Nieheim

Name der Stadt/der Gemeinde/des Landkreises: 
Nieheim
Typ: 
kreisangehörig
Bundesland: 
Nordrhein-Westfalen
Einreichende Dienststelle: 
Stadt Nieheim
Ansprechpartner/in: 
Bürgermeister Rainer Vidal
Straße/Postfach: 
Marktstr. 28
PLZ: 
33039
Telefon: 
+49 5274 982-122
Ort: 
Nieheim
Fax: 
+49 5274 982-200

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Titel des Wettbewerbsbeitrags

Heimatwerker Nieheim - Wie der ländliche Raum aus der Zuwanderung profitieren kann

Kurzfassung des Wettbewerbsbeitrags

Im historischen Ortskern von Nieheim wird das ungewöhnliche Modellprojekt „Heimatwerker“ realisiert: Geflüchtete, Architekturstudierende und ehrenamtlich engagierte Bürger bauen mit vereinten Kräften und unter fachkundiger Anleitung ein altes Ackerbürgerhaus um. Nach Fertigstellung soll das Haus von Allen, Alt- wie Neubürgern, für gemeinschaftliche Zwecke genutzt werden können.

Während des Umbaus erwerben die Projektteilnehmer auf der Baustelle und in begleitenden Kursen handwerkliche Kenntnisse, die später etwa im Baugewerbe nützlich sind. An drei Tagen pro Woche wird gemeinsam gearbeitet, gelernt, gekocht. Die Flüchtlinge können sich so beruflich qualifizieren, ihre Sprachkenntnisse verbessern und erhalten die Möglichkeit, sich aktiv zu integrieren; die Studierenden sammeln fachliche und soziale Erfahrungen.
Zugleich kann die lokale Baubranche beruflichen Nachwuchs generieren, der im ländlichen Raum oft fehlt. Gleichzeitig wird ein leerstehendes Gebäude vor weiterem Verfall bewahrt.

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Leitgedanke

Bauen ist mehr als die Herstellung von Häusern! Bauen heißt, einer sinnvollen Beschäftigung nachzugehen und sogar eine berufliche Qualifizierung erwerben zu können. Bauen heißt, Kontakte mit anderen Menschen zu knüpfen und sich besser integrieren zu können. Bauen heißt auch, Vertrauen und Verbundenheit zu einem Ort aufzubauen. Und was gibt es Wichtigeres für Menschen, die eine neue Heimat suchen?

Hintergrund

Die große Zahl von Asylsuchenden, die in Deutschland Zuflucht und Bleibe suchen, stellt Politik, Wirtschaft und Gesellschaft vor große Herausforderungen. Damit sich diese Menschen erfolgreich integrieren benötigen sie – neben dem Erwerb von Sprachkenntnissen – einen Ort, an dem sie heimisch werden können, eine Beschäftigung, mit der sie ihren Unterhalt sichern können und Sozialkontakte, um sich integrieren zu können.

Die Stadt Nieheim, eine kleine Landgemeinde im Landkreis Höxter mit insgesamt 6.250 Einwohnern verteilt auf zehn Ortsteilen sieht sich seit nunmehr knapp zwei Jahren verstärkt mit den Fragen der Integration der Neubürger konfrontiert. Es ist der Kommune durch engagierte Netzwerkarbeit gelungen, ein Modellprojekt zu entwickeln, das synergetisch verschiedene Aspekte und Themenfelder der Integration sinnfällig miteinander verknüpft. Als Projektpartner sind mit der Hochschule OWL eine regionale Forschungs- und Bildungseinrichtung und mit Landesinitiative StadtBauKultur NRW 2020 eine landesweit tätige Kultureinrichtung beteiligt. Das Projekt selbst ist eingebunden in übergeordnete regionale und lokale Handlungskonzepte. Hier ist zum einen das Integrierte Handlungskonzept für den historischen Ortskern der Stadt Nieheim zu nennen, das die darauf zielt, die Qualitäten des historischen Ortsbildes zu erhalten und den Ort vor weiterer Abwanderung zu bewahren, zum anderen die regionale Machbarkeits-studie EXPO HX, die der Existenzsicherung, Partnerschaft und Ortsbelebung im nördlichen Teil des Landkreis Höxter durch eine dauerhafte Integration der in der Region angekommenen Schutzsuchenden mit Hilfe einer effizienten Begleitung und Unterstützung dient und dabei insbesondere auch die Berufsfeldfindung der Geflüchteten in der Region thematisiert. Was auf Bundesebene eher wie eine große Herausforderung angesehen wird, kann sich aus regionaler, insbesondere aus ländlicher Perspektive eher als Chance wahrgenommen werden. Denn der Zuzug vieler Neuankömmlinge kann gerade für ländliche Kommunen große Chancen und Potenziale bieten. Ob dies zu einem Erfolg führt, hängt natürlich von einigen Faktoren wie dem Fachkräftebedarf, der Bildung und Ausbildung der Neubürger, dem Wohnungsangebot und nicht zuletzt von der Willkommenskultur des jeweiligen Ortes ab.

