Metropolregion Rhein-Neckar

Name der Stadt/der Gemeinde/des Landkreises: 
Metropolregion Rhein-Neckar
Typ: 
Landkreis
Bundesland: 
Baden-Württemberg
Einreichende Dienststelle: 
Zukunft Metropolregion Rhein-Neckar e.V.
Region Rhein-Neckar (Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz)
Ansprechpartner/in: 
Kirsten Korte
Monika Schill
Straße/Postfach: 
M1, 4-5
PLZ: 
68161
Telefon: 
+49 621 10708-353
Ort: 
Mannheim
Fax: 
+49 621 10708-100

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Titel des Wettbewerbsbeitrags

Zentrale Anlaufstelle für Bürgerschaftliches Engagement in der Metropolregion Rhein-Neckar

Kurzfassung des Wettbewerbsbeitrags

Bürgerschaftliches Engagement ist ein wesentliches Gestaltungselement von Zusammenhalt und Integration. Die Regionalentwicklungsgesellschaft der Metropolregion Rhein-Neckar fördert das ehrenamtliche Engagement bisher mit dem alle zwei Jahre stattfindenden Freiwilligentag, bei dem sich über 7000 Helferinnen und Helfer aus allen Bevölkerungsteilen gemeinsam engagieren und gemeinnützige Vorhaben umsetzen. Die gute Zusammenarbeit von Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft in diesem Projekt soll nun in eine kontinuierliche Vernetzung der Akteure überführt werden mit dem Ziel, das Ehrenamt und damit das soziale Miteinander in Rhein-Neckar nachhaltig zu stärken. Mit der Einrichtung einer zentralen Anlaufstelle für  Bürgerschaftliches Engagement werden neben der Umsetzung des Freiwilligentags Erfahrungen der Partner in der Engagementförderung und Informationen gebündelt und allen zugänglich gemacht. Die Kommunikation in regionalen Gremien verstärkt den Auf- und Ausbau von Strukturen über Gemeinde- und Ländergrenzen hinweg und sorgt für die Anerkennung der Relevanz des Themas auf Entscheider-Ebenen und in der Öffentlichkeit.

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Ausgangssituation

Die Metropolregion Rhein-Neckar liegt im Schnittpunkt der Bundesländer Baden-Württemberg, Hessen und Rheinland-Pfalz. Am 28. April 2005 wurde die Region Rhein-Neckar offiziell zur „Europäischen Metropolregion“ ernannt. Mit der Unterzeichnung eines neuen Staatsvertrags durch die drei Ministerpräsidenten am 26. Juli 2005 wurden die Planungs- und Handlungsspielräume der Region erweitert. Mit sieben Landkreisen und acht kreisfreien Städten zählen insgesamt 290 Kommunen zur Region.

Die Regionalentwicklungsgesellschaft bestehend aus Verband Region Rhein-Neckar, Zukunft Metropolregion Rhein-Neckar e.V. und Metropolregion Rhein-Neckar GmbH hat die Aufgabe, durch effektive Zusammenarbeit die Region weiterzuentwickeln. In den Institutionen der Regionalentwicklungsgesellschaft kommen Vertreter und vor allem auch Entscheider von Kommunen, Institutionen und Firmen zusammen und bringen Vorhaben und Projekte auf den Weg, die dazu beitragen, die Region attraktiver, wirtschaftlich stärker und lebenswerter zu machen. Das gemeinsame Ziel: Die Metropolregion Rhein-Neckar soll im Jahr 2025 als eine der attraktivsten und wettbewerbsfähigsten Regionen in Europa bekannt und anerkannt sein.

Der gemeinnützige Verein Zukunft Metropolregion Rhein-Neckar e.V. wurde 1989 als Rhein-Neckar-Dreieck e.V. gegründet. Im Rahmen der Mitgliederversammlung am 19. April 2006 wurden der Rhein-Neckar-Dreieck e.V. und die privatwirtschaftliche „Initiative Zukunft Rhein-Neckar-Dreieck“ zum heutigen Zukunft Metropolregion Rhein-Neckar e.V. zusammengelegt. Auftrag des Vereins Zukunft Metropolregion Rhein-Neckar ist es, die Metropolregion Rhein-Neckar zu fördern, den Heimatgedanken, die regionale Identifikation sowie das Ehrenamt in der Region zu stärken und zu würdigen. Hierzu führt er Projekte in eigener Trägerschaft durch und stärkt den Dialog zwischen Politik, Wirtschaft und Wissenschaft. Außerdem unterstützt der Verein Zukunft Metropolregion Rhein-Neckar regionale Initiativen und die Zusammenarbeit für gemeinnützige Zwecke.

Teilhabe und Integration aller Menschen sind wesentlich für den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Bürgerschaftliches Engagement ist in diesem Prozess ein zentrales Gestaltungselement. Jede Person kann sich hier nach ihren Vorstellungen und Möglichkeiten einbringen und Zugänge zur Gemeinschaft finden. Über ein ehrenamtliches Engagement lernen sich Menschen kennen, die in ihrem Alltagsleben keine Berührungspunkte haben. Menschen, die nicht oder nicht gut integriert sind, können über ein Ehrenamt wertvolle Kontakte knüpfen. Im Ehrenamt ist jede Person willkommen, egal welcher Herkunft, welcher religiöser Zugehörigkeit, welchen Geschlechts und mit welchen Kompetenzen. Die Vielfalt an Möglichkeiten sich zu engagieren ist riesig, so dass für jeden etwas dabei ist, sei es beim handwerklichen Anpacken im Außengelände einer integrativen Wohngruppe, beim künstlerischen Gestalten von Bushaltehäuschen, bei der redaktionellen Mitarbeit der Homepage eines Vereins, bei der Einführung von Senioren in die smarte Welt oder der Ausrichtung eines transkulturellen Festes.

