Samtgemeinde Wathlingen

Name der Stadt/der Gemeinde/des Landkreises: 
Samtgemeinde Wathlingen
Typ: 
kreisangehörig
Bundesland: 
Niedersachsen
Einreichende Dienststelle: 
Samtgemeinde Wathlingen
Ansprechpartner/in: 
Lena Baacke
Straße/Postfach: 
Am Schmiedeberg 1
PLZ: 
29339
Telefon: 
+49 5144 491-16
Ort: 
Wathlingen
Fax: 
+49 5144 491-22

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Titel des Wettbewerbsbeitrags

Nachbarschafts- ABC "Ankommen, Bleiben, Chancen nutzen!"

Kurzfassung des Wettbewerbsbeitrags

Der thematische Schwerpunkt liegt auf der Schaffung einer Begegnungsstätte für geflüchtete Menschen ab 18 Jahren und Einwohner der Samtgemeinde Wathlingen. Die Mehrzahl der in der Samtgemeinde lebenden jungen Flüchtlinge ist nur sporadisch mit Sprachkursen versorgt und wartet auf Qualifizierungsangebote und Arbeit.

Während des Wartens schlägt der anfängliche Elan häufig in Frustration um. Das Ziel ist die Bereitstellung niederschwelliger Angebote und der Aufbau eines Unterstützernetzwerkes, um Langeweile, Perspektiv- und Orientierungslosigkeit entgegenzuwirken. Zudem soll ein Beitrag zur Integration der jungen Flüchtlinge in die örtliche Gemeinschaft und zur Stärkung der Nachbarschaft geleistet werden.

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

In der Samtgemeinde Wathlingen leben aktuell 286 geflüchtete Menschen. Sie kommen aus 18 Ländern, sind dezentral untergebracht und mehrheitlich sehr jung. Die Mehrzahl der 112 motivierten Menschen im Alter zwischen 18 und 34 Jahren sind nur teilweise und häufig auch nur phasenweise mit Sprachkursen versorgt. Viele junge Erwachsene stehen nach dem Besuch einer Berufsbildenden Schule daher ohne weiterführende Angebote da. Sie warten auf Qualifizierungsangebote sowie Arbeit. Der Elan schlägt durch langweilendes Warten zusehends in Frustration um. Sportaktivitäten in Vereinen laufen u.a. wegen unklarer Spielerpassfragen zäh an. Mangels Alternativen wurden die normalen Angebote der Jugendtreffs nicht nur von der vorgesehen Kernaltersgruppe genutzt sondern auch von erheblich Älteren. Das führte zu ungewünschten Verdrängungsprozessen der eigentlichen Zielgruppe der unter 18-jährigen und unterstreicht den Bedarf für eine eigene Begegnungsstätte der jungen Erwachsenen über 18 Jahren.

Ein entsprechendes Angebot wurde in einer Mitgliedsgemeinde der Samtgemeinde Wathlingen geschaffen und soll weiter ausgebaut werden. Im Erdgeschoss eines zentral gelegenen, im Eigentum der Gemeinde befindlichen, Zweifamilienhauses mit großem Garten, wurde auf ca. 100 m² eine Begegnungsstätte eingerichtet.

Durch diese Begegnungsstätte erhalten Flüchtlinge und Menschen, die in der Samtgemeinde Wathlingen wohnen, gleichermaßen die Möglichkeit, sich kennen zu lernen und voneinander zu lernen. Durch gemeinsame Aktivitäten werden Sprach-, Religions- und Kulturgrenzen überbrückt und Vorurteile sowie Ängste abgebaut.

Die Begegnungen können sowohl während regelmäßiger oder einmaliger Veranstaltungen als auch unverbindlich im offenen „Kaffeebereich“ erfolgen.

Zielgruppe des Projektes sind sowohl Flüchtlinge als auch Bürgerinnen und Bürger mit und ohne Migrationshintergrund, die in der Samtgemeinde Wathlingen ihren Wohnsitz haben sowie die vor Ort tätigen Vereine, Verbände und Initiativen.

Zur Akzeptanz des Angebots und der Identifikation mit den Räumlichkeiten war die Ausgestaltung dieser unter Beteiligung der Zielgruppe der erste Projektschritt. Kennzeichnend für die von unserem Team begleitete Entwicklung eines Ortes der Begegnung verschiedener Kulturen in einer angenehmen Atmosphäre, wird ein dauerhaft niedrigschwelliger Zugang sein. Dies und eine offene „Komm-Struktur“ ermöglichen, dass weitere Bürgerinnen und Bürger der Samtgemeinde das Angebot nutzen, aufgreifen und weiterentwickeln können.

