Landkreis Aurich

Name der Stadt/der Gemeinde/des Landkreises: 
Landkreis Aurich
Typ: 
Landkreis
Bundesland: 
Niedersachsen
Einreichende Dienststelle: 
Koordinierungsstelle für Migration, Teilhabe und Bildung
Ansprechpartner/in: 
Frank Martens
Straße/Postfach: 
Fischteichweg 7-13
PLZ: 
26603
Telefon: 
+49 4941 16-3264
Ort: 
Aurich
Fax: 
+49 4941 16-3288

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Titel des Wettbewerbsbeitrags

Integrationskonzept Landkreis Aurich

Kurzfassung des Wettbewerbsbeitrags

2015 wurde im Landkreis Aurich eine Abteilung für Migration und Integration gebildet, in der die relevanten Ämter der Verwaltung vertreten sind. Sie hat 2015 ein Integrationskonzept erarbeitet. Der Kooperation mit Gemeinden und weiteren Trägern kommt eine besondere Bedeutung zu.
Die Begleitung der Neuzugewanderten erfolgt umfassend von der Wohnsituation, den Sprach- und Qualifizierungsangeboten, Vermittlung kultureller Angebote bis hin zur Integration in den ersten Arbeitsmarkt unter Berücksichtigung spezieller Bedürfnisse. Die Neuzugewanderten werden durch sogenannte Erstbegleiter unterstützt, die ihnen in der neuen Wohn- und Alltagssituation zur Seite stehen.
Berufliche und sprachliche Kenntnisse sowie Fortschritte der Neuzugewanderten auf diesem Gebiet werden in einer Datenbank festgehalten. Ebenfalls wird mit jeder Person bzw. jeder Familie ein Integrationsplan erstellt, der verbindliche Integrationsschritte auf dem Weg der gesellschaftlichen und Arbeitsmarktintegration festlegt. Anhand der Datenbank können die Fortschritte evaluiert werden. Der Landkreis Aurich verfolgt einen ganzheitlichen und systemischen Ansatz.

Beschreibung des Wettbewerbsbeitrags

Ausgangssituation im Landkreis Aurich

Im Landkreis Aurich (Flächenlandkreis) mit seinen 189.000 Einwohnern leben 11.407 Ausländer. Davon sind 3800 Menschen Flüchtlinge (Stand Oktober 2017). Ihnen eine neue Perspektive zu geben, ist eine Herausforderung, der sich der Landkreis Aurich mit allen Ämtern und Einrichtungen gestellt hat. Um Kompetenzen zu bündeln, wurde 2015 eine Abteilung für Migration und Integration gebildet sowie ein Fachausschuss Migration und Integration eingerichtet.

Die Abteilung für Migration und Integration hat ein Konzept zur Aufnahme, Integration, Betreuung und Förderung von Flüchtlingen erarbeitet, das vom Kreistag im September 2015 verabschiedet wurde. Mit dem Konzept wurden in den Jahren 2015 340.000 €, 2016 2.400.000 €, 2017 3.000.000 € und 2018 3.000.000 € in den Haushalt gestellt. Ziel war es, eine verlässliche und dauerhafte Netzwerkstruktur mit Projekten zur Integration der neuzugewanderten Menschen aufzubauen. Der Kooperation mit den Gemeinden, den Schulen und den ehrenamtlichen Flüchtlingshilfen sowie der Zusammenarbeit mit der IHK, der Handwerkskammer, der Hochschule Emden-Leer, dem Jobcenter des Landkreises, der Agentur für Arbeit, der kreiseigenen Volkshochschule sowie weiteren Bildungsträgern kommt eine entscheidende Rolle zu.

Das Konzept ist auf lange Zeit angelegt, um eine nachhaltige Integration in die Gesellschaft zu ermöglichen und das Zusammenleben zu gestalten. In den letzten zwei Jahren ist durch die Entwicklung der Landes- und Bundesförderungen ein breites Spektrum an Sprach- und Qualifizierungsmaßnahmen, zur Integration von Neuzugewanderten, durch verschiedene Träger entstanden. Die Praxis hat ergeben, dass im Landkreis Aurich zwar eine Vielzahl von Bildungsangeboten vorhanden ist, aber neuzugewanderte Menschen nicht immer zielgerichtet die Bildungsangebote nutzen können. Aus diesem Grund ist eine stetige Weiterentwicklung des Konzeptes unabdingbar. Im Folgenden werden daher die einzelnen Komponenten des bisherigen Konzeptes dargestellt, welches in den Bereichen Qualifizierung, Unterbringung und Erstbegleitung bisher erfolgreich war. Es wird außerdem ein Ausblick auf die zukünftige Weiterentwicklung gegeben, die noch stärker auf Planung der Integrationsschritte ausgerichtet ist und im Sinne der nachholenden Integration Menschen anspricht, die bisher durch die Regelsysteme nicht oder nicht ausreichend erreicht wurden. Sowohl die bisherige Konzeption als auch die Weiterentwicklung basieren auf einer Bedarfsanalyse, die anhand einer Datenbank durchgeführt wurde.