Die Metropolregion Rhein-Neckar ist Heimat von rund 2,4 Millionen Menschen, die eine sehr hohe Bereitschaft haben, sich ehrenamtlich zu engagieren. Das zeigt die überragende Beteiligung beim Freiwilligentag, den die Metropolregion Rhein-Neckar GmbH auf Initiative des Vereins Zukunft Metropolregion Rhein-Neckar zur Stärkung des Ehrenamts und der regionalen Verbundenheit im Rhythmus von zwei Jahren ausrichtet. Der Freiwilligentag der Metropolregion Rhein-Neckar ist mit 640 erfassten Berichten in Presse, Radio und TV (2016) das Projekt mit der größten Sichtbarkeit in der Region und mit mittlerweile 7300 Teilnehmenden der größte Freiwilligentag Deutschlands.

Neben der großen Engagementbereitschaft in der Region ist der enge Schulterschluss von Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft ausschlaggebend für den großen Erfolg des Projekts. Jede Akteursgruppe übernimmt wichtige Aufgaben in ihrem Zuständigkeitsbereich und in ihren Netzwerken, die federführende Koordination liegt bei der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH. Die Ansprechpersonen in den Kommunalverwaltungen sind Multiplikatoren vor Ort, beraten interessierte gemeinnützige Einrichtungen und machen lokale Pressearbeit. Ansprechpersonen in den Unternehmen bewerben den Freiwilligentag in ihrer internen Kommunikation und planen die Mitmachaktion ihres Unternehmens. Gemeinnützige Einrichtungen tragen ihr Vorhaben auf der Anmeldeplattform ein und planen ihr Projekt. Das Freiwilligentag-Team ist zentraler Ansprechpartner, macht Region weite Öffentlichkeitsarbeit und stellt die Anmeldeplattform und Hotline bereit.

Zudem unterstützt das Team alle Teilnehmenden mit Informationsveranstaltungen, Workshops, kostenlosen Marketingmitteln, Pressevorlagen, Leitfäden und hilfreichen Tipps und Tricks.

Dabei ist es ein großes Anliegen, jede Person, die sich in der Region aufhält, für die niederschwellige Mitmachaktion zu gewinnen. Mit zielgruppenspezifisch verfassten Informationsmaterialien, Marketingmittel in mehreren Sprachen und in leichter Sprache und über die direkte Ansprache kommunaler Beauftragter für bestimmte Personenkreise oder Gruppierungen in Selbstverwaltung wird jede/jeder persönlich eingeladen, dabei zu sein und gemeinsam Gutes zu tun.

Anlass

Es gibt immer wieder neue Herausforderungen, um das bestehende Ehrenamt zu sichern und neues Ehrenamt zu fördern. Mit welchen Maßnahmen erhöhen Vereine ihre Attraktivität? Wie sieht eine wirksame Anerkennungskultur aus oder ein passendes Angebot für Menschen, die sich in ihrem Engagement mehr Zeitsouveränität, Sinnstiftung und Selbstbestimmung wünschen? Wie erreiche ich Zielgruppen, die noch wenige Berührungspunkte zum Ehrenamt haben? Bei welchen  Beteiligungsformen können Menschen mit Beeinträchtigungen mitmachen? Wie kann man Geflüchtete einbinden? Mit einem gut funktionierenden Ökosystem für Bürgerschaftliches Engagement kann man diesen und anderen Fragestellungen der Weiterentwicklung mit einer stabilen Struktur  begegnen, Erfahrungen austauschen und innovative Handlungsmuster generieren.

Deutschlandweit finden 80 % der Freiwilligenarbeit vor Ort in den Städten und Gemeinden statt.

Engagementförderung ist deshalb in erster Linie Aufgabe der kommunalen Politik. Unsere Erfahrungen zeigen jedoch, dass in den Städten und Gemeinden sehr unterschiedliche Rahmenbedingungen und Möglichkeiten der Engagementförderung vorliegen und oft ein wenig abgestimmtes Nebeneinander von Projekten zu beobachten ist. Zudem ist eine ausreichende Sensibilisierung für das Thema nicht immer vorhanden. Je nach Größe und Gewichtung gibt es Fachbereiche für Bürgerbeteiligungsformen in Kommunen mit eigenen Schwerpunkten. In vielen, vor allem kleineren Verwaltungen aber übernehmen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das Thema on top oder es gibt keine Aktivitäten im Bereich Bürgerschaftliches Engagement. Hinzu kommen unterschiedliche Prozesse und Voraussetzungen durch die Ausbreitung der Region Rhein-Neckar über drei Bundesländer und damit drei landesspezifische Konzepte der Engagementförderung. Nur das Bundesland Hessen zum Beispiel unterstützt Weiterbildungsangebote für Ehrenamtliche finanziell. In Hessen und Rheinland-Pfalz gibt es eine Haft- und Unfallversicherung für Ehrenamtliche und eine Ehrenamtskarte mit zahlreichen Vergünstigungen. Baden-Württemberg honoriert die freiwillige Tätigkeit mit einem Kompetenznachweis.

Bei der Übernahme von sozialer Verantwortung sind aber auch die Unternehmen gefragt. Tatsächlich engagieren sich immer mehr Firmen in Rhein-Neckar neben ihren wirtschaftlichen Aufgaben auch ehrenamtlich. Denn ein gut geplantes soziales Engagement hilft nicht nur den Empfängern, sondern auch den Unternehmen selbst. Beim Einsatz für die gute Sache lernen Mitarbeiter neue Perspektiven kennen und erweitern ihre sozialen Kompetenzen. Vorzugsweise ist die soziale Aktivität der Firmen in lokaler Nähe, was eine Stärkung des wirtschaftlichen Umfelds bedeutet. Das ehrenamtliche Engagement ist somit eine Investition in den sozialen und wirtschaftlichen Erfolg. Als potenteste Akteure in der Region sind die Unternehmen allerdings noch mehr einzubinden in die gesellschaftliche Regionalgestaltung, um der Spaltung der Gesellschaft durch Engagement entgegenzuwirken und Herausforderungen auch mit ihrer Unterstützung anzugehen.