Aktuell ist die Begegnung in den Räumlichkeiten zweimal pro Woche möglich. Dieses von der Zielgruppe gut angenommene Angebot soll nun weiter ausgebaut werden.

Im weiteren Verlauf des Projektes wird über die Räumlichkeiten hinaus bedarfsorientiert und unter Beteiligung der Besucherinnen und Besucher sowie Vereine, Verbände und anderer Institutionen ein gezieltes Angebot z.B. in den Bereichen Sport, Hauswirtschaft, Kultur, Kreativität, Musik, Gesundheit und Beratung zu unterschiedlichen Themen ermöglicht werden.  

Schwerpunkt wird es sein, die Stärken und Ressourcen der Besucher herauszuarbeiten, sie zu motivieren diese in die Gemeinschaft einzubringen und so insgesamt zu einem interkulturellen Austausch und langfristiger, nachhaltiger Integration zu kommen.

Um dies zu ermöglichen ist es Ziel der Samtgemeinde Wathlingen unter dem Motto "Hilfe zur Selbsthilfe", ein tragfähiges Unterstützungsnetzwerk für Flüchtlinge zur aktiven Teilhabe am Leben in der Gemeinde bereitzustellen.

Es sollen dabei individuelle Fragestellungen, Probleme und Alltagsthemen genauso Berücksichtigung finden, wie Themen aus den Bereichen Erziehung, Bildung, Lebensführung, Freizeitgestaltung und Qualifizierung. Diese sollen in Kooperation mit bestehenden Partnern (Familienzentrum KESS, Projekt Griffbereit, Jugendmigrationsdienst, Kindertagesstätten, etc.) behandelt werden und ein breites Unterstützernetzwerk weiter auf- und ausgebaut werden.

Dies kann durch bedarfsorientierte Workshops und Veranstaltungen, aber auch durch Hilfe und Beratung im Alltag geschehen.

Die Begegnungen und die im Miteinander gemachten Erfahrungen sollen eine nachhaltige Integration, sowie eine Stärkung der Nachbarschaft und der örtlichen Gemeinschaft bewirken.

Die Qualitätssicherung erfolgt durch die Einrichtung einer Steuerungsgruppe, Überprüfung und Anpassung der gesteckten Ziele und regelmäßige Evaluationen. Dazu werden die politischen Entscheidungsgremien stetig einbezogen.

Fragen zum Wettbewerbsbeitrag

C1 Fragen zur gesamtkommunalen Einbindung des Wettbewerbsbeitrags

C 10 Gibt es in Ihrer Kommune ein Integrationskonzept?: 
ja
nein
C 11 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag in dieses Integrationskonzept eingebunden?: 
ja
nein
C 12 Unterstützt der/die (Ober-)Bürgermeister/in bzw. Landrat/-rätin Ihren Wettbewerbsbeitrag öffentlich?: 
ja
nein

C2 Fragen zur Konzeption und Ausrichtung des Wettbewerbsbeitrags

C 20 Gibt es zu Ihrem Wettbewerbsbeitrag ein schriftliches Konzept? : 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 21 Sind die Ziele des Wettbewerbsbeitrags im Hinblick auf Integration und Zusammenleben detailliert beschrieben & festgelegt?: 
ja
nein
C 22 Wurde vor der Festlegung der Ziele eine Ausgangs- und Bedarfsanalyse erstellt?: 
ja
nein
C 23 An welche Gruppen richtet sich Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
Kinder (Einrichtungen der Kindertagesbetreuung)
Kinder (Schule)
Jugendliche
junge Erwachsene
Erwachsene
Mädchen/Frauen
Jungen/Männer
aktuelle Zuwanderer (2015-2017)
jeweils differenziert nach Herkunftsgebieten
bereits seit mehreren Jahren in Deutschland lebende Zuwanderer
Bevölkerung vor Ort
Multiplikatoren
Weitere
C 23a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Vereine, Verbände und andere Institutionen
C 24 Bezieht sich Ihr Wettbewerbsbeitrag auf: 
die Gesamtstadt?
einen Teilraum/Quartier?
ein Projekt?
C 25 An welche Orte und Einrichtungen knüpft Ihr Wettbewerbsbeitrag an?: 
Quartier als Ganzes
Nachbarschaftshäuser/Stadtteilzentren
Jugendeinrichtungen
Sportvereine
Flüchtlingsunterkünfte
Einrichtungen der Kindertagesbetreuung
Schulen
Ausbildungsstätten
Bildungseinrichtungen (VHS u.a.)
Soziale Treffpunkte für Zuwanderer
Migrantenselbstorganisationen
Weitere
C 25a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Familienzentrum KESS, Celler Tafel, Kirchen
C 26: 