Konzeption, Ziele und Zielgruppen

Die Zielgruppe des Integrationskonzepts besteht aus Asylsuchenden und anerkannten Flüchtlingen/Asylbewerbern mit ihren Familien. Es berücksichtigt auch Menschen mit Migrationshintergrund, die bereits länger in Deutschland leben und aufgrund fehlender sprachlicher und beruflicher Qualifikation bisher nicht in den Arbeitsmarkt integriert werden konnten.

Das Konzept verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz. Die Begleitung der Neuzugewanderten erfolgt umfassend von der Wohnsituation, den Sprach- und Qualifizierungsangeboten, Vermittlung kultureller Angebote bis hin zur Integration in den ersten Arbeitsmarkt unter Berücksichtigung spezieller Bedürfnisse. Es ist Ziel, Gender - und Diversity - Aspekte in der Integrationsarbeit herauszuarbeiten und in der Maßnahmenplanung stärker zu berücksichtigen.

Vorgehen und Umsetzung

Im Folgenden werden die einzelnen Säulen des Integrationskonzepts im Landkreis Aurich dargestellt.

Unterbringung in Integrationsstützpunkten

In den Integrationsstützpunkten werden Flüchtlinge zur Erstqualifizierung untergebracht. Diese Unterbringung ist ein zentraler Baustein des Integrationskonzeptes. Angestrebt wird eine Unterbringung von bis zu sechs Monaten. In diesem Zeitraum werden Werte und Normen, alltagspraktische Fertigkeiten und erste Sprachkenntnisse vermittelt. Es werden ein Profil erstellt und erste Maßnahmen zur möglichen Eingliederung in den Arbeitsmarkt durchgeführt. Im Anschluss daran werden die Personen dezentral in Wohnungen untergebracht und eine weitere aufbauende, zielgerichtete Qualifizierung ist vorgesehen.

Dezentrale Unterbringung in Wohnungen

Für dezentral untergebrachte Personen setzen die Kreisvolkshochschulen zwölf Mitarbeiter für eine Erstbegleitung ein. Die Erstbegleitung in Form einer aufsuchenden Tätigkeit hat den Auftrag, ein niederschwelliges Hilfsangebot zu machen. Es geht um eine Begleitung im Alltag als Unterstützung in der neuen Wohnsituation und im Umgang mit der gesundheitlichen Versorgung, den Kontakt zu Behörden und die Unterbringung der Kinder in passenden Bildungseinrichtungen. Gleichzeitig wird eine erste Befragung zu Grunddaten der Neuzugewanderten durchgeführt. Die zugewanderten Menschen nehmen dann, je nach Vorbildung, an einem 300 - stündigen Einstiegssprachkurs für Asylbewerber teil. Die Erstbegleitung gibt nicht nur Hilfestellungen im Alltag, in Zusammenarbeit mit den ehrenamtlichen Flüchtlingshilfen, sondern hat auch den Auftrag, den Zustand der Unterkünfte zu überprüfen. Bei Mängeln werden die Vermieter angesprochen. Wenn die Mängel nicht beseitigt werden, wird das Sozialamt informiert. Die Ergebnisse aus den Profilen sowohl in den Unterkünften der KVHS als auch von den Personen in dezentraler Unterbringung werden in eine Datenbank eingespeist.

Sprachförderung

Sprachförderung ist Grundlage für die Integration. Sie wird auf den verschiedenen Niveaus (von der Alphabetisierung bis C1) flächendeckend im Landkreis Aurich angeboten. Kurse, die nicht durch das Land, den Bund oder die Otto-Benecke-Stiftung finanziert werden, werden aus dem eigenen Haushalt finanziert.