Alle zwei Jahre wird für die Umsetzung des Gemeinschaftsprojekts Freiwilligentag auf allen Ebenen zusammengearbeitet. Von den Kommunen, der Metropolregion Rhein-Neckar GmbH und den gemeinnützigen Einrichtungen werden viel Zeit, Wissen und Geld investiert. Unternehmen wie z.B. BASF SE, SAP SE und Hornbach GmbH unterstützen als Hauptsponsoren finanziell, viele weitere mit Fachwissen, Sachmitteln oder Helferteams. Aktivitäten werden sinnvoll aufeinander abgestimmt, Diversitäten durch unterstützende Maßnahmen des Freiwilligentag-Teams aufgefangen. Es wird ein großes Netzwerk aufgebaut, in dem voneinander gelernt wird. Durch den Wegfall der Koordination durch die Metropolregion Rhein-Neckar GmbH passiert zwischen den Freiwilligentagen allerdings nichts, die aufgebauten Kontakte, der Austausch und die zentrale Ansprache gehen verloren.

Der Bedarf in der Region ist aber, die Zusammenarbeit im Themenfeld Bürgerschaftliches Engagement nicht nur auf einen Tag zu konzentrieren. Man möchte aufgebaute Kontakte halten, kontinuierlich Erfahrungen austauschen und nachhaltig an Themen arbeiten. Dieses Bild ergaben die Rückmeldungen zum Freiwilligentag 2016, die Diskussionsrunden aus der Gesprächsreihe Rhein-Neckar im Gespräch des Zukunft Metropolregion Rhein-Neckar e.V. sowie zwei konkret auf das aktuelle Vorhaben bezogene Veranstaltungen mit kommunalen Vertretern.

Konzeption

Der Verein Zukunft Metropolregion Rhein-Neckar möchte vor dem Hintergrund seines Auftrags, den Zusammenhalt in der Region zu stärken, der positiven Erfahrungen der Zusammenarbeit im Rahmen des Freiwilligentags und der Rückmeldungen aus der Region seine Unterstützung des Bürgerschaftlichen Engagements auf der Basis des etablierten Netzwerks Freiwilligentag ausbauen. Dies soll geschehen durch die Schaffung einer zentralen Anlaufstelle für Bürgerschaftliches Engagement in Rhein-Neckar. Die Förderung des bürgerschaftlichen Engagements soll auf damit eine kontinuierliche und nachhaltige Basis gestellt werden. Die bestehenden Netzwerke der gesamten Regionalentwicklungsgesellschaft in die Verwaltungen, Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung, Bildung und Erziehung, Kunst und Kultur, Sport und Gesundheit helfen dabei, das Projekt weiträumig in der Region Rhein-Neckar zu verankern.

Aufgaben der zentralen Anlaufstelle für Bürgerschaftliches Engagement Auf strategischer Ebene fördert die zentrale Anlaufstelle lokale Strukturentwicklung der Engagementförderung durch Thematisierung in regionalen Gremien. Gespräche auf Länderebene sollen Angleichungsprozesse über die Bundesländer hinweg in Gang zu setzen, denn vergleichbare Förderkonzepte wären für das Ehrenamt in Rhein- Neckar ein großer Gewinn und eine Vereinfachung für kooperative Prozesse.

Auf operativer Ebene ist die Anlaufstelle die zentrale Kontaktstelle für Bürgerschaftliches Engagement in Rhein-Neckar. Sie baut das Netzwerk Bürgerschaftliches Engagement über den Freiwilligentag hinaus aus, indem sie regelmäßig Netzwerkveranstaltungen organisiert und den Erfahrungsaustausch moderiert. Die Aufbereitung hilfreicher Materialien und Best Practice-Beispiele unterstützt die Multiplikation von guten Erfahrungen. Die Evaluation des Netzwerks sowie die Akquise von neuen Partnern werden auf der Basis der Auswertung und Bewerbung des Freiwilligentags erweitert. Im bewährten zwei-Jahres-Rhythmus setzt die Koordinationsstelle weiterhin in Federführung den Freiwilligentag der Metropolregion Rhein-Neckar um.

Die Darstellung des Netzwerks und die Fortführung des Austauschs sind auf der zu diesem Zweck auszubauenden Plattform des Freiwilligentags verortet. Hier sollen das ganze Jahr über regionale Aktivitäten und Erfolgsbeispiele sichtbar gemacht und eigene Informations- und Darstellungsbereiche für Kommunen, Unternehmen und gemeinnützige Institutionen ermöglicht werden. In den Jahren des Freiwilligentags funktioniert die Seite weiterhin als Informations- und Anmeldeseite für den Aktionstag.

Aufgaben der Netzwerkpartner

Die Netzwerkpartner bestätigen in Kooperationsvereinbarungen die Teilnahme am Netzwerk und benennen ihren Ansprechpartner für Bürgerschaftliches Engagement. Dieser wirkt wie beim Freiwilligentag als Wissensträger, Vermittler und Umsetzer vor Ort und stellt in mancher Institution den ersten Baustein zum Aufbau einer Engagementpolitik dar. Mit einem einmal ernannten Ansprechpartner befruchtet die Querschnittsaufgabe Bürgerschaftliches Engagement die thematische Vernetzung innerhalb von Institutionen. In der Außenkommunikation verbindet das Thema Verwaltungen, Unternehmen, Organisationen und Bürgerinnen und Bürger, da nachbarschaftliches Engagement alle einbezieht. Durch die erhöhte Präsenz gewinnt das sich Einbringen für die Gemeinschaft langfristig an Stellenwert und Attraktivität.