Modellprojekt „Heimatwerker“ als Integrations- und Zukunftsprojekt

Das Modellprojekt „Heimatwerker“ setzt genau auf die eben erwähnten Chancen und Potenziale der Stadt Nieheim und der Region. Mit Hilfe des Projekts entsteht ein Ort, der Flüchtlingen einen Zugang zum Erwerbsleben eröffnet und der zugleich das Zusammenleben von Flüchtlingen und Einheimischen fördert. Zu diesem Zweck wird eine Immobilie von Geflüchteten und Einheimischen (z. B. Gewerbetreibende und Studierende aus dem Baugewerbe sowie Ehrenamtliche) unter fachkundiger Anleitung zu einer offenen Werkstatt umgebaut und genutzt. Während des Umbaus der Immobilie dient die offene Werkstatt den Projektteilnehmern zum Erwerb von handwerklichen Kenntnissen, die später etwa im Baugewerbe nützlich sind. Nach Fertigstellung des Umbaus kann die Werkstatt von allen Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt Nieheim für handwerkliche und kreative Tätigkeiten sowie für andere gemeinnützige Zwecke genutzt werden.

Die Heimatwerker

Die Projektgruppe firmiert unter dem sinnstiftenden Titel „Heimatwerker“. Die Projektgruppe umfasst ca. 30 Menschen, die mit vereinten Kräften ein Gebäude sanieren, um es anschließend gemeinnützig zu betreiben und anderen Menschen zugänglich zu machen. Die Heimatwerker setzen sich aus folgenden Personengruppen zusammen:

  • Flüchtlinge aus Nieheim und Umgebung
  • Freiwillig engagierte Menschen aus Nieheim
  • Studierende der Hochschule Ostwestfalen-Lippe
  • Vertreterinnen und Vertreter der Stadtverwaltung Nieheim

Während der Planung und der Sanierung werden die Heimatwerker fachkundig angeleitet.

Die Ziele

Durch das Projekt sollen folgende Ziele erreicht werden:

  • die soziale Integration von Geflüchteten durch gemeinsame planerische und handwerkliche Arbeit mit Einheimischen – beide Gruppen wurden durch eine Planungswerkstatt partizapatorisch in das Projekt eingebunden
  • der Erwerb beruflicher Qualifikationen und ggf. die Vermittlung von Ausbildungs- oder Arbeitsplätzen im Baugewerbe unter professioneller Anleitung
  • die Schaffung von Bleibeperspektiven für Geflüchtete
  • der Erhalt historischer und stadtbildprägender Bausubstanz
  • die Schaffung einer Gemeinbedarfseinrichtung, die als Versammlungsstätte vielfältige Begegnungsmöglichkeiten von Geflüchteten und Einheimischen bietet. Die räumlichen Inhalte wurden von den Beteiligten selbst definiert.

Das Pilotprojekt

Das Projekt hat einen langen Vorlauf. Zwischen Frühjahr und Spätsommer 2016 wurde das Konzept zwischen den Projektpartnern verfeinert und notwendige organisatorische Absprachen durchgeführt. Ab September 2016 wurde die Sanierung und Neunutzung eines von Leerstand bedrohtes Gebäude im historischen Stadtkern beplant. Im April 2017 begann die planerische Konkretisierung (Baugenehmigungsplanung, Ausführungsplanung) und die bauliche Umsetzung. Für Ende 2018 ist die Fertigstellung des Gebäudes als interkulturelle Begegnungsstätte vorgesehen. Das Projekt hat eine Gesamtlaufzeit von 10 Jahren und soll bei Erfolg auch auf andere Kommunen übertragen werden.