Die Teilnehmer und Ergebnisse aus den Sprachkursen werden ebenfalls in die Datenbank eingepflegt und können anhand dieser ausgewertet werden. So wird deutlich, welche Personen bereits ausreichend mit Sprach- und Qualifizierungsangeboten versorgt

wurden und bei welchen Personen nach wie vor Bedarf besteht. Personen mit weiterem Bedarf werden eingeladen und es wird geprüft, welche weiteren Qualifizierungsschritte im individuellen Fall vorgenommen werden sollten.

Qualifizierung

Nach dem Integrationskurs können die Personen am Projekt MuT (Migration und Teilhabe) teilnehmen. MuT ist für anerkannte Flüchtlinge (SGB II) und hat am 1. März 2016 begonnen - in Zusammenarbeit mit dem Jobcenter. Es soll den Teilnehmenden helfen, dauerhaft einen Arbeitsplatz auf dem ersten Arbeitsmarkt zu finden. Auch andere Qualifizierungsmöglichkeiten wie zum Beispiel die Jugendwerkstätten der KVHS stehen geeigneten Personen offen. Parallel finden in Kooperation mit der IQ-Beratungsstelle und den Kammern Anerkennungsverfahren für vorhandene Qualifikationen der zugewanderten Menschen statt.

Gemeinsam mit der Hochschule Emden-Leer fördert der Landkreis Aurich Flüchtlinge mit einem akademischen Hintergrund oder einer Hochschulvoraussetzung durch entsprechende Sprachangebote und durch die Möglichkeit der Ergänzungshörerschaft an der HS Emden-Leer. Bei der Ergänzungshörerschaft nehmen die zugewanderten Menschen ganz normal an den Vorlesungen der jeweiligen Fachbereiche teil. Parallel erhalten sie in der Hochschule einen Intensivsprachkurs. Unterstützt werden sie von hiesigen Studenten, die eine jeweilige Patenschaft übernehmen. Gleichzeitig bietet die Otto-Benecke-Stiftung, auf Initiative der Koordinierungsstelle für Migration, Teilhabe und Bildung, B2/C1-Sprachkurse für höherqualifizierte Neuzugewanderte an. Die Teilnehmenden erhalten ein volles Stipendium für die Sprachkurse, die von der KVHS am Standort Aurich durchgeführt werden.

Weiterhin gibt es im Landkreis Aurich ein Qualifizierungsprogramm für neuzugewanderte Mediziner. Es wird von der Koordinierungsstelle für Migration, Teilhabe und Bildung in Kooperation mit der KVHS Aurich und dem hiesigen Krankenhaus geleitet und durchgeführt. Im Rahmen dieses Programms erhalten zugewanderte Mediziner Sprachunterricht bis zum Niveau C1 für Mediziner als Vorbereitung auf die Sprachprüfung der Ärztekammer Niedersachsen. Parallel absolvieren sie Hospitationen im Krankenhaus oder bei niedergelassenen Ärzten, um das deutsche Gesundheitssystem praktisch kennenzulernen.

Kinder und Jugendliche

Eine besondere Gruppe bilden die unbegleiteten minderjährigen Ausländer (UMA). Das „Backoffice“ des Amtes für Kinder, Jugend und Familie führt Erstgespräche durch, meldet die „UMA“ bei der Krankenkasse an und beantragt die Bestellung eines Vormunds beim Amtsgericht. Nach Abschluss einer maximal dreimonatigen „Clearingphase“ übernehmen die vier Regionalteams des Amtes die Betreuung. Der Pflegekinderdienst vermittelt „UMA“ in geeignete Familien.

Bei der Sprachvermittlung spielen Schulen und Kitas eine wichtige Rolle. In den kreiseigenen Schulen und den Schulen in anderer Trägerschaft wurden Sprachlernklassen oder Klassen im Rahmen des Sprint-Projektes eingerichtet. Der Landkreis organisiert Treffen mit Schulträgern und Schulen aus dem Sek I- und Sek-II-Bereich, um ein Netzwerk bei der Beschulung von Flüchtlingskindern aufzubauen. Mit der Ausweitung auf den Primarbereich

wurde vor kurzem begonnen. Die Schulen und die KVHS haben gemeinsam ein Kompetenzfeststellungsverfahren entwickelt, welches möglichst viele neuzugewanderte Schüler zu Beginn durchlaufen sollen. Durch die Kooperation und das einheitliche Verfahren an den Schulen, ist es möglich aufgrund der Kompetenzfeststellung zu beurteilen, welche Schulform für jede einzelne Person am besten geeignet ist. Es kann dann gegebenenfalls ein entsprechender Schulwechsel veranlasst werden.

