Wolfsburg

Name der Stadt/der Gemeinde/des Landkreises: 
Wolfsburg
Typ: 
kreisfrei
Bundesland: 
Niedersachsen
Einreichende Dienststelle: 
Geschäftsbereich Jugend
Ansprechpartner/in: 
Marion Löbermann, Sandra Gottwald
Straße/Postfach: 
Pestalozziallee 1a
PLZ: 
38440
Telefon: 
+49 5361 28-2836
Ort: 
Wolfsburg
Fax: 
+49 5361 28-1555

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Titel des Wettbewerbsbeitrags

Ankommen - Kennenlernen - Wohlfühlen in Wolfsburg

Kurzfassung des Wettbewerbsbeitrags

Das Projekt „Ankommen – Kennenlernen – Wohlfühlen in Wolfsburg“ unterstützt das Ankommen von geflüchteten Familien in Wolfsburg.

Ziel des Projektes ist es, die Phase des Ankommens von schutzsuchenden Familien zu erleichtern und zu begleiten. Damit soll die Grundlage für eine spätere gelingende Integration der geflüchteten Familien in ihrem neuen Lebensumfeld geschaffen werden. Leitgedanke ist, für geflüchtete Familien den Zugang in das Bildungssystem Wolfsburg zu erleichtern. Um verschiedenen Problemlagen und Zielgruppen spezifisch mit Unterstützungsangeboten begegnen zu können, hat die Stadt Wolfsburg zwei aufeinander aufbauende Teilprojekte initiiert. Beide Projekte sind unter D –Einzelprojekte- beschrieben.
Zusammenfassend unterstützt das Projekt „Ankommen – Kennenlernen – Wohlfühlen in Wolfsburg“ die kommunale Zielsetzung der Stadt Wolfsburg Chancengerechtigkeit, Integration und Teilhabe sowie Zugang zu Bildung für geflüchtete Menschen zu ermöglichen.

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags


Kommunale Ausgangssituation
Das Projekt „Ankommen – Kennenlernen – Wohlfühlen in Wolfsburg“ mit seinen zwei Teilprojekten „Kinder- und Familienräume“ und „Brücke“ basiert auf der Situation von geflüchteten Familien in Wolfsburg.
Die nachfolgenden Zahlen belegen von März 2015 bis Oktober 2016 die Anzahl der Kinder und die Möglichkeiten, sie in Kindertageseinrichtungen zu betreuen.

 

Gesamtzahl

Kinder

in Betreuung Betreuungsquoten
Mrz 15 168 54 32,1%
Apr 15 199 64 32,2%
Jun 15 182 71 39,0%
Sep 15 211 58 27,5%
Jan 16 211 101 47,9%
Apr 16 214 96 44,9%
Jul 16 343 109 31,8%
Okt 16 338 103 30,5%

 

Alter Gesamtzahl Kinder in Betreuung Betreuungsquoten
0 42 0 0,0%
1 59 4 6,8%
2 58 11 19,0%
3 46 27 58,7%
4 41 29 70,7%
5 48 29 60,4%
6 * 44 3 6,8%
Summe 338 103 30,5%


Wie zu erkennen ist, stieg die Zahl der für die Kindertagesbetreuung relevanten schutzsuchenden Kinder von 168 im März 2015 auf 338 im Oktober 2016 an. Die Betreuungsquote der schutzsuchenden Kinder liegt im Mittelwert bei lediglich 35 %.
Da nicht allen Kindern ein Platz in einer Kindertageseinrichtung angeboten werden konnten, wurde zunächst den 5-6 jährigen Kindern ein Betreuungsplatz vermittelt, um den Übergang zur Schule zu erleichtern.
Eine Betreuung besonders für die 3-4 jährigen wurde durch den Kinderraum angestrebt.

Im Altersbereich der 0-2 Jährigen konnten Krippenplätze nicht angeboten werden.

