Karlsruhe

Name der Stadt/der Gemeinde/des Landkreises: 
Karlsruhe
Typ: 
kreisfrei
Bundesland: 
Baden-Württemberg
Einreichende Dienststelle: 
Büro für Integration
Ansprechpartner/in: 
Anja Geyer
Straße/Postfach: 
Südendstr. 42
PLZ: 
76135
Telefon: 
+49 721 133-5761
Ort: 
Karlsruhe
Fax: 
+49 721 133-953853

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Titel des Wettbewerbsbeitrags

„Der Karlsruher Weg: Integration – ein Projekt für Alle“

Kurzfassung des Wettbewerbsbeitrags

Die Vielfalt der Bevölkerungsgruppen ist seit der Stadtgründung eine Besonderheit der Stadt Karlsruhe. Es ist daher ein besonderes Anliegen der Stadt, unterschiedliche Strukturen bereitzustellen, die eine Teilhabe an unserer Gesellschaft ermöglichen. Der Karlsruher Weg ist gekennzeichnet durch eine systematische Zusammenführung von strategischem und operativem Bereich durch die Einbindung relevanter Akteure in der Integrationsarbeit. Unser Wettbewerbsbeitrag setzt sich daher aus 3 verschiedenen Handlungsebenen zusammen:

1.     Integrationsplan als ein gesamtstädtisches Konzept mit Zielen, Kennzahlen, Handlungsfeldern (strategischer Bereich), der in einem breiten Beteiligungsprozess innerhalb der Stadtverwaltung, Organisationen und Institutionen sowie der Bürgerschaft erstellt und fortgeschrieben wird.

2.     Internationales Begegnungszentrum (ibz) als operativer Akteur, der im Auftrag der Stadt im Rahmen des Integrationsplan Aufgaben übernimmt (städtisch finanziert):

  • Engagement für gesellschaftlichen Zusammenhalt und die Integration von Zuwanderern in unsere Stadt 
  •  Unterstützung des bürgerschaftlichen Engagements
  • Förderung einer Willkommenskultur und -struktur

3.     Projekt COLA TAXI OKAY als innovatives Projekt:

  • COLA TAXI Okay steht für eine völlig neue Herangehensweise zur Förderung des Zusammenlebens und der Integration von Flüchtlingen und Migranten.
  • Das Projekt will einen dauerhaften Begegnungsort zum Austausch zwischen Geflüchteten und Einheimischen schaffen, der geflüchtete Menschen willkommen heißt und ihnen ein erstes Netzwerk bietet.
  • Wichtiges Charakteristikum des Projektes ist Geflüchtete und Einheimische als eine Zielgruppe zu begreifen, d.h. als Menschen, die durch die Partizipation im COLA TAXI OKAY ihr Umfeld als identitätsstiftende Aufforderung begreifen und entsprechend mitgestalten.

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Ausgangssituation in der Kommune

Die Vielfalt der Bevölkerungsgruppen ist seit der Stadtgründung eine Besonderheit der Stadt Karlsruhe. Heute leben in unserer Stadt ca. 303.000 Menschen, davon rund 58.200 mit Migrationshintergrund aus vielen unterschiedlichen Herkunftsländern und Kulturkreisen, friedlich zusammen. Die meisten Menschen, die aus dem Ausland nach Karlsruhe kommen, stammen aus der EU. Des Weiteren leben 220 Flüchtlinge in den Übergangswohnheimen der Stadt sowie ca. 200-300 unbegleitete minderjährige Ausländer (umA).

Karlsruhe ist, die Situation der Geflüchteten betreffend, in Baden-Württemberg ein Sonderfall: Durch die Landeserstaufnahmestelle (LEA) ist Karlsruhe mit einer großen Zahl von Geflüchteten konfrontiert, die oft nur für einen sehr kurzen Zeitraum in der Stadt bleiben. Diese Situation unterscheidet sich strukturell von anderen Orten in Baden-Württemberg und macht die Projektarbeit mit Geflüchteten dementsprechend zu einer Herausforderung.