Das Haus

Für die Durchführung des Pilotprojektes wurde ein historisches Ackerbürgerhaus ausgewählt. Dieses Haus eignet sich in besonderer Weise, weil es zentral gelegen ist, weil es öffentliche Nutzungen zulässt und weil es einen Sanierungsbedarf aufweist, der zu einem großen Teil auch von ungelernten Heimatwerkern gemeistert werden kann. Das Haupthaus ist in Fachwerkbauweise ausgeführt, hat zwei Etagen mit einer Grundfläche von ja ca. 150 m² und wurde im 19. Jahrhundert errichtet. Das Stallgebäude verfügt ebenfalls über zwei Etagen mit einer Grundfläche von ja ca. 100 m² und wurde in den 1950er Jahren mit Ziegelmauerwerk an das Haupthaus angebaut.
Im Rahmen des Projektes Heimatwerker sollen die Fassaden beider Gebäudeteile instandgesetzt und saniert sowie deren Erdgeschosse (gesamt ca. 250 m²) als Gemeinbedarfseinrichtung ausgebaut werden. Die dafür veranschlagten Baukosten betragen 242.000 Euro (Kostengruppe 300-400). Bauherrin ist die Stadt Nieheim. In einem späteren Bauabschnitt können zusätzlich Wohnungen geschaffen werden.
Das Haus wird von einer Erbengemeinschaft für die Dauer von 10 Jahren kostenlos und ohne wirtschaftliche Gewinnabsichten zur Verfügung gestellt. Auf diese Weise möchte die Erbengemeinschaft die sozialen und kulturellen Ziele des Projektes unterstützen und einen Beitrag für die Entwicklung ihrer Heimatstadt Nieheim leisten.

Die Projektpartner und ihr Beitrag zum Projekt

Stadt Nieheim

Die Stadt Nieheim wird vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Sonderförderprogramms „Hilfen im Städtebau zur Integration von Flüchtlingen“ gefördert. Als Empfängerin dieser Fördermittel trägt die Stadt Nieheim Verantwortung für die Durchführung der Sanierung gemäß den Förderrichtlinien des Landes Nordrhein-Westfalen.

Hochschule Ostwestfalen-Lippe

Die Hochschule Ostwestfalen-Lippe (Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur) bietet ihren Studierenden an, selber Heimatwerker in Nieheim zu werden. Betreut von Professoren unterschiedlicher Lehrgebiete nehmen die Studierenden an den Planungs- und Sanierungsarbeiten teil. Ferner führt die Hochschule Ostwestfalen-Lippe Forschungsaktivitäten rund um das Projekt durch.

Landesinitiative StadtBauKultur NRW 2020

Die Landesinitiative StadtBauKultur NRW 2020 ist die Initiatorin des Projektes. Sie koordiniert die Entwicklung, Organisation sowie die öffentliche Kommunikation des Projektes.

Heimatwerker e. V.

Für die inhaltliche Steuerung des Projektes sowie für die Bewirtschaftung des Gebäudes ist der Verein Heimatwerker e. V. verantwortlich. Der Verein wurde im Frühjahr 2017 gegründet, um finanzielle Mittel für den dauerhaften Betrieb des Projekts zu gewährleisten. Er besteht aus Vertretern der oben genannten Projektpartner und anderen Mitgliedern.

Die Finanzierung

Die Kosten für die Sanierung des Gebäudes (Erdgeschoss) sowie für das erforderliche Personal(Bauleitung und Projektkoordination) betragen 426.000 Euro. Diese Kosten werden zu 70% vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-West-falen getragen und zu 30% von der Stadt Nieheim. Weitere Kosten für Organisation, Öffentlich-keitsarbeit, Veranstaltungen und Dokumentation werden von StadtBauKultur NRW 2020 übernommen. Für die langfristige Nutzung des Gebäudes sollen neben dem oben erwähnten Förderverein Heimatwerker e. V. weitere Fördergeber und Sponsoren gewonnen werden.

„Hand in Hand“ – Regionale Vernetzung

Die Komplexität des Projekts – soziale Integration, Integration auf dem Arbeitsmarkt, planungsrechtliche Aspekte, technische und planerische Herausforderungen des Umbaus und bei den Qualifizierungsarbeiten im Bauhandwerk – führten zu Kontaktaufnahmen mit immer mehr potenziell Beteiligten, insbesondere mit kommunalen und regionalen Sozialeinrichtungen und Einrichtungen auf dem Bereich des Arbeitsmarktes. Neben der Stadt Nieheim und ihren diversen Fachämtern, der Initiative StadtBauKultur NRW 2020, der Hochschule OWL kamen die Stiftung Bildung & Handwerk Paderborn, das Felix-Fechenbach-Berufskolleg in Detmold und des Netzwerks Lippe, die Gesellschaft für Projektierungs- und Dienstleistungsmanagement (GPDM) in Paderborn und die Bauaufsicht in Höxter hinzu.