Die aktive Teilnahme der Ansprechpartner an regionalen Netzwerktreffen fördert den Region weiten Austausch in der Interessensgemeinschaft. Kommunen, die Erfahrungen in Bereichen der Engagementförderung gemacht haben, sind gerne bereit, ihre Expertise weiterzugeben. Andere Kommunen sind sehr interessiert, wertvolle Anregungen für die eigene Engagementförderung zu erhalten. Von Unternehmensseite gibt es ähnliche Bedürfnisse des Austauschs und Lernens.

Beispiele kommunaler Expertise in der Engagmentförderung

Speyer hat im Projekt „Flüchtlinge als Freiwillige“ Organisationen und Geflüchtete befragt, was Vereine bedenken müssen, damit ihre Angebote und die Nachfrage der Geflüchteten zusammenpassen. Im Nachgang wurden Workshops für Vereine angeboten, um die Erkenntnisse aus der Analyse zu vermitteln. Aus dem Projekt hervorgegangen ist eine Koordinationsstelle für ehrenamtliches Flüchtlings-Engagement sowie die Internetseite www.speyer.de/asyl.

Die Stadt Heidelberg kooperiert in ihrer Engagementförderung mit der FreiwilligenAgentur des Paritätischen Baden-Württemberg. Der Paritätische Baden-Württemberg ist u.a. Herausgeber von Leitfäden für barrierefreie Kommunikation und Veranstaltungen. Mit einer Fotoausstellung machte er das freiwillige Engagement von Menschen mit Behinderungen sichtbar und koordiniert und organisiert gezielt inklusive Mitmachprojekte.

Mannheim möchte mehr junge Menschen ans Ehrenamt heranführen. Auf der Ausbildungsmesse vocatium werden neben möglichen Berufswegen auch ehrenamtliche Mitmachangebote präsentiert. Dieses Knowhow, welches nur beispielhaft für weiteres Fachwissen in der Region steht, kann in einem

Netzwerk aufgegriffen und zugänglich gemacht werden. Daraus können sich weiterführende Projekte ergeben, wie die Entwicklung von Schulungsmaterial über das Ehrenamt in einfacher Sprache für Neuzugezogene, Workshops für Vereine zur Ansprache von neuen Zielgruppen oder Kooperationen mit Bildungseinrichtungen, um junge Menschen bereits auf ihrem Bildungsweg an bürgerschaftliches Engagement heranzuführen.

Ziele

Menschen möchten mitgestalten und einer Gemeinschaft angehören. Anderen zu helfen ist Sinn stiftend und macht Freude. Gemeinschaftlich etwas Großartiges auf die Beine zu stellen verbindet. Ehrenamtliche Betätigungsfelder eröffnen hier vielfältige Gelegenheiten und Gestaltungsräume. Die Menschen fühlen sich angenommen und Teil eines Ganzen.

Mit dem Ausbau der regionalen Vernetzung der Engagementförderung möchte der Verein Zukunft Metropolregion Rhein-Neckar das Gemeinschaft stiftende Ehrenamt nachhaltig unterstützen und somit den Zusammenhalt und die Lebensqualität in Rhein-Neckar erhöhen. Ehrenamtsförderung aber heißt, bestehendes Ehrenamt stärken und neues Ehrenamt mobilisieren. Um das Ehrenamt weiterhin attraktiv zu halten und neue Zielgruppen anzusprechen, ist kooperatives Handeln das ganze Jahr über gefragt, über Ländergrenzen und Institutionen hinweg.

Mit der zentralen Anlaufstelle für Bürgerschaftliches Engagement in Rhein-Neckar soll das Wissen aus der ganzen Region in einem kontinuierlichen Prozess zusammengeführt und zugänglich gemacht werden.

Ressourcen können so gebündelt werden, die Effizienz der Engagmentförderung vor allem in kleineren Kommunen und Unternehmen steigt.

Dabei erleichtern die bleibenden Kontakte nicht nur die Durchführung des Freiwilligentags. Ziel ist auch, die Synergien des Freiwilligentags für das Ehrenamt unterm Jahr zu nutzen. Die positive Zusammenarbeit wirkt sich förderlich auf das gemeinschaftliche Handeln in weiteren Vorhaben aus. Die große Öffentlichkeit des Ehrenamtstags begünstigt eine sich fortsetzende Kommunikation von Veranstaltungen und Projekten, was langfristig zu einer erhöhten Resonanz und Reichweite für ehrenamtliche Themen führt.

Dass der regionale Gedanke bei den Menschen einen Mehrwert erzeugt, erkennen wir beim Freiwilligentag in Viernheim. Hier findet jeden dritten Septembersamstag ein Freiwilligentag statt, begrenzt auf die Stadt Viernheim und jedes zweite Jahr angeschlossen an den Freiwilligentag der Metropolregion Rhein-Neckar.

Beim regionalen Freiwilligentag ist die Beteiligung von gemeinnützigen Einrichtungen und Helfern jeweils deutlich höher. Das macht Mut und verdeutlicht, die regionale Vernetzung erreicht letztendlich alle Menschen in Rhein-Neckar und gestaltet Zusammenhalt auf lokaler und regionaler Ebene.

Zielgruppen

Kommunalverwaltungen, basierend auf über 70 aktiven Städten, Gemeinden und Verbandsgemeinden beim Freiwilligentag der Metropolregion Rhein-Neckar. Ab 2021 fortlaufend zusätzlich Unternehmen, basierend auf 760 Unternehmen, die Mitglieder im Verein Zukunft Metropolregion Rhein-Neckar sind und über 150 beteiligten Unternehmen beim Freiwilligentag. Zudem weitere Partner wie Freiwilligenbörsen, Dachverbände, gemeinnützige Einrichtungen.