2012 wurde der Elterninformationsdienst „Bi d‘ Hand“ eingerichtet, um Müttern, Schwangeren und Familien von Beginn der Schwangerschaft bis zum dritten Lebensmonat des Kindes zur Seite zu stehen. Das Konzept wurde inzwischen erweitert, um gezielt auf Flüchtlingsfamilien zugehen zu können. Der Landkreis Aurich hat sich weiterhin erfolgreich für das Bundesprogramm „Sprachkitas – Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ beworben. Es werden acht Sprachkitas durch eine Fachberatung des Landkreises Aurich begleitet.

Somit wurden auf dem Weg ein möglichst lückenloses Unterstützungsnetz aufzubauen bereits einige Konzepte und Projekte entwickelt, anderes ist in Arbeit, damit der Landkreis Aurich für Menschen, die als Flüchtlinge kommen, zu einer neuen Heimat werden kann.

Ausblick

Kurzfristiges Ziel ist die direkte Ansprache der Personen, die bisher nicht oder nicht ausreichend an Bildungs- und Qualifizierungsangeboten teilnehmen. Der Landkreis Aurich bildet ab 2018 ein Fallmanagement, das gemeinsam mit der Koordinierungsstelle für Migration, Teilhabe und Bildung ein Rahmenkonzept in Form einer Bildungskette für erwerbsfähige Neuzugewanderte von der Alphabetisierung bis zur Integration in den Arbeitsmarkt erarbeitet und durchführt. Das Fallmanagement soll im Bezug der Sozialraumanalyse innerhalb des Landkreises Aurich stehen, welche die Koordinierungsstelle für Migration, Teilhabe und Bildung durchgeführt hat. Auf Grundlage der Analyse wurden Sozialräume gebildet, in denen jeweils ca. 250 bis 300 neuzugewanderte Personen leben, sodass die Fallmanager mit einem konstanten Betreuungsschlüssel arbeiten können.

Das Fallmanagement erstellt für Familien einen ganzheitlichen Integrationsplan. Insbesondere wird auch im Umgang mit Kindern und Jugendlichen unterstützt, indem die Teilnahme an ausreichenden Bildungsangeboten, aber auch die Integration in Freizeitangebote gefördert wird. Das Fallmanagement beteiligt bedarfsgerecht die für die jeweilige Lebenssituation maßgeblichen Fachstellen und das Ehrenamt. Fachstellen sind dabei intern die Ausländerbehörde, das Sozialamt, Amt für Kinder, Jugend und Familie, Jobcenter, Amt für Schulen und IT sowie die KVHS Aurich-Norden. Als externe Fachstellen sind darüber hinaus die Bundesagentur für Arbeit, die Handwerkskammer, IHK, Hochschule Emden-Leer, die Migrationsberatungsstelle des DRK und gegebenenfalls weitere Bildungs- und Jugendhilfeträger in dieses Beteiligungsnetzwerk zu integrieren. Das Fallmanagement stellt damit eine Schnittstelle zwischen den Neuzugewanderten und an der Arbeit mit den jeweiligen Personen beteiligten Stellen dar. Der Integrationsplan wird gemeinsam mit den betreffenden Personen erarbeitet und legt verbindliche Integratiosschritte fest. Der Integrationsplan wird von den Beteiligten unterschrieben. Er kann später immer wieder für die Evaluation der Fortschritte herangezogen werden.

Ergebnisse

Die Erfolge, die der Landkreis Aurich mit seiner Integrationsarbeit bereits erzielen konnte, spiegeln sich in der Integrationsquote (16,8% in 2017) wieder. Von Anfang an wurde deutlich, dass die Integrationsarbeit eine Querschnittsaufgabe ist, die nur in Zusammenarbeit nicht nur der verschiedenen Ämter des Landkreises, sondern auch mit Akteuren außerhalb der Verwaltung zu schaffen ist. Daher wurden, neben der oben beschriebenen Abteilung für Migration und Integration, verschiedene Netzwerke gebildet:

Das Netzwerk Bildung beinhaltet alle Akteure der Flüchtlingsarbeit, die im Bereich von Bildung- und Qualifizierung tätig sind. Dazu gehören das Ordnungsamt, das Schulamt, das Amt für Kinder, Jugend und Familie, die Kreisvolkshochschule und das Jobcenter sowie verwaltungsextern die Agentur für Arbeit, die Hochschule Emden-Leer, Industrie- und Handelskammer, Handwerkskammer und Landwirtschaftskammer. Für Neuzugewanderte unter 25 Jahren, wurde aufgrund des speziellen Bedarfes in dieser Altersgruppe, ein eigenes Netzwerk geschaffen. In diesem Gremium sind die Schulen aus dem Sek I – und Sek II – Bereich vertreten, die sich in Trägerschaft des Landkreises befinden. Außerdem gehören die Kreisvolkshochschule, die U25 – Teams der Agentur für Arbeit und des Jobcenters sowie die Jugendhilfeträger zu dem Netzwerk. Beide Netzwerke treffen sich regelmäßig, um aktuelle Bedarfe zu besprechen und Fragen zu klären. Daneben besteht ein Runder Tisch zum Thema unbegleitete minderjährige Ausländer und Schulnetzwerke, die sozialraumorientiert und im Bedarfsfall zusammenkommen.

Bereits Anfang des Jahres 2017 wurde eine Datenbank zum Flüchtlingsmanagement eingeführt. Sie ermöglicht bereits jetzt eine noch zielgerichtetere und bedarfsgerechtere Ansprache der Menschen. In der Datenbank können bisherige Erfahrungen und Qualifikationen der Personen festgehalten werden und es wird, nach Absprache mit weiteren Beteiligten wie dem Jobcenter und der betroffenen Person selbst, ein Integrationsplan hinterlegt. So konnten durch die Koordinierungsstelle für Migration, Teilhabe und Bildung bereits Personen angesprochen und begleitet werden, die im Rahmen der Regelsysteme nicht erreicht werden konnten. Außerdem ist anhand des Integrationsplans eine Evaluation der Integrationsfortschritte möglich, da sowohl individuelle Bildungsverläufe beobachtet werden können als auch Auswertungen gesammelter Daten in der Datenbank möglich sind. Das Integrationskonzept des Landkreises Aurich unterliegt einer ständigen Evaluation und Qualitätskontrolle durch die zuständigen Verwaltungseinheiten und wird bei Bedarf entsprechend angepasst.

Das Integrationskonzept des Landkreises Aurich hat, wegen seines ganzheitlichen Ansatzes und weil es bereits 2015 beschlossen wurde, überregionale Bekanntheit erlangt. Durch die stetige Weiterentwicklung zum Beispiel durch die Einführung der Datenbank bleibt das Konzept weiterhin innovativ. Benachbarte Landkreise haben sich bereits über das Integrationskonzept und die Nutzung der Datenbank informieren lassen. Dies zeigt, dass ein Transfer der gesammelten Erfahrungen und der Projekte zur Integration auf andere Kommunen möglich ist.

Fragen zum Wettbewerbsbeitrag

C1 Fragen zur gesamtkommunalen Einbindung des Wettbewerbsbeitrags

C 10 Gibt es in Ihrer Kommune ein Integrationskonzept?: 
ja
nein
C 11 Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag in dieses Integrationskonzept eingebunden?: 
ja
nein
C 12 Unterstützt der/die (Ober-)Bürgermeister/in bzw. Landrat/-rätin Ihren Wettbewerbsbeitrag öffentlich?: 
ja
nein