Studierende der Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur (Hochschule OWL) erkundeten im Sommer 2016 den Ort und planten auf Workshops im Spätsommer und Herbst 2016 gemeinsam mit den Geflüchteten sowie Schülerinnen und Schülern der örtlichen Realschule. Die angestrebte Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern der Stadt war noch überschaubar. Die Studierenden nahmen aber in starkem Maße die Rolle der Einheimischen ein und diskutierten mit den Geflüchteten über die Nutzungsmöglichkeiten. Der angestrebte Dialog entstand. Sprachliche Barrieren und die zeitliche Koordination aller beteiligten Institutionen stellten die besonderen Herausforderungen dar. In dieser "Heimatwerkstatt" suchten Geflüchtete, Studierende sowie Schülerinnen und Schüler aus Nieheim eine Woche lang gemeinsam nach Ideen für die Nutzung. Verschiedene Konzepte – vom Fitnessstudio über eine Bibliothek bis hin zu Werkstätten, Seminarräumen und einer Küche – wurden mit viel Improvisationstalent im Haus schon einmal modellhaft mit provisorischen Pappmodellen eingerichtet. Im anschließenden Wintersemester verfeinerten die Studierenden die Planungen.

Die so entstandenen Entwürfe dienten den folgenden Fachingenieuren und Architekten als Grundlage für die weiterführenden Planungen. Zum einen wurde die geplante Nutzung weiter konkretisiert. Sie wird den Bedürfnissen einer Begegnungsstätte mit Lernwerkstatt, Seminarräumen, Küche, Aufenthaltsbereich, Multifunktionsraum und Sanitärbereich gerecht werden. Zum anderen wurde die bauliche Umsetzung geplant. Fachliche Abstimmungen mit dem Bauamt in Nieheim und der Bauaufsicht in Höxter - insbesondere zum Brandschutz und zu den Auflagen des Gesundheitsamtes - fanden im Januar 2017 statt.  

Qualifizierte Architekten und Bauleiter mit besonderem pädagogischen Geschick

Unerlässlich für das Gelingen des Projekts ist die Besetzung der Schlüsselpositionen. Es handelt sich dabei um die Architekten und den Bauleiter. Am Ende einer intensiven Suche konnten zwei mit der Sanierung von historischen Bauwerken und in der Anleitung von handwerklichem Nachwuchs erfahrene Architekten beauftragt werden. Unterstützt werden sie von einem von der Stadt angestelltem Bauleiter, der als Handwerksmeister mit langjähriger Berufs- und Ausbildungserfahrung die notwendigen Fachkenntnisse mitbringt, der durch seinen eigenen Migrationshintergrund aber auch mit den Kulturen der beteiligten Geflüchteten vertraut ist und den besonderen sozialen Herausforderungen auf der Baustelle begegnen kann.

Öffentliche Kommunikation und Wahrnehmung

Im Projekt Heimatwerker werden modellhaft neue Wege zur Integration beschritten, deren Ergebnisse auch anderen Kommunen und Initiativen zugänglich gemacht werden sollen. Auch auf die Information und Einbindung der lokalen Bevölkerung wird großer Wert gelegt. Aus diesem Grund wird das Projekt von einer intensiven Kommunikations- und Pressearbeit begleitet. Neben der Dokumentation des Projektverlaufs auf einer Website dient eine Facebook-Gruppe der aktuellen Information und Diskussion. Auch in der örtlichen und regionalen Presse sowie in Fachmedien der Bereiche Bauwesen, Sozialwesen und Politik haben die Heimatwerker bereits große Resonanz erfahren. Ergänzend finden regelmäßig öffentliche Veranstaltungen statt, die einen Besuch der Baustelle und einen Einblick in die laufenden Arbeiten ermöglichen. Zum Baubeginn im April 2017 besuchte der damalige Landesbauminister Michael Groschek den Standort. Vor Ort konnte er sich ein Bild von dem Projekt machen. In seiner Ansprache lobte er die Initiative zum Erhalt historischer Bausubstanz und zur gleichzeitigen Integration von Flüchtlingen. Er wisse, dass das zur Verfügung gestellte Geld gut angelegt sei. Nieheim könne mit der Aktion Heimatwerker, für die von interessierten Privatleuten eigens ein Förderverein gegründet worden sei, eine Vorbildfunktion übernehmen und auf das ganze Land ausstrahlen. Auch die derzeitige nordrhein-westfälische Heimat- und Bauministerin besuchte die Heimatwerker auf einer der ersten Reisen ihrer Amtszeit im August 2017.
Darüber hinaus tauschen sich die Projektverantwortlichen regelmäßig in verschiedenen Formaten mit Beteiligten anderer Integrationsprojekte aus.