Eine Abfrage, wie viele Mütter in den Unterkünften mit Kindern von 0-2 Jahren leben, ergab folgendes Ergebnis:

 

Unterkunft Anzahl der Mütter
   
Dieselstraße 15 Mütter
Hafenstraße 11 Mütter
Rothenfelder Straße 4 Mütter
Detmerode 11 Mütter und 4 weitere Mütter schwanger
Suhlerstraße 16 Mütter
   


Zu beobachten war, dass besonders die Mütter mit Kleinstkindern mögliche Integrationschancen wenig bis gar nicht genutzt haben, sondern sich eher in die Isolation ihrer Zimmer zurückzogen. Diese Beobachtung hatte zur Folge, dass das Betreuungsangebot für 0-2 jährige Kindern in den Kinderräumen erweitert wurde.

Anlass
Geflüchtete Familien haben bisher wenig Orientierung über Infrastruktur, Institutionen, Angebote und Unterstützungsmöglichkeiten in ihrem Stadtteil.
Insbesondere Frauen verlassen ohne vertraute Begleitung wenig die Unterkünfte. Für Mütter von Kindern ohne Krippenplatz/KiTa-Platz gestaltet sich ihr eigenes Ankommen sehr schwierig, da sie durch die Betreuung und Versorgung ihrer Kinder gebunden sind.
Das Entstehen der Kinder- und Familienräume in den Wolfsburger Flüchtlingsunterkünften bietet die Chance einer festen Anlaufstelle für Familien.
Im Verlauf des Projektes wurden die Kinder- und Familienräume gut angenommen. Für den weiteren Schritt die Stadt oder den Stadtteil kennen zu lernen, bedarf es einer vertrauten Person für die Familien – insbesondere für die Frauen.
Die Kooperation der Kinder- und Familienräume mit den im Stadtteil vernetzten Familienzentren ermöglicht eine erste Orientierung für die geflüchteten Familien.
Die Mitarbeitenden der Kinder- und Familienräume nehmen hierbei eine wichtige Schlüsselfunktion ein.

Konzeption, Ziele und Zielgruppen
Zielgruppe der beiden Einzelprojekte sind Familien mit Kindern im Alter von 0-6 Jahren, die nach Fluchterfahrung in festen Unterkünften in Wolfsburg leben. Insbesondere Frauen als wichtige Multiplikatorinnen der eigenen Familie sollen im Projekt gestärkt und ermutigt werden.

Die Zielsetzungen des Teilprojektes „Kinder- und Familienräume“ lassen sich wie folgt beschreiben:
• Die Arbeit in den Kinder- und Familienräumen soll den Familien helfen, in Deutschland anzukommen, sich zu begegnen und sich zu orientieren. Hier finden sie eine Willkommensatmosphäre vor, in der es möglich sein soll, über respektvolle Begegnungen Beziehungen aufzubauen.
• Die Arbeit in den Kinder- und Familienräumen soll für jedes Kind seinem Alter entsprechend geeignete Unterstützungsmöglichkeiten anbieten.
• Die Arbeit in den Kinder- und Familienräumen trägt dazu bei, dass Kinder in der nächsten Einrichtung, die sie besuchen (Kita oder Schule), möglichst gut ankommen.

Die Zielsetzungen des Teilprojektes „Brücke“ lassen sich wie folgt zusammenfassen:
• Familien orientieren sich im Stadtteil.
• Familien finden verlässliche Ansprechpartner und Bezugspersonen für ihre Fragen und Themen.
• Frauen als wichtige Multiplikatorinnen für ihre eigenen Familien erfahren Ermutigung und werden gestärkt.
• Familien mit Kindern von 0-6 Jahren erfahren durch frühkindliche Bildungsangebote Integrationschancen.
• Kinder lernen ihre mögliche zukünftige Kindertagesstätte, Familienzentrum oder Schule kennen – dadurch werden Übergänge erleichtert.
• Bildung von stadtteil – und übergreifenden Netzwerken, die Möglichkeiten der Integration eröffnen.

Die konzeptionellen Grundlagen der Projekte werden in den beigefügten Anlagen ausführlich beschrieben.