Dennoch bleiben die Asylsuchenden empirisch betrachtet jedoch oftmals viele Monate in Erstunterkünften.

Anlass (konkrete Auslöser/Gründe für Konzept/Projekt/Maßnahme)

Für alle diese Menschen sollen Strukturen bereitgestellt werden, die eine Teilhabe an unserer Gesellschaft ermöglichen. Grundlage hierfür ist der Karlsruher Integrationsplan als gesamtstädtisches Konzept mit konkreten Zielen, Kennzahlen und Handlungsfeldern (strategischer Bereich). Der Integrationsplan ist 2012 nach einem breiten Beteiligungsprozess einstimmig vom Gemeinderat verabschiedet worden und wird 2017/2018 unter der Beteiligung der Karlsruher Bevölkerung sowie Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung fortgeschrieben.

Konzeption, Ziele und Zielgruppen

Mit Hilfe dieses breit angelegten Beteiligungsprozesses wurden integrationsfördernde Ziele und Maßnahmen zu deren Umsetzung erarbeitet. Ziel aller Maßnahmen ist die politische, soziale und kulturelle Gleich­stel­lung von Einwan­de­rin­nen und Einwan­de­rern zu fördern, um ein gleich­be­rech­tig­tes und fried­li­ches Zusam­men­le­ben aller Menschen in Karlsruhe zu gewähr­leis­ten.

Der Integrationsplan stellt damit zum einem für die Verwaltung selbst eine Grundlage für integrationspolitische Ziele und Maßnahmen dar, zum anderen ist er eine Basis für Bürgerbeteiligung und liefert somit den Rahmen für einen lebendigen Dialog zwischen Bürgerinnen und Bürgern und Verwaltung. Er ist derzeit jährlich mit 170.000 Euro Projektförderung zur Förderung von neuen Projekten unterlegt. Damit hat die Stadt Karlsruhe ein Instrument geschaffen, um Integration zu steuern, mit im besten Falle passgenauen Integrationsprojekten in 4 verschiedenen Handlungsfeldern, die regelmäßig evaluiert und angepasst werden. Der Migrationsbeirat als beratender Ausschuss des Gemeinderates entscheidet über die Projekte, die über den Integrationsplan gefördert werden (2 Projekte daraus werden  im Folgenden im Rahmen unseres Antrags vorgestellt). Der Migra­ti­ons­bei­rat hat zudem die Aufgabe, den Gemein­de­rat bei der Erfüllung seiner Aufgaben durch Anregungen, Empfeh­lun­gen und Stellung­nah­men in allen Fragen zu beraten, die Integra­tion der in Karlsruhe lebenden Migran­tin­nen und Migranten betreffen.

Handlungsfelder des Integrationsplans:

  • Soziale Partizipation: Bildung, Ausbildung, Erwerbsleben
  • Gesellschaftliche Partizipation: bürgerschaftliches Engagement und interkulturelle Öffnung der Verwaltung
  • Kulturelle Partizipation: interkulturelle und interreligiöse Begegnung
  • Gesundheit und Sport

(geplantes) Vorgehen und Umsetzung

Während der Integrationsplan die strategische Grundlage für Integrationsmaßnahmen darstellt, wurde mit dem Internationalen Begegnungszentrum (ibz) eine zentrale Einrichtung in der Stadt geschaffen, die als operativer Akteur im Auftrag der Stadt konkrete Aufgaben aus den Handlungsfeldern Gesellschaftliche Partizipation und kulturelle Partizipation übernimmt bzw. umsetzt (städtisch finanziert).