Geplantes Vorgehen und Umsetzung

2018:

  • Konzeptvorstellung in Gremien der Regionalentwicklung zur Entscheidung der Etablierung einer zentralen Anlaufstelle.
  • Kooperationsverträge mit Kommunen, in denen diese ihre Mitwirkung signalisieren und die Bereitschaft, einen Mitgliedsbeitrag von durchschnittlich 500 € zu entrichten.
  • Am 15. September Ausrichtung des Freiwilligentags der Metropolregion Rhein-Neckar.
  • Evaluation des Freiwilligentags mit Fragebögen an alle Teilnehmenden (Kommunen, gemeinnützige Einrichtungen, Freiwillige). Auf der Grundlage der Fragebögen wird ein Evaluationsbericht erstellt.

2019 und alle Jahre ohne Freiwilligentag fortlaufend:

  • eines Teils des Freiwilligentag-Teams als zentrale Anlaufstelle für
  • Bürgerschaftliches Engagement mit einer Vollzeitstelle und einer Stelle im Bundesfreiwilligendienst. (Der Antrag zur Anerkennung des Vereins Zukunft Metropolregion Rhein-Neckar als Einsatzstelle wurde am 23.10.2017 beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben eingereicht).
  • Ausbau des Netzwerks mit vier zentralen Netzwerktreffen mit Schwerpunkten, Erfahrungsaustausch zu Themen der Netzwerkpartner, Anregung dezentraler Stammtische.
  • Ausbau der Plattform des Freiwilligentags www.wir-schaffen-was.de als Darstellungs-, Austausch und Informationsplattform des Netzwerks.
  • Evaluation des Netzwerks mit Evaluationsbericht.
  • Vergrößerung des Netzwerks durch Akquise von weiteren Partnern.

2020 und alle Jahre mit Freiwilligentag

  • Personelle Aufstockung des Teams (zwei Vollzeitstellen, eine Stelle im Bundesfreiwilligendienst / Studentische Hilfskräfte).
  • Zentrales Netzwerktreffen zum Freiwilligentag für Kommunen, kontinuierliche Informationspakete und Informationen über Aktivitäten zum Freiwilligentag.
  • Informationsveranstaltung für Unternehmen zum Freiwilligentag.
  • Workshop zur Projektumsetzung für gemeinnützige Einrichtungen zum Freiwilligentag.
  • Regionale Stammtische zum Freiwilligentag.
  • Dritter September-Samstag: Freiwilligentag der Metropolregion Rhein-Neckar.
  • Evaluation des Freiwilligentags mit Evaluationsbericht.

Ergebnisse und bislang Erreichtes

  • Seit 2008 im Zweijahresrhythmus Ausrichtung des Freiwilligentags der Metropolregion Rhein-Neckar mit steigender Beteiligung:
    • Freiwillige: 2012: 5800; 2014 über 6000; 2016: 7300
    • Gemeinnützige Einrichtungen: 2012: 260; 2014: 294; 2016 rund 390
    • Kommunen: 2012: 60; 2014: 66; 2016: 73
  • 30.9.2016: Auf Einladung von Stefan Dallinger (Landrat Rhein-Neckar-Kreis) und Matthias Baaß (Bürgermeister Viernheim) Gesprächsrunde in Viernheim mit kommunalen Vertretern, bei der das Vorhaben einer zentralen Anlaufstelle für Bürgerschaftliches Engagement vorgestellt wurde.
    Ergebnisse:
    • Für Kommunen aufbereitete Best Practice-Beispiele zur Stärkung des Ehrenamts wären sehr wertvoll.
    • „Man könnte durch eine Vernetzung viel voneinander lernen.“
    • Das Vorhaben soll weiterverfolgt und gemeinsam mit den Kommunen ausgearbeitet werden.

Bericht über das Vorhaben in Gremien der Regionalentwicklung und weiteren Veranstaltungen:

  • Beim Dankesfest zum Freiwilligentag 2016 am 27.10.2016.
  • Im Ausschuss für Regionalentwicklung und Management Ende 2016 und am 15.9.2017.
  • In Vorstandsklausuren des Zukunft Metropolregion Rhein-Neckar e.V.
  • Beim MRN-Beauftragtentreffen am 21.9.2017.
  • Beim Verein für kommunale Projekte am 5.12.2017.

       Ergebnisse: Interesse und Bitte um Weiterverfolgung.

  • 26. 9.2017: Erstes Netzwerktreffen in Ludwigshafen am Rhein mit kommunalen Vertretern (Bedarfsanalyse)

       Ergebnisse:

  • Es besteht Handlungsbedarf, um die Qualität des Ehrenamts in Rhein-Neckar aufrecht zu erhalten und weiterzuentwickeln.
  • Man wünscht sich Unterstützung und verlässliche Ansprechpersonen auf allen Ebenen.
  • Eine zentrale Anlaufstelle für Bürgerschaftliches Engagement wird für die Multiplikation von Erfahrungen und den Ausbau von Strukturen als sehr sinnvoll erachtet.
  • Eine Bündelung der Weiterbildungsangebote, Konzepte zur Ansprache neuer Zielgruppen und Instrumente der Anerkennung der freiwilligen Tätigkeit sehen die Teilnehmenden als wichtige anzugehende Themenfelder in einem Netzwerk.

Erfüllung der Bewertungskriterien des Wettbewerbs

Der Wettbewerbsbeitrag …

… ist in eine regionale / kommunale Gesamtkonzeption mit den Schwerpunkten Integration und Zusammenleben eingebunden

„Gemeinsam sind wir stärker“ ist das Credo und Erfolgsrezept der Zusammenarbeit in der Rhein-Neckar-Region und wurde mit dem Staatsvertrag vom 26.Juli 2005 besiegelt (siehe Anlage zu C 32 (1)_Staatsvertrag Rhein-Neckar). Verband Region Rhein-Neckar, Verein Zukunft Metropolregion Rhein-Neckar und Metropolregion Rhein-Neckar GmbH bündeln wo immer es möglich, nötig und sinnvoll ist, die in der Region vorhandenen Kräfte. Dabei definiert die Regionalentwicklungsgesellschaft Innovation nicht nur wirtschaftlich und ökonomisch, sondern auch sozial. Die Förderung des Bürgerschaftlichen Engagements als Gemeinschaft bildendes Element ist in der Satzung des Vereins Zukunft Metropolregion Rhein-Neckar fest verankert (siehe Anlage zu C 32 (2)_Satzung ZMRN e.V., § 2). Die Institutionen der Regionalentwicklungsgesellschaft insbesondere der Vorstand des Vereins, der aktuell aus 16 Mitgliedern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik besteht, unterstützen den Wettbewerbsbeitrag ausdrücklich (siehe Anlage zu C 12_Vorstand ZMRN).