Vorgehen und Umsetzung
• Einrichtung von Kinder- und Familienräumen in den bestehenden Flüchtlingsunterkünften sowie Anpassung an aktuelle Situationen vor Ort (z. B. Schließung der Räume bei Schließung der Unterkunft oder mangelnden Familien in der Unterkunft).
• Akquise, Anstellung und Einarbeitung der pädagogischen Mitarbeitenden.
• Konzeptionelle Entwicklung der inhaltlichen Arbeit/Schreiben der Konzeption.
• Begleitung und Qualifizierung der pädagogisch Mitarbeitenden (Strukturen von Dienstbesprechungen, Fortbildungen etc. entwickeln und umsetzen).
• Vorstellung des Brücke-Projektes in allen Wolfsburger Kindertagesstätten und Familienzentren.
• Einteilung des Stadtgebietes in Netzwerkregionen (Flüchtlingsunterkunft, Familienzentrum mit Netzwerkkoordinatorin sowie alle weiteren Kindertagesstätten und Familienzentren im Stadtgebiet).
• Anstellung einer Gesamtkoordination sowie Netzwerkkoordinatorinnen in den Stadtgebieten.

Ergebnisse und bislang Erreichtes
Die aktuell bestehenden Kinderräume in den Flüchtlingsunterkünften sind etabliert und werden gut angenommen. Orientiert am Bedarf der Familien werden sie passgenau weiterentwickelt.
Auch Frauen mit Kindern im Babyalter nutzen das Angebot regelmäßig.
Insgesamt arbeiten sieben pädagogische Mitarbeiterinnen in den Kinderräumen. Sie kommen aus unterschiedlichen Ländern und haben unterschiedliche Ausbildungshintergründe. Es konnten bisher zwei Mitarbeiterinnen mit eigener Fluchterfahrung fest in den ersten Arbeitsmarkt durch die Stadt Wolfsburg und das Projekt Brücke integriert werden. Beide Mitarbeiterinnen haben aus ihrem Herkunftsland einen Studienabschluss (Lehramt und Journalismus). Sie konnten über die Arbeit in den Kinderräumen einen unbefristeten Arbeitsplatz für sich generieren.
Insgesamt fünf Koordinatorinnen gestalten die Vernetzungsarbeit im Projekt Brücke.
Die Koordinatorinnen und pädagogischen Mitarbeiterinnen aus den Kinderräumen arbeiten zusammen und planen Angebote und Vernetzungen für ihre Stadtteile.
In den Stadtteilen finden regelmäßige Netzwerktreffen mit Kitas und Familienzentren statt.
Dieses ist ein positives Beispiel für eine gelingende Arbeit in multiprofessionellen Teams und ein Erfolg, der vor den Hintergrund des Fachkräftemangels im Kontext Sozialer Arbeit besonders zu benennen ist.

Erläuterung, inwieweit die Wettbewerbskriterien erfüllt sind
Die im Bundeswettbewerb genannten Bewertungskriterien erfüllt das Projekt Brücke in vielen Aspekten:
Beispiele dafür sind die kommunale Ausrichtung der Stadt Wolfsburg mit dem Schwerpunkt Integration. Das Thema Integration und Zusammenleben ist in der Stadt Wolfsburg durch das festgeschriebene Integrationskonzept auf kommunalpolitscher Ebene fest verankert und nachhaltig angelegt.
Ein weiteres Bespiel für die Erfüllung der Wettbewerbskriterien ist die herausragende Vernetzungs- und Kooperationsarbeit verschiedenster Akteure im Projekt Brücke.