Das Internationale Begegnungszentrum Karlsruhe e.V. (ibz) wurde 1995 auf Beschluss des Gemeinderats der Stadt Karlsruhe gegründet und ist in dieser Form in Baden-Württemberg einmalig. Das ibz unterstützt und fördert den interkulturellen Dialog in Karlsruhe durch Begegnungen von Karlsruher_innen aus aller Welt in verschiedenen Projekten und Veranstaltungen. Dadurch sollen Vorurteile abgebaut werden und ein Beitrag zu mehr Toleranz, Demokratie  und Respekt in der Gesellschaft geleistet werden.

Das ibz sieht sich und seine Arbeit eingebettet in ein kommunales Netzwerk von integrationspolitisch arbeitenden Akteuren und gestaltet somit im Auftrag der Kommune die Integrationsstruktur der Stadt Karlsruhe aktiv mit. Da Integration vom ibz als Querschnittsaufgabe verstanden wird, arbeitet der Verein eng mit vielen städtischen Einrichtungen zusammen, aber auch mit unterschiedlichen Institutionen wie Sprachschulen, Hochschulen, Staatstheater, IHK, Agentur für Arbeit, Wohlfahrtsverbände, Menschenrechtszentrum sowie Migrantenvereinen.

Ein weiterer Schwerpunkt des ibz ist die Vermittlung von Informationen. Veranstaltungen mit gesellschaftspolitischen, interkulturellen und interreligiösen Inhalten versuchen Wissen zu vermitteln und Einblicke in globale Herausforderungen und damit auch in die Lebenswirklichkeiten von Zugewanderten zu geben. Dies kann den Impuls dazu geben, die eigene Haltung kritisch zu reflektieren und diese gegebenenfalls zu verändern.

ggf.: Ergebnisse und (bislang) Erreichtes

Zur Informationsvermittlung dient das Kulturprogramm KULTURDIALOG mit ca. 60 Veranstaltungen im Jahr. Im Rahmen von Vorträgen, Diskussionen, Workshops, Filmen, Lesungen, Konzerten, Kulturabenden und Ausstellungen werden auch aktuelle und brisante Themen aufgegriffen. Es werden Integrationsprojekte initiiert (aktuell 8), zwei Großveranstaltungen durchgeführt, eigene Netzwerke betrieben und an anderen Netzwerken teilgenommen.

Neben dem ibz werden im Rahmen des Integrationsplans auch andere Träger mit ihren Projekten und Maßnahmen unterstützt. Dabei steht das Projekt COLA TAXI OKAY (siehe D) für eine völlig neue Herangehensweise zur Förderung des Zusammenlebens und der Integration von Flüchtlingen und Migranten.

Bitte erläutern Sie, inwieweit die Bewertungskriterien des Wettbewerbs erfüllt sind

Die Stadt Karlsruhe erfüllt alle Wettbewerbskriterien wie folgt:

  • Einbettung aller integrationspolitischen Maßnahmen und Projekte in den Karlsruher Integrationsplan als strategische Grundlage.
  • Sowohl die einzelnen Handlungsfelder des Integrationsplan als auch die aus ihm umgesetzten Projekte erfolgen aufgrund eines vorher festgestellten Bedarfs und daraus abgeleiteten Integrationszielen.
  • Der Integrationsplan wird regelmäßig fortgeschrieben und an neue Bedarfe angepasst. Alle geförderten Projekte müssen einen Verwendungsnachweis vorlegen. Dieser besteht aus einem zahlenmäßigen Nachweis über die verwendeten Gelder und einem Sachbericht, indem dargestellt wird, ob und wie die vorher festgelegten Ziele erreicht wurden.
  • Alle Projektträger, die mit dem Büro für Integration zusammenarbeiten und finanzielle Förderung erhalten, sind verpflichtet mit lokalen Akteuren zusammenzuarbeiten, wo dies erforderlich ist.
  • Bewähren sich Projekte über mehrere Jahre hinweg und sind weiterhin notwendig, wird angestrebt, die Projekte langfristig in den städtischen Haushalt zu übernehmen, um die Nachhaltigkeit zu gewährleisten und die entstandenen Strukturen zu festigen.
  • Alle Maßnahmen sind kommunalpolitisch verankert. Der Integrationsplan wird vom Gemeinderat beschlossen. Die geförderten Projekte werden vom Migrationsbeirat, dem beratenden Ausschuss des Gemeinderates, bewilligt.
  • Alle Maßnahmen berücksichtigen Gender- und Diversity-Aspekte.
  • Know how Transfer in andere Kommunen erfolgt durch die Integrationsbeauftrage und ihre regelmäßige Teilnahme an Netzwerktreffen der kommunalen Integrationsbeauftragten. Darüber hinaus haben die hier vorgestellten Projekte eine breite Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