C2 Fragen zur Konzeption und Ausrichtung des Wettbewerbsbeitrags

C 20 Gibt es zu Ihrem Wettbewerbsbeitrag ein schriftliches Konzept? : 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 21 Sind die Ziele des Wettbewerbsbeitrags im Hinblick auf Integration und Zusammenleben detailliert beschrieben & festgelegt?: 
ja
nein
C 22 Wurde vor der Festlegung der Ziele eine Ausgangs- und Bedarfsanalyse erstellt?: 
ja
nein
C 23 An welche Gruppen richtet sich Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
Kinder (Einrichtungen der Kindertagesbetreuung)
Kinder (Schule)
Jugendliche
junge Erwachsene
Erwachsene
Mädchen/Frauen
Jungen/Männer
aktuelle Zuwanderer (2015-2017)
jeweils differenziert nach Herkunftsgebieten
bereits seit mehreren Jahren in Deutschland lebende Zuwanderer
Bevölkerung vor Ort
Multiplikatoren
Weitere
C 24 Bezieht sich Ihr Wettbewerbsbeitrag auf: 
die Gesamtstadt?
einen Teilraum/Quartier?
ein Projekt?
C 25 An welche Orte und Einrichtungen knüpft Ihr Wettbewerbsbeitrag an?: 
Quartier als Ganzes
Nachbarschaftshäuser/Stadtteilzentren
Jugendeinrichtungen
Sportvereine
Flüchtlingsunterkünfte
Einrichtungen der Kindertagesbetreuung
Schulen
Ausbildungsstätten
Bildungseinrichtungen (VHS u.a.)
Soziale Treffpunkte für Zuwanderer
Migrantenselbstorganisationen
Weitere
C 26: 

Welche Handlungsfelder zur Integration von Zuwanderern und zur Förderung des Zusammenlebens mit der Bevölkerung vor Ort stehen in Ihrem Wettbewerbsbeitrag im Mittelpunkt? Bitte geben Sie an, ob sich das Handlungsfeld auf die Gesamtstadt oder das Quartier bezieht bzw., ob es sich um ein Projekt handelt.

C 26a Handlungsfeld Wohnen und Wohnumfeld: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26b Handlungsfeld Soziale Infrastrukturen, z.B. Kindergarten, Schulen, Jugendeinrichtungen: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26c Handlungsfeld Bildung/Qualifizierung/Ausbildung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26d Handlungsfeld Beschäftigung/lokale Wirtschaftsförderung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26e Handlungsfeld Kultur: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26f Handlungsfeld Sport: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26g Handlungsfeld Gesundheit: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26h Handlungsfeld Umwelt/Grün: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26i Handlungsfeld Beteiligung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 26j Handlungsfeld Engagementförderung: 
Thema wird in einem gesamtstädtischen Konzept bearbeitet
Thema wird in einem teilräumlichen Konzept/auf der Quartiersebene bearbeitet
Thema wird im Rahmen eines/mehrerer Projekte bearbeitet
C 27a Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe der Zielgruppe "Zuwander" ausgerichtet?: 
ja
nein
C 27b Ist Ihr Wettbewerbsbeitrag auf Beteiligung, Engagement und Selbsthilfe der Zielgruppe "Bevölkerung vor Ort" ausgerichtet?: 
ja
nein

C3 Fragen zur Umsetzung des Wettbewerbsbeitrags

C 30 Welche Akteure aus Kommunalpolitik und Kommunalverwaltung beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbei: 
Stadt-, Gemeinde-, bzw. Kreisrat
Amt/Bereich Soziales
Amt/Bereich Jugend
Amt/Bereich Wohnen
Amt/Bereich Grün(-planung)
Bürgermeister/in bzw. Landrat/-rätin
Amt/Bereich Stadtplanung/ Stadtentwicklung
Integrationsbeauftragte/r
Amt/Bereich Sport
Amt/Bereich Gesundheit
Weitere
C 31 Welche verwaltungsexternen lokal relevanten Akteure beteiligen sich wesentlich an der Umsetzung Ihres Wettbewerbsbeitrags?: 
Quartiersmanagement
Stadtteilzentren/ Nachbarschaftshäuser
Wohlfahrtsverbände
Kirchen
Migrantenselbstorganisationen
Sponsoren
Lokale Medien
Stiftungen
Sportvereine
Bildungseinrichtungen (Schule, VHS u.a.)
Nachbarschaftsvereine
Kleingartenvereine
Unternehmen, Betriebe
Weitere
C 31a Wenn "Weitere"... Welche?: 
Gemeinden
C 32 Gibt es schriftliche und verbindliche Vereinbarungen zur Vernetzung und Kooperation der Akteure?: 
ja (bitte als Anlage beifügen)
nein
C 33 Welche Laufzeit hat Ihr Wettbewerbsbeitrag?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
C 34 Wie finanzieren Sie Ihren Wettbewerbsbeitrag?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
C 35 Wie lange ist die Finanzierung des Wettbewerbsbeitrags gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
C 36 Wird der Wettbewerbsbeitrag in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
C 36a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
C 37 Werden im Rahmen der Umsetzung von anderen entwickelte Projekte und Maßnahmen übernommen und eingesetzt?: 
ja
nein
C 38 Sind umgekehrt im Rahmen Ihres Wettbewerbsbeitrags entwickelte Projekte und Maßnahmen bereits andernorts übernommen worden?: 
ja
nein