Fragen zum Wettbewerbsbeitrag

C1 Fragen zur gesamtkommunalen Einbindung des Wettbewerbsbeitrags

C 10 Gibt es in Ihrer Kommune ein Integrationskonzept?: 
ja
nein
C 11 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag in dieses Integrationskonzept eingebunden?: 
ja
nein
C 12 Unterstützt der/die (Ober-)Bürgermeister/in bzw. Landrat/-rätin Ihren Wettbewerbsbeitrag öffentlich?: 
ja
nein

C2 Fragen zur Konzeption und Ausrichtung des Wettbewerbsbeitrags

C 20 Gibt es zu Ihrem Wettbewerbsbeitrag ein schriftliches Konzept? : 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 21 Sind die Ziele des Wettbewerbsbeitrags im Hinblick auf Integration und Zusammenleben detailliert beschrieben & festgelegt?: 
ja
nein
C 22 Wurde vor der Festlegung der Ziele eine Ausgangs- und Bedarfsanalyse erstellt?: 
ja
nein
C 23 An welche Gruppen richtet sich Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
Kinder (Einrichtungen der Kindertagesbetreuung)
Kinder (Schule)
Jugendliche
junge Erwachsene
Erwachsene
Mädchen/Frauen
Jungen/Männer
aktuelle Zuwanderer (2015-2017)
jeweils differenziert nach Herkunftsgebieten
bereits seit mehreren Jahren in Deutschland lebende Zuwanderer
Bevölkerung vor Ort
Multiplikatoren
Weitere
C 23a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Kooperationspartner/ Netzwerkpartner; Ehrenamtliche, Familienzentren
C 24 Bezieht sich Ihr Wettbewerbsbeitrag auf: 
die Gesamtstadt?
einen Teilraum/Quartier?
ein Projekt?
C 25 An welche Orte und Einrichtungen knüpft Ihr Wettbewerbsbeitrag an?: 
Quartier als Ganzes
Nachbarschaftshäuser/Stadtteilzentren
Jugendeinrichtungen
Sportvereine
Flüchtlingsunterkünfte
Einrichtungen der Kindertagesbetreuung
Schulen
Ausbildungsstätten
Bildungseinrichtungen (VHS u.a.)
Soziale Treffpunkte für Zuwanderer
Migrantenselbstorganisationen
Weitere
C 26: 

Welche Handlungsfelder zur Integration von Zuwanderern und zur Förderung des Zusammenlebens mit der Bevölkerung vor Ort stehen in Ihrem Wettbewerbsbeitrag im Mittelpunkt? Bitte geben Sie an, ob sich das Handlungsfeld auf die Gesamtstadt oder das Quartier bezieht bzw., ob es sich um ein Projekt handelt.

C 26a Handlungsfeld Wohnen und Wohnumfeld: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26b Handlungsfeld Soziale Infrastrukturen, z.B. Kindergarten, Schulen, Jugendeinrichtungen: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26c Handlungsfeld Bildung/Qualifizierung/Ausbildung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26d Handlungsfeld Beschäftigung/lokale Wirtschaftsförderung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26e Handlungsfeld Kultur: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26f Handlungsfeld Sport: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26g Handlungsfeld Gesundheit: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26h Handlungsfeld Umwelt/Grün: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26i Handlungsfeld Beteiligung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26j Handlungsfeld Engagementförderung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26k Weitere Handlungsfelder: 
Integration in den ersten Arbeitsmarkt; Personalentwicklungsmaßnahme; Arbeiten in multiprofessionellen Teams
C 27a Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe der Zielgruppe "Zuwander" ausgerichtet?: 
ja
nein
C 27b Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe der Zielgruppe "Bevölkerung vor Ort" ausgerichtet?: 
ja
nein