Welche Handlungsfelder zur Integration von Zuwanderern und zur Förderung des Zusammenlebens mit der Bevölkerung vor Ort stehen in Ihrem Wettbewerbsbeitrag im Mittelpunkt? Bitte geben Sie an, ob sich das Handlungsfeld auf die Gesamtstadt oder das Quartier bezieht bzw., ob es sich um ein Projekt handelt.

C 26a Handlungsfeld Wohnen und Wohnumfeld: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26b Handlungsfeld Soziale Infrastrukturen, z.B. Kindergarten, Schulen, Jugendeinrichtungen: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26c Handlungsfeld Bildung/Qualifizierung/Ausbildung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26d Handlungsfeld Beschäftigung/lokale Wirtschaftsförderung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26e Handlungsfeld Kultur: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26f Handlungsfeld Sport: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26g Handlungsfeld Gesundheit: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26h Handlungsfeld Umwelt/Grün: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26i Handlungsfeld Beteiligung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26j Handlungsfeld Engagementförderung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26k Weitere Handlungsfelder: 
Bedarfsorientiert und individuell
C 27a Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe der Zielgruppe "Zuwander" ausgerichtet?: 
ja
nein
C 27b Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe der Zielgruppe "Bevölkerung vor Ort" ausgerichtet?: 
ja
nein

C3 Fragen zur Umsetzung des Wettbewerbsbeitrags

C 30 Welche Akteure aus Kommunalpolitik und Kommunalverwaltung beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbei: 
Stadt-, Gemeinde-, bzw. Kreisrat
Amt/Bereich Soziales
Amt/Bereich Jugend
Amt/Bereich Wohnen
Amt/Bereich Grün(-planung)
Bürgermeister/in bzw. Landrat/-rätin
Amt/Bereich Stadtplanung/ Stadtentwicklung
Integrationsbeauftragte/r
Amt/Bereich Sport
Amt/Bereich Gesundheit
Weitere
C 31 Welche verwaltungsexternen lokal relevanten Akteure beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbeitrags?: 
Quartiersmanagement
Stadtteilzentren/ Nachbarschaftshäuser
Wohlfahrtsverbände
Kirchen
Migrantenselbstorganisationen
Sponsoren
Lokale Medien
Stiftungen
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Nachbarschaftsvereine
Kleingartenvereine
Unternehmen, Betriebe
Weitere
C 31a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Griffbereit, Jugendmigrationsdienst, Celler Tafel, Flüchtlingsinitiative Nienhagen, ehrenamtliche Deutschlehrerinitiative, u. a.
C 32 Gibt es schriftliche und verbindliche Vereinbarungen zur Vernetzung und Kooperation der Akteure?: 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 33 Welche Laufzeit hat Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
C 34 Wie finanzieren Sie Ihren Wettbewerbsbeitrag?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
C 35 Wie lange ist die Finanzierung des Wettbewerbsbeitrags gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
C 36 Wird der Wettbewerbsbeitrag in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
C 36a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
C 37 Werden im Rahmen der Umsetzung von anderen entwickelte Projekte und Maßnahmen übernommen und eingesetzt?: 
ja
nein
C 37a Wenn ja ... Welche? : 
Griffbereit
C 38 Sind umgekehrt im Rahmen Ihres Wettbewerbsbeitrags entwickelte Projekte und Maßnahmen bereits andernorts übernommen worden?: 
ja
nein

Einzelprojekte

Einzelprojekt 1

D 11 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
trifft nicht zu
D 12 Wie lange ist die Finanzierung des Projekts gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
trifft nicht zu
D 13 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 14 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
trifft nicht zu
D 14a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
trifft nicht zu

Einzelprojekt 2

D 21 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
trifft nicht zu
D 22 Wie lange ist die Finanzierung des Projekts gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
trifft nicht zu
D 23 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 24 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
trifft nicht zu
D 24a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
trifft nicht zu

Anlagen

Fotos

Aufbau Tischtennis
Foto: zwei Männer beim Tischtennisspiel
Tischtennis
Gemeinsames Spielen
Foto: Zwei Männer stehen in einer Küche beim Kaffee Trinken
Foto: eine Familie sitzt gemeinsam mit einem kleineren Kind und liest aus Bilderbüchern vor