Auf Länderebene und in zahlreichen Kommunen sind Konzepte zu Integration und Zusammenleben vorhanden (siehe Anlage zu C 10_Integrationskonzepte MRN).

… basiert auf einer Ausgangs- und Bedarfsanalyse

Das Vorhaben, die Stärkung des Ehrenamtes über den Freiwilligentag hinaus regional zu unterstützen, wurde befördert durch die vielen Rückmeldungen der kommunalen Ansprechpartner für den Freiwilligentag, die eine Zusammenarbeit über den Aktionstag hinaus als sehr sinnvoll erachten und den Abbruch des Kontakts alle zwei Jahre bedauern. Die Gesprächsreihe Rhein-Neckar im Gespräch, die der Verein Zukunft Metropolregion Rhein-Neckar regelmäßig in Kooperation mit Städten und Landkreisen ausrichtet, führt in jeder Veranstaltung Diskussionsrunden zu den Themen Digitalisierung, Bildung und Bürgerschaftliches Engagement. Auch diese Diskussionsrunden ergaben, dass Handlungsbedarf da ist, um das Ehrenamt für die Zukunft in Rhein-Neckar gut aufzustellen.

Konkret abgefragt wurde der Bedarf einer zentralen Anlaufstelle für Bürgerschaftliches Engagement bei einer hierzu einberufenen Gesprächsrunde von Landrat Stefan Dallinger (Rhein-Neckar-Kreis) und Bürgermeister Matthias Baaß (Viernheim) am 30. September 2016. Mögliche Aufgaben einer zentralen Anlaufstelle wurden bei einem ersten Netzwerktreffen am 26. September 2017 mit Vertretern aus den Verwaltungen ermittelt.

… verfolgt festgelegte Integrationsziele

Die Einrichtung einer zentralen Anlaufstelle für Bürgerschaftliches Engagement verfolgt das Ziel, mit der Stärkung des Ehrenamtes die Integration und das Zusammenleben in Rhein-Neckar positiv zu gestalten (siehe Anlage zu C 21_Ziele Integration und Zusammenleben).

…setzt Instrumente des Qualitätsmanagements und der Evaluation ein

Wie der Freiwilligentag der Metropolregion Rhein-Neckar wird auch das fortgeführte Netzwerk von den Netzwerkpartnern mittels Fragebögen bewertet. Eine zusammenfassende Auswertung der Ergebnisse erfolgt jeweils am Jahresende in Form eines Evaluationsberichts (siehe Anlage Evaluation Freiwilligentag 2016).

…umfasst eine verbindlich vereinbarte Vernetzung und Kooperation von verschiedenen Akteuren

Eine Teilnahme am Netzwerk wird verbindlich mittels einer Kooperationsvereinbarung eingefordert. Damit verbunden sind die Nennung eines Ansprechpartners und die Zusage eines finanziellen Beitrags.

… legt Integration und Zusammenleben in der Region nachhaltig an

Der Wettbewerbsbeitrag möchte das bestehende Netzwerk des Freiwilligentags, das bisher alle zwei Jahre neu aufgelegt wird, verstetigen, um eine nachhaltige Engagementförderung in Rhein-Neckar zu etablieren. Der kontinuierliche Dialog mit den relevanten Partnern wird flankiert von der Thematisierung in regionalen Gremien und auf Länderebene. Damit wird der Auf- und Ausbau von Engagementstrukturen flächendeckend angestoßen und qualitativ weiterentwickelt. Durch die kontinuierliche Zusammenarbeit können erforderliche Erneuerungen im gemeinschaftlichen Prozess leichter umgesetzt und die integrative ehrenamtliche Beteiligung aller mit positiven Anreizen ermöglicht und nachhaltig gesichert werden.

… ist auf der regionalen / kommunalpolitischen Ebene verankert und wird von dieser unterstützt

Die Regionalentwicklungsgesellschaft unterstützt das Vorhaben und bewirbt in den regionalen Gremien die Beteiligung. Zahlreiche Kommunen haben bereits ihre Zusage mit finanziellen Vorabzusagen zum Netzwerk kundgetan.

… berücksichtigt Gender- und Diversity-Aspekte

Mit der Stärkung von Engagementstrukturen kann Ausgrenzung überwunden werden. Bürgerschaftliches Engagement bezieht jeden mit ein, da sich die Angebote an alle Menschen richten, egal welchen Alters, welcher Herkunft, welchen Geschlechts. Dies veranschaulichen unter anderem die Bilder und Filme zum Freiwilligentag 2016 (siehe Anlagen E 1_Fotos und Filmlinks zum Freiwilligentag 2016).

… ermöglicht einen Know-how-Transfer in andere Kommunen / Institutionen

Der Know-how-Transfer in andere Kommunen und Institutionen ist oberstes Ziel der Vernetzung.

Kommunen, die spezifisches Fachwissen in der Engagementförderung gewonnen haben, möchten dieses anderen zugänglich machen. Die zentrale Anlaufstelle sieht ihre Aufgabe darin, den Austausch anzuregen, zu moderieren und mit der Aufbereitung der Best Practice-Beispiele die nachahmende Umsetzung zu begünstigen.