C3 Fragen zur Umsetzung des Wettbewerbsbeitrags

C 30 Welche Akteure aus Kommunalpolitik und Kommunalverwaltung beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbei: 
Stadt-, Gemeinde-, bzw. Kreisrat
Amt/Bereich Soziales
Amt/Bereich Jugend
Amt/Bereich Wohnen
Amt/Bereich Grün(-planung)
Bürgermeister/in bzw. Landrat/-rätin
Amt/Bereich Stadtplanung/ Stadtentwicklung
Integrationsbeauftragte/r
Amt/Bereich Sport
Amt/Bereich Gesundheit
Weitere
C 31 Welche verwaltungsexternen lokal relevanten Akteure beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbeitrags?: 
Quartiersmanagement
Stadtteilzentren/ Nachbarschaftshäuser
Wohlfahrtsverbände
Kirchen
Migrantenselbstorganisationen
Sponsoren
Lokale Medien
Stiftungen
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Nachbarschaftsvereine
Kleingartenvereine
Unternehmen, Betriebe
Weitere
C 32 Gibt es schriftliche und verbindliche Vereinbarungen zur Vernetzung und Kooperation der Akteure?: 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 33 Welche Laufzeit hat Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
C 34 Wie finanzieren Sie Ihren Wettbewerbsbeitrag?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
C 35 Wie lange ist die Finanzierung des Wettbewerbsbeitrags gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
C 36 Wird der Wettbewerbsbeitrag in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
C 36a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
C 37 Werden im Rahmen der Umsetzung von anderen entwickelte Projekte und Maßnahmen übernommen und eingesetzt?: 
ja
nein
C 37a Wenn ja ... Welche? : 
Rahmenkonzeption der Wolfsburger Familienzentren
C 38 Sind umgekehrt im Rahmen Ihres Wettbewerbsbeitrags entwickelte Projekte und Maßnahmen bereits andernorts übernommen worden?: 
ja
nein

Einzelprojekte

Einzelprojekt 1

D 10 Titel des Einzelprojekts Nr. 1: 
Kinder- und Familienräume - Orte für Familien in Flüchtlingsunterkünften
D 11 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
trifft nicht zu
D 12 Wie lange ist die Finanzierung des Projekts gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
trifft nicht zu
D 13 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 14 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
trifft nicht zu
D 14a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
trifft nicht zu
D 15 Kurzbeschreibung des Projekts: 

„Kinder-und Familienräume – Orte für Familien in Flüchtlingsunterkünften“
Die offenen Kinder- und Familienräume sind Begegnungsräume, in denen alle Kinder und Eltern willkommen sind. In diesen Begegnungsräumen arbeiten pädagogisch Mitarbeitende mit teilweise eigenem Zuwanderungshintergrund und eigener Fluchterfahrung.
Unterstützt durch die Mitarbeitenden erleben geflüchtete Kinder direkt vor Ort in der Unterkunft einen ersten geschützten Bildungs- und Erfahrungsraum in Wolfsburg. Hier können sie – ähnlich wie in einem Kindergarten – durch freies Spiel, Musik- oder Bewegungsangebote Lernerfahrungen sammeln und Kontakte zu anderen Kindern knüpfen. Dies ist eine wesentliche Voraussetzung für den gelingenden Besuch einer frühkindlichen Bildungseinrichtung.
Die Kinder- und Familienräume sind auch bedeutsame Anlaufstellen für die Eltern. Die pädagogischen Mitarbeitenden der Kinder- und Familienräume bauen Beziehung zu den Eltern auf und unterstützen so als Ansprechpartner die Ankommens- und Orientierungsphase der Familien.
Der offene Kinder-und Familienraum ist ein Teilbereich der professionellen Sozialen Arbeit mit einem sozialräumlichen Bezug und einem sozialpolitischen, -pädagogischen und soziokulturellen Auftrag.
Offene Kinder-und Familienarbeit begleitet und fördert insbesondere Kinder auf ihrem Weg in die Selbständigkeit und integriert sie in gesellschaftliche Prozesse. Der niedrigschwellige Zugang zu den Kinderräumen und dessen Angebote begünstigt den Erwerb von Bildungsinhalten, die für alltägliche Handlungs- und Sozialkompetenz wichtig sind. Insbesondere für sozial- und bildungsbenachteiligte junge Menschen leistet die offene Kinder-und Familienarbeit einen Beitrag zur Integration und Vermeidung von Ausgrenzung.
Verarbeitung von erlebten Situationen, Lebensbewältigung und Identitätsfindung sind für die Kinder und Familien in den Unterkünften Themen, welche in ihrem neuen Umfeld komplexe und schwierige Herausforderungen darstellen. Die Mitarbeitenden der offenen Kinderräume stehen als Kontakt-, Ansprech- und Bezugspersonen zur Verfügung. Sie hören genau hin und beobachten, was die Kinder und Familien benötigen und unterstützen bei der Bewältigung der genannten Themen. Ihre Haltung ist geprägt von der Orientierung an den Ressourcen der Kinder und Familien. Sie begleiten und unterstützen die Familien so, dass sie möglichst bald selbstständig gangbare Wege für sich erschließen können.
Kinder- und Familienräume sind geschützte Räume, in denen sich insbesondere die Kinder ausprobieren können. Die Mitarbeitenden helfen dabei, altersentsprechende Fähigkeiten zu entwickeln, Beziehungen aufzubauen und Konflikte lösungsorientiert auszutragen.