Evaluation

Um Erkenntnisse aus dem Modellprojekt zu gewinnen und eine Übertragbarkeit des Projekts auf andere Kommunen zu ermöglichen, soll im Rahmen einer Selbstevaluation der Erfolg des Projekts bemessen werden. Nicht ganz einfach ist es, die Erfolgsparameter klar zu definieren. Da der Weg bei diesem Projekt das eigentliche Ziel ist und weniger der Bauerfolg, gilt das Haupt-augenmerk naturgemäß den Menschen, die im Rahmen dieses Projekts zusammenarbeiten. Neben einfach messbaren Erfolgen wie der beruflichen Qualifizierung von Geflüchteten sollen auch weiche Erfolgsparameter betrachtet werden wie z.B. die Beteiligung von Einheimischen und Studierenden an dem Projekt sowie die dieses Projekt begleitenden zahlreichen Veranstaltungen und Aktionen. Der schwierigste, und zugleich nicht unbedeutendste Aspekt ist das Monitoring über die Erfahrungen aller fachlich an dem Projekt Beteiligten, der Qualität ihrer fachlichen Zusammenarbeit und dem aus dem Projekt gezogenen Erkenntnisgewinn.

Zwischenfazit

Das Projekt bedurfte eines erheblichen Mutes, in der geschilderten Weise und vor dem Hintergrund des ungewissen Ausganges überhaupt angepackt zu werden. Es hat bereits vor seinem eigentlichen Start allen Beteiligten bis heute sehr deutlich gemacht, wo die Probleme im Einzelnen bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise stecken. Der beträchtliche Aufwand des ersten Arbeitsjahres vor dem eigentlichen Baubeginn war sehr wertvoll, weil alle Beteiligten voneinander gelernt haben, gemeinsam Ideen kreiert haben, Begeisterung geweckt wurde und so wichtige Erfahrungen gesammelt wurden. Das Projekt wird - so viel lässt sich heute mit Sicherheit sagen - zu handwerklich weitergebildeten Geflüchteten mit einer beruflichen Perspektive und ihrer besseren gesellschaftlichen Integration sowie zu einer funktionstüchtigen Immobilie führen. Dennoch sollte festgehalten werden, dass weniger der fertige Bau, sondern vielmehr der Weg des gemeinschaftlich angelegten Handelns das eigentliche Ziel des Projekts ist. Das Prozesshafte der Heimatwerker ist es, was die eigentlich wichtigen Erkenntnisse liefert. Und diese werden dringend benötigt: denn die Entwicklungen des Spätsommers 2015 werden uns alle noch lange beschäftigen.

Fragen zum Wettbewerbsbeitrag

C1 Fragen zur gesamtkommunalen Einbindung des Wettbewerbsbeitrags

C 10 Gibt es in Ihrer Kommune ein Integrationskonzept?: 
ja
nein
C 11 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag in dieses Integrationskonzept eingebunden?: 
ja
nein
C 12 Unterstützt der/die (Ober-)Bürgermeister/in bzw. Landrat/-rätin Ihren Wettbewerbsbeitrag öffentlich?: 
ja
nein

