stadtentwicklung
Integrationsbeauftragte/r
Amt/Bereich Sport
Amt/Bereich Gesundheit
Weitere
C 30a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Fachdienst Schule, Sport, Kultur und Jugend Kommunales Integrationszentrum
C 31 Welche verwaltungsexternen lokal relevanten Akteure beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbeitrags?: 
Quartiersmanagement
Stadtteilzentren/ Nachbarschaftshäuser
Wohlfahrtsverbände
Kirchen
Migrantenselbstorganisationen
Sponsoren
Lokale Medien
Stiftungen
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Nachbarschaftsvereine
Kleingartenvereine
Unternehmen, Betriebe
Weitere
C 31a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Flüchtlingshilfe
C 32 Gibt es schriftliche und verbindliche Vereinbarungen zur Vernetzung und Kooperation der Akteure?: 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 33 Welche Laufzeit hat Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
C 34 Wie finanzieren Sie Ihren Wettbewerbsbeitrag?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
C 35 Wie lange ist die Finanzierung des Wettbewerbsbeitrags gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
C 36 Wird der Wettbewerbsbeitrag in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
C 36a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
C 37 Werden im Rahmen der Umsetzung von anderen entwickelte Projekte und Maßnahmen übernommen und eingesetzt?: 
ja
nein
C 38 Sind umgekehrt im Rahmen Ihres Wettbewerbsbeitrags entwickelte Projekte und Maßnahmen bereits andernorts übernommen worden?: 
ja
nein

Einzelprojekte

Einzelprojekt 1

D 10 Titel des Einzelprojekts Nr. 1: 
Jobcoach
D 11 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
trifft nicht zu
D 12 Wie lange ist die Finanzierung des Projekts gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
trifft nicht zu
D 13 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 14 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
trifft nicht zu
D 14a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
trifft nicht zu
D 15 Kurzbeschreibung des Projekts: 

Im Rahmen des Projektes Jobcoach wurden durch den Verein Integrai elf Ehrenamtliche aus dem gesamten Stadtgebiet zu Jobcoaches ausgebildet. Geflüchtete werden in Deutschland mit einem komplizierten und für sie teils unbekannten Arbeitsmarkt und System von Behörden konfrontiert. Oft haben kleine und mittelständische Unternehmen nicht die Ressourcen, sich in Asyl- und Arbeitsrechtfragen einzuarbeiten, staatliche Vermittlungsstellen können eine individuelle und intensive Betreuung nicht gewährleisten. Aufgrund dieser Problematiken sind Jobcoaches von immenser Bedeutung. Sie beraten geflüchtete Menschen in Bezug auf Möglichkeiten zur Arbeitsaufnahme, sie sichten und überarbeiten Zeugnisse und Bewerbungsunterlagen, nehmen Kontakt zu Unternehmen auf und betreuen geflüchtete Menschen in der ersten Zeit der Arbeitsaufnahme. Diese Skills wurden im Rahmen eines zweitägigen Workshops vermittelt.

Zudem steht den Jobcoaches ein Online Werkzeugkoffer zur Verfügung. Es ist angedacht die ausgebildeten Ehrenamtler als Multiplikatoren zu nutzen und so weitere Menschen aus dem Stadtgebiet auszubilden und das Netzwerk auszubauen

Einzelprojekt 2

D 20 Titel des Einzelprojekts Nr. 2: 
Nrw hält zusammen….für ein Leben ohne Armut und Ausgrenzung Integration ins Quartier“ – Das Quartier – mein Zuhause (Projektname: Die Stadt Hamminkeln – unser Zuhause. Asyl bekommt ein Gesicht!)
D 21 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
trifft nicht zu
D 22 Wie lange ist die Finanzierung des Projekts gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
trifft nicht zu
D 23 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 23a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Rotary + Flüchtlingshilfe Hamminkeln
D 24 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
trifft nicht zu
D 24a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
trifft nicht zu
D 25 Kurzbeschreibung des Projekts: 

Bereits 2015 stellte das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales NRW mit dem vorgenannten Programm Mittel für die Integration von Flüchtlingen zur Verfügung. War die Maßnahme erst auf einen Stadtteil beschränkt hat sie sich jetzt auf das ganze Stadtgebiet ausgeweitet. Das Land NRW hat mit dem Förderverein von Rotary und der Flüchtlingshilfe Hamminkeln mit diesen Mitteln für die Stadt Hamminkeln einen wesentlichen Beitrag zur Integration von Flüchtlingen geleistet.

Projektinhalte:

  1. Darstellung von Fluchterfahrungen von Kindern und Jugendlichen und Ausgrenzung im ländlichen Raum durch Öffentlichkeitsarbeit – hier durch Erarbeitung einer Wanderausstellung
  2. Sprachförderung junger Flüchtlinge als Beteiligungsform gegen Ausgrenzung
  3. Förderung von empathischem Verhalten von Kindern und Jugendlichen und Förderung der    Kommunikation und Teilhabe am alltäglichen Leben

Bausteine sind:

  • Niederschwellige Sprachförderung für junge Menschen mit Migrationshintergrund
  • Arbeitsgemeinschaften deutscher und ausländischer Schülerinnen und Schüler mit dem Ziel des Austauschs ihres bisherigen Lebensweges und Darstellung in Bild und Form
  • Schaffung von Begegnungen (Jugendeinrichtung, Derek-Baegert-Gesellschaft, Heimatverein Ringenberg)
  • Erstellung einer Wanderausstellung mit Bestandteilen der Inhalten der vorherigen Bausteine
  • Veranstaltung und Ausstellung der Erarbeitung in den Ortsteilen der Stadt Hamminkeln mit dem Ziel der Zusammenführung der Menschen unterschiedlicher Nationen

Kooperationspartner: Rotary, Gesamtschule, Flüchtlingshilfe, VHS, Heimatverein, Jugendeinrichung Juze, Sportvereine, Dorfbevölkerung, Kirchen, Stadt Hamminkeln  etc.

Ergebnis: Die Sprachkurse  und vor allem die Schulsprachbegleitung in den Schulen der Stadt Hamminkeln waren besonders wichtige Bestandteile der Verbesserung der Kommunikation zwischen allen Beteiligten. Dadurch ließen sich viele Missverständnisse schnell klären und Konflikte vermeiden. Die Fortsetzung wäre äußerst wünschenswert.  Daher übernimmt die Stadt Hamminkeln die Schulsprachbegleitung in leider nur Form eines 450 Eruo-Vertrages.

Ein besonders positives Feedback fand die im Rahmen von Arbeitsgemeinschaften entwickelte Wanderausstellung und der dazugehörige Film, im ersten Jahr von einer Theateraufführung begleitet. In diesem Jahr wird es mit einem Musikprojekt seinen Abschluss finden.
Sportvereine bieten Kurse z.B. nur für Frauen an. 

Eine Fortsetzung des Projektes „nrw hält zusammen..“ bezüglich der Integration von Flüchtlingen ist vom Land nicht geplant, da durch KommAn teilweise Ähnliches finanziert wird. Allerdings wäre die niederschwellige Unterstützung im sprachlichen Bereich in den Schulen weiterhin außerordentlich wichtig.

Anlagen