Einzelprojekte

Einzelprojekt 1

D 10 Titel des Einzelprojekts Nr. 1: 
Moin - Zeitschrift
D 11 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
trifft nicht zu
D 12 Wie lange ist die Finanzierung des Projekts gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
trifft nicht zu
D 13 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 14 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
trifft nicht zu
D 14a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
trifft nicht zu
D 15 Kurzbeschreibung des Projekts: 

Die Zeitschrift „Moin“ ist ein gemeinsames Projekt des Landkreises Aurich mit dem Verein Flüchtlingshilfe Aurich e.V. Der Verein Flüchtlingshilfe Aurich e.V. hat sich im Jahr 2015 gegründet. Er entstand aus einem losen Zusammenschluss von Ehrenamtlichen, die sich bereits in der Flüchtlingsarbeit engagierten. Heute ist der Verein in der Betreuung von neuzugewanderten Menschen aktiv, führt Aktionen wie Ausflüge etc. durch und betreibt ein Begegnungscafé. Seit 2017 ist auch das Integrationsbüro der Stadt Norden an der Erstellung der Zeitschrift beteiligt.

Finanziert wurden die bisherigen Auflagen über die Förderung „Demokratie leben“. Bisher gab es zwei Auflagen, von denen eine im Mai und eine im Dezember 2016 erschienen. Eine dritte Auflage ist bereits fertiggestellt und befindet sich im Druck. Die redaktionelle Tätigkeit wird hauptsächlich durch die Flüchtlingshilfe getragen, jedoch in enger Abstimmung mit dem Landkreis Aurich, vor allem der Koordinierungsstelle für Migration, Teilhabe und Bildung.

Der Entstehungsprozess der Ausgaben ist offen gestaltet. Es werden Workshops angeboten, an denen grundsätzlich jeder teilnehmen kann. Dort werden eventuelle Themen besprochen. Anschließend gibt es eine Frist, innerhalb derer jeder einen Artikel einreichen kann. Auch Personen, die nicht am Workshop teilgenommen haben. Nach Einreichen der Artikel trifft sich das Redaktionsteam aus Mitgliedern der Flüchtlingshilfe Aurich e.V. und Mitarbeitern des Landkreises Aurich (2017 auch Vertreter des Integrationsbüros Stadt Norden) und bespricht, welche Texte in die Zeitschrift aufgenommen werden.

Möglichst viele Texte werden in mehreren Sprachen veröffentlicht, meist auf Deutsch, Englisch und Arabisch. Inhalt der Texte sind persönliche Geschichten aus der alten und neuen Heimat, die sowohl von Geflüchteten selbst als auch von Ehrenamtlichen verfasst werden. Sie beinhaltet außerdem Informationsartikel zur Arbeit der Flüchtlingshilfe, aber auch zum Asylsystem und zu Bildungsangeboten für Neuzugewanderte im Landkreis.

Die Zeitschrift richtet sich an alle Personen. Einerseits sollen Neuzugewanderte über Angebote und Möglichkeiten aufgeklärt werden. Andererseits soll die hiesige Bevölkerung Einblicke in das Leben der Neuzugewanderten erhalten. So trägt die Zeitschrift zu mehr gegenseitigem Verständnis bei. Die Zeitschrift wird kostenlos verteilt und ist somit allen Interessierten zugänglich.

Einzelprojekt 2

D 21 Welche Laufzeit hat das Projekt?: 
bis zu zwei Jahre
mehr als zwei Jahre (aber befristet)
Dauerangebot
trifft nicht zu
D 22 Wie lange ist die Finanzierung des Projekts gesichert?: 
offen
bis zu zwei Jahre
dauerhaft
trifft nicht zu
D 23 Wie wird das Projekt finanziert?: 
kommunale Mittel
Landesmittel
Bundesmittel
europäische Mittel
Stiftungsmittel
Sponsorengelder
Spenden
Weitere
D 24 Wird das Projekt in seiner Qualität und Zielerreichung überprüft und bewertet bzw. evaluiert?: 
ja
geplant
nein
trifft nicht zu
D 24a wenn ja oder geplant: 
Selbstevaluation
Fremdevaluation
trifft nicht zu

Anlagen