Links zu Filmberichten zum Freiwilligentag 2016:

Fragen zum Wettbewerbsbeitrag

C1 Fragen zur gesamtkommunalen Einbindung des Wettbewerbsbeitrags

C 10 Gibt es in Ihrer Kommune ein Integrationskonzept?: 
ja
nein
C 11 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag in dieses Integrationskonzept eingebunden?: 
ja
nein
C 12 Unterstützt der/die (Ober-)Bürgermeister/in bzw. Landrat/-rätin Ihren Wettbewerbsbeitrag öffentlich?: 
ja
nein

C2 Fragen zur Konzeption und Ausrichtung des Wettbewerbsbeitrags

C 20 Gibt es zu Ihrem Wettbewerbsbeitrag ein schriftliches Konzept? : 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 21 Sind die Ziele des Wettbewerbsbeitrags im Hinblick auf Integration und Zusammenleben detailliert beschrieben & festgelegt?: 
ja
nein
C 22 Wurde vor der Festlegung der Ziele eine Ausgangs- und Bedarfsanalyse erstellt?: 
ja
nein
C 23 An welche Gruppen richtet sich Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
Kinder (Einrichtungen der Kindertagesbetreuung)
Kinder (Schule)
Jugendliche
junge Erwachsene
Erwachsene
Mädchen/Frauen
Jungen/Männer
aktuelle Zuwanderer (2015-2017)
jeweils differenziert nach Herkunftsgebieten
bereits seit mehreren Jahren in Deutschland lebende Zuwanderer
Bevölkerung vor Ort
Multiplikatoren
Weitere
C 23a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Kommunen, Unternehmen, gemeinnützige Einrichtungen, Dachverbände
C 24 Bezieht sich Ihr Wettbewerbsbeitrag auf: 
die Gesamtstadt?
einen Teilraum/Quartier?
ein Projekt?
C 25 An welche Orte und Einrichtungen knüpft Ihr Wettbewerbsbeitrag an?: 
Quartier als Ganzes
Nachbarschaftshäuser/Stadtteilzentren
Jugendeinrichtungen
Sportvereine
Flüchtlingsunterkünfte
Einrichtungen der Kindertagesbetreuung
Schulen
Ausbildungsstätten
Bildungseinrichtungen (VHS u.a.)
Soziale Treffpunkte für Zuwanderer
Migrantenselbstorganisationen
Weitere
C 25a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Kommunen, Unternehmen, gemeinnützige Einrichtungen, Dachverbände
C 26: 

Welche Handlungsfelder zur Integration von Zuwanderern und zur Förderung des Zusammenlebens mit der Bevölkerung vor Ort stehen in Ihrem Wettbewerbsbeitrag im Mittelpunkt? Bitte geben Sie an, ob sich das Handlungsfeld auf die Gesamtstadt oder das Quartier bezieht bzw., ob es sich um ein Projekt handelt.

C 26a Handlungsfeld Wohnen und Wohnumfeld: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26b Handlungsfeld Soziale Infrastrukturen, z.B. Kindergarten, Schulen, Jugendeinrichtungen: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26c Handlungsfeld Bildung/Qualifizierung/Ausbildung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26d Handlungsfeld Beschäftigung/lokale Wirtschaftsförderung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26e Handlungsfeld Kultur: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26f Handlungsfeld Sport: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26g Handlungsfeld Gesundheit: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26h Handlungsfeld Umwelt/Grün: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26i Handlungsfeld Beteiligung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26j Handlungsfeld Engagementförderung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 27a Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe der Zielgruppe "Zuwander" ausgerichtet?: 
ja
nein
C 27b Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe der Zielgruppe "Bevölkerung vor Ort" ausgerichtet?: 
ja
nein

C3 Fragen zur Umsetzung des Wettbewerbsbeitrags

C 30 Welche Akteure aus Kommunalpolitik und Kommunalverwaltung beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbei: 
Stadt-, Gemeinde-, bzw. Kreisrat
Amt/Bereich Soziales
Amt/Bereich Jugend
Amt/Bereich Wohnen
Amt/Bereich Grün(-planung)
Bürgermeister/in bzw. Landrat/-rätin
Amt/Bereich Stadtplanung/ Stadtentwicklung
Integrationsbeauftragte/r
Amt/Bereich Sport
Amt/Bereich Gesundheit
Weitere
C 30a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Zukunft Metropolregion Rhein-Neckar e.V. - Kuratorium - Vorstand Verband Region Rhein-Neckar und dessen Gremien: - Fraktionen - MRN-Beauftragte - Ausschuss für Regionalentwicklung und Management Kommunale Ansprechpartner des Freiwilligentags der Metropolregion Rhein-Neckar
C 31 Welche verwaltungsexternen lokal relevanten Akteure beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbeitrags?: 
Quartiersmanagement
Stadtteilzentren/ Nachbarschaftshäuser
Wohlfahrtsverbände
Kirchen
Migrantenselbstorganisationen
Sponsoren
Lokale Medien
Stiftungen
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Nachbarschaftsvereine
Kleingartenvereine
Unternehmen, Betriebe
Weitere
C 31a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Städte, Gemeinden
C 32 Gibt es schriftliche und verbindliche Vereinbarungen zur Vernetzung und Kooperation der Akteure?: 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 33 Welche Laufzeit hat Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
C 34 Wie finanzieren Sie Ihren Wettbewerbsbeitrag?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
C 34a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Mittel Zukunft Metropolregion Rhein-Neckar e.V.
C 35 Wie lange ist die Finanzierung des Wettbewerbsbeitrags gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
C 36 Wird der Wettbewerbsbeitrag in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
C 36a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
C 37 Werden im Rahmen der Umsetzung von anderen entwickelte Projekte und Maßnahmen übernommen und eingesetzt?: 
ja
nein
C 37a Wenn ja ... Welche? : 
Aufbau auf vorhandenen Förderstrukturen des Bürgerschaftlichen Engagements in Kommunen und Unternehmen
C 38 Sind umgekehrt im Rahmen Ihres Wettbewerbsbeitrags entwickelte Projekte und Maßnahmen bereits andernorts übernommen worden?: 
ja
nein