Fragen zum Wettbewerbsbeitrag

C1 Fragen zur gesamtkommunalen Einbindung des Wettbewerbsbeitrags

C 10 Gibt es in Ihrer Kommune ein Integrationskonzept?: 
ja
nein
C 11 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag in dieses Integrationskonzept eingebunden?: 
ja
nein
C 12 Unterstützt der/die (Ober-)Bürgermeister/in bzw. Landrat/-rätin Ihren Wettbewerbsbeitrag öffentlich?: 
ja
nein

C2 Fragen zur Konzeption und Ausrichtung des Wettbewerbsbeitrags

C 20 Gibt es zu Ihrem Wettbewerbsbeitrag ein schriftliches Konzept? : 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 21 Sind die Ziele des Wettbewerbsbeitrags im Hinblick auf Integration und Zusammenleben detailliert beschrieben & festgelegt?: 
ja
nein
C 22 Wurde vor der Festlegung der Ziele eine Ausgangs- und Bedarfsanalyse erstellt?: 
ja
nein
C 23 An welche Gruppen richtet sich Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
Kinder (Einrichtungen der Kindertagesbetreuung)
Kinder (Schule)
Jugendliche
junge Erwachsene
Erwachsene
Mädchen/Frauen
Jungen/Männer
aktuelle Zuwanderer (2015-2017)
jeweils differenziert nach Herkunftsgebieten
bereits seit mehreren Jahren in Deutschland lebende Zuwanderer
Bevölkerung vor Ort
Multiplikatoren
Weitere
C 24 Bezieht sich Ihr Wettbewerbsbeitrag auf: 
die Gesamtstadt?
einen Teilraum/Quartier?
ein Projekt?
C 25 An welche Orte und Einrichtungen knüpft Ihr Wettbewerbsbeitrag an?: 
Quartier als Ganzes
Nachbarschaftshäuser/Stadtteilzentren
Jugendeinrichtungen
Sportvereine
Flüchtlingsunterkünfte
Einrichtungen der Kindertagesbetreuung
Schulen
Ausbildungsstätten
Bildungseinrichtungen (VHS u.a.)
Soziale Treffpunkte für Zuwanderer
Migrantenselbstorganisationen
Weitere
C 26: 

Welche Handlungsfelder zur Integration von Zuwanderern und zur Förderung des Zusammenlebens mit der Bevölkerung vor Ort stehen in Ihrem Wettbewerbsbeitrag im Mittelpunkt? Bitte geben Sie an, ob sich das Handlungsfeld auf die Gesamtstadt oder das Quartier bezieht bzw., ob es sich um ein Projekt handelt.