C2 Fragen zur Konzeption und Ausrichtung des Wettbewerbsbeitrags

C 20 Gibt es zu Ihrem Wettbewerbsbeitrag ein schriftliches Konzept? : 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 21 Sind die Ziele des Wettbewerbsbeitrags im Hinblick auf Integration und Zusammenleben detailliert beschrieben & festgelegt?: 
ja
nein
C 22 Wurde vor der Festlegung der Ziele eine Ausgangs- und Bedarfsanalyse erstellt?: 
ja
nein
C 23 An welche Gruppen richtet sich Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
Kinder (Einrichtungen der Kindertagesbetreuung)
Kinder (Schule)
Jugendliche
junge Erwachsene
Erwachsene
Mädchen/Frauen
Jungen/Männer
aktuelle Zuwanderer (2015-2017)
jeweils differenziert nach Herkunftsgebieten
bereits seit mehreren Jahren in Deutschland lebende Zuwanderer
Bevölkerung vor Ort
Multiplikatoren
Weitere
C 24 Bezieht sich Ihr Wettbewerbsbeitrag auf: 
die Gesamtstadt?
einen Teilraum/Quartier?
ein Projekt?
C 25 An welche Orte und Einrichtungen knüpft Ihr Wettbewerbsbeitrag an?: 
Quartier als Ganzes
Nachbarschaftshäuser/Stadtteilzentren
Jugendeinrichtungen
Sportvereine
Flüchtlingsunterkünfte
Einrichtungen der Kindertagesbetreuung
Schulen
Ausbildungsstätten
Bildungseinrichtungen (VHS u.a.)
Soziale Treffpunkte für Zuwanderer
Migrantenselbstorganisationen
Weitere
C 26: 

Welche Handlungsfelder zur Integration von Zuwanderern und zur Förderung des Zusammenlebens mit der Bevölkerung vor Ort stehen in Ihrem Wettbewerbsbeitrag im Mittelpunkt? Bitte geben Sie an, ob sich das Handlungsfeld auf die Gesamtstadt oder das Quartier bezieht bzw., ob es sich um ein Projekt handelt.

C 26a Handlungsfeld Wohnen und Wohnumfeld: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26b Handlungsfeld Soziale Infrastrukturen, z.B. Kindergarten, Schulen, Jugendeinrichtungen: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26c Handlungsfeld Bildung/Qualifizierung/Ausbildung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26d Handlungsfeld Beschäftigung/lokale Wirtschaftsförderung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26e Handlungsfeld Kultur: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26f Handlungsfeld Sport: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26g Handlungsfeld Gesundheit: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26h Handlungsfeld Umwelt/Grün: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26i Handlungsfeld Beteiligung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26j Handlungsfeld Engagementförderung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 27a Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe der Zielgruppe "Zuwander" ausgerichtet?: 
ja
nein
C 27b Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe der Zielgruppe "Bevölkerung vor Ort" ausgerichtet?: 
ja
nein

C3 Fragen zur Umsetzung des Wettbewerbsbeitrags

C 30 Welche Akteure aus Kommunalpolitik und Kommunalverwaltung beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbei: 
Stadt-, Gemeinde-, bzw. Kreisrat
Amt/Bereich Soziales
Amt/Bereich Jugend
Amt/Bereich Wohnen
Amt/Bereich Grün(-planung)
Bürgermeister/in bzw. Landrat/-rätin
Amt/Bereich Stadtplanung/ Stadtentwicklung
Integrationsbeauftragte/r
Amt/Bereich Sport
Amt/Bereich Gesundheit
Weitere
C 31 Welche verwaltungsexternen lokal relevanten Akteure beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbeitrags?: 
Quartiersmanagement
Stadtteilzentren/ Nachbarschaftshäuser
Wohlfahrtsverbände
Kirchen
Migrantenselbstorganisationen
Sponsoren
Lokale Medien
Stiftungen
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Nachbarschaftsvereine
Kleingartenvereine
Unternehmen, Betriebe
Weitere
C 32 Gibt es schriftliche und verbindliche Vereinbarungen zur Vernetzung und Kooperation der Akteure?: 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 33 Welche Laufzeit hat Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
C 34 Wie finanzieren Sie Ihren Wettbewerbsbeitrag?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
C 35 Wie lange ist die Finanzierung des Wettbewerbsbeitrags gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
C 36 Wird der Wettbewerbsbeitrag in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
C 36a wenn ja oder geplant: 
Fremdevaluation
C 37 Werden im Rahmen der Umsetzung von anderen entwickelte Projekte und Maßnahmen übernommen und eingesetzt?: 
ja
nein
C 38 Sind umgekehrt im Rahmen Ihres Wettbewerbsbeitrags entwickelte Projekte und Maßnahmen bereits andernorts übernommen worden?: 
ja
nein

Einzelprojekte

Einzelprojekt 1

D 11 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
trifft nicht zu
D 12 Wie lange ist die Finanzierung des Projekts gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
trifft nicht zu
D 13 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 14 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
trifft nicht zu
D 14a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
trifft nicht zu

Einzelprojekt 2

D 21 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
trifft nicht zu
D 22 Wie lange ist die Finanzierung des Projekts gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
trifft nicht zu
D 23 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 24 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
trifft nicht zu
D 24a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
trifft nicht zu

Anlagen