Einzelprojekte

Einzelprojekt 1

D 10 Titel des Einzelprojekts Nr. 1: 
Bündelung von Weiterbildungsangeboten für Ehrenamtliche in der Metropolregion Rhein-Neckar
D 11 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
trifft nicht zu
D 12 Wie lange ist die Finanzierung des Projekts gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
trifft nicht zu
D 13 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 13a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Mittel Zukunft Metropolregion Rhein-Neckar e.V.
D 14 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
trifft nicht zu
D 14a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
trifft nicht zu
D 15 Kurzbeschreibung des Projekts: 

Freiwilliges Engagement in die Struktur der Organisation einbinden, die Gewinnung von Freiwilligen nicht dem Zufall überlassen, Interessierte für eine Aufgabe begeistern und schulen, dies alles lässt sich nicht nebenbei erledigen. Oft sind aktive Ehrenamtliche in Vereinen jedoch auf sich alleine gestellt und stehen vor unzähligen Anforderungen, offene Fragen können nicht beantwortet werden. Daher ist es von großer Bedeutung, Ehrenamtlichen die Gelegenheit zu geben, sich in verschiedenen Fachgebieten fortzubilden, damit sie ihre freiwillige Tätigkeit mit Fachwissen und Freude umsetzen können. Ehrenamt kann so neue Lernerfahrungen ermöglichen und auch zur Aneignung karrierebezogener Fertigkeiten beitragen.

Dass man bei der Gestaltung und Bewerbung von Weiterbildungsangeboten für Ehrenamtliche in Rhein-Neckar effektiver zusammenzuarbeiten sollte, haben die kommunalen Vertreter als sehr relevant bewertet. Die zentrale Anlaufstelle für Bürgerschaftliches Engagement in Rhein-Neckar soll hier lokales Handeln koordinieren und die Grundlagen für eine regionale Zusammenarbeit schaffen. Dies soll mit der Bereitstellung und Pflege einer Kommunikationsplattform, dem Befähigen der Partner zur redaktionellen Mitarbeit und dem Erwirken einer bundeslandübergreifenden finanziellen Förderung von Seminarstunden umgesetzt werden.

Auf der ausgebauten Plattform des Freiwilligentags werden Weiterbildungsangebote für Ehrenamtliche gesammelt und in einer Landkarte abgebildet. Das Zusammentragen des Wissens übernehmen die Kommunen und weitere Anbieter, indem sie ihre Seminare eintragen und damit für andere zugänglich machen. In gleicher Weise wird ein Referentenpool aufgebaut, damit Ansprechpartner in der Region einfach fachlich passende Referenten für Veranstaltungen finden. Auf regionaler Ebene bewirbt die zentrale Anlaufstelle die Informationsseite und erstellt Vorlagen für die Bewerbung in den Städten und Gemeinden.

Durch die gemeinsame Nutzung von Fortbildungsangeboten entstehen größere Interessentenkreise für die einzelnen Seminare. Wenn der Bedarf in einer Kommune geringer ist, kann er durch ein höheres Interesse in anderen Kommune aufgefangen werden. Die Auslastung der einzelnen Veranstaltung steigt. Darüber hinaus fördert die erweiterte Ansprache die Vernetzung von Vereinen und den Austausch über Ortsgrenzen hinweg. Denn in den Seminaren treffen sich Ehrenamtliche aus verschiedenen Kommunen, aber alle setzten sich mit der gleichen Thematik auseinander.

Ein weiteres Handlungsfeld der zentralen Anlaufstelle ist, Kooperationen unter den Kommunen anzuregen und im Best Practice-Austausch Voraussetzungen zu schaffen für die Nachahmung von erfolgreichen Projekten. Repräsentativ sind hier zwei kommunale Erfolgsbeispiele vorgestellt, die in einem Netzwerk Bürgerschaftliches Engagement vermittelt werden können:

Viernheim, Heppenheim, Lampertheim, Lorsch und Bensheim kooperieren in einem interkommunalen Seminarprogramm. Das Programm vereinigt Weiterbildungsangebote für Ehrenamtliche der Volkshochschulen, der Kommunen und der Vereine in einer gemeinsam publizierten Broschüre. Das Seminarprogramm wird gemeinschaftlich finanziert. Fördergelder des Landes Hessen unterstützen dabei jede gehaltene Stunde. Gemeinden in der näheren Umgebung der fünf hessischen Kommunen können sich dem Seminarprogramm anschließen, andere nach diesem Vorbild eigene Kooperationen in ihrem Umfeld eingehen.

Ein nachahmendwertes Vorbild mit wenig Aufwand, aber mit einer sehr wirkungsvollen Weiterqualifizierung von Vereinen ist das Projekt Viernheimer Vereinsfrühschoppen. Der Bürgermeister von Viernheim lädt alle Vereinsvorsitzenden einmal im Jahr zu einem Gesprächskreis ein, um ihre Anliegen und Probleme kennenzulernen. Die Themen der Vereine werden dann im Verlauf des Jahres in Vereinsfrühschoppen mit hinzugezogenen Fachleuten abgearbeitet. Themen waren u.a. der Genossenschaftsgedanke des einander Helfens, Migration und Ehrenamt, Wie kann man Vorstandsarbeit gut leisten? Die Veranstaltungsreihe bietet über die Qualifizierung hinaus eine wichtige Begegnung zwischen der Verwaltung und der Bürgerschaft. Das Vertrauen in die politischen Verantwortlichen und der Zusammenhalt in der Kommune werden gestärkt. Die Folge sind motivierte Vereine mit motivierten und qualifizierten Ehrenamtlichen.

Einzelprojekt 2

D 21 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
trifft nicht zu
D 22 Wie lange ist die Finanzierung des Projekts gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
trifft nicht zu
D 23 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 24 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
trifft nicht zu
D 24a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
trifft nicht zu

Anlagen