C 26a Handlungsfeld Wohnen und Wohnumfeld: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26b Handlungsfeld Soziale Infrastrukturen, z.B. Kindergarten, Schulen, Jugendeinrichtungen: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26c Handlungsfeld Bildung/Qualifizierung/Ausbildung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26d Handlungsfeld Beschäftigung/lokale Wirtschaftsförderung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26e Handlungsfeld Kultur: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26f Handlungsfeld Sport: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26g Handlungsfeld Gesundheit: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26h Handlungsfeld Umwelt/Grün: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26i Handlungsfeld Beteiligung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26j Handlungsfeld Engagementförderung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 27a Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe der Zielgruppe "Zuwander" ausgerichtet?: 
ja
nein
C 27b Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe der Zielgruppe "Bevölkerung vor Ort" ausgerichtet?: 
ja
nein

C3 Fragen zur Umsetzung des Wettbewerbsbeitrags

C 30 Welche Akteure aus Kommunalpolitik und Kommunalverwaltung beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbei: 
Stadt-, Gemeinde-, bzw. Kreisrat
Amt/Bereich Soziales
Amt/Bereich Jugend
Amt/Bereich Wohnen
Amt/Bereich Grün(-planung)
Bürgermeister/in bzw. Landrat/-rätin
Amt/Bereich Stadtplanung/ Stadtentwicklung
Integrationsbeauftragte/r
Amt/Bereich Sport
Amt/Bereich Gesundheit
Weitere
C 31 Welche verwaltungsexternen lokal relevanten Akteure beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbeitrags?: 
Quartiersmanagement
Stadtteilzentren/ Nachbarschaftshäuser
Wohlfahrtsverbände
Kirchen
Migrantenselbstorganisationen
Sponsoren
Lokale Medien
Stiftungen
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Nachbarschaftsvereine
Kleingartenvereine
Unternehmen, Betriebe
Weitere
C 32 Gibt es schriftliche und verbindliche Vereinbarungen zur Vernetzung und Kooperation der Akteure?: 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 33 Welche Laufzeit hat Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
C 34 Wie finanzieren Sie Ihren Wettbewerbsbeitrag?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
C 35 Wie lange ist die Finanzierung des Wettbewerbsbeitrags gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
C 36 Wird der Wettbewerbsbeitrag in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
C 36a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
C 37 Werden im Rahmen der Umsetzung von anderen entwickelte Projekte und Maßnahmen übernommen und eingesetzt?: 
ja
nein
C 38 Sind umgekehrt im Rahmen Ihres Wettbewerbsbeitrags entwickelte Projekte und Maßnahmen bereits andernorts übernommen worden?: 
ja
nein

Einzelprojekte

Einzelprojekt 1

D 10 Titel des Einzelprojekts Nr. 1: 
COLA TAXI OKAY
D 11 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
trifft nicht zu
D 12 Wie lange ist die Finanzierung des Projekts gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
trifft nicht zu
D 13 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 13a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Ehrenamtliches Engagement
D 14 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
trifft nicht zu
D 14a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
trifft nicht zu
D 15 Kurzbeschreibung des Projekts: 

COLA TAXI OKAY ist ein Kultur- und Projektraum im Zentrum von Karlsruhe. Das Projekt will einen dauerhaften Begegnungsort zum Austausch zwischen Geflüchteten und Einheimischen schaffen, der geflüchtete Menschen willkommen heißt und ihnen ein erstes Netzwerk bietet. Der Projektname entstand in Zusammenarbeit mit Geflüchteten und aus der Idee heraus Begriffe zu verwenden, die in allen Teilen der Welt verstanden werden, sog. Internationalismen.

Wichtiges Charakteristikum des Projektes ist Geflüchtete und Einheimische als eine Zielgruppe zu begreifen, d.h. als Menschen, die durch die Partizipation im COLA TAXI OKAY ihren Umraum als identitätsstiftende Aufforderung begreifen und entsprechend mitgestalten. Die Geflüchteten können sich so innerhalb des Projektes als Akteure wahrnehmen, die ihre Interessen und ihr Können mitbringen. Dieser Ansatz unterscheidet sich von den gängigen Flüchtlingsprojekten. Geflüchtete erhalten durch dieses Projekt von Anfang an die Möglichkeit sich aktiv in unserer Stadt einzubringen und sich in unsere Gesellschaft auf ihre Weise zu integrieren (anstatt nur anzupassen). Geflüchtete werden dadurch als Menschen mit einer eigenen Geschichte, Identität, Fähigkeiten in unserer Gesellschaft willkommen geheißen. Dies ermöglicht eine Begegnung auf Augenhöhe, die es allen Teilnehmern ermöglicht, sich zu entfalten und aktiv selbst Workshops anzubieten. Dies erleichtert nicht nur die Integration der Geflüchteten auf der einen Seite, sondern führt auch zu einer stetigen Erweiterung der kulturellen Vielfalt auf Seiten der Aufnahmegesellschaft, die eine pluralistische Gesellschaft ausmacht. So entsteht ein Austausch von verschiedenen Kompetenzen, Fähigkeiten und Möglichkeiten.