Einzelprojekt 2

D 20 Titel des Einzelprojekts Nr. 2: 
BRÜCKE - Brücken bauen für geflüchtete Familien
D 21 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
trifft nicht zu
D 22 Wie lange ist die Finanzierung des Projekts gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
trifft nicht zu
D 23 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 24 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
trifft nicht zu
D 24a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
trifft nicht zu
D 25 Kurzbeschreibung des Projekts: 

„BRÜCKE – Brücken bauen für geflüchtete Familien“
Das Projekt Brücke ist eine Weiterentwicklung der bisherigen Unterstützung durch Kinder- und Familienräumen für geflüchtete Kinder im Alter vom 0-6 Jahren und deren Familien in festen Flüchtlingsunterkünften.
Der Leitgedanke des Projektes Brücke ist, für geflüchtete Familien den Zugang in das Bildungssystem Wolfsburg zu erleichtern. Geflüchtete Familien haben bisher wenig Orientierung über Infrastruktur, Bildungsinstitutionen, Angebote und Unterstützungsmöglichkeiten in ihrem Stadtteil.
Nachdem das erste Ankommen für viele geflüchtete Familien in den Unterkünften vollzogen ist, geht es in einem weiteren Integrationsschritt für die Familien darum, sich in ihrem Stadtteil zu orientieren und ihr neues Lebensumfeld besser kennen zu lernen. Dazu wurden Familienzentren und Kindertagesstätten in den jeweiligen Stadtteilen der Flüchtlingsunterkünfte als Kooperations- und Netzwerkpartner angesprochen. Jede Flüchtlingsunterkunft bzw. jeder Kinder- und Familienraum kooperiert eng mit einem beauftragten Familienzentrum. Die dortige Koordinatorin entwickelt, gestaltet und begleitet die Netzwerkarbeit im Stadtteil mit dem Kinderraum und anderen ansässigen Kindertagesstätten und Familienzentren. Die dadurch entstandenen guten Vernetzungsstrukturen sind Grundlage für Angebote sowohl in den Kinder- und Familienräumen als auch im gesamten Stadtteil. Die Einrichtungen öffnen ihre Türen für geflüchtete Familien und laden zu niedrigschwelligen Angeboten ein.
Dabei nehmen die pädagogisch Mitarbeitenden der Kinderräume eine wichtige „Brückenbau – Funktion“ wahr. Sie begleiten die Familien aus den Unterkünften in die Angebote im Stadtteil - so lange, bis die Familien mit Personen und Strukturen vertraut sind und sich selbständig orientieren können.
Geflüchtete Familien lernen so den Stadtteil und seine Möglichkeiten kennen. Übergänge zu nächsten Bildungseinrichtungen wie Kindertagesstätten oder Schulen werden begleitet und damit erleichtert. Die Basis für den nächsten Integrationsschritt der Familien wird gelegt.
Die Orientierung im Stadtteil hat für alle Familien eine wichtige Bedeutung. Vor allem aber für Familien, für die ein Umzug in eine eigene Wohnung ansteht und die gefordert sind, sich zukünftig Infrastrukturen selbständig zu erschließen und neue Netzwerke aufzubauen, ist diese Orientierung besonders relevant.
Das Teilprojekt „Brücke – Brücken bauen für geflüchtete Familien“ unterstützt die Stadt Wolfsburg bei der Umsetzung ihres Zieles, geflüchtete Familien zu integrieren, Chancengerechtigkeit zu ermöglichen sowie Zugänge zu Bildung sicher zu stellen.

Anlagen