Eine weitere Besonderheit des Projektes ist, dass es von jungen Menschen (überwiegend Studenten) durchgeführt wird (über die Hälfte der Flüchtlinge ist unter 30 Jahre alt). Junge Menschen erleben in ihrem ehrenamtlichen Engagement, dass sie etwas bewegen und die Entwicklung der Gesellschaft nach ihren Vorstellungen konkret beeinflussen können. Diese Erfahrung von Selbstwirksamkeit ist wiederum ein wichtiges Zeichen auch für junge Geflüchtete. Erfolgreiches Engagement macht Spaß. Gestaltungsmöglichkeiten und die Chance, selbst über Räume, Inhalte und andere Ressourcen zu bestimmten, sind nicht nur Grundpfeiler unserer demokratischen Gesellschaftsordnung, sondern wichtige Voraussetzungen für gelingende Integration, bei der junge Menschen ihre Persönlichkeit umfassend entwickeln und entfalten können und wollen.

Ein festes Team von Ehrenamtlichen übernimmt die Organisation des Projektes, plant monatlich fixe Programmpunkte sowie die grafische Gestaltung. Jeder Interessierte, Geflüchteter oder Karlsruher, kann Inhalte vorschlagen, die dann innerhalb dieses Rahmens stattfinden. Den Aktivitäten im Projektraum sind keine Grenzen gesetzt. Bisher war er Friseursalon, Restaurant, Ausstellungsraum, Vortrags- und Konzertsaal, Bühne für Theaterstücke und vieles mehr. Innerhalb von COLA TAXI OKAY kann sich jeder als Akteur wahrnehmen, da er sein Können und Interesse miteinbringt. Es hat sich eine funktionierende Integration innerhalb des Projekts entwickelt, da der Fokus auf gemeinsamen Interessen und nicht auf dem Unterschied zwischen Geflüchteten und Zivilbevölkerung liegt. Dies ermöglicht eine Begegnung auf Augenhöhe, die allen Teilnehmern die Möglichkeit gibt sich zu entfalten und aktiv Workshops anzubieten. Feste Bestandteile des Projektes sind bereits regelmäßig stattfindende Theaterworkshops mit dem Jungen Staatstheater, regelmäßig stattfindende Filmabende in Kooperation mit dem Kino ohne Grenzen e.V., ein regelmäßig erscheinendes Magazin, Kochkurse, Partys, Ausstellungen etc. Seit Mai 2017 haben wir in unserem Raum ein Café als einen dauerhaften Treffpunkt zum Austausch geschaffen, der neue Geflüchtete willkommen heißt und ihnen ein erstes Netzwerk bietet. Das BEST CITY CAFE ist jeden Sonntag von 14:00-20:00 geöffnet. Damit reagiert das Projekt auf die besondere Situation der Stadt als LEA-Standort mit vielen Geflüchteten, die in der Regel nur kurz in Karlsruhe bleiben.

Einzelprojekt 2

D 21 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
trifft nicht zu
D 22 Wie lange ist die Finanzierung des Projekts gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
trifft nicht zu
D 23 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 24 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
trifft nicht zu
D 24a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
trifft nicht zu

Anlagen